Craig Robertson - Und Rache sollst du nehmen

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  • Inhalt: Ein Serienkiller hält Glasgow in Atem. Er wählt seine Opfer nach dem Zufallsprinzip aus und folgt ihnen einige Wochen auf Schritt und Tritt, bevor er zuschlägt. Dabei legt er eine außerordentliche Kreativität an den Tag und beobachtet den Todeskampf mit geradezu wissenschaftlichem Interesse. Nach jedem Mord trennt er seinen Opfern den kleinen Finger ab, weshalb ihn die Presse bald als »The Cutter« bezeichnet. Die Polizei ist ratlos, denn die Opfer scheinen nichts gemeinsam zu haben. Doch der Killer verfolgt einen genau ausgeklügelten Plan.


    Autor: Craig Robertson kann auf eine 20-jährige Karriere als Journalist bei der Glasgow Sunday Post zurückblicken. Er hat drei Prime Minister interviewt, berichtete über 9/11, Dunblane, das Verschwinden von Madeleine McCann, war der Erste, der Susan Boyle interviewte, verbrachte Zeit in einer Todeszelle in den USA und verteilte Medikamente gegen Polio in Indien. Und Rache solltst du nehmen ist sein erster Roman.


    Der Roman und meine Meinung: Wie schon im Inhalt beschrieben, mordet ein Killer scheinbar wahllos in Glasgow mehrere Menschen, die nichts gemeinsam haben. Das besondere an dem Roman ist, dass er in der Ich Form des Killers geschrieben ist. Wer also Krimis/Thriller liebt, in dem beschrieben wird, was der Ermittler denkt, wie nah er am Täter dran ist, was er/sie bisher herausgefunden hat, sollte diesen Roman erst gar nicht lesen. Er ist spannend, es ist mal was neues, aber man erfährt hier nur wie der Killer denkt. Über ihn erfährt man dann nach jedem Mord etwas mehr und schließlich so nach der Hälfte des Buches, wird man immer mehr und mehr darauf gebracht, warum er das alles tut. Hinzu kommt noch, dass der Killer einen jungen Mann ermordet, der ein Freund/Handlanger von dem größten Gangsterboss Schottlands ist. So wird der Killer nicht nur von der Polizei gejagt, sondern auch von diesem Gangster Boss Schottlands, vor dem alle angst haben.


    Und was soll ich zum Ende sagen? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber super mega spannend trifft hier eher nicht zu, ich würde sagen unerwartet, traurig (weil Gewinner gibt es hier eigentlich nicht), aber auch interessant.


    Gesamtes Fazit: es ist interessant mal einen Kriminal Roman aus der Sicht des Killers zu lesen, wie schon weiter oben geschrieben ist er auch durchaus spannend. Daher kann ich den Roman weiterempfehlen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich lieber Krimis lese, die aus Sicht des Ermittlers geschrieben sind. Und dass man auch erfährt, was die Opfer so denken. Außerdem noch das Befragen von Verdächtigen, Spurensicherung und was am Tatort gefunden wurde usw. Das alles hat mir dann doch sehr gefehlt.

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