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Karin Slaughter - Entsetzen (Fractured)

Entsetzen

4 von 5 Sternen bei 61 Bewertungen

Band 2 der

Verlag: Blanvalet

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 528

ISBN: 9783442374779

Termin: November 2011

Klappentext / Inhaltsangabe: Eine falsche Tote – ein wahr gewordener Albtraum Sie glaubt, den Mörder ihrer Tochter vor sich zu haben. Stürzt sich auf ihn und tötet ihn in einem erbitterten Kampf. Nur – das Opfer ist gar nicht ihre Tochter. Emma lebt, doch sie wurde entführt. Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte …
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  • Inhalt (Klappentext):
    Sie glaubt, den Mörder ihrer Tochter vor sich zu haben. Stürzt sich auf ihn und tötet ihn in einem erbitterten Kampf. Nur - das Opfer ist gar nicht ihre Tochter. Emma lebt, doch sie wurde entführt.
    Special Agent Will Trent weiß: Die Chancen, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte...


    Mein Eindruck:
    Abigail Campano kommt nach Hause, sieht voller Entsetzen, wie jemand sich über den leblosen Körper ihrer Tochter beugt und tötet diesen Mann in blinder Wut. Doch dann stellt sich heraus, dass es gar nicht ihre Tochter ist. Emma wurde entführt. Will Trent übernimmt die Ermittlungen, bekommt eine neue Partnerin an seine Seite. Werden die beiden es schaffen, Emma lebend zu finden?


    Der Plot klingt ja spannend, leider war das auch schon alles, was wirklich spannend bleibt.


    So sehr mir der erste Teil aus dieser Reihe gefallen hat, so hat sich diese Geschichte beim Lesen gezogen. Die Geschichte plätschert vor sich hin, bietet weder nennenswerte Höhen oder Tiefen. Ja die Auflösung war schon recht spannend und etwas überraschend, aber Karin Slaughter habe ich schon um Vieles besser erlebt.


    Ich kann mich an die Person Will Trent aus dem ersten Teil nicht mehr so erinnern. Laut meiner Rezi zu "Verstummt" war ich sehr angetan. In diesem Band wurde ich mit Trent nicht warm.
    Vorallem frage ich mich


    Andererseits mag ich es , wenn vieles vom Privatleben der Ermittler in die Geschichte einfließt und dies muss ich hier positiv erwähnen.
    Die neue Partnerin von Trent - Faith Mitchell - hat mich schon mehr überzeugt als Trent.


    Zusammenfassend ein durchschnittlicher Thriller, wobei ich den "Thrill" vermisst habe.
    Auch vermisse ich die Karin Slaughter aus ihren Anfangszeiten.


    Sehr großzügige :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: und ein "muss man nicht unbedingt gelesen haben".

    Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde. (Chinesisches Sprichwort)

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere. (Erich Kästner)

  • Leider kann ich nur zustimmen. Slaughter gehört normalerweise zu meinen bevorzugten Autorinnen, aber die letzten beiden Bücher, sowohl "Entsetzen" aus der Will Trent Reihe als auch das vorerst " letzte" der Linton Reihe "Zerstört" waren etwas enttäuschend. Slaughter schafft es normalerweise mit ihren Schreibstil zu fesseln und die Charaktere so gut kennenzulernen, dass man richtig mitfühlt, aber diesmal... :cry:


    Mir hat das erste Buch von Will Trent "Verstummt" sehr gut gefallen, nur leider habe ich bedenken, dass sie es schafft noch eine derart erfolgreiche Reihe zu erschaffen wie mit der Grant-County-Reihe....


    "Entsetzen" ist mittelmäßig spannend und ziemlich viel drumherum erzählt.
    Alles in allem kann ich Christinale nur rechtgeben!


    Zusammenfassend ein durchschnittlicher Thriler, wobei ich den "Thrill" vermisst habe.
    Auch vermisse ich die Karin Slaughter aus ihren Anfangszeiten.


    Sehr großzügige :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: und ein "muss man nicht unbedingt gelesen haben".



    Jedem der Karin Slaughter kennenlernen will, kann ich raten mit den ersten Büchern anzufangen (Belladonna....) :thumleft:

  • Leider kann ich nur zustimmen. Slaughter gehört normalerweise zu meinen bevorzugten Autorinnen, aber die letzten beiden Bücher, sowohl "Entsetzen" aus der Will Trent Reihe als auch das vorerst " letzte" der Linton Reihe "Zerstört" waren etwas enttäuschend. Slaughter schafft es normalerweise mit ihren Schreibstil zu fesseln und die Charaktere so gut kennenzulernen, dass man richtig mitfühlt, aber diesmal... :cry:


    Mir hat das erste Buch von Will Trent "Verstummt" sehr gut gefallen, nur leider habe ich bedenken, dass sie es schafft noch eine derart erfolgreiche Reihe zu erschaffen wie mit der Grant-County-Reihe....


    Also ich bin da ganz anderer Meinung. Anfangs dachte ich zwar, die Will-Trent-Reihe kann mich auf keinen Fall überzeugen, aber ich wurde positiv überrascht. :pray:
    Will habe ich mittlerweile auch schon sehr ins Herz geschlossen.c :love: Und ich kann euch sagen, dass die Bücher sogar nooch besser werden. ;) Ich habe nämlich schon Genesis & Broken gelesen und bin wirklich sehr begeistert. :applause: Ihr könnt euch also über noch sehr interessante Wendungen freuen. Und der "Thrill" wird euch mit Sicherheit nicht mehr fehlen. ;) Das ist aber auch nur meine Meinung. :P

    So many things become beautiful when you really look.


    Lauren Oliver

  • Und ich kann euch sagen, dass die Bücher sogar nooch besser werden. ;) Ich habe nämlich schon Genesis & Broken gelesen und bin wirklich sehr begeistert. :applause: Ihr könnt euch also über noch sehr interessante Wendungen freuen. Und der "Thrill" wird euch mit Sicherheit nicht mehr fehlen. ;) Das ist aber auch nur meine Meinung. :P


    Na da bin ich aber gespannt und freue mich. :cheers:
    Weißt du, wann das Buch auf deutsch erscheint?

    Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde. (Chinesisches Sprichwort)

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere. (Erich Kästner)


  • Weißt du, wann das Buch auf deutsch erscheint?


    Also Genesis bzw. Undone (ist der Amerikanische Origninaltitel) sollte auf jeden Fall noch dieses Jahr auf Deutsch erscheinen. :loool: Aber ein genauer Erscheinungstermin ist bis jetzt noch nicht bekannt. :(
    Aber die Bücher sind auf englisch wirklich noch viel besser. Es würde sich also wirklich lohnen, sie im Original zu lesen. ;)

    So many things become beautiful when you really look.


    Lauren Oliver

  • Ich kann es auch kaum erwarten, habe schon ein paar Lesungen von Slaughter im Internet gefunden in denen sie von den neunen Büchern erzählt hat und ich bin wirklich gespannt, was da noch so kommt. :lechz: Gerade bei "Zerstört" hat sie unglaublich mitgelitten als

    Sie muss wohl ewig hin und her überlegt haben wie die Geschichte wohl ausgehen könnte und ob man sie das wirklich mit sich vereinbaren kann. Karin Slaughter sieht ihre Figuren schon fast als real an, aber das ist ja verständlich, wenn man Jahre lang über sie schreibt. :rambo:


    Aber die Bücher sind auf englisch wirklich noch viel besser. Es würde sich also wirklich lohnen, sie im Original zu lesen. ;)


    Diese Meinung Teile ich leider nicht... deswegen warte ich lieber auf die Deutschen, müssten ja in diesem Jahr kommen. Wäre aber mal schön zu wissen, wann. Findet man ja nirgendwo :-s

  • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:



    In den letzten Jahren habe ich immer sehr gern die Thriller der amerikanischen Autorin Karin Slaughter gelesen. Begonnen habe ich natürlich, wie viele andere ebenso, mit der Grand-County-Reihe.

    Doch auch mit ihrer Thrillerparodie „Unverstanden“ und dem Auftakt der neuen Reihe „Verstummt“, die, wie ich in diversen Rezensionen und Gesprächen mit Fans der Autorin erfuhr, nicht unbedingt den Nerv aller Grant-County-Leser trafen, konnte die 1971 geborene und in Atlanta (Georgia) lebende Autorin bei mir punkten.

    Als ich voriges Jahr wieder einmal im Lieblingsonlinebuchshop stöbern ging und erfuhr dass gerade ein neues Buch von ihr mit dem Namen „Entsetzen“ erschienen war, wusste ich dieses nach dem Lesen des

    Klappentextes:

    „Noch auf der Schwelle zu ihrem Zuhause sieht Abigail Campano die Glasscherben. Den blutigen Fußabdruck auf dem Dielenboden. Und den Mann, der sich über den leblosen Körper eines Mädchens beugt. Ihre Tochter! Sie stürzt sich auf ihn, bringt ihn zu Fall, und in einem erbitterten Kampf um Leben und Tod erwürgt sie ihn. Das Mädchen, sieht sie, wurde erschlagen. Der Körper ist mit Bisswunden und Prellungen übersät. Doch es ist nicht ihre Tochter Emma, sondern deren beste Freundin Kayla. Emma ist wie vom Erdboden verschluckt.
    Der zweite Fall für Will Trent und seine neue Partnerin Faith Mitchell.“

    der „Atlanta-Police-Department-Reihe“ zuzuordnen, also es ist das Nachfolgebuch von „Verstummt“.

    Ich tue mich ja mit gebundenen Ausgaben immer ein bisschen schwer. Zum einen sind sie verdammt teuer, zum anderen beim Lesen im Bett oder in der Badewanne auch nicht selten etwas unbequem. So setzte ich es mir erst mal nur auf die Merkliste. Doch die Taschenbuchausgabe lässt ja bekanntlich immer eine ganze Weile auf sich warten und Neugier war auf jeden Fall da! Im Freudentaumel über die Nachricht, dass ich von einer anderen Neuerscheinung, die ich heiß begehrte, ein Vorableseexemplar bekomme, kaufte ich mir „Entsetzen“ (entgegen jeglicher finanzieller Vernunft) dann doch gleich und begann mit dem Lesen auch unmittelbar nach dem Eintreffen bei mir.

    Alptraum und Entsetzen

    Abigail, die Tochter aus reichem Hause und Ehefrau des erfolgreichen Autohändlers Paul Campano, gerät nach dem Entdecken des in ihrem Haus statt gefundenen Verbrechens tatsächlich in den Alptraum ihres Lebens. Nach dem kurzen Aufatmen, dass das von ihr gefundene ermordete Mädchen nicht Emma ist, gerät sie in einen Strudel der Ungewissheit und des Entsetzens, weil sich heraus stellte, dass der junge Mann, den sie mit eigenen Händen erwürgt hat, kein Täter, sondern ebenfalls Opfer ist. Paul ist nicht glücklich darüber, dass Will Trend die Ermittlungen leitet. Beide haben eine gemeinsame Vergangenheit, an die Paul sich nicht gern erinnert und über die auch seine Frau und Tochter nicht Bescheid wissen.

    Der Ermittler – GBI Agent - Will Trend und seine Vorgesetzte, die resolute Amanda, sind mir ja bereits aus dem ersten Buch der Serie bekannt. Auch das Problem, mit dem sich Will bereits sein ganzes Leben lang herum schlägt. Neu ins Spiel kommt die, Will von Amanda zur Seite gestellte Partnerin, Detective Faith Mitchel.

    Die taffe Amanda, ist wie bereits in „Verstummt“ eine Randfigur, die eben so ist, wie sie ist, die aber die Fäden in der Hand hält und an die kein Rankommen ist. Will Trend ist zwar ein richtig guter Ermittler, aber bei weitem kein Superheld. Aufgewachsen in einem Kinderheim, sind ihm Familienverbindungen und –funktionalitäten eigentlich vollkommen fremd. Außerdem schlägt er sich mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche durchs Leben. Die einzige, die darüber schon immer Bescheid wusste, ist Angie Polaski. Angie ist ebenfalls Polizistin und gemeinsam mit Will in dem Kinderheim aufgewachsen. Die beiden sind mittlerweile verlobt und führen eine recht eigenartige Beziehung, die sich aber durch die Umstände, wie sie aufgewachsen sind erklärt.

    Aber auch Faith ist nicht die Heldin ohne Fehl und Tadel. Sie ist zwar in einer Familie und einem wohl sehr liebevollem Elternhaus aufgewachsen. Wurde aber schon mit 15 Mutter und hat es seit dem nicht wieder auf eine ernsthafte Beziehung ankommen lassen. Die Zusammenarbeit der beiden steht anfangs unter einem nicht ganz so besonderem Stern, denn Faith hegt einen persönlichen Groll gegen Will. Doch im Laufe der gemeinsamen Arbeit, wird das anders.

    „Entsetzen“ ist schon wie „Verstummt“ nicht das, was ich als den typisch amerikanischen Serien Thriller bezeichnen würde, obwohl ich für solche auch immer wieder eine Schwäche hege. Dreht es sich bei anderen Thrillerserien in einem Buch immer um einen speziellen Fall, den die Ermittler lösen und ihre persönlichen Belange sind eher die Nebenhandlung, empfinde ich das hier gerade anders herum bzw. die Wichtung ist von der Autorin zumindest gleich verteilt.

    Letzteres macht es wiederum schwer, „Entsetzen“ als eigenständiges Buch anzusehen. Ich hatte ja den Vorgänger schon gelesen und kannte daher auch Angie Polaski schon etwas besser. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass jemand, der dieses Buch zuerst liest, mit ihrem Charakter überhaupt nichts anfangen kann. Genauso wenig wie mit dem Polizisten Leo Donnelly, der anfänglich auftaucht und dann bei den eigentlichen Ermittlungen nicht mehr dabei ist.

    Im Fall an sich wird klassisch ermittelt, es gibt Fort- und Rückschritte und das, was dann letztendlich aufgedeckt wird, ist haarsträubend.

    Der Schreibstil von Karin Slaughter ist auch hier, wie gewohnt, flüssig, bildhaft und mit einer steten unterschwelligen Spannung versehen. Aber nicht mit dieser, die mir während des Lesens Gänsehaut verursacht und danach vorbei ist. Dazu werden unterschwellig zu viele gesellschaftskritische Themen angesprochen. Da ist die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich, die wachsende Zahl von Analphabeten, die Sensationsgier der Medien, das Rechtssystem an sich und auch Korruption und falsch verstandener Zusammenhalt bei der Polizei. Da hallt gedanklich einiges nach und wird von mir auch auf unser Gesellschaftssystem adaptiert.

    Alles in Allem hat mich auch „Entsetzen“ wieder sehr angesprochen. Es wirkt realitätsnaher als der typische amerikanische Durchschnittsthriller und hat Protagonisten mit Ecken und Kanten. Daher gibt es von mir natürlich eine Leseempfehlung. Diese kann ich jedoch nicht uneingeschränkt geben. So rate ich jedem Interessierten, zuerst den Vorgänger “Verstummt“ zu lesen, da sonst zu viele Hintergrundinformationen zu dem Hauptprotagonisten fehlen. Die Fans der Grant County Serie, die schon mit „Verstummt“ wegen der Protagonisten ihre Probleme hatten, werden wohl auch an „Entsetzen“ wenig Freude haben.

    509 Seiten

    :study: Fünf Kopeken - Sarah Stricker


    Ein Tag ohne Lesen ist für mich ein Tag ohne Entspannung!

  • Inhalt:Eine falsche Tote – ein wahr gewordener Albtraum …
    Noch auf der Schwelle zu ihrem Zuhause sieht Abigail Campano die Glasscherben. Den blutigen Fußabdruck auf dem Dielenboden. Und den Mann, der sich über den leblosen Körper eines Mädchens beugt. Ihre Tochter! Sie stürzt sich auf ihn, bringt ihn zu Fall, und in einem erbitterten Kampf um Leben und Tod erwürgt sie ihn. Das Mädchen, sieht sie, wurde erschlagen. Der Körper ist mit Bisswunden und Prellungen übersät. Doch es ist nicht ihre Tochter Emma, sondern deren beste Freundin Kayla. Emma ist wie vom Erdboden verschluckt.
    Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte …
    Der zweite Fall für Will Trent und seine neue Partnerin Faith Mitchell – Nervenkitzel pur!


    Aufbau und Handlung:Das Buch startet direkt spannend aus der Sicht von Abigail Campano, die ihr Haus betritt und dort den vermeintlichen Mörder ihrer Tochter auf frischer Tat ertappt. Man ist direkt mitten im Geschehen und kann das Buch nicht aus der Hand legen.
    Später geht es weiter aus der Sicht von Will Trent und es klärt sich auf, dass weder die Ermordete die Tochter von Abigail Campano ist, noch der vermeintliche Täter wirklich der Mörder.
    Kurze Zeit später wird die Geschichte aus der Sicht von Faith Mitchell wiedergegeben, die einen guten Kontrast zu Will Trent bietet. Durch den Perspektivenwechsel zwischen Will und Faith wird das Buch nie langweilig und man erhält immer wieder einen neuen Blickwinkel, sodass es nie schwer fällt sich in die Personen hineinzuversetzen.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und spiegelt viel Einfühlungsvermögen für die einzelnen Charaktere wieder.


    Eigene Meinung:„Entsetzen“ ist der 2.Fall von Will Trent und ich meine auch den 1.Fall bereits gelesen zu haben, dies dürfte jedoch schon Jahre her sein, aber das Buch ist so geschrieben, dass man den 1.Teil nicht gelesen haben muss, um im Geschehen mitzukommen.
    Ich fand den Anfang des Buches klasse, bereits nach den ersten Zeilen hat mich das Buch gefesselt. Den weiteren Handlungsverlauf fand ich hingegen wiederum etwas zäh, aber so ist das ja in vielen Thrillern. Es gibt immer ein paar spannende Szenen, die umhüllt werden von träger Ermittlungsarbeit. Ich hätte mir kurze Perspektivenerzählungen aus der Sicht des Entführungsopfers Emma Campano gewünscht. Damit hätte man natürlich den Lesern vorweggenommen, ob das Mädchen nun noch lebt oder doch tot ist. Aber für mich hätte es den doch etwas langweiligen mittleren Teil aufgewertet.
    Faith Mitchell und Will Trent sind beide sehr interessante und sympathische Figuren, sodass ich mich schon darauf freue einen weiteren Fall mit den beiden zu lesen.
    Die Auflösung des Falls war für mich unerwartet, während des Lesens hatte ich die ganze Zeit auf eine andere Person getippt. Aber ich finde gut, dass es dann doch nicht so kam, denn sonst wäre das Buch ja vorhersehbar gewesen, was ein Thriller wohl nie sein sollte.
    Insgesamt vergebe ich 4 Sterne :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: , ich ziehe einen für den etwas zähen, bereits erwähnten, mittleren Teil ab. Nichts desto trotz ein klasse Thriller, den ich jedem uneingeschränkt weiter empfehlen kann.

    „Weißt du was das Besondere an Schneerosen ist? ... Sie sind wunderschön
    anzusehen, aber ihr Saft ist giftig, um nicht zu sagen tödlich. Du
    erinnerst mich an sie.“


    <Schneerose von Maya Shepherd>

  • Auch der zweite Teil um Will Trent hat mir wieder sehr gut gefallen :applause:


    Frau Slaughter schreibt in diesem Buch genau so unterhaltsam, wie ich das in Erinnerung hatte. Dabei kommen die stark 500 Seiten nicht von ungefähr: Es gibt viele Beschreibungen und die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Charaktere, deren Denken und Handeln. Das wäre mit Sicherheit auch kürzer gegangen, aber ich schätze ausgiebiges Charakterdesign in Krimis und Thrillern sehr. "Entsetzen" ist kein Buch, in dem auch jeder andere Ermittler der Krimiwelt die Hauptrolle hätte spielen können und es hat mir sehr gut gefallen, dass hier kaum etwas austauschbar war. Man achtet als Leser auf Details, man will die Charaktere besser kennenlernen, man ist einfach in der Geschichte. Für Frau Slaughters Verhältnisse geht es in dieser sogar über weite Strecken recht blutarm zu. Aber wenn Gewalt, dann richtig und keinesfalls zimperlich. Wegschauen ist für Anfänger.


    Die Charaktere bekommen Verstärkung durch die Polizistin Faith Mitchell. Beste Voraussetzungen für ein harmonisches Team? Mitnichten, denn Faith hat mit Will noch eine private Rechnung offen und die ist alles andere als romantischer Natur. Mir war die junge Frau auf alle Fälle sehr sympathisch, wie sie mit beiden Beinen, Witz und Durchsetzungsvermögen im Polizistenleben steht. Wenn sie nicht gerade Will Trent verabscheut, dann ist Faith eine chaotische Frohnatur mit einem ungewöhnlichen Lebenslauf und damit ein ziemlicher Gegensatz zum durchorganisierten Chef des Duos. Will Trent mochte ich schon in "Verstummt" unglaublich gerne und hier hat er mir sogar noch besser gefallen. Er ist ungewöhnlich spleenig für einen Ermittler und ein Naturtalent darin, mit maximalem Anlauf in zwischenmenschliche Fettnäppfchen zu springen. Herrlich! Er hat aber auch eine begnadete Auffassungsgabe und will den Fall aus verschiedenen Gründen schnellstmöglich lösen, wobei sein Handicap Fluch und Segen zugleich ist. Denn Faith ist auf Rache aus und weit weniger leicht zu täuschen, als gut für Will wäre. Die Dynamik zwischen den unfreiwilligen Partnern hat jede Menge Spaß gemacht und als Team ergänzen sie sich toll. Dazu noch private Hintergrundgeschichten aus ihrem Leben, was will man mehr?


    Die Geschichte selbst ist keinesfalls schlecht, langweilig oder unlogisch. Aber sie lebt eher von der andauernden "Tot oder lebendig?"-Frage, als von spannenden Wendungen. Man rätselt und fiebert als Leser eigentlich permanent mit, ob Emma denn nun getötet wurde, oder nicht. Aber davon abgesehen passiert über weite Strecken wenig. Will und Faith ermitteln und ermitteln und ermitteln... Einige Überraschungen gibt es natürlich, der Thriller wurde schließlich nicht umsonst von Frau Slaughter geschrieben, und vor allem die Verbindung zwischen Will und Emmas Vater hat ihren Reiz. Aber insgesamt ist dieses Buch vor allem für Leser empfehlenswert, die ihre Freude an detailreicher Detektiv- und Laufarbeit haben und nicht alle paar Seiten auf neue Entwicklungen aus sind. Für mich war es auf alle Fälle genau das Richtige und ich hatte jede Menge Spaß dabei, Will und Faith zu begleiten.


    Fazit: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
    Ein toller Krimi mit einem unglaublich sympathischen Ermittler-Duo, das mir jede Menge Lust auf weitere Fälle mit den beiden gemacht hat.

    :study: Wer war Alice (T.R. Richmond)
    :bewertung1von5: Bücher/Seiten 2020: 23/8.781 || SUB 245 O:-) (Start:251)

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