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Thomas Finn - Das unendliche Licht

Das unendliche Licht

4.3 von 5 Sternen bei 15 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Feder & Schwert

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 392

ISBN: 9783867623230

Termin: Neuerscheinung November 2018

  • Zitat

    Kais Großmutter kann nicht verstehen, was sie da eben gesehen hat. Mit ihrem 13-jährigen Enkel ist die erfahrene Irrlichtjägerin im silbernen Schein des Vollmondes ins Moor gezogen und hat mit ihrer Musik auch eines der scheuen Lichtlein eingefangen. Dann darf Kai mit seiner selbst geschnitzten Flöte sein Glück versuchen. Aber der Junge hat zunächst kein Glück. Da probiert er in seiner Wut etwas Neues aus -- und entfacht dabei einen wahren Feuersturm, bei dem ihm gleich vier Irrlichte in die Laterne gehen. Kein Irrlichtjäger zuvor hat je so etwas vollbringen können. „Mein Junge, was auch immer du da entfesselt hast, es ist nicht ungefährlich“, warnt die Großmutter Kai in Das unendliche Licht, dem Jugendbuchdebüt des US-stämmigen Hamburger Autors Thomas Finn. „Ich hoffe, du weißt das“.


    Kai aber vergisst die Warnung allzu schnell -- spätestens, als sein Dorf von marodierenden Geisterpiraten überfallen wird und er erfährt, dass die Wärme, die er bei der Nähe von Irrlichtern verspürt, mythische Ursachen hat. Dies offenbart ihm der Zauberer Thadäus Eulertin, bei dem Kai in Hammaburg, der Stadt der Magier und Windmacher, in die Lehre geht. Kai ist der letzte Feuermagier, der mit der Macht über das unendliche Licht auch die diabolische Nebelkönigin Morgaya besiegen könnte, deren eiskalter, dunkler Machtstrahl schon bis in die nächste Nähe reicht. Aber kann Kai alleine gegen Morgaya überhaupt bestehen? Quelle: amazon.de


    Das Buch ist in kleinen Kapiteln aufgeteilt, und man bekommt als Leser das Buch in kleinen Stücken präsentiert. Thomas Finn läßt seine Geschichte auf Europäischen Boden spielen, so liest man vom Alptraumgebirge (Alpen), Hammaburg (Hamburg), die kleinen Zwerge aus dem Schwarzen Walde (Schwarzwald). Ich fand es vor allem sehr spannend, das der Autor es so gut schaffte die Landschaft zu umschreiben, und auch so wunderbar einbinden konnte das einen nicht langweilig beim lesen wird. Es ist ja schon selten, das ein Autor so etwas wagt. Die Elbe, Hammaburg, Colona, die Schwarzen Wälder, diese Orte haben reale Bezugspunkte in unserer Welt, wodurch sich der Leser schnell ein Bild von Landschaft und Umgebung machen kann und Thomas Finn auf Beschreibungen ebendieser weitestgehend verzichten kann. Und ich als Leser hatte das ein oder andere mal das Gefühl:“ Ha,......das kenn ich doch“. Dadurch hat man ein Land wie Deutschland vor den Augen, und doch ist es das nicht. Ich fand das sehr spannend und die Idee sehr gut. Noch dazu ist es dem Autor auch gut gelungen es um zusetzten. Genauso interessant fand ich die Tatsache, das Hr. Finn sämtliche Mythen der europäischen Mythologie und Märchenklassiker mit einander vereinen tut. Und es dabei keinesfalls Kindisch oder albern wird. Der Autor behält dabei immer den nötigen ernst. Völlig makellos ist „Das unendliche Licht“ dennoch nicht.



    ...erinnern zu sehr an die verfluchten Untoten aus dem Kinoerfolg „Fluch der Karibik“. Besonders denke ich da an Pirat Jack Sparrow. Die Piraten und Raufbolde passen zwar hervorragend zur Hammaburg, da sie eben an der See lag. Und Hamburg ja auch eine eigene Piraten Geschichte hat (Klaus Störtebeker und Gödeke Michels), aber das nur am rande. Leider hatten die Piraten auf mich nicht so eine große Wirkung, mir fiel als erstes Jack Sparrow ein. Und der blieb es dann. Eine etwas eigenständigere Charakterisierung hätte mir besser gefallen. Doch für mich ist das eben doch ein kleines Markel, was mir aufgefallen ist, die aber die Wirkung von dem Buch nicht kaputt gemacht hat.


    Zu der schreibweise kann ich nur sagen, die Ausdrucksweise ist leicht zu Verstehen. Man brauch auch kein Lexikon um sich Heimatkundlich schlau zu lesen. Da nicht als zu viel Heimatkundliches enthalten ist. Das Buch wird in der ich – Form erzählt. Man wird also an Kais Seite in die Geschichte gesetzt und erlebt alles an seiner Seite. Die Charaktere wurden alle liebevoll umschrieben, und jeder einzelne mit eigener Persönlichkeit aus gestattet. Mir persönlich bleib einer sehr am Herzen hängen. Einige von ihnen haben auch ein kleines Geheimnis. Was der Geschichte noch mehr Reiz gibt.

    Mein Fazit:


    Ich als Hamburgerin und Fantasie Liebhaberin fand das Buch sehr gut, super spannend von der ersten Seite an. Auch für die Eragons – Fans unter uns kann ich das nur weiter empfehlen. Zwar ist der Held in diesen Buch kein Drachenreiter, aber er steht Eragon im Punkt um Mut und Abenteuerlust in nichts nach. Obwohl ich den Autor Hr. Thomas Finn bis jetzt nicht kannte, werde ich ihn wohl wieder lesen. Ich möchte darauf aufmerksam machen, das dies der erste Band ist. Es sind noch zwei weitere Erschienen unter dem Titeln:


    Der eisige Schatten - Die Chroniken der Nebelkriege 02
    Die Letzte Flamme - Die Chroniken der Nebelkriege 03


    Viel Spaß DespinaHH


    Mein persönlicher Liebling, den will ich euch nicht vorenthalten