George Orwell - 1984

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Königs Erläuterungen und Materialien, Bd...

4.2|178)

Verlag: C. Bange Verlag GmbH

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 119

ISBN: 9783804417694

Termin: Mai 2009

  • Zitat

    George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht. Seine düstere Vision hat einen beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich auch der Leser von heute nur schwer entziehen kann.


    Quelle: amazon.de


    Klasse Buch. Ich sollte eigentlich gerade für meinen Englisch LK "Brave New World" lesen, aber dieser dystopische Roman gefällt mir um Längen besser.


    Sehr viele interessante Konzepte, die leider etwas seltsam übersetzt worden sind (Newspeak = Neusprech?), aber durchaus Realität werden könnten. Degenerierte Sprache, eintöniges Leben, totale Überwachung durch "die Partei" - Sehr fesselnder Roman.


    Sollte man, denke ich, unbedingt mal gelesen haben.


    "Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten - wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit."

    1. 1984

      (Ø)

      Verlag: Ullstein Taschenbuch


    In tiefen, kalten, hohlen Räumen
    Wo Schatten sich mit Schatten paaren
    Wo alte Bücher Träume träumen
    Von Zeiten, als sie Bäume waren
    Wo Kohle Diamant gebiert
    Man weder Licht noch Gnade kennt
    Dort ist's, wo jener Geist regiert
    Den man den Schattenkönig nennt

  • Ein wirklich toller Roman. Schlägt Brave New World nicht in die gleiche Richtung?


    In meiner Ausgabe von 1984 gibt es ein langes Vorwort darüber warum das Buch wie übersetzt wurde. Hab das alles nicht im Kopf, aber man hat sich da riesig viel Gedanken gemacht, eben gerade weil Neusprech ja seine ganz eigene Grammatik hatte musste alles irgendwie passen.

    Mein Tauschticket!!!


    Gelesen 2010: 25 Bücher (davon eins abgebrochen)
    Gelesen 2011: 26 Bücher
    Gelesen 2012: 14 Bücher (davon eins abgebrochen)


    Ich :study: gerade:


    Max Brooks - Der Zombie Survival Guide
    Sergej Lukianenko - Trix Solier II

  • Ich hab das Buch im englisch LK gelesen. Für mich war es aber sehr schwer verständlich (da wir ja auf englisch gelesen haben^^) und es hat mich irgendwie gar nicht interessiert, weil es eben in dem Sinn ein "Schulbuch" war...


    Muss sagen, dass ich es im nachhinein aber wirklich gerne noch ma auf deutsch lesen würde, da das Thema ja schon seeehr interessant ist.

    Ein Wort, ein Buch, ein Autor sind nichts als einzelne Wassertropfen.
    Alle zusammen ergeben den Strom, der alles hinwegreisst und den keine Kraft zurückfliessen lassen kann.


    -Adalbert de Chamisso-

  • Viele schreckt "Schulliteratur" ab. Ich für meinen Teil habe viel gute Erfahrungen damit gemacht, aber 1984 auf englisch zu lesen stelle ich mir an der ein oder anderen Stelle sehr schwierig vor, sicher nicht immer leicht zu verstehen, da es ja viele Fantasiewörter und ja auch im Neusprech eine eigene Grammatik gibt.


    Ich kann nur empfehlen, wenn dich die Thematik interessiert, es auf deutsch zu lesen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich hätte es gerne im Deutschunterricht gelesen, leider haben wir es nicht ......

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    Ich :study: gerade:


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  • Das werde ich auf jeden Fall machen, will ja nicht, dass mir so ein Klassiker entgeht ;)

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    -Adalbert de Chamisso-

  • aber 1984 auf englisch zu lesen stelle ich mir an der ein oder anderen Stelle sehr schwierig vor, sicher nicht immer leicht zu verstehen, da es ja viele Fantasiewörter und ja auch im Neusprech eine eigene Grammatik gibt.


    Mein Sohn hat das so gelöst, dass er das Buch auf Deutsch und Englisch parallel gelesen hat :wink: Schließlich musste er die Präsentation auf Englisch halten, konnte sich so aber sicher sein, dass er auch alles richtig verstanden hat.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Das macht bei diesem Buch wirklich Sinn. Das hat er gut gelöst. Darf ich fragen in welcher Stufe er das Buch gelesen hat?

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    Ich :study: gerade:


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  • In der Schule habe ich dieses Buch nie gelesen, auch danach hat es irgendwie nie den Weg zu mir gefunden. Aber immer mal wieder "stolpere" ich über Hinweise und Textauszüge daraus. Da mich dieser Roman ja quasi irgendwie zu verfolgen scheint ( :lol: ), nehme ich mir diesen Thread hier nun zum Anlass, ihn endlich selber mal zu lesen. *auf Wunschzettel notiert*

  • Autor: George Orwell
    Titel: 1984
    Seiten: 393
    ISBN: 978-3-453-16421-5


    Autor:
    George Orwell wurde 1903 in Mothari/Bengalen als Sohn eines britischenKolonialbeamten geboren. Er besuchte privatschulen in England, diente in der burmesischen Imperial Police, arbeitete danach als Lehrer undBuchhandelsgehilfe. Im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte er aufrepublikanischer Seite. Neben seinen Welterfolgen "1984" und "Farm derTiere" ist er durch zahlreiche politische wie literarische Essays undKolumnen bekannt geworden. Er starb 1980 in London.


    Inhalt:
    Der Staat ist alles, der einzelne Bürger nichts. Wir schreiben das Jahr1984. Es könnte aber auch jede andere Zeit sein. George OrwellsJahrhundertroman in einer einzigartigen Sonderausgabe. (Klappentext)


    Gliederung der Ausgabe:
    - Vorwort von Thomas M. Disch
    - Roman "1984"
    - Die Grundlagen des Neusprechs (Ausdrucksmittel, sprachliche Eigenheiten und Begrifflichkeiten des Romans)
    - Über George Orwell (Biografisches)


    Es gibt einige Versionen, im Buchladen kam ich auf insgesamt vier dieses Romans. Mir war es wichtig, eine kommentierte Ausgabe zu nehmen.Natürlich kann der Roman sicher gut für sich alleine stehen. Mir ist esaber wichtig, eine kommentierte Ausgabe zu besitzen, in der eine historische Einordnung zu finden ist, noch mehr Informationen über denAutor zu lesen sind (daher oben nur ganz knapp die Biografie, da kommtnoch was) und geg. eine sprachliche Einordnung, Glossar vonBegrifflichkeiten. Ist alles nicht unbedingt notwendig, weiß ich auch,aber schön, wenn man's hat. Das ist mit dieser Ausgabe schon mal gegeben und für mich mit einem Mehrwert an Informationsgewinn verbunden.


    Heute soll es losgehen mit dem Vorwort und dem ersten Abschnitt des Romans.

  • Beiträge an bereits bestehenden "Ich-lese-gerade"-Thread angehängt.


    Ist schon eine sehr beängstigende Geschichte - besonders, wenn man sich anguckt, wie gut anscheinend bestimmte Programme im Netz unsere Gedanken und Gewohnheiten vorhersagen können. 8)

  • Etwas verspätet nun der erste Eindruck. Es sind übrigens schon 113 Seiten gelesen.


    Zuerst das Vorowrt von Thomas Disch und ich habe bewusst noch keine Ahnung, wer das eigentlich ist. Sein Text sollte wohl eine ArtEinführung darstellen, ordnet George Orwells Werk ein wenig in dieGeschichte ein, die als Vorlage iente. Insbesondere hier das 1945aufgelöte totalitäre NS-System und die sich in Europa festsitzendeSowjetunion Stalins. Vorbild für den schauderhaft beginnendenScience-Fiction-Roman, den Orwell, nur drei Jahre nach Kriegsendeschrieb. Doch Disch's Einordnung geht mir ein wenig zu weit, verrät esetwas mehr als notwenidg ist von der Geschichte. Ich sollte mirabgewöhnen, die Vorworte zuerst und sie stattdessen hinterher zu lesen.Ist für das Lesen vielleicht angenehmer.


    Die Geschichte ist in Teilen gegliedert und Teil 1 beginnt mitten imGeschehen des Romans. Eine sanfte Einführung der Protagonisten siehtanders aus, passt hier vielleicht auch nicht wirklich hin, ist doch dasSzenario beherrschend und rschreckend genug, dass man sich nur daraufkonzentrieren kann. Auch, wenn der schreibstil etwas schwierig ist (d.h. man kann !1984" nicht ohne Konzentration lesen). Das ist kein Buch zum"nebenher" lesen und schon gar nicht, wenn man eigentlich noch x andereDinge im Kopf hat. Oder aber, es liegt an mir? Keine Ahnung. Jedenfallsbrauche ich so 60 Seiten, um in die Geschichte hineinzukommen. Ich lese"1984" übrigens noch mit den Blick, was vielleicht hätte passieren
    können, hätten NS- oder Sowjetsystem überlebt.


    Allerdings merke ich, wie ich zum Buch einen Ausgleich brauche. Auf meinen neuen E-Book-Reader habe ich mir schon ein Kapitel "Dracula" zu Gemüte geführt.

  • Die Geschichtsverfälschungen, die hier eine so große Rolle spielen - und die jetzt im Moment auch in einigen Ländern wieder Furore machen, wie man heute wieder im GUARDIAN lesen durfte - hatte Orwell wohl aber in erster Linie (genau wie seine Darstellung der menschlichen Natur) auf seine Erfahrungen als Kolonialpolizist in Burma bezogen, habe ich mal in einer Begleitlektüre gelesen. "1984" hat ein irrsinig weites Diskussionsspektrum.

  • Trotzdem kommt es bei mir derzeit nicht über drei Sterne hinaus und ich bin bei etwas über die Hälfte. Im Oberstufensystem würde ich wohl sagen, 9 Punkte. Mir fehlte bereits eine etwas prägsamere Figureneinführung, Übergänge sind mir teilweise zu sprunghaft, so dass ich bereits mehrmals bereits begonnene Kapitel neu anfangen musste, um sicherzugehen, nichts überlesen zu haben und dann wechseln sich sehr gut ausführliche Stellen mit oberflächlichen einfach zu schnell ab. Bei den letzten Seiten, Liebesgeschichte, musste ich auch schon die Augen rollen. Es ist kein schlechtes Buch, sondern an sich thematisch sehr interessant aber mir fehlt der überspringende Funke.

  • Bei mir ist die Lektüre von 1984 bereits um die 25 Jahre her, und von den Figuren ist mir - ganz im Gegensatz zur generellen Aussage des Romans, der Kritik am totalitären Staat - nicht mehr das Geringste in Erinnerung. Hier liegt, denke ich, auch genau das Problem (wenn man es denn Problem nennen möchte, denn für Orwell war es mit Sicherheit keins): Sein Fokus liegt beinahe ausschließlich auf dem sozialkritischen Aspekt, sodass demgegenüber die ganze Ebene der Figurenzeichnung und -entwicklung nur rudimentär ausfällt (ebenso wie m.E. bei der "Schönen neuen Welt"). Das emotionale Eintauchen in das Innenleben einer Figur und das Mitfiebern mit ihr werden zugunsten der größeren "Botschaft" und der kritischen Beschreibung einer entmenschlichten Gesellschaft vernachlässigt. Auch bei der "Farm der Tiere" waren die Figuren letztlich nicht viel mehr als Zulieferer für die fokussiertere Betrachtung bestimmter gesellschaftlicher Entwicklungen und diesem größeren Ziel der Geschichte untergeordnet. 1984 als Geschichte erfüllt mit ihrer Sperrigkeit sicherlich in dieser Hinsicht nicht die Kriterien eines modernen Hollywood-Blockbusters oder SF-Romans.

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