Alice Gabathuler - dead.end.com

Dead:end:com

3.6 von 5 Sternen bei 6 Bewertungen

Verlag: Thienemann Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783522202282

Termin: Juli 2016

Klappentext / Inhaltsangabe: Alle sprechen über das angesagteste Game der Zukunft. Dead.end. 24 Jugendliche dürfen es vor allen anderen testen. Mit dabei: Mo, Greti und Carlos. In einer groß angelegten und vermarkteten Aktion werden die Gamer-Clans in eine abgeriegelte ehemalige Militäranlage gebracht. Tief in den Stollen eines Bergs, eingesperrt und ohne Kontakt nach draußen, wird ihnen schnell klar, dass dead.end mehr als nur ein Spiel ist. Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt verschwimmen. Spieler verschwinden. Aus Verbündeten werden Gegner. Die Nerven liegen blank. Wer spielt hier falsch?
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  • Kurzbeschreibung (von Amazon.de):
    Es ist eine Gelegenheit, nach der jeder Gamer/Zocker sich die Finger leckt: exklusiv dabei zu sein, wenn DIE Spielesensation der Zukunft vorab auf ihre Tauglichkeit getestet wird. Für Mo, Tessa, Greti, Carlos und 20 weitere Jugendliche wird dieser Traum wahr. Sie sind die Ersten, die dead.end.com spielen dürfen. In einer groß angelegten und vermarkteten Aktion werden die Gamer-Clans in eine hermetisch abgeriegelte ehemalige Militäranlage gebracht, um dort das Spielerlebnis ihres Lebens zu machen. Doch kaum läuft dead.end.com an, wird auch schon klar, dass das hier mehr ist als nur ein Spiel. Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt verschwimmen ... und bald schon stellt sich den Spielern nur noch eine Frage: Wer spielt hier falsch? Hochspannung für Jugendliche ab 13 Jahren.


    Über die Autorin (von http://cms.thienemann.de):
    Alice Gabathuler wurde 1961 in der Schweiz geboren. Sie arbeitete als Radiomoderatorin, Werbetexterin und Englischlehrerin. Heute ist sie Lehrerin in einer privaten Englischschule und freiberufliche Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Werdenberg, einem kleinen Ort in der Ostschweiz.

    Handlung:

    Die Schweizer Softwarefirma Cupid macht große Ankündigungen: Mit dem Computerspiel dead.end soll etwas ganz Besonderes, noch nie Dagewesenes erscheinen, das die komplette Videogamewelt in ihren Grundfesten erschüttern wird. 6 Teams mit je 4 Spielern, die es durch ein Bewerbungsprogramm geschafft haben, werden die große Ehre haben im Zuge des „Operation Countdown“ dieses Spiel in einem strenggeheimen Test auszuprobieren. Es ist so gut wie überhaupt nichts über dead.end bekannt und die ganze Gamerwelt steht Kopf vor Spannung, was dieses neuartige Spiel zu bieten hat. Die 24 Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahre alt, werden mit einem Bus ins tiefste Hinterland der Schweiz gefahren. Sämtliche Rechte an Gesprächen mit Medien müssen sie abtreten, Kontakte zu Außenwelt über Laptops oder Handy sind verboten. Schon früh kommt den Jugendlichen einiges seltsam vor: Sie werden mit einem Bus in eine Militäreinrichtung gefahren, müssen medizinische Tests über sich ergehen lassen und werden von einer unfreundlichen und wenig vertrauenserweckenden Security auf Schritt und Tritt beobachtet. Schon bald beginnt das Spiel, aber zuerst einmal nicht so wie sich die Jugendlichen das gedacht haben, denn die erste Mission beginnt überraschenderweise in der wirklichen Welt…

    Meine Meinung:

    Irgendwie wusste ich schon nach den ersten 3 Seiten, dass mir hier ein spannendes und auch besonderes Buch bevorstehen wird. Der Schreibstil, dessen Sätze sich oft auf wenige Wörter und eine gut verständliche Ausdrucksweise beschränken, hat mich sofort in seinen Bann gezogen.


    Die Kapitel beginnen mit einer Überschrift und zusätzlich wird Datum, Uhrzeit und der Handlungsort angegebenen und jedes Kapitel ist aus der Sicht von einer der beiden Hauptpersonen geschrieben: Da wären der aggressiv und manchmal auch gewalttätig wirkende Mo. Dieser war ein sehr beeindruckender Charakter und war für mich so etwas wie die Säule des ganzen Buches. Er ist alles andere als der nette Junge von nebenan, aber trotzdem ganz klar meine Lieblingsperson in "dead.end.com". Einblicke in seine Vergangenheit waren sehr spannend und ich fand es immer wieder toll wie er versucht seine Aggressionen in den Griff zu bekommen und sich selbst unter Kontrolle zu halten. Die zweite Jugendliche ist die überwältigend aussehende Greti, die, anders als der kühle Mo, Gefühle und Emotionen zeigen konnte, dabei aber nicht weniger interessant war, da sie durch ihre bloße Anwesenheit sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein weitere wichtige Darstellerin war die berechnende und herrische Tessa, die mit Mo so etwas wie eine Beziehung hat und natürlich auch mit ihm in einem Team ist, ihm aber statt Liebe eher Besitzanspruch entgegenbringt.


    Diese Jugendlichen waren vollkommen anders als die stereotypen und gutmenschartigen Charaktere, die man ansonsten viel zu oft in Jugendbüchern vorgesetzt bekommt. Meiner Meinung nach waren deren Gedanken deutlich näher an der Realität als die eben beschriebenen und mir persönlich gefiel dies auch besser, weil die Charaktere dadurch interessanter wirkten und ihnen Ecken und Kanten gegeben wurden. Statt gutherziger Muttersöhnchen und zickigen Mädchen bekommen wir hier sozusagen die Null-Bock-Generation geboten.


    Die Geschichte beginnt mit einem Kapitel, das sich ca. 2 Monate nach der Testphase von dead.end ebspielt, womit ein weiterer Teilnehmer des Projekts namens Carlos in einer Online-Talkshow darüber berichtet, was nun wirklich bei der Testphase des Spiels vorgefallen ist. Diese Kapitel werden immer wieder zwischendurch eingeworfen und steigern die Spannung noch zusätzlich. Man kann zwar anfangs nicht alles zuordnen, aber von Carlos benutzte Wörter wie "Opfer" und "Katastrophe" lassen den Leser noch aufmerksamer aufhorchen.


    Die Fahrt mit dem Bus und die Ankunft in dem Militärkomplex, danach die zahlreichen Untersuchungen und medizinischen Tests haben mich dazu gebracht, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Der Beginn des Spiels ist dann die Erkundung eines Geländes in der tatsächlichen Welt und erst ab der zweiten Mission geht es in die digitale Welt, welche sehr düster und atmosphärisch dargestellt wurde. Die Welten beginnen sich zu vermischen und sowohl die Charaktere als auch der Leser selbst können nach kurzer Zeit Spiel und Realität nicht mehr voneinander unterscheiden. Zunächst war dies etwas verwirrend, aber nach kurzer Zeit machte gerade dieser Punkt einen großen Reiz aus.


    Einer der wenigen Nachteile war, dass neben den absolut tollen Hauptcharakteren, bedingt durch die vielen Teilnehmer, noch eine ganze Menge an Nebenpersonenn dabei waren und ich hatte manchmal Probleme, diese richtig zuzuordnen und mir in Erinnerung zu rufen, zu welchem Team dieser oder jener nun gehört. Zum Ende hin wurde die Handlung kurzzeitig etwas wirr, aber schon wenige Sätze später konnte man alles wieder richtig einordnen.


    Fazit: Eine gelungene Mischung aus Ursula Poznanskis "Erebos", dem Film "Das Experiment" und einem leichten Fitzek-für-Jugendliche-Einschlag. Ich würde jederzeit wieder ein Buch von Alice Gabathuler lesen.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    1. (Ø)

      Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH


    :study:Neil Gaiman - Sandman 9: Die Gütigen

    :study: 2020 gelesen: 22 :study: SUB: 309

  • Danke für die tolle Rezi Kapo :thumleft:
    Ich habe das Buch gerade (unter anderem :uups: ) bestellt :thumleft:

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Wow, das klingt ja toll! :bounce: Vielen Dank, Kapo, für deine neugierig machende Rezension!


    Werden denn letztlich alle Fragen in diesem Buch geklärt oder schreit es nach einer Fortsetzung?

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Kapo, das ist wirklich eine grandiose Rezension, vielen Dank dafür! :friends: Laut Altersangabe bei Amazon ist das Buch ab 13 Jahren geeignet, würdest du dich da anschließen? Ich überlege, ob ich es auf die Auswahlliste für meine Siebtklässler nehmen sollte. Da muss ich es vorher eh noch selbst lesen, aber wenn du meinst, dreizehn sei noch zu jung, fällt es von Anfang an raus. :wink:

  • Werden denn letztlich alle Fragen in diesem Buch geklärt oder schreit es nach einer Fortsetzung?

    Die Story ist abgeschlossen und ich denke nicht, dass es weitere Bände geben wird. Ein Hintertürchen wäre allerdings offen um einen Nachfolger erscheinen zu lassen. Das wäre dann allerdings eine ganz andere Geschichte, die mit diesem Buch nicht mehr viel zu tun hätte.

    Laut Altersangabe bei Amazon ist das Buch ab 13 Jahren geeignet, würdest du dich da anschließen? Ich überlege, ob ich es auf die Auswahlliste für meine Siebtklässler nehmen sollte. Da muss ich es vorher eh noch selbst lesen, aber wenn du meinst, dreizehn sei noch zu jung, fällt es von Anfang an raus.

    Puh, ich tu mich immer schwer mit der Einschätzung bei den Altersangaben. Mit mir selbst kann ich es schlecht vergleichen, denn mit 13 habe ich schon liebend gerne Stephen King gelesen. :wink: Es ist jedenfalls nicht so, dass sich die Toten stapeln und es ein wahres Blutbad gibt und man merkt schon noch, dass es ein Jugendbuch ist, auch wenn die Protagonisten zwischen 16 und 20 sind. Ich könnte mir gut vorstellen, dass 13jährigen die ganze Thematik mit dem Computerspiel spannend finden würden, auch wenn bei der Auflösung etwas mehr dahintersteckt als "nur" ein Computerspiel.

    :study:Neil Gaiman - Sandman 9: Die Gütigen

    :study: 2020 gelesen: 22 :study: SUB: 309

  • Vielen Dank für die Rezi, Kapo! :thumleft:
    Du hast es ja schon indirekt erwähnt, dass das Buch etwas für Fans von "Erebos" wäre. Ist "dead.end.com" denn besser? Beziehungsweise, ähneln sich die Bücher? Mir hat "Erebos" nämlich nicht so sehr gefallen. Ich weiß nicht, ob es dann wirklich lohnenswert ist.

    "All we have to decide is what to do with the time that is given to us."

  • Du hast es ja schon indirekt erwähnt, dass das Buch etwas für Fans von "Erebos" wäre. Ist "dead.end.com" denn besser? Beziehungsweise, ähneln sich die Bücher? Mir hat "Erebos" nämlich nicht so sehr gefallen. Ich weiß nicht, ob es dann wirklich lohnenswert ist.

    Es gibt durchaus Parallelen zu "Erebos", vor allem eben auf Grund des Handlungstrangs, dass in beiden Büchern die Taten in der virtuellen Welt Auswirkungen auf die Realität haben. Wenn Dich an "Erebos" gestört hat, dass man sich zu großen Teilen in einem Spiel aufhält, kann ich Dich beruhigen, denn hier ist es hauptsächlich die wirkliche Welt.

    :study:Neil Gaiman - Sandman 9: Die Gütigen

    :study: 2020 gelesen: 22 :study: SUB: 309

  • Eine wirklich interessante Idee für ein Buch und für mich eindeutig nicht mit Erebos zu vergleichen, da ganz anderer Handlungsstrang. Lediglich die Konstante "PC-Game" gepaart mit Realität überschneiden sich im Vergleich.


    Mir hat gefallen das die Autorin die verschiedenen Gruppen für mich perfekt getroffen hat, jede ist so charackterisiert, wie man Sie im wirklichen Leben auf den Erstenblick einschätzen würde. Auch genau diese Gruppeneinteilung hätte ich in Verbindung mit PC-Games-Testern gebracht und das macht es meiner Meinung nach auch so spannend.



    Interessant ist auch das dies nicht in den USA oder sonstigen "normalen" Buchorten geschieht sondern in der neutralen Schweiz.
    Ich denke Kinder/Jugendliche ab 12 Jahren können das Buch lesen ohne davon Alpträume zu bekommen.



    Ich kann diesen Jugenthriller nur empfehlen und vergebe sehr gute :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .

  • Kurzbeschreibung:
    Es ist eine Gelegenheit, nach der jeder Gamer sich die Finger leckt: exklusiv dabei zu sein, wenn DIE Spielesensation der Zukunft vorab auf ihre Tauglichkeit getestet wird. Für Mo und Greti wird dieser Traum wahr. Sie sind die Ersten, die dead.end.com spielen. In einer groß angelegten und vermarkteten Aktion werden sie und ihre Gamer-Clans in eine hermetisch abgeriegelte ehemalige Militäranlage gebracht. Doch kaum läuft dead.end.com an, wird klar, dass es mehr ist als nur ein Spiel. Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Realität verschwimmen...Und bald schon stellt sich den Spielern nur noch eine Frage: Wer spielt hier falsch?


    Zur Autorin:
    Alice Gabathuler wurde 1961 in der Schweiz geboren. Sie arbeitete als Radiomoderatorin, Werbetexterin und Englischlehrerin. Heute ist sie Lehrerin in einer privaten Englischschule und freiberufliche Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Werdenberg, einem kleinen Ort in der Ostschweiz.


    Rezension:
    dead.end.com ist die neue Computerspielsensation, die von mehreren Jugendlichen, darunter Greti, Tessa, Mo und Carlos, auf Herz und Nieren getestet werden soll. Insgesamt stellen sich sechs Teams dieser Herausforderung. Getestet wird auf einem hermetisch abgeriegelten ehemaligen Militärgelände. Doch bevor es zum eigentlichen Zocken geht, müssen die Spieler erst einmal die Gegend erkunden, was einige von ihnen stutzig macht.


    Dabei geschehen bereits einige Ungereimtheiten: Greti wird in einer Höhle von einem Unbekannten angegriffen. Ihr Verdacht fällt auf Mo, der sich ebenfalls dort aufhält, ihr zwar zu Hilfe eilt, aber daraufhin einige Zeit später verletzt zurückkehrt. Was genau ist in dieser Höhle vorgefallen? Am nächsten Tag beginnt das eigentliche Spiel, zu dem die Teams in unterirdische Bunker verfrachtet werden. In einem vorgegebenen Zeitraum sind diverse Missionen zu erfüllen, die bei Versagen den Ausschluss des jeweiligen Teams zur Folge hat. Stirbt ein Teammitglied im Spiel, scheidet auch der jeweilige Spieler aus. Doch die so ausgeschiedenen Spieler verschwinden auch in Wirklichkeit und schon bald misstraut jeder jedem. Was genau geht hier vor sich?


    "dead.end.com" ist geschickt und spannend aufgebaut: Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, z.B. aus der Sicht von Mo und Greti während des Spiels, unterbrochen von einem Interview, das Carlos nach dem Test im Fernsehen gibt und das bereits von Anfang an durchscheinen lässt, dass dieser nicht ungefährlich vonstatten ging. Auch eingestreute Eindrücke aus der Zentrale der Spielemacher fehlen nicht. Diese Perspektivwechsel machten mir den Einstieg zwar etwas schwer, doch ist man erst einmal im Lesefluss, legt sich das merklich.


    Da ich bereits vor einiger Zeit sehr von "Erebos" von Ursula Poznanski begeistert war, das eine ähnliche Thematik (Computerspiele) behandelt, war ich an der Geschichte von "dead.end.com" sehr interessiert, zumal es nicht so sehr viele Bücher zu diesem Thema auf dem Markt gibt. Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und auch durchaus spannend formuliert, doch leider fehlte mir etwas der Tiefgang in den einzelnen Charakteren. Mo fand ich als durchaus anschaulich beschrieben, doch gerade bei Greti, Tessa und Carlos hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, die etwas zu oberflächlich ausfielen.


    Man kann "dead.end.com" durchaus als Jugendthriller ansehen, aber nicht als reinen Thriller, so wie es auf dem Buchcover angepriesen wird. Trotzdem bereitet Alice Gabathulers Buch einige spannende Lesestunden mit einer schlüssigen und nachvollziehbaren Auflösung, auch wenn es meiner Meinung nach nicht an "Erebos" herankommt.


    Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem Cover der Klappenbroschur, das größtenteils in Schwarz-Weiß gehalten ist, sieht man einen Tunnelgang und in der Mitte davon eine Zielscheibe. Der Buchtitel ist in einem dunklen Rot aufgedruckt und geprägt.


    Fazit: "dead.end.com" ist zwar spannend, doch fehlten mir bei einigen Charakteren nähere Hintergrundinformationen, die sie plastischer und greifbarer gemacht hätten. Trotzdem ist das Buch ob seiner Thematik fesselnd und wird interessierte jugendliche Leser mit Sicherheit ansprechen können.

  • „dead.end.com“ stand schon einige Zeit auf meiner Wunschliste und als ich es bei Tauschmuh entdeckte, konnte ich nicht widerstehen. Eine richtige Entscheidung, denn dieses Buch war wirklich gut und nach 1 1/2 Tagen war es dann auch gelesen.


    Mo und Greti sind die ersten, die dead.end spielen dürfen. Die Spielesensation des Jahres.
    Zusammen mit 24 anderen Jugendlichen werden sie in eine alte Militärbasis gebracht, wo sie das Abenteuer ihres Lebens erwartet.


    Ich kann mich kapos Begeisterung nur anschließen. Alice Gabathuler hat einen unglaublich spannenden Roman geschrieben.
    Die Gestaltung der Charaktere hat mir gut gefallen. Tessa, die herrisch und besitzergreifend ist, Mo, der mit seinen Aggressionen zu kämpfen hat, Greti, unheimlich gut aussehend und sympathisch. Es gibt noch viele andere interessante Charaktere und dort hätte ich mir teilweise mehr Informationen und Tiefe gewünscht. Über Yuki, Oli und die Mitglieder der anderen Teams erfährt man leider kaum etwas.
    Die Kapitelunterteilung hat mir ebenfalls gefallen. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Greti, Mo und Carlos, wobei Carlos etwa zwei Monate nach der ganzen Geschichte eine Art Interview gibt, diese Sequenzen werden immer wieder zwischendurch eingeblendet und einige Andeutungen von Carlos sorgen für noch mehr Spannung.


    Da so viele "Erebos" erwähnen, möchte ich noch gern dazu sagen, dass "dead.end.com" als einziges die Thematik mit Erebos gemeinsam hat: nämlich das Computerspiel. Ansonsten unterscheidet sich "dead.end.com" von Aufbau, Erzählweise, Idee, Handlungsverlauf und Umsetzung sehr von Erebos. Mir haben beide sehr gut gefallen.


    Fazit: Spannend, unterhaltsam und sehr lesenswert. Sicher nicht mein letztes Buch von Alice Gabathuler.
    Ich vergebe vier Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)