Wulf Dorn - Dunkler Wahn

  • Buchdetails

    Titel: Dunkler Wahn


    Band 2 der

    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 432

    ISBN: 9783453437012

    Termin: Januar 2013

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 48 Bewertungen

    78,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Dunkler Wahn"

    Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet. Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer ... Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer mysteriösen Frau und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück.
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  • Kurzbeschreibung von Amazon.de:
    Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet.
    Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer ... Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer geistig gestörten Person und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück.


    Über den Autor (von www.randomhouse.de):
    Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem Debütroman Trigger gelang ihm sofort ein Bestseller, die Verfilmung des Romans befindet sich in Vorbereitung. Inzwischen wurden seine Romane in zahlreiche Sprachen übersetzt.


    Handlung:
    Der Psychiater Dr. Jan Forstner hat seine Probleme mit dem Verschwinden seines kleinen Bruders vor vielen Jahren (siehe HIER , "Kalte Stille") mittlerweile gut verkraftet und arbeitet recht erfolgreich in der Fahlenberger Klinik. Momentan ist er gerade dabei, ein Projekt abzuschließen, bei dem er es in mühsamer Arbeit geschafft hat, eine neue Abteilung für Kinder- und Jugendpsychatrie zu eröffnen. Als ein Bekannter, der Journalist Volker Nowak, aufgeregt bei ihm anruft und ein dringendes Treffen mit ihm verlangt, taucht dieser dort nie auf und Jan erfährt kurz darauf, dass Nowak brutal ermordet wurde. Kurz zuvor soll er sich lautstark mit einer Frau gestritten haben. Bei Jan Forster summieren sich gleichzeitig seltsame Vorfälle: er bekommt anonym Rosen geschickt, mysteriöse Anrufe häufen sich und Umschläge, die kindliche Zeichnungen beinhalten, tauchen bei ihm auf. Diese Bilder sind nach Analyse eines von Jans Kollegen von einer weiblichen, schon älteren Person erstellt worden. Jan spricht mit Volker Nowaks Mutter, einer schwerkranken Frau, die ihm davon erzählt, dass sie kurz vor dem Tod ihres Sohnes zusammen mit ihm am Grab ihres Mannes einen weiblichen „Geist“ gesehen haben soll. Volker habe sich danach sehr seltsam verhalten.
    Auch rund um der Fahlenberger Kirche gibt es Außergewöhnliches zu berichten: Die Kapelle wurde von einer unbekannten Person vollkommen mit Opferkerzen bedeckt und der junge Pfarrer Felix Thanner kommt in einen Gewissenskonflikt, da ihm eine scheinbar geistesgestörte Frau in der Beichte zwei Morde gestanden hat, die sie aus unerwiderter Liebe begangen hat und ihm sogar davon erzählt, dass sie einen weiteren „Geliebten“ auserkoren hat. Das Beichtgeheimnis verbietet ihm, darüber zu sprechen, aber er kann doch nicht einfach abwarten, wenn weitere Menschen in Gefahr sind.
    Wie hängen die Vorfälle zusammen und vor allem: Wer ist die mysteriöse, psychisch gestörte Frau, die sich anscheinend Jan Forstner als nächstes Opfer ausgesucht hat?


    Meine Meinung:
    "Dunkler Wahn" führt die Geschichte rund um den Psychiater Dr. Jan Forstner fort, der im Vorgängerbuch schon die Hauptperson war. Man kann das Buch theoretisch auch ohne die Vorkenntnisse des ersten Teils lesen. Allerdings ist es schon von Vorteil, auch "Kalte Stille" zu kennen, denn es wird desöfteren auf Geschehnisse aus der Vergangenheit angespielt.


    Der Prolog ist schon sehr vielversprechend: Es gibt eine Tote, die vor den Augen des schwer angeschlagenen Jan Forstner abtransportiert wird. Er beginnt sich zu erinnern und wir machen mit ihm einen Sprung zurück in die Vergangenheit, als die Geschichte begann. Wie schon in den anderen Büchern von Wulf Dorn dauert es nicht allzu lange bis etwas passiert. Das Stalking rund um Jan beginnt zwar langsam und nur schrittweise, doch der Mord an dem Journalisten lässt den Leser gleich aufhorchen.


    Wulf Dorn schickt den Leser immer wieder auf falsche Fährten. Eine davon war allerdings ein wenig zu offensichtlich gelegt, so dass ich mir schnell sicher war, dass diese Person nicht die gesuchte Mörderin ist. Es tauchen mehrere Frauen in "Dunkler Wahn" auf, die in Frage kommen würden, so dass ein tolles Rätselspiel für den Leser vorgelegt wurde und einem das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Mir hat die Geschichte in den 2 1/2 Tagen, die ich dafür gebraucht habe, keine Ruhe gelassen.


    Es gab auch immer wieder Kapitel, die aus der Sicht der Mörderin geschrieben wurden. Dort bekam man einen guten Einblick in die Psyche und die gespaltene Persönlichkeit dieser kranken Frau. Einerseits ist sie regelrecht besessen von Liebe, andererseits ist sie sehr gewalttätig, aufbrausend und ich hatte das Gefühl von ihren Ausbrüchen regelrecht eingeschüchtert zu werden. Auch die Kapitel, die aus der Sicht des Pfarrers Thanner geschrieben wurden, haben mir gut gefallen. Auch bei ihm taucht die mysteriöse Frau auf, und man hat schnell den Eindruck gewonnen, dass dies einen Grund haben muss und die Besuche nicht nur zur Abnahme der Beichte gedacht waren. Auch hier kann man toll miträtseln und versuchen einen Sinn in den Brotkrumen, die Wulf Dorn ausgelegt hat, zu erkennen.


    Den Protagonisten Jan Forstner mochte ich schon in "Kalte Stille" sehr gern, und in "Dunkler Wahn" ist er mir noch mehr ans Herz gewachsen. Ein sehr ausgewogener Charakter, der sympathisch, bescheiden umgänglich und relativ normal wirkt. Er ist kompetent auf seinem Gebiet, aber er lässt sich den "Doktor" definitiv nicht raushängen und ist eher die Person, mit der man sich in der Kneipe gerne auf ein Bier treffen würde.


    Zum Ende hin zieht die sowieso schon angespannte Atmosphäre nochmals richtig an, und es wird atemlos spannend wenn man in den letzten 100 Seiten der Auflösung immer näher und näher kommt. Dann gibt es auch noch einige Überraschungen und Wendungen, mit denen ich nie im Leben gerechnet hätte. Der letzte Teil war definitiv das Beste an dem sowieso schon tollen Buch und für diese überragenden Seiten, bei denen man den Mund kaum mehr zukriegt, zolle ich Wulf Dorn meinen tiefsten Respekt.


    Fazit: Wulf Dorn, der sich langsam zu einem meiner Lieblingsautoren entwickelt, hat hier einen fast perfekten Psychothriller abgeliefert, der vom Anfang bis zum Ende fesselt. Einzig einige zu glattgehende Handlungsstränge haben ihm bei mir den letzten halben Stern gekostet.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Das klingt äußerst interessant. Vor allem ist es cool, mal einen weiblichen Killer zu haben, schließlich müssen Frauen nicht immer die Opferrolle gepachtet haben. :wink:
    Der Autor ist mir bisher (merkwürdigerweise) überhaupt kein Begriff, das muss geändert werden.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Vor allem ist es cool, mal einen weiblichen Killer zu haben, schließlich müssen Frauen nicht immer die Opferrolle gepachtet haben. :wink:

    Stimmt, hier wurden die Rollen mal vertauscht. Das gefällt Dir als Frau bestimmt wenn sich der Mann fast in die Hosen macht wenn irgendwo um die Ecke eine mysteriöse Killerin lauert. :loool:

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Das gefällt Dir als Frau bestimmt wenn sich der Mann fast in die Hosen macht wenn irgendwo um die Ecke eine mysteriöse Killerin lauert. :loool:

    :thumleft: ... :-,

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Mehr als 2,5 Sterne waren leider absolut nicht drin... :thumbdown: [-(


    :shock: Da bin ich aber gespannt. Ich dachte, dass Du ziemlich den gleichen Geschmack hättest wie Kapo.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Werde dazu die Tage eine Rezension schreiben, das Buch hat mich maßlos enttäuscht... Mehr als 2,5 Sterne waren leider absolut nicht drin... :thumbdown: [-(

    Na da bin ich aber gespannt. Vor allem weil Dir der Vorgänger so gut gefallen hat und nach dem Lesen habe ich noch gedacht: Das hat Dave bestimmt auch begeistert. Bei Amazon ist die Durchschnittsbewertung vom zweiten Teil bisher sogar höher als die vom Vorgänger.

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Ich bin gerade mittendrin in diesem Thriller und am Anfang fand ich ihn total spannend, zwischendrin eher mäßig, mittlerweile bin ich wieder bei "absolut genial" angelangt. Das liegt nicht nur an dem Roman selbst, sondern vor allem daran, dass ich durch Kapos Rezension weiß, dass die Besuche der Mörderin in der Kirche noch einen Sinn ergeben werden. Im Moment erschließt sich mir dieser noch nicht und deswegen habe ich schon einige Male etwas genervt gedacht, dass man sich diese Kapitel auch hätte sparen können.
    Was mir aber an Thanner gut gefällt, ist seine Zerrissenheit. Einerseits will er die Regeln seiner Kirche nicht brechen, andererseits bringt das Wissen, das die Unbekannte ihm aufgeladen hat, ihn fast um den Verstand.
    Ich denke, dass ich das Buch heute noch auslesen werde und dann gebe ich hier auch meine abschließende Meinung ab. :)

  • Ein Thriller zum Thema Stalking, eine Frau als Täterin, das alles klang vielversprechend und total spannend. Deswegen war ich dann auch erstmal sehr gespannt auf dieses Buch und Dorn hielt die Spannung gerade am Anfang durch das Legen falscher Fährten sehr gut aufrecht. Immer wieder denkt man, jetzt wisse man, wer die Unbekannte sein könnte, aber dann belehrt der Autor seine Leser schnell eines Besseren.
    Der Aufbau der Handlung ist spannend, Jan Forstner ist ein Protagonist, den ich sehr sympathisch finde und ich denke, es ist auch ganz natürlich, dass ein Psychiater in seiner Situation erst einmal versuchen würde, sich der offenbar kranken Frau selbst anzunehmen. Das war alles ganz passig und stimmig. Auch die anderen Figuren des Romans fand ich durchaus glaubwürdig und interessant.
    Stellenweise wird es in diesem Thriller so spannend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Das liegt einmal an dem, was passiert, zum Anderen aber auch an dem Erzählstil des Autors, denn Dorn versteht es wirklich, Spannung aufzubauen und zu halten. Das war absolut gelungen. Gerade als der Showdown sich anbahnt, ist man dann auch noch mal gefesselt von der Handlung.
    Aber – und das ist für mich schon ein wichtiger Punkt – ich fand das Ende doch sehr konstruiert. Die Auflösung und die Enthüllung der Täterin haben mich wirklich mit einem Stirnrunzeln zurückgelassen. Okay, das war wirklich unerwartet. Prinzipiell also echt gut. Aber mir wurde das dann alles etwas zu durchkonstruiert. Zwar sind Motiv und so weiter stimmig, aber die reibungslose Art, in der einer am Ende doch eigentlich recht auffällig wirkenden Täterin Dinge gelingen, die zum Teil doch übermenschliches Planungsvemögen und jede Menge Glück verlangen, fand ich etwas fragwürdig. Außerdem wurde mir persönlich nicht klar genug, warum Jan Forstner nun der Auserwählte war. Gut, vielleicht gab es dazu auch kein so offensichtliches Motiv, das mag ja auch bei Stalkern nicht rational erklärbar sein, aber bei dem konstruierten Schluss hätte ich das nun wenigstens auch noch erwartet.
    Als Fazit würde ich für mich sagen, dass Wulf Dorn ein Thrillerautor ist, der toll und atemberaubend erzählen kann und von dem ich gern mehr lesen möchte, aber dass der Schluss von „Dunkler Wahn“ für mich deutlich zu durchkonstruiert und damit zu übertrieben war. Schade. Eine etwas weniger spektakuläre Auflösung hätte diesem Thriller gutgetan (auch wenn ich zugeben muss, mal wieder etwas darüber dazgelernt zu haben, was man sich online alles an abgefahrenen Dingen bestellen kann! :loool: ).
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Aber – und das ist für mich schon ein wichtiger Punkt – ich fand das Ende doch sehr konstruiert. Die Auflösung und die Enthüllung der Täterin haben mich wirklich mit einem Stirnrunzeln zurückgelassen. Okay, das war wirklich unerwartet. Prinzipiell also echt gut. Aber mir wurde das dann alles etwas zu durchkonstruiert.

    Ich weiß schon, was Du meinst und kann es auch verstehen. Mir fällt das auch manchmal auf und bei einigen Büchern stört mich das und bei anderen wiederum nicht. Warum mich das manchmal nervt und manchmal nicht, keine Ahnung. Aber wenn das Konstruierte hier ein Minuspunkt ist, dann müsste es das eigentlich auch bei allen Fitzek-Büchern und bei sämtlichen Thrillerreihen von Cody McFadyen über Tess Gerritsen bis hin zu Chris Carter sein, denn dort kommt es mir oft noch viel, viel stärker an den Haaren herbeigezogen vor als in diesem Fall.

    Außerdem wurde mir persönlich nicht klar genug, warum Jan Forstner nun der Auserwählte war. Gut, vielleicht gab es dazu auch kein so offensichtliches Motiv, das mag ja auch bei Stalkern nicht rational erklärbar sein, aber bei dem konstruierten Schluss hätte ich das nun wenigstens auch noch erwartet.

    Das würde eigentlich auch zum obigen Aspekt passen. Ich spoilere mal, da ich sonst zuviel verraten würde:

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Aber wenn das Konstruierte hier ein Minuspunkt ist, dann müsste es das eigentlich auch bei allen Fitzek-Büchern und bei sämtlichen Thrillerreihen von Cody McFadyen über Tess Gerritsen bis hin zu Chris Carter sein, denn dort kommt es mir oft noch viel, viel stärker an den Haaren herbeigezogen vor als in diesem Fall.

    da hast du absolut Recht. Ich glaube, wenn Dorn auf einige Aspekte verzichtet hätte, hätte ich ihm die Konstruktion nicht übel genommen. Was ich zum Beispiel an der Auflösung genial fand, war, dass

    Auch die Erklärung durch den letztlich wichtigsten Zeugen, der dann Licht in die Sache bringt, war stimmig. Aber als es dann darum ging, dass

    An der Stelle kam es mir so vor, als wollte der Autor sich für seine Auflösung rechtfertigen und zeigen, dass alles, was er geschrieben hat, Sinn macht. :wink:


    Was du zu Jan Forstner als Liebesobjekt schreibst, sehe ich im Prinzip auch so. Ich hätte mir nur gewünscht zu erfahren, wie genau es dazu kam, aber vielleicht lag es an


  • Was ich zum Beispiel an der Auflösung genial fand, war, dass


    Was du zu Jan Forstner als Liebesobjekt schreibst, sehe ich im Prinzip auch so. Ich hätte mir nur gewünscht zu erfahren, wie genau es dazu kam, aber vielleicht lag es an

    Wurde nicht auch gemutmaßt, dass es an

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Wulf Dorn - Dunkler Wahn



    Inhalt
    Ein Jahr ist vergangen seit Jan Forstner das dunkle Kapitel seiner Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Nun widmet er sich dem Aufbau des Kinder- und Jugendpsychiatrie Projekts, während seine Freundin Carla auf eine Lesereise ist, mit dem Buch “Kalte Stille“. Als Jan eines Tages einen Blumenstrauß bekommt, nimmt das neue Leben eine ganz andere Wendung. Eine Stalkerin stellt Jan nach, schickt ihm (Kinder-)Zeichnungen und belästigt ihn immer häufiger mit anrufen. Eine Besessene, die keine Grenzen kennt.



    Meine Meinung
    “Dunkler Wahn“ fängt im vergleich mit dem ersten Band “Kalte Stille“ etwas ruhig und harmlos an. Ich muss zugeben, obwohl dieselben Charaktere in dem Buch zu finden sind, habe ich nicht derartig mitgefiebert wie bei “Kalte Stille“. Und was ich nicht ganz verstanden habe war,



    Und was meine Begeisterungsfreude etwas gedämpft hat war,


    Was mich positiv gestimmt hat war, dass ich den ersten Teil nicht unbedingt hätte lesen müssen um die zweite Geschichte von Jan Forstner folgen zu können. Es werden zwar wenige male Anspielungen auf den kleinen Bruder Sven gemacht, trotzdem muss man dem nicht viel Beachtung schenken, weil die Vergangenheit keine große Rolle spielt (wenigens nicht was Dr. Forstners Vergangenheit angeht). Der Schreibstil von Wulf Dorn gefällt mir sehr gut. Ich habe kaum angefangen zu lesen und schon war ich bei der hälfte des Buchs angelangt, ohne es zu merken. Man vergisst wirklich die Zeit.


    Sollte jemand noch kein Buch von Wulf Dorn gelesen haben, kann ich nur sagen, unbedingt nachholen.



    Von mir bekommt das Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne

  • Inhalt:
    Dr. Jan Forstner bekommt erst Rosen und findet dann Wachsmalzeichnungen unterm Scheibenwischer und vor seiner Haustür. Irgendjemand verfolgt ihn. Genauso wie der Journalist Volker Nowak das Gefühl hatte verfolgt zu werden und dann wurde er getötet als er Jan Forstner um Hilfe bat. Ist es die selbe Person? Und was will sie von Jan?


    Meine Meinung:
    Dunkler Wahn ist nun das dritte Buch von Wulf Dorn was ich lese und ich bin immer wieder begeistert von diesem Autor. Der Schreibstil sorgt dafür das man nur so durch diese Story fliegt, er erzeugt so eine Spannung das ich dieses Buch nicht zur Seite legen wollte und mich wirklich zwingen musste. Jede freie Minute verbrachte ich heute mit diesem Thriller. Alles beginnt mit Rosen und wie ich im Nachwort gelesen habe kam er auch durch eine Rose zu der Idee zu dieser Geschichte. Ich selber tappte ganz lange im Dunkeln auch wenn man immer wieder vom Handeln des Täters las, aber ich hatte keinen blassen Schimmer wer es ist. Es wurden Massen an Fragen aufgeworfen. Wovon man sehr wenig las war die Ermittlungsarbeit. Es fehlte mir nicht da Jan Forstner eher derjenige war der versuchte hinter die Gründe und dem Täter auf die Schliche zu kommen. So ist er natürlich auch die Hauptfigur dieses Romans und man merkt wie er immer tiefer rein gerät. Er reagiert logisch und nichrt überzogen und ist als Person sehr sympathisch. Bei Jan Forstner hat man das Gefühl das ist ein Psychiater zu dem ich auch gehen würde, wenn ich müsste. Ab und an tauchte mal der Kommissar Stark auf aber das auch eher mehr zum Ende hin als sich alles zuspitzte.Dunkler Wahn ist voll von Spannung und Wendungen. Jede Menge Cliffhanger die einen wirklich süchtig machen nach dem nächsten Kapitel. Der Autor hat es also mal wieder perfekt geschafft mich zu fesseln. Mittlerweile gehört er unbedingt zu meinen Lieblingsthrillerautoren und ich bin froh das hier noch ein Buch von ihm steht auf den ich mich freuen darf.

    Liebe Grüße
    Natalie


    Aktuelles Buch: Clans of London von Sandra Grauer


    Gelesen 2013: 231 - 2014: 195 - 2015: 185 - 2016: 138 - 2017: 122 - 2018: 89 - 2019: 84

    Gelesen 2020: 36


    SuB: 245

  • Zum Inhalt


    Im Leben des Psychiaters Jan Forstner kehrt keine Ruhe ein. Nur ein Jahr, nachdem er endlich den Fall seines vor 23 Jahren verschwundenen Bruders Sven zu den Akten legen konnte und als er sich an der Fahlenberger Waldklinik, wo er sich für die Einrichtung einer Kinder- und Jugendpsychiatrie einsetzt, eingelebt hat, gerät er ins Visier einer geisteskranken Frau, die ihn zu lieben glaubt. Der Journalist Volker Nowak, den Jan bereits von früher kennt, hat etwas über diese Frau herausbekommen und will Jan darauf ansprechen, bevor dieser selbst bemerkt hat, dass er gestalkt wird. Bevor Volker sich mit Jan treffen kann, wird er auf brutale Weise ermordet. Die liebestolle Frau kontaktiert Jan telefonisch und brieflich, sie will ihn vorläufig nicht treffen, beobachtet ihn aber ständig. So geraten Frauen, die Jan vermeintlich oder tatsächlich nahe stehen, in Lebensgefahr, da die Wahnsinnige alles tut, um potenzielle Nebenbuhlerinnen auszuschalten.
    In einer nicht weniger schwierigen Lage befindet sich der Pfarrer Felix Thanner, bei dem die Psychopathin im Wissen um die Unantastbarkeit des Beichtgeheimnisses ihre Untaten beichtet. Der Pfarrer, ein ohnehin schon sehr sensibler Mensch, quält sich mit der Frage, ob er die Todsünde der Verletzung des Beichtgeheimnisses auf sich nehmen soll, wenn er dadurch eventuell zukünftigen Opfern der Wahnsinnigen das Leben retten kann...


    Meine Beurteilung


    Auch dieser Roman ist durchgehend spannend und wartet mit immer neuen, überraschenden Wendungen auf. Hier wird allerdings nicht nur aus der Perspektive von Jan Forstner erzählt, sondern in alternierender Reihenfolge auch aus den Perspektiven des von Gewissensnöten gepeinigten Pfarres sowie der Psychopathin, die sich "Jana" nennt. In den Abschnitten aus Janas Sicht erfährt der Leser Bruchstücke aus ihrer Kindheit, die für die gegenwärtigen Ereignisse eine gewisse Bedeutung haben.
    Ich weiß nicht, ob ein Mensch mit der Erkrankung der Täterin tatsächlich so souverän planen kann, wie es hier dargestellt ist. Auch der Schluss scheint mir, so genial er auch ist, nicht sehr realistisch:


    Ungeachtet der manchmal etwas übertrieben präsentierten Ereignisse ist auch dieser zweite Roman um Jan Forstner in einem ebenso spannenden wie leicht lesbaren Sprachstil verfasst und bietet gute Unterhaltung. Man kann "Dunkler Wahn" unabhängig von "Kalte Stille" lesen, da nichts Wesentliches aus dem vorherigen Band verraten wird, dennoch würde ich empfehlen, die richtige Reihenfolge einzuhalten, um alle Anspielungen auf die vorangegangenen Ereignisse verstehen zu können.
    Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich sie mir nicht entgehen lassen.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

    Einmal editiert, zuletzt von €nigma ()

  • 432 Seiten



    2.Fall Jan Forstner



    Meine Meinung:
    Dr. Jan Forstner ist wieder in Fahlenberg in der Waldklinik als Psychiater tätig. Seine Freundin die Journalistin Carla Weller hat ein Buch geschrieben, in dem es um Jan und seinen verschwunden Bruder Sven geht, und damit ist sie jetzt auf Lesereise. Dieser Fall aus der Vergangenheit, der im Buch „Kalte Stille“ behandelt wurde, belastet Jan noch immer.


    Jan bekommt einen Anruf des Journalisten Volker Nowak, der unbedingt mit ihm sprechen will, aber es muss ein Treffen außerhalb der Klinik sein, da er das Gefühl hat, beobachtet zu werden. Als Nowak nicht erscheint, ruft Jan ihn an und erfährt, dass er ermordet wurde.


    Plötzlich wird Jan von einer Stalkerin belästigt, sie schickt im Rosen und eigenartige Zeichnungen. Sie ruft ihn sogar an und stellt sich als Jana vor. Jan ist ihr Traummann und er muss ihr gehören. Und dann taucht Jana beim Pfarrer Felix Thanner auf, der mit Jan befreundet ist, und erzählt ihm, dass sie den Journalisten ermordet hat und auch vorher schon einen Mord begangen hat. Damit bringt sie Thanner in eine unangenehme Situation, da er ja aufgrund des Beichtgeheimnisses schweigen muss. Für Jan wird es immer unangenehmer und er erzählt alles Hauptkommissar Stark, der sich bemüht hinter die Identität von Jana zu kommen. Nun beginnt ein Psychotrip erster Klasse, der aber auch klar macht, dass es leider auch in der Realität solche Menschen gibt.


    Es ist sehr flüssig geschrieben, auch die Protagonisten haben mir gut gefallen, vor allem die Person um Jana ist gut herausgearbeitet. Trotzdem muss ich gestehen, dass mir „Trigger“ einen Deut besser gefallen hat. Aber wie auch schon im 1. Fall „Kalte Stille“ ist auch hier wieder die Geschichte sehr verzwickt und man braucht lange, bis man erkennt, was dahintersteckt. Es ist das dritte Buch von Wulf Dorn, welches ich jetzt gelesen habe und in allen schafft er es, alles zu verhüllen und die Spannung aufrechtzuerhalten.

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)