Andreas Brandhorst - Die Stadt

  • Buchdetails

    Titel: Die Stadt


    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 592

    ISBN: 9783453527645

    Termin: März 2011

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 29 Bewertungen

    76,6% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die Stadt"

    Zwischen Himmel und Hölle – der neue Andreas Brandhorst Nach einem Unfall ist es für Benjamin Harthman, eines der Opfer, schon zu spät: Er ist tot. Doch dann wacht Harthman wieder auf, mitten in einer seltsamen Stadt, einer Stadt voller verstorbener Menschen. Ist es das Paradies oder gar die Hölle? Benjamin Harthman macht sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis dieses seltsamen Ortes …
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  • Mittlerweile habe ich mit "Äon" und "Seelenfänger" zwei weitere Bücher von Brandhorst gelesen, die ich bei Weitem nicht so gut fand wie "Die Stadt" und habe das Gefühl, er war sowas wie ein One-Hit-Wonder für mich. :wink:


    Die anderen Bücher des Autors sprechen mich schon inhaltlich nicht an. Deswegen weiß ich nicht, ob ich ihm irgendwann noch mal eine Chance gebe...

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Da ich Dystopien sehr gerne lese und auch der Klappentext recht interessant klang, habe ich mich wirklich auf das Buch gefreut. Nach einem guten Start auf den ersten Seiten stellte ich dann jedoch immer mehr fest, dass es meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.


    Der Autor hat sicherlich gute Ideen in die Handlung gepackt, aber ich fand sie zum Teil schlecht umgesetzt, bisweilen auch viel zu abstrakt und abgehoben, sodass ich mit der Geschichte nicht wirklich warm wurde. Bei manchen Handlungsabschnitten entzog sich mir auch der Sinn, weil sie letztendlich zu keinem echten Ergebnis führten.



    Ich denke, dass man noch wesentlich mehr aus der Geschichte hätte herausholen können. Leider konnte mich das Buch aus den oben genannten Gründen nicht überzeugen. Es war nicht langweilig. das problem lag für mich an der etwas seltsamen Umsetzung der Ideen.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:


    El Novelero

  • Das Buch hatte Kapo mal in einem Thread zu Empfehlungen für Dystopien erwähnt, und ich habe es mir mal ausgeliehen. Vorhin mal angetestet, um zu sehen, ob ich was damit anfangen kann, und habe gleich bis Seite 76 weitergelesen, ohne es zu merken.


    Bisher finde ich es absolut toll, es hat so eine tolle dunkle Atmosphäre, wie z.B. wenn man einen Riddick-Film zum ersten Mal sieht (obwohl das wirklich bescheuerte Macho-SciFi ist, aber mein weibliches Auge spricht nun mal auf die Dieselsche Physis recht gut an, da komme ich glatt ins Sabbern :uups::wink::P ).
    Außerdem schmelze ich fast dahin, wenn Brandhorst mit Begriffen wie Quanten und Zeitdilation nur so um sich schmeißt, obwohl die bisher in recht dilettantischer Weise verwendet werden. Und wie Ben im Supermarkt über das Buch "Die Sadt" nachdenkt, das erinnert sogar ein kleines bisschen an Borges. :lechz: Egal - bisher gefällt es mir sehr gut, da sind bisher genau die richtigen Reize für mich im Buch.


    Ich hoffe, es bleibt so (oder wird möglicherweise vielleicht sogar noch besser?). Ich melde mich wieder, wenn ich durch bin mit :study: Die Rezensionen und auch den Klappentext habe ich lieber noch nicht gelesen, weil ich mir absolut nichts an möglichen Überraschungen im Buch verderben möchte. Das mache ich dann hinterher.
    Aber bis hierher schon mal Danke für die Empfehlung, Kapo.

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    Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
    in Herzog

  • Aber bis hierher schon mal Danke für die Empfehlung, Kapo.

    Gerne geschehen, Hypocritia. Aber schauen wir erst einmal wie Dir auch der Rest gefällt. Bei einem Buch mit so vielen Mysterien ist ja auch immer die Auflösung derselbigen ein Punkt wie einem ein solches Buch zusagt. Ich fühle mich mittlerweile etwas allein als großer Anhänger dieses Buches (ein paar Ausnahmen gibt es), aber es gibt nun auch schon genügend User, denen das Buch nicht allzu sehr zugesagt hat. Ansonsten musste ich feststellen, dass weitere Bücher des Autors wohl eher nichts für mich sind. Schade! Bin jedenfalls sehr gespannt auf Deine endgültige Meinung. Viel Spaß weiterhin! :friends:

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Ich bin nun durch und finde das Buch toll! Auch wenn mir am Schluss nicht alles hundertprozentig meinem ganz persönlichen Geschmack nach zugesagt hat, muss ich definitiv zugeben, dass Die Stadt vom fantastischen Aspekt her meine Erwartungen weit übertroffen hat. :pray:


    Für die Unvorhersehbarkeit des gesamten Konzeptes und der durchgehenden Spannung in der allmählichen Enthüllung desselben würde ich mindestens fünf Sterne geben. Ich bin auch nicht enttäuscht wegen ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht so ganz passten,

    ich erkenne auf jeden Fall die imaginative Leistung von Andreas Brandhorst voll an. Das ist für mich echte Fiktion, und zwar voll ausgereizt. :thumleft: Da stört es auch nicht unbedingt, dass der Autor mit Begriffen aus der Physik wie "Zeitdilatation" um sich wirft, obwohl der Begriff eigentlich nicht in die Geschichte passt - Die Stadt ist eben ein Stück fantastischer Literatur, und da muss so etwas erlaubt sein.


    Die Seitenhiebe gegen unsere Gesellschaft mit ihrem Materialismus und ihrem von sozialer Ausgrenzung beherrschten Denken anhand des Supermarktes "Golden Globe" und der Herrschaft durch eine Gruppe, die die anderen verhungern lässt, treffen unseren weltweiten Materialismuswahn und Macht- und Bedeutungshunger extrem gut, wie ich finde.


    Sprachlich liegt Die Stadt im Rahmen der üblichen SciFi-Literatur: Nichts Besonderes oder geistig Forderndes, man kann es schnurstracks 'runterlesen, ohne in Verständnisschwierigkeiten hängenzubleiben - als Zwischendurch-Literatur, die einem für ein paar Stunden eine saubere Zerstreuung bietet, meines Erachtens extrem gut geeignet.


    Ich möchte jetzt zwar nicht dazu übergehen und einem SciFi-Roman esoterische Bedeutung zusprechen (bloß nicht, nichts läge mir ferner! :shock: ), aber insgesamt mag ich dieses Schulterzucken des Nichtwissens im Buch, dieses "Warum sollte das Jenseits irgendwelchen menschlichen Vorstellungen entsprechen?" erscheint mir irgendwie wie eine Frage, die gültig sein sollte, oder nicht? Es muss ja nicht immer gleich alles mit fanatischer Ernsthaftigkeit betrieben werden (die sowieso meistens einen völlig intoleranten Fundamentalismus und Reaktivismus zur Folge hat), ich habe letzte Woche z.B. jemanden getroffen, der seine SciFi-Lektüren schon so weit verinnerlicht hat, dass er einen geradezu religiösen Glauben an die Entstehung von Leben und v.a. menschlichen Lebens durch Aliens entwickelt hat - und da muss ich echt sagen, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man Fiktion nicht mehr als etwas "Fiktives" erkennt, sollte man wirklich aufhören, SciFi zu lesen ...


    Aber für alle anderen, die gerne einen spannenden Roman mit einem durch und durch fantastischen Jenseits-Konzept lesen wollen, scheint mir Die Stadt von Andreas Brandhorst durchaus eine gute Option. Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: (definitiv mit Lust auf mehr von Büchern dieser Art :lechz: )

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    Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
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  • Sprachlich liegt Die Stadt im Rahmen der üblichen SciFi-Literatur: Nichts Besonderes oder geistig Forderndes, man kann es schnurstracks 'runterlesen, ohne in Verständnisschwierigkeiten hängenzubleiben - als Zwischendurch-Literatur, die einem für ein paar Stunden eine saubere Zerstreuung bietet, meines Erachtens extrem gut geeignet.

    Hm, würdest Du "Die Stadt" wirklich in Science-fiction einordnen? Ich höchstens am Rande. Ich finde, es ist ein Buch, welches nur sehr schwer einem Genre zugeordnet werden kann. Ich sag immer "Mystery" dazu, das trifft es für mich am besten. Man kann es wirklich gut runterlesen, das stimmt, allerdings habe ich "Seelenfänger" von Brandhorst gelesen, das ist pure Science-fiction, und das war bedeutend schwerfälliger und anstrengender.

    ich habe letzte Woche z.B. jemanden getroffen, der seine SciFi-Lektüren schon so weit verinnerlicht hat, dass er einen geradezu religiösen Glauben an die Entstehung von Leben und v.a. menschlichen Lebens durch Aliens entwickelt hat - und da muss ich echt sagen, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man Fiktion nicht mehr als etwas "Fiktives" erkennt, sollte man wirklich aufhören, SciFi zu lesen ...

    Das ist zwar irgendwie amüsant, aber für mich persönlich im Grunde genommen auch nichts anderes als in die Kirche oder in die Moschee zu gehen. :wink:


    Ansonsten, danke für Deine abschließende Meinung, liebe Hypocritia. :friends: Ich freu mich, dass es Dir gefallen hat. Mit Deiner Lust auf Bücher dieser Art wirst Du wohl leider leer ausgehen. Falls Du etwas Vergleichbares finden solltest, dann sag bitte Bescheid. Mir ist leider noch nicht wirklich etwas aufgefallen, dass thematisch in diese Richtung geht. Einzig der Flusswelt-Zyklus von Philip José Farmer kann zumindest mit dem Jenseits-Konzept mithalten. Und hat mir auch gut gefallen. Hier geht es zum ersten Teil.

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Und wieder ein Buch mehr auf meiner Wunschliste...


    Danke für die ausführlichen Rezensionen.
    Einem aber muss ich widersprechen, ich kann nicht anders:


    Sprachlich liegt Die Stadt im Rahmen der üblichen SciFi-Literatur: Nichts Besonderes oder geistig Forderndes,

    Ob das auf Die Stadt zutrifft, kann ich natürlich noch nicht beurteilen
    Es ist aber ganz und gar nicht üblich für Science Fiction Literatur, "nichts besonderes und geistig nicht fordernd" zu sein. Ganz im Gegenteil: Gute Science Fiction zeichnet sich dadurch aus, ihre Leser herauszufordern, durch die erzählten Geschichten natürlich und durch einen durchaus innovativen Einsatz von Sprache und Stil. Man denke an Lem, Asimov, Dick, Clark, um nur auf die bekanntesten Namen zurückzugreifen. Sehr oft probiert Science Fiction aus, was erst nach und nach Eingang in die Belletristik findet. Ich finde es überaus schade, dass das Genre immer noch unter dem Vorurteil leidet, wenig ernsthaft und nicht wirklich ernstzunehmen zu sein; daher kann ich solche Sätze nicht einfach so stehen lassen. :wink:
    Jetzt mal unabhängig davon, ob Die Stadt tatsächlich SciFi ist oder nicht.

  • Hm, würdest Du "Die Stadt" wirklich in Science-fiction einordnen? Ich höchstens am Rande. Ich finde, es ist ein Buch, welches nur sehr schwer einem Genre zugeordnet werden kann. Ich sag immer "Mystery" dazu, das trifft es für mich am besten.

    Puh, Danke für die Aufklärung, aber da kenne ich mich überhaupt nicht aus, was jetzt wie zuzuordnen ist. Für mich gehört Die Stadt genauso zu SciFi wie diese transgalaktischen Ballerbücher mit futuristischer Kriegsführung und noch futuristischeren Waffensystemen, wobei ich solche Art von Baller-SciFi nicht besonders mag, lieber sind mir Bücher, in denen Dimensionen und Achsen der Wahrnehmung und des Bewusstseins durcheinandergeschüttelt und neu infrage gestellt werden, und da gehört für mich Die Stadt dazu, genauso wie Solaris von Stanislaw Lem, Replay - Das zweite Spiel von Ken Grimwood, Crichtons Sphere oder auch die Illusionswelten des Cyberspace in William Gibsons Neuromancer.
    Ich habe nachgesehen, und Die Stadt ist bei uns in der Onleihe wie folgt kategorisiert: "Belletristik & Unterhaltung/ Science Fiction & Fantasy/ Mystery" - Du scheinst also recht zu haben ...

    allerdings habe ich "Seelenfänger" von Brandhorst gelesen, das ist pure Science-fiction, und das war bedeutend schwerfälliger und anstrengender.

    Ich kenne nichts weiter von Brandhorst, aber Seelenfänger klingt dem Klappentext nach für mich wieder wie ein gedankliches Spiel mit Bewusstseinswelten und -dimensionen. Warum ist das für Dich dann direkter der Kategorie SciFi zuzuordnen - das meine ich nicht provokativ, sondern eher aus Neugierde zwecks Begriffsklärung (mit Untergenres hab' ich's bisher echt nicht so, ich lass' mich aber gerne dazu belehren, um das in Zukunft besser einordnen zu können, OK? :friends: )


    Das ist zwar irgendwie amüsant, aber für mich persönlich im Grunde genommen auch nichts anderes als in die Kirche oder in die Moschee zu gehen.

    Hier ziehe ich grade wieder mal die Luft durch die geschlossenen Zähne, weil es mich in den Fingern juckt, öffentlich meine Meinung hinzuschreiben - da ich mir aber vorgenommen habe, dies nicht zu tun, könnte ich Dir allerhöchstens eine PN dazu schreiben ...


    Mir ist leider noch nicht wirklich etwas aufgefallen, dass thematisch in diese Richtung geht. Einzig der Flusswelt-Zyklus von Philip José Farmer kann zumindest mit dem Jenseits-Konzept mithalten. Und hat mir auch gut gefallen. Hier geht es zum ersten Teil.

    Das habe ich gerade mal kurz auf amazon.de angesehen und gleich dort in meine Wunschliste geklickt. Nachher lese ich mir noch Deine Rezension dazu durch, mal sehen, vielleicht bestelle ich mir den ersten Teil demnächst mal :chesse:
    Grundsätzlich gilt aber für mich, dass es nicht unbedingt eine Jenseits-Vision für mich sein muss - alles, was in der Fiktion die existenten gedanklichen Schubladen sprengt, finde ich vom Grundsatz her schon mal interessant.



    Einem aber muss ich widersprechen, ich kann nicht anders:

    Ob das auf Die Stadt zutrifft, kann ich natürlich noch nicht beurteilen
    Es ist aber ganz und gar nicht üblich für Science Fiction Literatur, "nichts besonderes und geistig nicht fordernd" zu sein. Ganz im Gegenteil: Gute Science Fiction zeichnet sich dadurch aus, ihre Leser herauszufordern, durch die erzählten Geschichten natürlich und durch einen durchaus innovativen Einsatz von Sprache und Stil. Man denke an Lem, Asimov, Dick, Clark, um nur auf die bekanntesten Namen zurückzugreifen. Sehr oft probiert Science Fiction aus, was erst nach und nach Eingang in die Belletristik findet. Ich finde es überaus schade, dass das Genre immer noch unter dem Vorurteil leidet, wenig ernsthaft und nicht wirklich ernstzunehmen zu sein; daher kann ich solche Sätze nicht einfach so stehen lassen. :wink:
    Jetzt mal unabhängig davon, ob Die Stadt tatsächlich SciFi ist oder nicht.

    So, wie Du reagierst und Deinen Einspruch formulierst, kann ich Deinen empörten Widerspruch auch voll verstehen. Ich bezog mich mit dem "Nichts Besonderes oder geistig Forderndes" auf den sprachlichen Aspekt, d.h. in den meisten SciFi-Werken gibt es keine elaboraten Metaphern (oder sehr wenige), die Autoren nutzen kaum rhetorische Figuren oder elaborate Satzkonstruktionen oder dgl. Ich empfinde den sprachlichen Stil in der SciFi manchmal als etwas zu niedrig für den tollen gedanklichen Inhalt, den die Autoren 'rüberbringen, da hätte ich persönlich schon gern ab und an mal etwas mehr Raffinesse, und nicht diesen unausgefeilten Stil, der doch stark an den von jugendlichen Erlebniserzählungen erinnert. Gerade weil der Inhalt oft so schön anspruchsvoll ist (Du siehst, ich gebe Dir voll und ganz recht, würde ich auch nie abstreiten :friends: ), wäre mir persönlich mehr Wertlegung auf Sprache durchaus recht, denn dann müssten Literaturkritiker vielleicht auch mal insoweit reagieren, dass solche Werke mal auf die Stufe von Belletristik-Werken gestellt werden, die oft genug nur aus sprachlich prätentiösem, aber im Grunde wenig tiefgründigem Inhalt bestehen.


    Edit: wenn ich mir meinen Post von gestern durchsehe, glaube ich schon, dass ich mich insgesamt bei Die Stadt sowohl auf Sprache als auch auf den Inhalt bezog, ich habe das beim Schreiben nicht klar auseinandergedacht :uups: , doch die Sprache im Buch halte ich nach wie vor für zu einfach gehalten, und damit "SciFi"-typisch. Man kann es also schon so verstehen, wie Du das verstanden hast, @wintermute, das sehe ich ein - das hätte ich besser differenzieren müssen.



    Wenn Du hier gerne noch eine oder zwei SciFi-Empfehlungen für mich loswerden willst, @wintermute, dann schaue ich mir die gerne mal an - oder gibt es irgendwo im Bereich "Allgemeines" schon einen Thread für Empfehlungen der Art von SciFi, von der wir hier zu reden scheinen, weiß das jemand? :-k

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    Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
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    Einmal editiert, zuletzt von Hypocritia ()

  • Ich will jetzt den Rezi-Thread nicht auseinanderreißen - mir fällt aber momentan auch keine wirkliche Empfehlung ein. Sprachlich finde ich unter den "neueren" Autoren Jeff Noon noch recht interessant (hier meine Rezi zu Gelb , was noch das vielleicht "konventionellste" Buch ist; Falling out of cars ist eventuell existenzieller, wenn auch nur sehr leicht SciFi, wurde aber nie übersetzt.) Es ist aber nicht viel von ihm auf Deutsch erschienen oder es wird nicht mehr verlegt, auch die englischsprachigen Ausgaben sind eigentlich nur noch als E-Book zu bekommen, warum auch immer. :-k
    Gerade Lem und Asimov empfinde ich allerdings als stilistisch auch nicht so anspruchslos; und die direkte, klare Sprache vieler Cyberpunk-Romane mag zwar einfach wirken, in ihrer kühlen Technifizierung war aber zumindest die Newromancer-Trilogie einigermaßen neu; und da passt die Sprache zum Inhalt.


    Egal, ich wargestern auch nicht empört, ich wollt's nur loswerden :wink:
    Und ich werd mal schauen, wo ich Die Stadt herkriege, das hat als Paperback ja doch einen stolzen Preis...


    edit: Unter "Allgemeines" hab ich nur Kapos Thread mit SciFi-Empfehlungen gefunden: Science-fiction-Lesetipps ohne Weltall und Raumschiff gesucht!
    Da sind aber einige gute drunter :wink:

    Einmal editiert, zuletzt von wintermute ()

  • Für mich gehört Die Stadt genauso zu SciFi wie diese transgalaktischen Ballerbücher mit futuristischer Kriegsführung und noch futuristischeren Waffensystemen

    Ich kenne nichts weiter von Brandhorst, aber Seelenfänger klingt dem Klappentext nach für mich wieder wie ein gedankliches Spiel mit Bewusstseinswelten und -dimensionen. Warum ist das für Dich dann direkter der Kategorie SciFi zuzuordnen - das meine ich nicht provokativ, sondern eher aus Neugierde zwecks Begriffsklärung (mit Untergenres hab' ich's bisher echt nicht so, ich lass' mich aber gerne dazu belehren, um das in Zukunft besser einordnen zu können, OK? :friends: )

    Hm, schwer zu sagen. Ich bin im allgemeinen kein großer Experte wenn es um das Einteilen in Genres geht, ich kenne die genauen "Sci-fi-Regeln" nicht und ich mach das mehr gefühlsmäßig. In "Die Stadt" geht es um das Jenseits, und wenn ich an das Genre Sciene-fiction denke, sind für mich persönlich zwei Dinge ein Muss: "Zukunft" und "Technik" und das passt ja beides nicht so richtig. Beim "Seelenfänger" sieht es da schon wieder anders aus.


    Hier ziehe ich grade wieder mal die Luft durch die geschlossenen Zähne, weil es mich in den Fingern juckt, öffentlich meine Meinung hinzuschreiben - da ich mir aber vorgenommen habe, dies nicht zu tun, könnte ich Dir allerhöchstens eine PN dazu schreiben ...

    Lassen wir das lieber. Ich glaube, für eine Religionsdiskussion habe ich heute keinen Nerv mehr. Ich denke, mein Standpunkt dazu ist einigermaßen bekannt. :wink:

    Grundsätzlich gilt aber für mich, dass es nicht unbedingt eine Jenseits-Vision für mich sein muss - alles, was in der Fiktion die existenten gedanklichen Schubladen sprengt, finde ich vom Grundsatz her schon mal interessant.

    Mir ist noch was eingefallen: Die tolle "Otherland"-Reihe von Tad Williams solltest Du nicht verpassen.

    :study: Alastair Reynolds - Ewigkeit

    :study: 2020 gelesen: 27 :study: SUB: 306

  • Meine Meinung:
    Dieses Buch hat mich ein wenig ratlos gemacht wie ich letztlich bewerten soll. Der Anfang geht sehr gut los, ohne grosse Umschweife stirbt Benjamin direkt zu beginn und landet in der Stadt wo er direkt in eine gefähliche Situation gelangt und sich nur dank Luise die ihn findet retten kann. Er, und auch der Leser, werden mit einigen mystischen Sachen konfrontiert wie den Nebel, die Schatten, das Loch die Kreaturen usw. Das macht natürlich erst mal wahnsinnig neugierig was es damit alles auf sich hat. Aber leider folgt dann ein recht langweiliger Mittelteil in dessen Verlauf es mir nicht gelungen ist die Protagonisten ins Herz zu schließen und mit ihnen mitzufiebern.Benjamins suche nach seiner Identität in der realen Welt, die ihm stückenchenweise in seinen Träumen erscheinen fand ich den spannenstens Plott denn hier wartet der Autor mit einer Überraschung auf mit der nicht zu rechnen war. Allerdings gibt es immer nur zwischendurch kurze Einblicke in Benjamins Träume so das sich das Gesamtbild erst ziemlich zum Schluss ergibt. Ich glaube das war eine ganze Weile meine einzige Motivation noch weiter zu lesen, alles was in der Stadt mit der Gemeinschaft,den Streunern usw passierte hat mich nicht so besonders interessiert leider. Die mystische leicht gruselige Atmosphäre hat mich einfach nicht erreichen können obwohl ich sowas vom Grundsatz her sehr mag. Versöhnlich gestimmt hat mich dann allerdings der Schluss, den fand ich wirklich grossartig, zum einen weiss man endlich bescheid über Benjamins vorheriges Leben und zum anderen bekommt man Erklärungen über die Stadt.Da wir von einer Art des Jenseits sprechen und es ein Mysterybuch ist darf man natürlcih keine Wisschenschaftliche Erklärung erwarten sondern solte offen für eigene Interpretationsmöglichkeiten sein :) Für mich ein Buch mit einem tollen Anfang und einem fantastischen Schluss aber einem eher recht öden Mittelteil von daher nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    There is Death in my Metal but not in my meals! Go vegan :love:

  • Schleiche schon seit einiger Zeit um dieses Buch herum und ich denke, ich werde es mal austesten.


    Allerdings habe ich noch eine Frage: habe die Rezis quer gelesen und bin nun etwas beunruhigt, dass es zu viel religiösen Schnickschnack enthalten könnte. Ist das so :-k ? Ich ertrage das allenfalls in homöopathischen Dosen :pale:

  • Auch mich lässt das Buch ziemlich ratlos zurück ...
    Es war spannend, mysteriös, düster - es hat mich nachdenklich gemacht, Gedankengänge angestossen, die ich weitergesponnen habe - es war stellenweise verwirrend - zu lang oder zu kurz, je nachdem: es hatte seine Längen, durch die ich mich manchmal kämpfen musste, andererseits wurden manche Dinge recht kurz abgehandelt, so dass sie durchaus auch Potential für noch einige Seiten geboten hätten.
    Manche Charaktere waren sehr tiefgründig angelegt, manche wurden nur angerissen und hatten schlicht eine Funktion zu erfüllen und kamen fast nur skizziert vor.
    Die Grundidee fand ich sehr spannend. Auch die Erzählperspektive, gemeinsam mit Benjamin zunächst völlig verwirrt in der Stadt anzukommen, viele verwirrende Eindrücke zu gewinnen und erst nach und nach manches zu begreifen bzw. manch anderes auch gar nicht zu beachten war für den Aufbau der Geschichte sehr schön gewählt. Das Ende war wohlüberlegt und man merkte, dass dem Autor eben nicht die Luft ausging und er einfach nur den Roman abschliessen wollte, sondern dass er eine Botschaft transportieren möchte. Es bietet sicherlich eine Grundlage um über viele Dinge zu philosophieren und sich Gedanken über große Fragen der Menschheit zu machen. Themen wie Sinn des Lebens, Machtausübung und -missbrauch, Sozialisationsprozesse, Religions- und Weltanschauungsdebatten, Leben und Tod etc. werden aufgeworfen, auf eine ganz spezielle Art behandelt und niemals als allgemeingültig postuliert.
    Die Sprache war recht schlicht gehalten, keine literarische Großtat aber auch nicht einfach nur heruntergeleiert, man konnte die Geschichte gut lesen.
    Als persönliches Fazit gebe ich dem Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: auf die Gefahr hin, dass es mit mehr Abstand betrachtet möglicherweise entweder ein halber Stern zu viel oder zu wenig ist. :wink:


    Es gab einige Formulierungen des Autors, die ich absolut bemerkenswert fand, eine davon war:

    Zitat

    „Es gibt eine Theorie, nach der jedes Buch, jede in Worte gefasste Idee, ein neues Universum schafft, woraus folgt: Es existieren unzählige Universen, und in jedem einzelnen ist die zentrale Idee des Autors verwirklicht.“

    "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett


    :study:

    Ryan Gattis - In den Strassen die Wut


    :bewertung1von5: 2020: 20 :bewertung1von5:

  • So, nun bin ich auch durch. Das Buch wurde ja schon schon eingehend besprochen, deshalb eher in Kürze etwas von mir :D


    Mich hat die Idee "eine Stadt der Toten" sehr begeistert, auch wenn ich früh ahnte, dass da natürlich mehr kommen muss. Bis zur Hälfte des Buches war ich wirklich begeistert und habe so in etwa eine Handlung wie in Identity erwartet (keine Angst, es ist kein Horrorfilm, auch wenn der Trailer so wirkt). Dann allerdings ab der Ballonfahrt (was sollte die eigentlich?) zog ich die Handlung dann für mich etwas in die Länge und die beginnende Auflösung fand ich jetzt auch nicht so der Brüller. War aber angenehm zu lesen und 4,5 Sterne sind durchaus drin- mir ist ja klar, dass man so einen spannend aufgebauten Handlungsrahmen nur schwer logisch wieder lösen kann….


    Ob ich mir eine Verfilmung angucken würde? Naja, ich kann mir das Werk ehrlich gesagt als Film kaum vorstellen….

  • 3,5 Sterne



    Zum Inhalt


    Ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag hat Benjamin Hartman einen schweren Autounfall. Gerade als er beschließt, sich mehr um die Beziehung zu seiner Frau Kattrin als um die Arbeit zu kümmern ... doch jede Hilfe kommt zu spät: er stirbt noch am Unfallort.


    Doch ist er wirklich tot? Als Benjamin wieder aufwacht, befindet er sich am Rande einer Stadt. Einer Stadt in der die Toten wieder zum Leben erweckt werden und deren Grenzen scheinbar niemand überschreiten kann. Er hat Glück, dass ihn Louise findet, denn das Paradies nach dem Tod sieht wahrlich anders aus. Die Gebäude scheinen uralt und zerfallen, nachts kommt ein Nebel, der grauenhafte Kreaturen in sich birgt und mitten in der Stadt wabert dunkle Schwärze, das "Loch", aus dem die gefährlichen Schatten kommen.


    Was hat es mit dieser Stadt auf sich? Warum ist Benjamin hier gelandet - und ist es wirklich nur eine Bewährungsstation zwischen dem Paradies und der Hölle? Das sind Fragen, die Benjamin einfach nicht loslassen und ihn damit zwischen die Fronten der "Gemeinschaft" und den "Streunern" treiben ...


    Meine Meinung


    Als ich gesehen hab, das Andreas Brandhorst selber schreibt, musste ich natürlich auf jeden Fall ein Buch von ihm ausprobieren. Bisher war mir sein Name nur aus den Übersetzungen der Scheibenweltromane von Terry Pratchett geläufig und ich wollte natürlich wissen, was und worüber er selber so schreibt :)


    Diese Geschichte hat auf jeden Fall was. Die große Frage, was kommt nach dem Tod, wird hier sehr ungewöhnlich und überraschend thematisiert. Am Anfang hab ich noch nicht recht den roten Faden gefunden und es wirkte etwas konfus, aber aus Sicht des gerade frisch verstorbenen Benjamin Harthman auch nicht verwunderlich. Was macht und wie reagiert man, wenn man inmitten einer Stadt voller "toter" Menschen aufwacht, keine Möglichkeit hat, dieser Situation zu entkommen und einem der Sinn des ganzen verborgen bleibt?


    Der Autor hat hier kurze Kapitel aus einer auktorialen Perspektive gewählt, was mein Gefühl beim Lesen, wie Benjamin die Situation erlebt, noch verstärkt hat. Eine teilweise sehr schöne, bildhaft beschreibende Sprache, bei der ich mir vieles sehr genau vorstellen konnte. Eine triste, hoffnungslose Atmosphäre hat die Irrealität des ganzen sehr gut zum Ausdruck gebracht. Dadurch, dass am Anfang alles etwas verwirrend war, bin ich beim Lesen immer wieder über Fragen gestolpert, die sich aus der Situation ergeben. Ich hab ja wie jeder andere auch meine ganz eigene Sicht, was nach dem Tod mit den Menschen passieren könnte und Andreas Brandhorst hat hier ein sehr bizarres, aber am Ende durchaus schlüssiges Szenario geschaffen, was mich zum Nachdenken gebracht hat.


    Wie im "richtigen Leben" auch, haben sich in der Stadt Gruppen gebildet: Die Gemeinschaft, die sich in der Stadtmitte ein den Verhältnissen angepasstes, relativ angenehmes Leben geschaffen hat. Ihr Anführer ist Hannibal, eine Art Prediger, der an die Gerechtigkeit glaubt und daran, dass sie einer Art Prüfung unterzogen werden, die entweder in den Himmel oder in die Hölle führt.
    Der Gegenpol sind die Streuner, die am Stadtrand mit Hunger und tödlichen Gefahren leben müssen - denn auch die Toten können sterben. Ja, auch im Tod kann man sterben und auch wenn man danach wieder "aufersteht" geht mit jedem Tod Schmerz und Verlust einher. "Der Tod ist ein Dieb" heißt es, der Erinnerungen an das Leben stiehlt - aber was genau verliert man? Warum treffen genau diese Menschen in der Stadt aufeinander und welche Rolle spielt Benjamin in dem ganzen? Seine Reaktionen sind sehr gut nachvollziehbar und vor allem der Drang, hinter diese Kulisse zu blicken.


    Die Stadt selbst ist sehr differenziert beschrieben. Sie scheint ein Eigenleben zu haben, verändert ihr Aussehen, die Zeit läuft asynchron und selbst die Tages- und Jahreszeiten variieren je nach Stadtviertel. Sie greift in die Handlungen der Menschen ein, schafft und zerstört Gebäude und reagiert selbständig auf Ereignisse ohne erkennbaren Sinn.


    Der Anfang war richtig spannend und hat mich sehr gut in die Handlung eintauchen lassen. Zwischendurch zieht es sich immer wieder ein bisschen und ab der Hälfte hat es mich nicht mehr so packen können. Die Frage nach dem Warum steht zwar immer im Raum, aber die Entwicklung hat einige Umwege genommen. Das hätte ich mir etwas komprimierter gewünscht und dafür eingehender auf die Frage, was hinter all dem steckt. Hinweise gibt es viele und erst am Ende, das wieder an Spannung und Tempo zunimmt, gibt es eine überzeugende und überraschende Lösung mit einem runden Abschluss.


    Fazit


    Eine sehr bizarre, beeindruckende Sicht auf ein "Leben nach dem Tod" dass mich in seiner Idee, aber nicht ganz in seiner Umsetzung überzeugen konnte. Anfangs etwas verwirrend, mit einem gut durchdachten Motiv und einigen Längen hat es mir trotzdem imponiert!


    © Aleshanee
    Weltenwanderer

  • Ich bin jetzt bei 84 Prozent des Buches und muss leider sagen, mit jeder Seite verliert das mehr. :( Ich hatte sogar schon den bösen Gedanken im Kopf das abzubrechen :pale: Wenn ich nicht so neugierig wäre was nun genau dahintersteckt. Eine logische Erklärung wird es dafür aber wahrscheinlich nicht geben wenn ich hier die Rezis überfliege. Anfangs hat mich das Buch echt mitgerissen, dann nervten mich diese ständigen Wiederholungen


    und nun wo man denkt jetzt auf zum Finale wird das immer abgedrehter. Selten so hanebüchenes Zeug gelesen :-s


    Och Leute nööö, das ist mir alles too much. :| Vielleicht bin ich da einfach zu fantasielos, aber ich mag Mystery und auch Sci-Fi. Aber das hier ist einfach nur Blödsinn. Schade, anfangs war das echt der Pageturner.
    Die Grundidee selbst mit dieser Stadt finde ich auch noch immer sehr gut und das Ganze ist ja auch sehr leicht geschrieben. Aber irgendwie ist das alles so, ich weiss gar nicht wie ich das benennen soll.... Seltsam trifft es wohl.
    Vielleicht reissen die letzten 16 Prozent des Buches meine Meinung noch herum, im Moment sind das höchstens 3 Sterne. Ich melde mich nach Beendigung nochmal und gebe eine Endmeinung ab.

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

  • So, ich habe es gerade beendet. Nun ja. Ich fand das Ende auch komisch.


    Ich erwarte bei Büchern zum Schluss hin immer eine logische, realistische Erklärung. Zumindest eine halbwegs verständliche. Das war mir hier alles zu konfus und abgedreht.
    Es bleibt bei meiner Bewertung von :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")