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Karl Jakob Hirsch, Joe Gassner - Tagebuch aus dem "Dritten Reich"

Tagebuch aus dem "Dritten Reich": Aufzei...

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Verlag: JMB Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 70

ISBN: 9783940970978

Termin: April 2010

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  • So hier nun meine erste Rezension, ich hoffe ich mache alles Richtig :wink:


    Klapptext:


    Weltpremiere. Erstmals als Buchausgabe erschienen.
    Karl Jakob Hirschs »Tagebuch aus dem ›Dritten Reich‹«, das vom 9. November 1940 bis zum 18. Januar 1941 in Fortsetzungen in der »Neuen Volkszeitung«, New York, erschien, ist ein ebenso erschütterndes wie erhellendes Zeitdokument. Zwar handelt es sich bei diesen »Aufzeichnungen eines Jungen«, die Hirsch unter seinem im Exil angenommenen Namen »Joe Gassner« herausbrachte, um ein fiktionales Werk, aber was darin aus den Jahren zwischen 1937 und 1939 über das jüdische Leben in Deutschland berichtet wird, über die zunehmenden Schikanen und Repressionen durch das NS-Regime, doch ebenso über das Zögern vieler Betroffener vor dem Schritt in die Emigration – das basiert auf authentischen Erlebnissen und Erfahrungen. Manches hat Karl Jakob Hirsch (1892 – 1952), der gebürtige Hannoveraner, der 1937 in die USA emigrierte, aus eigener Anschauung geschildert, andere
    Materialien für sein Buch erhielt er von jüdischen Freunden und Bekannten, die Nazi-Deutschland nach ihm verlassen hatten.
    Einen Verleger für diese »Aufzeichnungen« fand er allerdings auch nach seiner Rückkehr in die Heimat nicht. So erscheint Karl Jakob Hirschs »Tagebuch aus dem ›Dritten Reich‹« hier zum ersten Mal als Buch-Ausgabe.



    Meine Meinung:


    Mir wurde dieses Buch ans Herz (oder mehr ins Päckchen) gelegt mit den Worten das es das Zeug zu einer Alternative zu Anne Frank. Das Tagebuch von Anne Frank habe ich schon vor vielen Jahren und weiß das dieses Buch einen echt an die Nieren geht. Es war also sehr hoch gestochen. Ob dieses Buch mich ähnlich in den Bann gezogen hat will ich euch gleich verraten....
    Erstmal ist es ähnlich aufgebaut, auch als Tagebuch, auch hier erzählt ein Judenjunge aus seinem Leben während der Herrschaft von Hitler, den er oftmals nur als H... abkürzt. Nach den ersten Seiten musste ich nochmal hinten drauf schauen um zu gucken ob es sich um eine wahre Geschichte handelt oder ob diese erfunden ist. Für euch zur Info, sie ist zwar erfunden aber auf wahre begebenheiten gestüzt die wirklich Menschen während dieser Zeit hatten. Denn das Buch hatte mich schon nach den ersten Sätzen gefesselt. Die Absätze sind meist kurz, aber in diesen wenigen Worten wird soviel erzählt, manchmal reicht nur ein Satz aus und du hast eine ganz geringe Ahnung was in dieser Zeit los war in Deutschland und wie sehr die Juden gelitten haben. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, das Buch hat mir sehr gut gefallen, aber kann man das bei so einer Geschichte so schreiben? Bei dem Thema? Es hat mich bewegt und ich wollte unbedingt wissen was aus diesem Jungen geworden ist, ob er überlebt hat und wo es ihn hingetrieben hat. Eine weitere starke Persönlichkeit in diesem Buch ist Elisabeth, eine erwachsene Freundin von dem Jungen, keine Jüdin und von daher schon in Gefahr weil er sie immer besucht. Ach es gibt soviel zu erzählen, dabei ist das Buch doch nur knapp 70 Seiten stark, aber auf diesen 70 Seiten sind Jahre vermerkt.
    Meine Empfehlung an euch, besorgt euch das Buch, es ist wirklich lesenswert. Mein Exemplar kommt in mein Behalti Regal, auch wenn das schon aus allen nähten platzt, weggeben kann ich das wirklich nicht dafür ist es zu gut.

  • Danke für Deine lebendigen Eindrücke!



    Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, das Buch hat mir sehr gut gefallen, aber kann man das bei so einer Geschichte so schreiben? Bei dem Thema? Es hat mich bewegt ...


    Ich denke, wir haben alle verstanden, was Du meinst.
    Ja, man kann das doch sagen, wenn man weiß, dass "gut gefallen" nicht bedeutet, dass die Geschichte unbedingt "lustig, spannend, unterhaltend" im oberflächlichen Sinne ist. Manchmal - so scheint mir - wird das von vielen Lesern verwechselt: natürlich können einem auch sehr schwere Bücher gefallen: weil sie Wesentliches vermitteln, auch wenn es keine leichte Kost ist.

  • Hallo Tom,


    ich glaube du weißt was ich damit meine, das freut mich. Bevor ich zu diesem Buch überhaupt einen Satz hin bekommen habe musste ich erst ein paar Tage warten, weil es, trotz der Tatsache das es so dünn ist, sehr berührt hat.

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