Margaret Weis & Tracy Hickman - Himmelsstürmer

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  • "Himmelsstürmer" (Originaltitel: Dragon Wing) ist der erste der sieben Bände der Reihe "Die vergessenen Reiche" (Originaltitel: Death Gate Cycle) von Margaret Weis und Tracy Hickman.


    Klappentext:
    Vor undenklichen Zeiten teilten mächtige Zauberer die Welt in vier Reiche auf. Dann verschwanden sie, ihr Zauber verblaßte, und ein Schleier des Vergessens legte sich über die Welt. Bis die geheimnisvollen Patryn dem Labyrinth des Todes entkommen und ihren Boten Haplo in die Welt schicken, um die Rätsel der vier Reiche zu lösen. In Arianus, dem Reich des Himmels, eine Welt voller schwebender Inseln, wo Menschen, Elfen und Zwerge leben, gerät Haplo inmitten die Intrigen des Königshofes ...


    Inhalt:
    Die Welt, in der die Bücher spielen, besteht eigentlich aus vier Welten. Ursprünglich gab es nur eine Welt (die Erde) – diese wurde aber vor Urzeiten von den Sartan gespalten. Ihre Gegenspieler, die ebenso mächtigen Patryn, sperrten die Sartan in das Labyrinth. Danach verschwanden sie.
    Seit der Teilung ist inzwischen viel Zeit vergangen und den Patryn ist es endlich gelungen, aus dem Labyrinth zu entkommen. Ihr Anführer schickt Haplo aus, die Welten zu erkunden – und sie ins Chaos zu stürzen, damit die Patryn sie anschließend erobern können. Die erste Welt, die Haplo besucht, ist Arianus, das Reich des Himmels.
    Dort soll etwa zur selben Zeit der Assassine Hugh Mordhand hingerichtet werden. Im letzten Moment wird er jedoch gerettet und bekommt einen neuen Auftrag: Er soll Gram, den Sohn des Königs, töten. Hugh nimmt den Auftrag an und beginnt mit dem Jungen eine Reise, die die beiden sowie Grams Diener Alfred ins Niederreich führt. Dort leben die Zwerge, genannt Gegs, und dort ist auch Haplo gelandet und schürt bereits Unfrieden.


    Meine Meinung:
    "Himmelsstürmer" spielt auf einer recht traditionellen Fantasy-Welt, mittelalterlich angehaucht, mit Menschen, Elfen und Zwergen, sowie zwei Völkern, die mächtiger sind als alle anderen.
    Ausgesprochen gut hat mir gefallen, dass Gut und Böse nicht so leicht zu trennen sind und dass es keinen Helden im eigentlichen Sinne gibt. Haplo stiftet Unruhe und wirkt dadurch eher wie ein Antagonist. Hugh ist ein Meuchelmörder, Gram ein verzogenes und zu intelligentes Kind. Alfred, der beim geringsten Anzeichen von Gefahr ohnmächtig wird, oder auch Limbeck, der Geg, der durch sein ständiges "warum" die Welt seines Volkes auf den Kopf stellt, können ebenfalls nicht als Helden bezeichnet werden.
    Viel hat Haplo auf Arianus nicht zu tun, denn die Bewohner der Welt sorgen bereits selbst für Chaos. Die meiste Zeit hält der Patryn sich im Hintergrund und beobachtet. Deshalb wirkt er in "Himmelsstürmer" auch nicht wie ein Protagonist; die Handlung wird hauptsächlich durch die anderen Figuren bestimmt. Das ändert sich aber in den folgenden Bänden, so dass er seiner Rolle als Protagonist doch noch gerecht wird.


    Mein Fazit:
    "Himmelsstürmer" war die erste richtige Fantasy, die ich gelesen habe. Ich war damals fasziniert von dem Buch und der ganzen Reihe und nach mehrmaligem Lesen bin ich es heute immer noch.
    Kurz und gut: Der Auftakt zu einer großartigen Fantasy-Reihe, die zu Unrecht im Schatten der Drachenlanze ihr Dasein fristet.

  • Ich habe die Buchreihe mittlerweile auch zwei bis drei Mal durchgelesen. Ich glaube, den ersten Band habe ich bei meinem Bruder im Bücherregal zufällig gefunden, da war ich vielleicht 13 Jahre alt.


    Auf jeden Fall hat mir die "Vergessene Reiche" - Reihe auch immer sehr gut gefallen. Es werden einige der klassischen Fantasy-Klischees bedient, mit anderen wird überraschend gebrochen. Jede Welt, die Haplo bereist, ist anders und wartet mit gefährlichen / aufregenden Abenteuern, und am Ende der sieben Bände laufen alle Handlungsstränge zusammen und finden ihren Höhepunkt im berühmten Labyrinth. Ich wusste immer nicht so recht, was ich eigentlich von Haplo halten soll - eigentlich mochte ich ihn, aber wie Riyami schon schrieb, eigentlich ist er der Antagonist, und das merkt man dann auch. Ebenso wie Alfred, der Sartan und damit Haplos größter Feind, entwickelt sich Haplos Charakter im Laufe der Bücher weiter, der Leser hat zunehmend die Möglichkeit, sich mit ihm (oder einem der anderen Charaktere) zu identifizieren. Und andere Charaktere gibt es jede Menge, vom verrückten Zauberer über den hochnäsigen Elfen bis zu Hugh, den Auftragsmörder.


    Also alles sehr spannend und ereignisreich. Schade, dass die Bände so im Schatten der Drachenlanze-Romane stehen und kaum jemand die Bücher kennt.

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