Bill Bryson - Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge/At Home. A Short History of Private Life

  • Buchdetails

    Titel: Eine kurze Geschichte der alltäglichen D...


    Band 2 der

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 640

    ISBN: 9783442157556

    Termin: Mai 2013

  • Bewertung

    4.6 von 5 Sternen bei 13 Bewertungen

    91,5% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Eine kurze Geschichte der alltäglichen D..."

    Die Welt verstehen, ohne auch nur einen Fuß vor die Haustür zu setzen. Was bleibt nach der 'Geschichte von fast allem' eigentlich noch zu schreiben? Die Geschichte von fast allem anderen, natürlich. Bill Bryson hat sich daher in seinen vier Wänden umgesehen und sich gefragt: Warum leben wir eigentlich, wie wir leben? Warum stehen ausgerechnet Salz und Pfeffer auf dem Tisch, und weshalb hat unsere Gabel vier Zinken? Aber es bleibt nicht bei Geschichten von Bett, Sofa und Küchenherd. Die Geschichte des Heims ist auch immer eine der großen Entdeckungen und Abenteuer: ohne die Weltausstellung in London gäbe es womöglich kein Wasserklosett und ohne die großen Entdecker weder Kaffee noch Tee oder Kakao zum Frühstück. Bill Bryson zeigt uns unser Heim, wie wir es noch nie gesehen haben. Und wir verstehen ein wenig mehr, warum es so ist, wie es ist.
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    Lavendel
    Dieses Buch ist randvoll mit Informationen - nicht immer korrekt bzw. überholt - aber sehr interessant und humorvoll.

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  • Und hier ein weiteres schönes Geburtstagsgeschenk, das ich letzten Monat erhalten habe:


    Bill Bryson ist ja bereits mit seinem letzten Buch aus der Ecke der Reiseliteratur wieder starker in die Ecke des Entdeckers des Menschlichen gerückt und dies führt er in diesem Buch munter fort. Nach seiner kleinen Geschichte von fast allem

    geht es in diesem Buch um eine Geschichte des häuslichen Lebens und er hängt diese an einem Gang durch sein Landhaus in Norfolk, wo er das alte Haus eines Landgeistlichen übernommen hatte. Und neben der Gegenwart ist einer seiner historischen Fixpunkte des Jahres 1851 in dem in London unter anderem die Weltausstellung stattfand. Von hier aus entwickelt er eine kleine Geschichte des alltäglichen Lebens und über die Veränderungen, die sich in diesem besonders seit Beginn des 19. Jahrhunderts ereignet haben.

    In den ersten zwei Kapiteln beschreibt Bryson dann zunächst die Umstände der Weltausstellung und den Bau des Kristallpalastes in der sie stattgefunden hat – und dabei auch eine Geschichte des Fensterglases, das in seiner Konstruktion eine so überaus bedeutende Rolle spielte. Und die Geschichte des Hauses in dem er nun lebt und wie sich dessen Umgebung seinem ursprünglichen Bewohner im 19. Jahrhundert darstellen würde.

    In der Folge führt er uns dann durch die einzelnen Räume des Hauses, wobei er auch ihre zum Teil ein wenig rätselhaften englischen Namen erklärt, die sich nicht immer unbedingt einer wörtlichen Übersetzung erschließen und einem Englisch sprechenden Menschen unserer Zeit auch nicht unbedingt direkt etwas sagen. Und in jedem Raum erfahren wir etwas über die verschiedenen Dinge, die in ihm eine Rolle spielen – oder dort einmal gespielt haben. Seien es Tapeten oder Steckdosen, Telefonnischen oder Toiletten, Bestecke und Porzellane, Waschmaschinen, Herde, Fensterscheiben, Türschlösser, Treppenstufen, verschiedene Sorten von Beton, die Pfeffer-und-Salzstreuer auf dem Esstisch oder etliche andere Dinge, die uns in unserem täglichen Leben so selbstverständlich erscheinen.

    Nicht immer werden die Bezüge zum täglichen Leben und zum Haus dabei deutlich – so etwa bei der Reise der HMS Beagle – und manche Exkurse führen wirklich sehr weit von der Haustür weg und gehen dann stark in sozialgeschichtliche Elemente hinein, aber wenn man gerne in kurzer Zeit sehr viele unterschiedliche irgendwie miteinander verknüpfte Informationen sammelt, dann wird einen das nicht besonders stören.

    Manchmal scheint der rote Faden nämlich wirklich ein wenig verloren zu gehen und man muss sich noch einmal daran erinnern, worüber man eigentlich genau liest, während man sich in einer Welt vor ungefähr 40.000 Jahren befindet. Und nicht alle Räume finden unbedingt einen genauen Bezug zu den in ihnen beschriebenen Inhalten, wie zum Beispiel der Dachboden. Dafür wird der vor dem Haus liegende Bereich – der Garten – mit sehr viel Liebe behandelt.

    [font='&quot']Ein inhaltlich in vielerlei Hinsicht überraschendes Buch. Nicht immer muss und kann man Bryson in seinen Schlussfolgerungen zustimmen – oder in seinen Auslassungen, wie z.B. bei der Nichteinbeziehung japanischen Badekultur im Badezimmer, aber Alles in Allem macht dieses Buch sehr viel Freude und die Illustrationen, der Grundriss des Hauses, sowie das ausgiebige Literaturverzeichnis und der umfängliche Index machen dieses Buch zu einem Geschichtswerk, zu dem man sicherlich immer wieder mal gerne greift.[/font]

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