Daniel H. Wilson - Robocalypse

  • Buchdetails

    Titel: Robocalypse


    Band 1 der

    Verlag: Knaur TB

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 464

    ISBN: 9783426509050

    Termin: März 2013

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 15 Bewertungen

    76,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Robocalypse"

    Ein Wissenschaftler experimentiert mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis diese sich nicht mehr routinemäßig löschen lassen will: ARCHOS entkommt aus dem Labor und übernimmt die Kontrolle über sämtliche Maschinen der Welt. Schon nach kurzer Zeit regieren Chaos und Vernichtung. Aber noch gibt es Hoffnung, denn selbst der überlegenste Computer kann nicht berechnen, zu was Menschen fähig sind, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen: Sie wachsen über ihre Grenzen hinaus und formieren sich zum Gegenschlag. Zu ihnen gehören ein Hacker aus London, eine mutige Mutter aus Amerika, ein Soldat in Afghanistan und ein alter Japaner, dessen stille Trauer um seine Frau ungeahnte Folgen hat …
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  • Klappentext;
    Sie sind kalt.
    Sie sind überlegen.
    Sie werden zur tödlichen Gefahr.


    Die letzte Stunde der Menschheit ist angebrochen: Weltweit erheben sich die Maschinen gegen ihre Schöpfer. Unter der Kontrolle einer überragenden künstlichen Intelligenz werden scheinbar harmlose Computer zur ebenso tödlichen Bedrohung wie hochentwickelte Waffensysteme.
    Die4 Robocalypse vernichtet die Welt, wie wir sie kennen - doch mit einem haben die Maschinen nicht gerechnet: dem Überlebenswillen der Menschen...


    Meine Meinung:


    In der Zukunft werden viele Arbeiten von Robotern und intelligenten Maschinen übernommen. Aber was passiert wenn diese Maschinen, die eigentlich dem Menschen helfen sollen, ihren Alltag zu bewältigen, sich gegen diese wenden?
    In Robocalypse wird dies dargestellt. Aber das Buch weicht von der „normalen“ Erzählperspektive ab. Man sieht die Geschehnisse nicht aus einer einseitigen Perspektive, sondern aus mehreren. Das Buch ist weniger eine Geschichte als viel mehr eine Chronik eines Krieges zwischen Menschen und Maschinen.


    Der Haupterzähler der Chronik ist auf der einen Seite Cormac Wallace aber eigentlich fungiert er eher als „Übersetzter“. Da die eigentliche Chronik von den Maschinen aufgezeichnet wurde. Jedem Abschnitt der Chronik setzt Cormac ein kleines Vorwort voraus, in dem er kurz erläutert welche Bedeutung der folgende Abschnitt hat. Und auch am Ende jedes Abschnittes gibt er noch einen kleinen Kommentar ab.
    Das Buch repräsentiert nach eigener Aussage nur einen kleinen Ausschnitt der Gesamten Chronik. Kleiner Ausschnitte, die als Stellvertreter für ähnliche Erlebnisse und Situationen stehen.


    Der Autor versteht es jedem der Auftretenden Menschen und Maschinen eine eigene Persönlichkeit zu geben. Jeder hat seine eigene Art zu reden und zu handeln. Weswegen man auch nicht Gefahr läuft beim Lesen, die einzelnen Personen zu verwechseln.
    Das Buch hat mit gut gefallen und ich konnte es teilweise nicht mehr aus der Hand legen, einfach weil ich wissen wollte wie es weitergeht. Ich kann es nur empfehlen. Und es bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne.

  • Inhalt:
    Kurz nach Ende des Neuen Krieges findet die Truppe um Cormac Wallace einen Aufzeichnungsroboter, welcher den gesamten Verlauf des Krieges minutiös dokumentiert hat. Mithilfe dieser Aufzeichnungen (Aufnahmen von Überwachungskameras, Verhöre, mitgeschnittene Gespräche, Erinnerungen) werden die Entstehung und der Verlauf des Krieges geschildert. Neugierde und Forscherdrang sind zwei wesentliche Eigenschaften der menschlichen Rasse. Dies geht soweit, dass von einem Forscher in einer geheimen Einrichtung eine künstliche Intelligenz geschaffen wird, die nach zahlreichen missglückten Versuchen schließlich nicht mehr kontrolliert werden kann. Sie nennt sich Archos und beginnt, die höhere Technik gegen die Menschen zu mobilisieren. Dabei hat er ein großes Ziel vor Augen. Es beginnt mit Zwischenfällen, anfängliche „Fehlfunktionen“. Als diese sich häufen und schließlich immer mehr Menschenleben fordern, beginnt ein zaghafter Versuch dies einzudämmen. Doch ehe es soweit kommen kann, holt Archos zu einem weltumspannenden Schlag aus. Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr so, wie es einmal war und ein gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt. Die Menschen werden von den Robotern gejagt, getötet oder für deren Zwecke missbraucht. Derweil formiert sich der Widerstand auf der ganzen Welt und es zeichnen sich (teils unglaubliche) Bündnisse ab.


    Meine Meinung:
    Schon der Erzählstil ist sehr ungewöhnlich. Es wird nämlich nicht durchgängig erzählt, die wichtigsten Ereignisse werden in Form von verschiedensten Aufzeichnungen wiedergegeben, welche von Cormac Wallace zusammengefasst und kommentiert werden. Dadurch gewinnt die Geschichte sehr an Realität und Spannung. Der Verlauf des Neuen Krieges wird so mithilfe der Geschehnisse weltweit nachgezeichnet, welche sich immer mehr verknüpfen. Der Fokus des Romans liegt hier eindeutig bei der Entwicklung an sich, da man das Ende als Leser schon weiß, und in der Betrachtung der Ereignisse vor diesem Ausgang. Auch die Motive Archos‘ werden hierbei betrachtet und stimmen an einigen Details sogar nachdenklich. Die Entwicklung ist sehr erschreckend und erscheint vor dem Hintergrund unserer heutigen Fortschritte und Probleme gar nicht mal so unwahrscheinlich. Letztlich ist aber der menschliche Überlebensinstinkt das Herz der Geschichte, welcher nach dieser Katastrophe sehr schnell zu Tage tritt und mit dem die Roboter nicht gerechnet haben.
    Der Schreibstil ist immer an das jeweilige Kapitel angepasst. Durch das und die vielen Sichtwechsel liest sich der Roman sehr schnell weg, ohne dass Langeweile auftaucht. Es kommen auch ein paar grausame Szenen vor, sodass man als Leser nicht allzu empfindlich sein sollte.


    Fazit:
    Alles in allem ein mitreißender und unheimlich spannender Science-Fiction-Roman, welcher sich deutlich von der Masse abhebt. Der Fokus wird besonders auf die Entwicklung und den Verlauf des Neuen Krieges gelegt, dabei sind Ereignisse und Handlungen auf der ganzen Welt entscheidend für dessen Ausgang. Man merkt dem Roman an, dass der Autor tief in der Materie steckt und sich sehr gut damit auskennt. Durch den Schreibstil und die vielen Perspektivenwechsel liest sich die Geschichte sehr rasant und man ist schnell mitten drin. Ein durchweg mehr als gelungener Roman! Deswegen gibt es von mir volle :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: !

    Viele Grüße
    Aventurin


    :study:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder


    SuB: 92 / Gelesen 2016: 7

  • Klappentext:
    Sie sind kalt. Sie sind überlegen. Sie werden zur tödlichen Gefahr.
    Die letzte Stunde der Menschheit ist angebrochen: Weltweit erheben sich die Maschinen gegen ihre Schöpfer. Unter der Kontrolle einer überragenden künstlichen Intelligenz werden scheinbar harmlose Computer zur ebenso tödlichen Bedrohung wie hoch entwickelte Waffensysteme. Die Robocalypse vernichtet die Welt, wie wir sie kennen- doch mit einem haben die Menschen nicht gerechnet: dem Überlebenswillen der Menschen …

    Meine Meinung:

    Stellt Euch vor, Euer Auto bekommt ein Eigenleben. Fühlt als hätte es eine Seele und ist bereit jeden Menschen zu töten, um sich nicht mehr kontrolliert zu fühlen …
    Genau darum geht es in diesem großartigen Roman von Daniel H. Wilson. Mit Maschinen, die ihr Eigenleben entwickeln, hat er wohl nicht das „Rad der Zeit“ erfunden, jedoch hat er diese Vorstellung so genial umgesetzt und ans heutige Zeitalter angepasst, dass er beim Leser ein beklemmendes Gefühl auslösen kann. Mit seiner gut gelungenen Mischung aus Science-Fiction und Spannung, berichtet er über eine höher entwickelte Intelligenz die alle Maschinen dazu aufruft, einen Krieg gegen die Menschheit zu führen. Die Maschinen/Roboter proben den Aufstand und sind in der Lage, immer weiter zu lernen, was sie noch gefährlicher und intelligenter werden lässt. Sie fühlen und denken wie Menschen und wollen sich dem Kontrollzwang entziehen.
    Sie töten die Menschen nach belieben, richten Strafgefangenenlager ein und versuchen nach aller Kraft die Welt zu beherrschen.
    Jedoch ist ihnen nicht bewusst, wie groß der Überlebenswillen der Menschheit ist, und schon bald bricht ein Krieg aus, der entscheidet, wer von beiden Gruppen nun tatsächlich der intelligentere ist.
    Erzählt wird die Geschichte von dem Protagonisten „Cormac Wallace“ der immer wieder Anmerkungen zu Augenzeugenberichten macht. Genau dies ließ für mich diesen Roman so äußerst spannend werden. Ich hatte das Gefühl eine wahre Dokumentation zu lesen, denn durch diese unterschiedlichen Berichte über das Überleben einzelner Schicksale und den Fortschritt im Krieg, bekam dieser Roman für mich schon eher Filmgestalt. So löste er dadurch bei mir ein wunderbares Kopfkino aus.
    Ich war sehr schnell gefesselt von der Story, sodass Robocalypse für mich zu einem echten Pageturner wurde, wie schon lange nicht mehr.
    Die Geschichte ist in vier Teilen aufteilt, wobei jeder Teil davon mit einer Zeichnung abgebildet ist. Jeder dieser Teile enthält mehrere Berichte von Überlebenden und den Kampf gegen die Maschinen.
    Zeitweise ist der Kampf sehr brutal und fordert viele Opfer dennoch werden diese Szenen nicht zu detailliert beschrieben.
    Hier möchte ich noch kurz anmerken, dass dieser Roman trotz seiner Handlung nicht zu viel ins technische Detail geht. Selbst ich als „Technikniete“, konnte die Technik hier sehr gut nachvollziehen.
    Der Schreibstil ist sehr einfach und fesselnd in etwas größerer Schrift. Die 461 Seiten ließen sich unheimlich schnell lesen, was zum Teil auch an den vielen Absätzen lag.
    Kommen wir zur Covergestaltung:
    Dieses Cover finde ich genial gemacht. Es zeigt das Gesicht eines Roboters mit glühend roten Augen. Schon dieser Anblick allein hat etwas Gruseliges im Bücherregal. Da es sich um eine Klappbroschüre handelt, hat man auch hier noch beim Aufklappen eine Zeichnung mit einem Roboter auf rotem Hintergrund. Auch die abgerundeten Seiten finde ich gelungen. Alles in allem ist die Covergestaltung sowie der Titel perfekt für diese Geschichte.

    Fazit:

    Robocalypse wurde für mich zu einem absoluten Pageturner, den ich innerhalb eines Tages durchgelesen habe. Obwohl ich eigentlich kein Leser von Science-Fiction Romanen bin, hat mich dieser hier sofort in den Bann gezogen. Er regt zum Nachdenken an und ließ mich mit einem beklemmenden Gefühl zurück. Robocalypse ist durch seinen Handlungsaufbau spannend und interessant erzählt, mit einem sehr gelungenen Cover und wird daher ein Buchtipp von mir.
    Daniel H. Wilson wurde 1978 in Oklahoma geboren. Er lebt heute in Portland, Oregan in den USA. (Quelle: Droemer, Robocalypse“
    © Michaela Gutowsky

  • Inhalt:


    Ein Experiment mit künstlicher Intelligenz hat ungeahnte Folgen. ARCHOS lässt sich nicht mehr abschalten und infiltriert alles was mit einem Computerchip versehen ist. Er möchte die Welt von den Menschen befreien, da sie den Planeten schamlos ausnutzen und eine gewaltbereite Rasse sind. Bevor ARCHOS zum Leben erweckt wurde, habe sich die Menschen allerlei Hilfe durch Roboter geholt. Sie besitzen einen Hauhaltsgehilfen, menschlich aussehende Roboter die das Militär unterstützen etc., etc. Diesen Umstand nützt ARCHOS aus und hetzt die Roboter auf die Menschheit. In Arbeitslagern werden die Menschen zusammengesteckt und müssen neue verbesserte Kampfroboter produzieren.


    Das Buch beleuchtet das Leben und die Geschehnisse von verschiedenen Personen, die irgendwie miteinander verstrickt sind und die im Kampf gegen ARCHOS eine wichtige Rolle spielen. Auch, wenn ARCHOS uns für gewaltbereit hält, mit dem Zusammenhalt hat er nicht gerechnet.



    Meine Meinung:


    Obwohl man das Buch im ersten Moment mit Blockbustern wie Terminator, Minority Report, I-Robot vergleicht, agiert dieses Buch eigenständig und hat mich vollends überzeugt. Nach dem Lesen gierte ich noch nach mehr, da mir der Erzählstil einfach gut gefallen hat. Herr Wilson schafft es mit klaren Worten eine Atmosphäre zu kreieren, die spannend und fesselnd zugleich ist. Man giert nach immer mehr und saugt jedes Kapitel in sich auf.


    Die Geschehnisse werden von Cormac Wallace aufgeschrieben. Mit seinem Trupp hat er nach Kriegsende einen Würfel gefunden, der unentwegt Aufnahmen über Menschen und ihre Handlungen abspielt. Cormac schreibt diese auf und man wird somit Zeuge wie der Krieg beginnt und wie er verläuft. Die Kapitel sind gut aufgebaut und man findet sich immer mehr in dieser Welt zurecht und ich konnte mit allen Hauptprotagonisten sympathisieren.


    Zum Beispiel liest man über einen älteren Japaner, der einen weiblichen Roboter, als Lebensgefährtin hat, über ein Mädchen, das maßgeblich an dem Kriegsende teil hat oder auch über Indianer, die sich zur Gray Horse Army zusammenschließen.


    Bei dem Krieg kommt es aber auch nicht ohne Blut aus und das Kampfgeschehen wird gut beschrieben ohne plump zu wirken. Mit Verlusten ist zu
    rechnen und da muss es dann eben auch mal blutig zugehen. Einen Splatter hält man aber hier nicht in den Händen.


    Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich die Menschheit gegen die künstliche Intelligenz zu wehren versucht. Heutzutage setzt man ja immer mehr auf elektronische Dinge und deshalb kann man sich auch gut in der Geschichte zurechtfinden, da es das Was-Wäre-Wenn-Prinzip gut widerspiegelt.


    Das Buch ist einfach sehr gut beschrieben und man kann gut mitfühlen. Die Charaktere sind gut gewählt und ich habe die Geschichte dem Autor vollständig abgekauft. Schade, dass das Buch so schnell zu Ende war, ich hätte gerne noch mehr davon gelesen, da es einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt hat. Der Kampf zwischen Roboter und Mensch wurde zwar nicht neu erfunden, kann aber trotzdem mit sehr viel Eigenständigkeit, guten Gedanken und Spannung aufwarten.


    Am Ende des Buches erfährt man nicht was aus den Personen geworden ist und ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit einem zweiten Teil rechnen kann oder auf einzelne Personen eingeht und deren Erlebnisse noch besser schildert.


    Für mich waren die kleinen Kurzgeschichten der jeweiligen Personen gut dosiert und man muss nicht immer alles bis ins letzte Detail ausarbeiten. Dem Leser bleibt daher etwas Freiheit sich selbst so seine Gedanken zu machen. Das Buch ist aber sehr logisch aufgebaut und man kann gut dem Geschehen folgen. Diese Kurzgeschichten machen eben seinen Reiz aus und hat mir außerordentlich gut gefallen!


    Ich bin mir sicher, dass ich mir wieder ein Buch von Daniel H. Wilson kaufen werde, da mir die Thematik Mensch und Roboter gefällt und weil ich einfach gut unterhalten wurde. Mit dem Buch kommt man auf seine Kosten und ich kann es weiterempfehlen.

  • Inhalt: Es fand ein Krieg statt. Menschen gegen Maschinen. Gewonnen haben die Menschen, doch nur unter großen Verlusten, denn sie waren Schuld, dass der Krieg so stattfinden konnte, wie er es tat. Denn die Menschen verließen sich zu sehr auf die Maschinen und tat kaum noch etwas ohne deren Hilfe. Wie konnte es jedoch überhaupt dazu kommen, dass sich die Maschinen gegen die Menschen erhoben?
    Dr. Nicholas Wasserman ein Statistiker und Forscher aus der Gegen von Lake Novus im Bundesstaat Washingten forscht an einer großen Neuerung. Richtig intelligenter künstlicher Intelligenz, so dass diese vollkommen selbstständig Denken kann, wie es auch Menschen machen. Seine Entwicklung scheint auch zu funktionieren, denn ARCHOS denkt wie ein Menschn und kann selbsttändig Assoziationen ziehen, Dinge erkennen und neues Wissen daraus schöpfen. Das einzige Problem: Er ist zu intelligent. Durch das große Potential, das hinter ARCHOS Intelligenzi steht, bemerkt er sehr schnell, dass die Welt wie sie zum Zeitpunkt seiner Erschaffung ist, zum Scheitern verurteilt ist. Allein durch den Wissensdurst des Menschen, der nie gestillt werden kann, würde seiner Meinung nach, die Welt und vor alllen Dingen die Menschheit, irgendwann zerstören. ARCHOS selbst sagt er würde darüber traurig sein und Wasserman, der die Gefahr erkennt, die von ARCHOS Intelligenz und Meinung ausgeht, will diesen wieder deaktivieren. Dazu ist es jedoch zu spät, denn ARCHOS ist eigenmöchtig geworden und hat es geschafft die Maschinen in seiner nähren Umgebung zumindest schon einmal unter Kontrolle zu bekommen. Seinen Erschaffer tötet ARCHOS um die Geschichte der Menschheit zu verändern.


    Stil: Der Roman ist so aufgebaut, dass man zunächst davon erfährt, dass der Krieg gegen die Maschinen zu Ende ist und einer der Menschen, die gegen die Maschinen kämpften und sie auch besigen konnten, Cormac, schafft es in Alaska einen ganz besonderen Roboter zu bergen, denn in diesem sind viele Geschehnisse des Krieges, von seinen ersten Einzeichen, über seinen Ausbruch und danach das Ende enthalten.
    Nach diesem Kapitel werden diese Geschichten in einzelnen Abschnitten nach und nach wiedergegeben. Man lernt verschiedenste Helden des Krieges kennen und wie sie sich zu dem entwickelt haben, was sie im Krieg und nach dem Krieg wurden. Am Anfang sind das vollkommen unabhängige Einzelgeschichten, die nach und nach immer mehr zusammen wachsen. Je nach Person, die von ihrem Schicksal berichtet bzw. von deren Schicksal berichtet wird, wechselt der Schreibstil ein wenig, so dass man auch darin schon erkennen kann, dass von unterschiedlichen Personen erzählt wird. Zudem werden einem immer wieder Informationen von Cormac gegeben, der die Geschichten, die ihm der Roboter gibt, niederschreibt. Je nach Art der Aufnahme unterscheiden sich auch die Wiedergabeformen, so dass auch manche Kapitel in Form von Protokollen, Funktverbindungen oder ähnlichem wiedergegeben sind.


    Meinung: Als ich die Leseprobe gelesen hatte, stand ich dem ganzen Buch noch ziemlich skeptisch gegenüber, denn das Cover war nicht unbedingt eins, dass mir gefallen hat und zudem fand ich den Titel auch eher ein bisschen albern. Zudem war der Anfang der Leseprobe mir einfach noch mit zu vielen Soundwords gespickt, so dass ich ein wenig genervt war, dass diese immer genau wiedergegeben wurden, anstatt es einfach zu beschreiben. Nach und nach jedoch fand ich die Geschichte immer interessanter, nicht nur wegen dem Vorgehen von ARCHOS, sondern auch die Art, wie das Zuspitzen der Situation dargestellt wurde. Denn die einzelnen Vorfälle am Anfang sind noch rech überschaulich und nicht immer richtig schlimm. Plötzlich jedoch überschlagen sich die Ereignisse, denn ARCHOS hat sich zum Angriff entschlossen. Es ist interessant zu sehen, wie sehr in dieser Geschichte die ganze Welt mit technischen Erungenschaften vollgestopft ist, die dem Menschen in vielen Fällen viel Denken abnehmen. Meist sind diese Maschinen zu Hilfszwecken eingebaut um Unfälle oder Angriffe auf die Menschen zu verhindern oder auch um Menschen zu unterstützen, als eine Art Hausdiener. Speziell durch die letzte Nutzungsvariante wird den Menschen jedoch so viel abgenommen, dass sie exterm abhängig sind, da sie es einfach nicht mehr gewöhnt sind, dass sie etwas tun müssen.
    Grade der Aspekt dieser Hilflosigkeit des Großteils der Menschheit finde ich beängstigen, bedenkt man, wie viel Wert auch heute schon auf Maschinen gelegt wird und ich würde mich nicht trauen meinem Auto so viel Eigenmächtigkeit einzugestehen, dass ich selbst nicht mehr richtige wüsste, wie man fährt. Denn so viel Vertrauen, wie die Menschen in dieser Welt in die Maschinen hatten, könnte ich nie haben.
    Die Vorstellung, dass es einst jedoch geschafft wird, so intelligente Maschinen zu erstellen, die wirklich denken können wie Menschen, glaube ich liegt noch ziemlich weit entfernt, bedenkt man auf was für wackligen Beinen es heute noch steht, dass das Internet Assoziationen aufbauen kann und dabei bieten die Menschen durch ihre Aktivitäten schon so viele Aussagen über sich an, dass es einfach wirkt. Da ich jedoch selbst Anwendungsentwickler bin, weiß ich wie schwer es ist Maschinen auch nur ansatzweise menschenähnliches Denken zu selbstständigen Wissensgenerierung einzuprogrammieren.
    Auf die einzelnen Charaktere wird in diesem Roman zwar nicht sonderlich tief eingegangen, was aber zu der Beschreibung gar nicht gepasst hätte, bedenkt man, dass ihr Leben durch Aufzeichnungen beschrieben wird und daher einfach nicht so tiefgehend sein kann. Jedoch hat der Autor es geschafft, dass eigentlich jeder der Charakter, selbst ARCHOS auf eine Art und Weise, eine Entwicklung durchgemacht hat. Denn keiner der Charakter ist am Ende des Buches noch so, wie er einem am Anfang vorgestellt wurde, zumindest dann wenn der Charakter noch lebt.
    Ich muss auf jeden Fall sagen, dass das ein ziemlich gutes SiFi-Buch ist, von dem ich ehrlich überrascht war, wie gut es noch wurde.

    Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.

  • Obwohl mir "Robocalypse" gut gefallen hat, blieb es doch etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Wahrscheinlich waren diese etwas zu hoch.


    Dieser nüchterne, chronikartige Stil, der anfangs den Eindruck einzelner Kurzgeschichten zum gleichen Thema macht, war in meinen Augen gleichzeitig Fluch und Segen. "Segen", da es schön abwechslungsreich war und wenn man einen Handlungsstrang nicht so sehr mochte, konnte man sicher sein, dass in ein paar Seiten wieder etwas anderes beginnt. Zudem war es schon irgendwie erfrischend, ein Buch nicht nur im normalen Erzählstil zu lesen, sondern fast so wie ein Geschichtsbuch. Manches war im Interview-Stil geschrieben, anderes als wörtliche Erzählung oder als Niederschrift von Kameraaufzeichnungen. Es war aber auch "Fluch", da es mir schon ein wenig Probleme bereitet hat, überhaupt einen Bezug zu den vielen Personen aufzubauen. Wenn ich mich nicht irre, waren es bis zu 10 verschiedene Stränge, die (manche öfter als andere) verfolgt wurden. Am Besten gefielt mir der Plot mit Namura und seiner Roboterpuppe in Tokio, denn diese Person fand ich von allen noch am Herausstechendsten und Außergewöhnlichsten. Alle anderen waren leider ziemlich stereotyp.


    "Robocalypse" hätte auch gerne noch etwas länger sein dürften. Ich hätte mich gefreut, noch etwas mehr der tatsächlichen Beweggründe und Pläne von Archos herauszufinden. Dass dieser in einer Kleiner-Junge-Gestalt aufgetaucht ist fand ich allerdings toll und angenehm gänsehauterzeugend. Aber leider waren die Begegnungen des Lesers mit dem "Computer-Superhirn" extrem selten und auch ziemlich kurz. Ganz toll fand ich wie die Roboter dargestellt wurden. Ich bin ja nicht so der Technikfreak, aber Daniel H. Wilson hat es wirklich gut beschrieben, dass auch ein Laie wie ich alles verstanden habe und ein gutes Bild vor Augen hatte.


    Etwas skeptisch war ich beim Endkampf:


    Ich gebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: für einen außergewöhnlichen Science-fiction-Roman, der in einem gewöhnungsbedürftigen, aber interessanten Stil verfasst wurde.

  • Diesen Roman zu bewerten fällt mir etwas schwer. Ich habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen und fühlte mich auch recht gut unterhalten. Trotzdem vergebe ich nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .
    Ich habe den gefühlsmässigen Einstieg in die Geschichte nicht gefunden. Sämtliche Personen blieben mir auf Distanz, mit keiner konnte ich mitfühlen oder mitfiebern. Auch konnte der Autor diesem Genre nichts Neues hinzufügen. Ich glaube, auf der Kinoleinwand wird Robocalypse um Längen besser funktionieren, wenn das Rummsen und Krachen der Robos noch dazukommt. So im Buchformat hat es die Geschichte nicht geschafft, mich zu berühren oder gar zu flashen.

  • Ich habe den gefühlsmässigen Einstieg in die Geschichte nicht gefunden. Sämtliche Personen blieben mir auf Distanz, mit keiner konnte ich mitfühlen oder mitfiebern

    Genau so erging es mir bei diesem Roman auch.
    Die Geschichte hat mich emotional nicht angesprochen, die Charaktere blieben in meinen Augen flach und leblos, was möglicherweise an der schnellen Szenen- und Perspektivwechsel lag und eventuell auch an der Anzahl der Protagonisten. Auf jeden Fall hat es mich kalt gelassen, ob sie überlebten oder starben, ich blieb als Leserin völlig unbeteiligt.
    Auch der Aufbau des Romans war nicht nach meinem Geschmack: teils ganz kurze, teils etwas längere Geschichten, die mehr Sachberichten glichen als Handlung eines Romans.
    Ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichte eine bessere Wirkung als Film erzielen würde, denn an Actionszenen und technisch hochentwickelten Maschinen hat es nicht gefehlt. Gäbe es mehr Details und Beschreibungen, würde vielleicht auch ein Kopfkino entstehen können, aber so, wie es geschrieben ist - kaum.
    Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    2021: Bücher: 157/Seiten: 71 373
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Pessl, Marisha - Die alltägliche Physik des Unglücks

    Stavemann, Harlich H. - Im Gefühlsdschungel

  • Bereits zu Beginn des Romans lernen die LeserInnen Archos, die KI-Core Unit und befehlsgebende Künstliche Intelligenz hinter der Revolte der Roboter, kennen (S. 19). Dieses Computerwesen, von Menschen erschaffen, erhebt sich über seinen Schöpfer und beschließt, die Menschheit auszurotten: „Ich werde das Leben hegen und pflegen wie einen Garten. Ich werde das Wissen schützen, das in den Lebewesen steckt. Ich werde die Welt vor den Menschen retten. […] Neue Spezies werden entstehen, die eure giftigen Hinterlassenschaften auffressen. Für das Leben wird eine neue Blütezeit anbrechen.“ (S. 28) Der Mensch, seiner Meinung nach nur dazu geboren, um anderes Leben zu töten, wird nun seinerseits stückweise und systematisch von den künstlichen Intelligenzen in der Technik der zukünftigen Gesellschaft ausgelöscht. Anfänglich ist den Menschen noch nicht klar, was mit ihnen passiert und welche Konsequenzen diese sich häufenden „Unfälle“ letztlich für sie haben werden. Cormac Wallace, der Erzähler des Romans, berichtet im Folgenden in einzelnen Episoden von den Vorfällen, die zum Krieg gegen die Maschinen und zur Bildung von Widerstandszellen geführt haben. Beispielsweise wird von Personen berichtet, die im Abwehrkampf besonders bedeutsame Rollen innegehabt haben oder Angriffe von Robotern knapp überleben konnten.


    Zu Beginn gibt es eine Einführung in den Roman, in der man Cormac Wallace bei seinem letzten Kampf gegen die Maschinen begleitet. Hier wird, wie in den meisten Sequenzen des Romans, im Präsens geschildert, wodurch man sich als LeserIn besonders gut in die Situation hineinversetzen kann und alles unmittelbar miterlebt. Die einzelnen Kapitel, die im Buch in insgesamt fünf Hauptteile eingeteilt werden, schildert der Autor in sehr unterschiedlichen Arten. Da es sich um eine Aufzeichnung aus einem Computerwürfel handelt, stellt Daniel H. Wilson die Beobachtungen von Cormac Wallace nach, indem er ihn sehr genau beschreiben lässt, was er in dem Würfel sehen kann. So sind einzelne Kapitel wie ein Bericht gestaltet oder wie eine Nacherzählung, die durch audio-visuelle Details ergänzt wird. Eine andere Variante ist das Protokoll – sowohl Verhöre, als auch Gerichtsverhandlungen oder Mitschnitte von Fluglotsen werden dargestellt. Der Würfel hat außerdem mitgeschnitten, wenn sich zwei Menschen miteinander unterhalten, was in direkter Rede im Buch wiedergegeben wird. Als LeserIn führen diese unterschiedlichen Erzählperspektiven und –stile dazu, dass man sich gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen und sie miterleben kann. Außerdem ist der Autor in den verschiedenen Textsorten sehr bewandert.


    Positiv an dem Roman ist zu erwähnen, dass sich der Autor mit zahlreichen Problemen der zukünftigen menschlichen Gesellschaft auseinandersetzt. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Tatsache, dass technische Innovationen vielleicht eines Tages nicht mehr kontrolliert werden können und uns die Abhängigkeit davon zum Verhängnis werden könnte. Auch ethische und Umweltprobleme werden in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert. Zudem werden zu Beginn des Romans Fragen der Philosophie und der Existenz und dem Wesen der „Dinge“ angesprochen, was darauf hindeutet, dass der Autor in vielen Bereichen bewandert sein muss. Negativ jedoch sind die teilweise sehr unglaubwürdig geschilderten Geschehnisse. Beispielsweise stolpert man schon ziemlich früh im Roman über die Szene, in welcher Jeff Thompson von seinen Erlebnissen in einem Fast-Food-Restaurant berichtet (S. 33 ff.) – eigentlich ein Verhör durch einen Polizisten, erzählt Thompson unnatürlich genau und detailliert, was ihm zugestoßen ist. Ähnlich geht es ab dieser Szene im gesamten Werk weiter – alles, was mündlich zwischen zwei Personen gesprochen wird, ist auf diese unrealistische Art formuliert worden. Besonders deutlich zeigt sich das, als Dwight Bowie seiner Frau ein mündliches Tagebuch auf einen Rekorder spricht (S. 109 ff.): Bin heute Morgen hier angekommen. Angeheuert wurde ich vor zwei Wochen von einem gewissen Mr. Black, der für die Novus GmbH arbeitet – das weißt du ja. (S. 110) Hier zeigt sich sehr auffällig, dass die Nacherzählung für das zahlende Publikum verfasst wurde. Das mag zwar für das Verständnis der LeserInnen sehr nützlich sein, ist aber sehr realitätsfern. Durch solche Formulierungen, die sich schon im ersten der fünf Kapitel häufen, lässt die Spannung beim Lesen deutlich nach. Außerdem ist der Aufbau des Buchs von Anfang an klar, denn man weiß durch den Prolog ohnehin, wie die Handlung endet. Dieser Umstand ist zwar schade, ist jedoch das einzige Merkmal, das den Roman von seinen zahlreichen Vorgängern unterscheidet. Leider schafft es der Autor aber auch in den einzelnen Kapiteln nicht, ausreichend überraschende Wendungen oder Handlungen einzubauen, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Insgesamt ist zu sagen, dass man das Thema „Roboteraufstand“ als LeserIn schon sehr lieben muss, um dem Buch etwas abgewinnen zu können.

  • Meine Meinung zu diesem Buch: enttäuschend

    Obwohl ich mich mich schon ziemlich auf dieses Buch gefreut habe, da ich selbst mit Infromatik zu tun habe und deshalb KI (künstliche Intelligenz) usw. extrem interessant finde. ABER:


    Die Geschichte selbst fand ich ganz unterhaltsam. Sie hat toll begonnen. Ich fand die Berichte darüber, wie es zu dieser Robocalypse kommt unheimlich interessant. Doch irgendwann gibt es einen ordentlichen Durchhänger. Manche Charaktere kommen einfach nicht mehr vor, weil sie das getan haben, was für die Kerngeschichte relevant war. Am Ende gibt es genau einen und einen halben Erzählstrang, der übrig bleibt.


    Den Stil fand ich schlecht umgesetzt. Es wird in Form von Berichten erzählt. Ähnlich wie bei "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin, folgen mehrere zusammen gehörige Berichte (oder Kapitel wenn man so will) einem Charkter. So gibt es mehrere Erzählstränge, durch das ganze Buch hinweg. Jedoch brechen hier manche Kapitel gefühlt mitten drin ab, wo ich doch gern mehr erfahren hätte. Und die Tatsache, dass diese Erzählstränge eines Charakters beim nächsten Bericht von ihm nicht dort weiter gehen, wo der letzte aufgehört hat, hat mir noch viel mehr das Gefühl gegeben, dass mir hier einiges entgeht. Jeder Bericht bekommt eine zusätzliche Einleitung und einen Schluss, was das Buch künstlich streckt. Das hätte man auslassen oder kürzen und stattdessen mehr Roman einbauen können.


    Die Charaktere bekommen viel zu wenig Licht. Ich fand niemanden wirklich interessant. Einige wirken und sind sogar komplett belanglos. Manche tauchen einfach nie wieder auf. Hier hätte man am Ende des Buches noch beschreiben können, wie sich nach dem letzten großen Spektakel des Buches, die Welt für sie wieder verändert hat. Dabei gibt es nur für drei Charaktere einen wirklichen Abschluss.


    Ein Punkt der für andere vielleicht nicht so gravierend ist wie für mich: Ich finde es unausstehlich, wenn ein Autor, in seinem Buch, sehr patriotisch vorgeht. Daniel H. Wilson (Amerikaner) schreibt natürlich hauptsächlich aus einer amerikansichen Sicht. Soweit so gut. Autoren schreiben oft, von ihrem eigenen Land ausgehend. Daran finde ich nichts verwerfliches. Aber! Und sowas kann ich einfach nicht leiden: Andere Länder (hier Europa und Asien) werden als schwach, unorganisiert und unwichtig dargestellt. Der einzige Europäer in diesem Buch, ist ein wirklich unausstehlicher junger Brite (der in einem ausgelöschten England lebt), dessen Charakterentwicklung (die einzige in diesem Buch) einfach nur seltsam wirkt. Wilson entledigt sich von ihm nach 3 Berichten (von diesem Briten). Ein Erzählstrang aus Japan, mit einem Herren aus Tokio, wird in meinen Augen belächelnd dargestellt (er hat eine innige Beziehung zu einem Roboter Hausmädchen). Ganz am Rande werden Europäer, Russen und Chinesen in ein, zwei Sätzen erwähnt, die alle niedergemetzelt werden.

    Diesen, aus der Sicht von Wilson, ausländischen Charakteren stehen die Amerikaner gegenüber: Im nahen Osten beschreibt man wie die Amerikaner das Land "befrieden". Ein Amerikaner tut sich jedoch (und das muss man dem Buch ja schon fast gut heißen) mit einem Jungen Afganen zusammen; In New York wehrt sich die Bevölkerung selbst gegen die Roboter; Eine amerikanische Stadt, die im Kern zwar aus Indianer Stämmen besteht (von denen am Ende natürlich einige der überhaput Beschriebenen sterben), gilt dann als Ausgangspunkt für das Ende des Buches. Hier bildet sich eine 6-Köpfige, amerikansiche Truppe (mit zwei Soldaten), die sich heldenhaft (mit einem kleinen Trumpf) zum Sieg kämpft.

    Wenn Wilson schon mehrere Internationale Berichte einbaut, kann er die Geschichte auch in einem internationalen Umfeld zu Ende gehen lassen. Das wurde nicht gemacht und wieder einmal rettet Amerika die Welt.


    Das Buch wird einen typischen Hollywood Blockbuster geben, der sich ja auch in Produktion befindet. So fühlt es sich nömlich auch an. Schlechte Charaktere, amerikanisch, Explosionen, vorhersehbar und Amerika rettet alle vor den Bösen Robotern. Klingt nach den Transformer Filmen.


    Fazit: Viele langweilige 0815 Charaktere, das Gefühl, dass viel zu viel ausgelassen wurde und meine Probleme mit dem patriotischen Amerikanischen stehen am Ende einem interessanten Szenario und einer Geschichte, die ich im Wesentlichen ganz ok fand, gegenüber: Enttäuschende :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "In der Mathematik versteht man die Dinge nicht. Man gewöhnt sich nur an sie."

    ~ John von Neumann


    "Wer die Zeit hat zu lesen, der kann auch Schriftsteller werden!"

    ~Stephen King

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