David Moody - Herbst Band 4: Zerfall

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  • Kurzbeschreibung (Amazon):


    Die Folgen der verheerenden Seuche haben das Land nach wie vor fest im Griff. Wiederauferstandene streifen in Massen umher und werden immer aggressiver. Zwei Gruppen von Menschen haben überlebt, jede auf ihre Weise. Während die eine auf Verstohlenheit setzt, um von den wandelnden Toten nicht bemerkt zu werden, schlägt sich die andere mit roher Gewalt durch. Die Umstände führen die gegensätzlichen Überlebenden zusammen, und die ohnehin prekäre Lage spitzt sich bedrohlich zu...


    Eigene Meinung:


    Während die Bände 1-3 eine durchgehende Handlung bieten, ist Band 4 - bis auf ein kleines Detail - eine eigenständige Episode aus Moodys postapokalyptischer Welt mit gänzlich neuen Charakteren und neuen Bedrohungen. Während die Untoten langsam verwesen, erhöht sich nämlich die Seuchengefahr zunehmend bis schließlich unter den Überlebenden erste Krankheitsfälle auftreten.


    Zur Handlung kann ansonsten nicht viel gesagt werden. Abermals stellt Moody den Überlebenskampf einer Gruppe von Menschen im Angesicht des Weltuntergangs dar. Kenner der ersten 3 Bände der Herbstreihe werden wohl das eine oder andere déjà vu erleben. Was auf den ersten Blick nach Recycling aussieht, entpuppt sich jedoch als durchaus spannender Ausflug in die postapokalyptische Welt, was nicht zuletzt an den neuen Charakteren liegt. Im Gegensatz zu ihren Pendants in den ersten Teilen, stammen sie überwiegend aus unteren sozialen Schichten und reagieren deutlich offensiver auf die Bedrohungen der neuen Welt. Die Furcht vor den Untoten wird zu brennendem Hass, der in regelrechte Vernichtungsaktionen ausartet. Der Roman ist damit - soviel sei verraten - deutlich actionlastiger als die Vorgänger. Das dort viel bekrittelte ewige Jammern und Selbstmitleid über die Ausweglosigkeit der Situation fehlt fast völlig.


    Die Handlung verläuft mit hohem Tempo, während die Figuren von einer Misere in die nächste stolpern. Leider gelingt es Moody stilistisch nicht immer mit der Geschwindigkeit umzugehen. Das Buch wirkt stellenweise schlichtweg "schlampig" geschrieben. Im Besonderen passen Straßenbeschreibungen mitunter nicht zur geschilderten Handlung - die Folge sind Logiklücken, wenn etwa Untote massenweise aus einer Richtung kommen, die eigentlich von einem LKW versperrt ist. Die Figuren selbst bewegen sich wieder im Graubereich. Über weite Strecken wirken sie zwar austauschbar und stereotyp, immer wieder erfährt man dann aber doch über individuelle Rückblenden interessante Details über ihre Vergangenheit.


    Alles in allem ist "Zerfall" ein kurzweiliger, spannender Roman. Gewiss kein *muss*, aber durchaus empfehlenswert. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:


    B.

  • Danke für die Rezi, Barlok.
    Auch wenn die Jammerei, die mich in der "Herbst"-Reihe so genervt hat, nicht mehr so vorhanden ist, habe ich wahrscheinlich das Richtige getan und nach dem 3. Teil nicht mehr weitergelesen. Vor allem dass das Ganze jetzt nochmals aus der Sicht anderer Personen geschrieben ist, hat mich einfach zu sehr abgeschreckt. Das hatten wir ja schon in Teil 1 und 2, auch wenn die Handlungsstränge dann zusammengeführt wurden.

  • Hallo,
    im original gibt es noch zwei Bänd dazwischen, deshalb nur im Deutschen Band 4

    Herbst / Autumn

    01. Herbst Beginn (2002) Autumn
    02. Herbst Stadt (2003) The City
    03. Herbst Läuterung (2004) Purification
    04. (2005) The Human Condition
    05. (2005) Echos*
    06. Herbst Zerfall (2007) Disintegration


    *nur als englischsprachiger Download von der Website des Verfassers

    :study: Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :totlach:

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