Peter Wilhelm - Darf ich meine Oma selbst verbrennen?

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    „Kann man als Nichtschwimmer auf hoher See bestattet werden? Gibt es auch Second-Hand-Särge? Kann ich den Opa im Kombi selbst zum Friedhof fahren? Diese und andere nicht immer ganz ernst gemeinte Fragen rund ums Sterben begegnen Peter Willhelm täglich. Die skurrilsten versammelt er nun in seinem zweiten Buch.“



    Meine Meinung
    Ab und zu lese ich sehr gerne Bücher, welche nicht direkt in ein bestimmtes Genre passen. Witzig, skurril oder einfach nur interessant auf eine besondere Art und Weise und schon hat das Buch einen neuen Leser gefunden – mich. Genauso ging es mir auch mit diesem Buch hier. Schon alleine der Titel hat mich sehr neugierig gemacht.


    Ich erwartete eines von diesen vielen „komischen“ Büchern, wo man sich oftmals über die (nicht vorhandene?) Intelligenz des Verfassers wundert, doch ich wurde hiermit eines besseren belehrt, denn „Darf ich meine Oma selbst bestatten?“ ist kein Ableger von diesen vielen eher dümmlichen Büchern, deren Humor nicht wirklich meiner ist.
    Der Autor Peter Wilhelm ist von Beruf Bestatter und berichtet uns in diesem Buch über viele witzige, makabere, aber auch ernstere Fragen rund um das Thema Tod und Bestattung. Oftmals sind Fragen dabei, die so gefaked klingen, dass die Antwort durch den Autor genauso ironisch aufzufassen ist. Doch dies ist eher die Seltenheit. Hauptsächlich erklärt uns Peter Wilhelm, wie es wirklich bei einem Bestattungsunternehmen abläuft, bzw. welche Mythen immer noch in den Köpfen der Menschen existieren. Hierfür muss man keinesfalls ein Experte sein, denn der Autor erklärt alles sehr verständlich und deutlich, sodass jeder Laie damit klar kommt. Es gibt keine wirklichen Fachbegriffe und wenn doch, werden sie gut erläuterte.
    Trotz des ernsten Themas hatte ich beim Lesen viel Spaß. Die Fragen werden, bis auf ein paar Ausnahmen, kurz und präzise beantwortet und der Lerngehalt ist auf jeden Fall gegeben. Die geschilderten Szenen und Gespräche wirken echt authentisch, sodass ich mir beim Lesen oft vorkam, als wäre ich live dabei. Dies hat den Unterhaltungswert sehr gesteigert und so war das Buch ein sehr informatives und witziges für zwischendurch.


    Wer sich also für die rechtlichen als auch humanen Fragen rund ums Bestatten interessiert und ganz nebenbei etwas Spaß haben und ein Augenzwinkern nicht unterdrücken will, der sollte zu diesem Buch greifen.

  • Eigene Inhaltsangabe:


    Inhaltlich geht es um vielerlei Fragen, die teilweise wirklich haarsträubend sind.
    Insbesondere das titelgebende Anliegen, ob man seine Großmutter selber verbrennen kann oder die Frage, ob auch Nichtschwimmer auf See bestattet werden können, sind Highlights des Buches.


    Es gibt jedoch nicht nur Fragen, sondern auch Dialoge und skurrile Situationen aus dem Bestatteralltag, bei denen mir insbesondere die Episode des Pfarrers, der eine Expressbeerdigung durchführte, da er dringend austreten musste, sehr gut gefallen hat.


    Eigene Meinung:


    "Darf Ich Meine Oma Selbst Verbrennen?" ist eine Sammlung von skurrilen Anfragen an den Bestatter Peter Wilhelm, der sich zudem als Autor betätigt.
    Vor allem ist dieser durch sein 'Bestatterweblog' bekannt, aufgrund dessen er immer wieder zu Interviews oder Fernsehsendungen eingeladen wird.


    In diesem Buch bietet Wilhelm etliche teilweise extrem amüsante Begebenheiten, welche die amüsante Seite des Berufes Bestatter aufzeigen.
    Doch "Darf Ich Meine Oma Selbst Verbrennen?" ist kein rein humoristisches Werk, da nahezu alle der Fragen seriös beantwortet werden, sodass man durchaus viele Informationen zum Thema Sterbefall und Bestattung mitnehmen kann.
    Durch diese Kombination bleiben die Informationen gut beim Leser hängen und man wird angeregt, sich mit dem Thema Sterben und Bestattung zu beschäftigen.


    Durch den lockeren Schreibstil lässt sich "Darf Ich Meine Oma Selbst Verbrennen?" angenehm flüssig lesen.
    Einige Teile sind in Dialekt verfasst. Diese geben aber zumeist den Dialekt des Ruhrgebiets wieder und sollten somit für jeden Leser verständlich sein.


    Natürlich werden niemandem sämtliche Geschichten in diesem Buch gefallen. Auch ich fand einige ziemlich plump oder langweilig. Die meisten sind allerdings tatsächlich lesenswert, wodurch unterm Strich ein positiver Gesamteindruck bleibt.


    Selbstverständlich sind die Namen der hier erwähnten Personen frei erfunden, sodass niemand bloßgestellt wird.


    (Diese Rezension wurde von mir selbst für das Webzine NecroWeb.de verfasst)

    “Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson

  • Oftmals sehr amüsante Fragen rund um das Thema Sterben, Tod und Bestattung, die ein Bestatter verständlich und zum Teil sehr ironisch beantwortet.
    Manch eine Frage kann man gar nicht erst nehmen (z.B. "Kann ich als Nichtschwimmer eine Seebestattung bekommen?"), und genauso ironisch beantwortet sie der Autor Peter Wilhelm. Gerade dieser oftmals ironische und lustige Unterton zeigt, dass der Beruf des Bestatters ein x-beliebiger ist und das jeder nunmal von uns stirbt und sich auch darüber Gedanken machen sollte etc.
    Da ich mich aus persönlichen Gründen recht gut im Bereich der Bestattungen auskenne, gab es nichts Neues für mich, was mir dieses Buch erklärt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass es den meisten so geht, daher würde ich den Informationsgehalt des Buches nicht so hoch einstufen.
    Jedoch habe ich sehr oft geschmunzelt, als ich dieses Buch gelesen habe und besonders gut gefällt es mir einfach, dass man durch diese witzige Art sicherlich vielen Menschen die Angst vor dem Sterben bzw. auch die Scheu vor Bestattern nehmen kann.


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