Alberto Manguel - Tagebuch eines Lesers

  • Buchdetails

    Titel: Tagebuch eines Lesers


    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 240

    ISBN: 9783596159437

    Termin: Oktober 2007

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

    82% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Tagebuch eines Lesers"

    Bücher sind die Sterne am Firmament unserer Biographie. Im »Tagebuch eines Lesers« überlässt sich Alberto Manguel ein Jahr lang seinen Sternen. Monat für Monat liest er im Rhythmus seiner Reisen und der Jahrezeiten je eines seiner Lieblingsbücher neu – von Don Quijote bis Sherlock Holmes. Alberto Manguel begegnet seiner Kindheit wieder, seinen literarischen Helden und zeigt uns, wie man in Zeiten politischer Wirrnis lesend seinen Kopf behält.
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  • Inhalt lt. Klappentext:
    Bücher sind die Sterne am Firmament unserer Biographie. Im "Tagebuch eines Lesers" überlässt sich Alberto Manguel ein Jahr lang seinen Fixsternen. Monat für Monat liest er eines seiner Lieblingsbücher neu: Er begegnet seiner Kindheit wieder, seinen literarischen Heroen und zeigt uns, wie man in Zeiten politischer Wirrnis lesend den Kopf behält.


    Meine Meinung:
    Ein tolles Buch, das ich mit größtem Vergnügen gelesen habe.


    So wie ich gerne Rezensionen über Bücher (sei es einfache Meinungen, ausgefeiltere Versionen oder was auch immer) lese, so mag ich auch Bücher, die mich auf neue Lesespuren bringen oder bekanntes wieder in den Sinn bringt. Manguel hat das bei "Tagebuch eines Lesers" hervorragend gemacht! Es ist ein Vergnügen seinen Lesespuren zu folgen. Und es ist auch spannend zu erfahren, wie ein Buch in den Alltag hineinkommt. Wie politisches und persönliches in Berührung mit dem Lesestoff geführt wird. Das erinnert mich an meine eigene Art zu lesen. Und wie ein Buch zum nächsten führt.


    Ich mag mal an der Stelle die Bücher und Autoren aufführen, die man in dem Buch (wieder)entdecken kann:


    Adolfo Bioy Casares - Morels Erfindung
    H.G. Wells - Die Insel des Dr. Moreau
    Rudyard Kipling - Kim
    Francois-René de Chateaubriand - Erinnerungen von jenseits des Grabes
    Sir Arthur Conan Doyle - Das Zeichen der Vier
    Adelbert von Chamison - Peter Schlemihls wundersame Geschichte
    Kenneth Grahame - Der Wind in den Weiden
    Miguel de Cervantes - Don Quijote
    Dino Buzzati - Die Tatarenwüste
    Sei Shonagon - Das Kopfkissenbuch
    Margaret Atwood - Der lange Traum
    Machado de Assis - Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas

  • Ich lese das Buch gerade. Alberto Manguels Lebensmotto stammt von Flaubert und ist wie auf mich zugeschnitten: "Lies um zu leben." In meinen zig Lebens/Lesejahren habe ich noch nie eine Leseflaute gehabt. Gut, manchmal wird es etwas weniger, weil anderes wichtiger ist (wie derzeit eine Ernährungsumstellung), aber dass ich keine Lust zum Lesen hatte, daran kann ich mich nicht erinnern.

    Manguel hat ja an vielen verschiedenen Orten gelebt und bei jedem Umzug musste er Bücherkisten zurücklassen und konnte nur die Erinnerungen mitnehmen. Diese wiederum hat er wieder in einer Bibliothek vereinigt. Und während er sie aus den Kisten befreit und Platz für sie sucht, liest er Monat für Monat eines seiner Lieblingsbücher. Und während draußen die Welt verrückt spielt, zeigt Alberto Manguel uns lesend, "wie man als wacher Beobachter auch in solchen Zeiten den Überblick nicht verliert".

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