George Orwell - Farm der Tiere / Animal Farm

  • Buchdetails

    Titel: Farm der Tiere


    Verlag: Diogenes

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 132

    ISBN: 9783257201185

    Termin: 2011

  • Bewertung

    4.4 von 5 Sternen bei 115 Bewertungen

    88% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Farm der Tiere"

    Orwells Meisterwerk der politischen Satire mit dem geflügelten Resümee: Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere. Mit Zeichnungen von F. K. Waechter, Essays und Dokumenten. Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, daß alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, daß die Grundstruktur der Gesellschaft aber immer die gleiche bleibe. Dieser Pessimismus zeigt, daß die Farm der Tiere mehr ist als nur eine Satire auf die kommunistische Revolution in Sowjetrußland. Die Satire zielt nicht nur auf den einmaligen historischen Tatbestand, sondern auf jede Revolution überhaupt, deren Ursachen und Antriebe, deren Versagen und endliche Verkehrung ins Gegenteil, wie Orwell an einem animalischen Staatswesen demonstriert.
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  • Mir kommt die Handlung sehr bekannt vor. Der Film dazu ist nicht zufällig ein Zeichentrickfilm oder?


    Gut beobachtet! Ich kann mich erinnern, dass ich den Film bei meinem Onkel auf Video gesehen habe, und obwohl die Zeichnungen niedlich sind (Ich mochte das Pferd Boxer mit dem Esel am liebsten), war er für mich als Kind genauso erschreckend wie er tatsächlich gemeint ist. Der Satz "Alle Tiere sind gleich, aber manche gleicher als andere" hat wohl Geschichte geschrieben.


  • Gut beobachtet! Ich kann mich erinnern, dass ich den Film bei meinem Onkel auf Video gesehen habe, und obwohl die Zeichnungen niedlich sind (Ich mochte das Pferd Boxer mit dem Esel am liebsten), war er für mich als Kind genauso erschreckend wie er tatsächlich gemeint ist. Der Satz "Alle Tiere sind gleich, aber manche gleicher als andere" hat wohl Geschichte geschrieben.


    Ich kann mich nur noch schwach daran erinnern, aber ich meine den Film mal im Englischunterricht auf Englisch gesehen zu haben... Hier habe ich einen Clip dazu gefunden (All animals are equal but some animals are more equal than others). Jetzt bin ich mir sogar ziemlich sicher :wink:

    Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich! :study:

    2 Mal editiert, zuletzt von Nehlja ()

  • Ich kann mich nur noch schwach daran erinnern, aber ich meine den Film mal im Englischunterricht auf Englisch gesehen zu haben... Hier habe ich einen Clipdazu gefunden (All animals are equal but some animals are more equal than others). Jetzt bin ich mir sogar ziemlich sicher :wink:

    Ich kam durch den Film auf das Buch. Sowie Film und Buch haben mich begeistert.


    Das Buch ist zwar schnell durchgelesen aber es regt einem zu Nachdenken an. Wundebares Buch. ;)

    Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? - George Bernahrd Shaw

  • Ich fand auch die Endaussage sehr interessant: Dass nicht erkennbar ist, wer Schwein und wer Mensch ist. Ist ja auch in der heutigen Politik oft nicht anders :-? .

  • Ich finde das Buch absolut toll. Sowohl auf deutsch, als auch auf englisch.

    "Wünsche wie die Wolken sind, schiffen durch die stillen Räume, wer erkennt im lauen Wind, ob´s Gedanken oder Träume sind?"


    "Leben heißt mehr Träume zu haben, als die Realität zerstören kann."

  • Ich fande das Buch viel besser. Wir haben es in der 10. Klasse gelesen und es immer besprochen und mussten was dazu schreiben usw.
    Später haben wir uns dann den Film angesehen, aber als wir den 1. Teil des Film gesehen haben, war ich glaube ich krank, aber dann das Ende habe ich gesehen. Ich mag nicht so Zeichentrickfilme und der war so schlecht gezeichnet, ich weiß es geht auch um die Hauptaussage, aber Buch war nun mal besser und habe mir da die Sachen auch etwas anderes vorgestellt, als es gezeichnet war. Und habe gerade bei YouTube gesehen, das es Animal Farm auch mit richtigen Menschen und Tieren gibt.
    Ich habe dem Buch gute und verdiente :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: gegeben. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von KleenesDing ()

  • ch habe gerade von George Orwell die Farm der Tiere gelesen. Das Buch ist eine grossartige Analyse von menschlichem Verhalten in politischen Systemen. Zu Anfang war ich etwas skeptisch, durch die Ansiedelung des Romans auf einer Farm, aber Orwell hat mit diesem Buch eine hervorragende Parabel der Gesellschaft seiner Zeit erschaffen.
    Vor einiger Zeit habe ich Mein Katalonien gelesen und von diesem Buch war ich echt enttäuscht. Orwell beisst sich sehr an sehr detaillierten Schlachszenen fest und beschreibt weniger gesellschaftliche Stimmungen. Ich muss noch 1984 lesen.
    Hat dieses Buch schon jemand gelesen?

  • Handlung
    Der Beitzer der Manor Farm und aller dort lebenden Tiere, Mr. Jones, macht sich seit einiger Zeit sehr unbeliebt bei seinem Vieh. Er betrinkt sich exzessiv, sodass die Tiere tagelang ohne Futter bleiben, weil ihr Verorger verkatert in seinem Bett liegt, und allgemein fühlen sich die Tiere unterdrückt, weil alles, was sie mühsam erarbeiten, an Mr. Jones geht und sie nichts vom Lohn haben.
    In einer Nacht versammeln sich alle Tiere in der Scheune und lauschen Old Major, einem alten Keiler, der in ihren Köpfen Bilder einer Revolution zeichnet, nach der die Farm von Mr. Jones befreit ist und alle Tiere frei und gleichberechtigt leben. Danach stirbt Old Major, doch seine Gedanken überleben. Ein paar Monate später findet die Revolution tatsächlich statt, alle Menschen werden von der Farm vertrieben und unter der Leitung der Schweine wird ein gänzlich neues System aufgebaut, das auf der neu gegründeten Ideologie des Animalismus gründet und alle Tiere gleichstellt. Doch nach und nach kristallisiert sich heraus, dass einige Tiere - konkret: die Schweine - viele Privilegien genießen und vielleicht doch nicht alle Tiere auf der selben Stufe stehen.


    Meine Meinung
    George Orwell's 'Farm der Tiere' gehört wohl zu den Büchern, die man ziemlich unbedingt lesen sollte. Wie ihr an der Ausgabe und am Teaser erkennt, habe ich mich an die (leicht gekürzte) englische Ausgabe gewagt, weshalb ihr mir verzeihen müsst, wenn ich ein paar Namen, die in deutschen Ausgaben übersetzt sind, nicht mit übersetze. Ist aber für den Kern der Handlung eigentlich irrelevant.


    Die Geschichte an sich kommt ziemlich surreal und absurd daher. Die Tiere übernehmen nach einem Putsch eine Farm und vertreiben alle menschlichen Bewohner. Unter der Leitung der Schweine, die die klügsten Tiere sind und sich lesen und schreiben beigebracht haben, bauen sie eine eigene Gesellschaftsstruktur auf, führen die Farm und erledigen alle Arbeiten, die eben getan werden müssen. Gerade druch dieses absurde Bild erkennt man gleich, dass es sich hier nur um Metaphern beziehungsweise Allegorien handeln kann.
    Natürlich stehen die Tiere für Menschen, die sich angestachelt durch das Versprechen einer besseren Zukunft zusammentun und die sie unterdrückende Macht beseitigen. In der ultimativ darauf folgenden Zukunft muss ein neues Machtgefüge ausgehandelt werden, in dem sich jeder einen Platz in der Gesellschaft suchen muss. Hier übernehmen die Schweine von Anfang an die Leitungsfunktion, die Pferde und die Ziegen als auch noch recht intelligent, zunächst eine Unterstützungsfunktion und die Schafe sind die dumme Masse, die einfach nachrennt. Es gibt natürlich noch mehr Tiere, aber das alles im Einzelnen auseinanderzupflücken würde - obwohl es mir extrem viel Spaß machen würde - den Rahmen hier sprengen. Jedenfalls wird aus dem Funken, den Old Major angezündet hat, eine richige ideologische Bewegung mit Regeln, die fixiert und von allen befolgt werden, einer festen Arbeitsteilung und gemeinschaftsstiftenden Aktionen. Alles scheint gegen alle Widrigkeiten gut zu laufen, bis ein paar Schweine immer machtgeiler werden. Plötzlich werden die Regeln extrem gedehnt oder falsche Tatsachen verbal so geschickt verkauft, dass die anderen Tiere plötzlich eher den Worten der Schweine, als ihrem eigenen Gedächtnis glauben. Dieses kleine Substytem, das auf der Farm entsteht, ist natürlich sinnbildlich für ein totalitäres Regime, wie sie es in der Geschichte immer wieder gab.


    Sehr deutlich wird die Manipulation derjenigen, die auf die Führungsqualitäten der 'Regierung' vertrauen müssen. Einfach mit Worten und der nachträglichen Veränderung der Geschichte - indem zum Beispiel die Geschichten und Legenden, die für die komplette Gemeinschaft motivierend und irgendwie identitätsstiftend sind, verändert und sogar komplett umgekehrt werden - kann die Masse fast schon spielerisch gelenkt werden. Um einen funktionierenden Gemeinschaftskörper zu bekommen, braucht es natürlich einer überblickenden Kraft. Wenn diese allerdings der Machtgier anheim fällt und nur noch persönliche Interessen verfolgt, dies allerdings mit der gegründeten Ideologie rechtfertigt, wird es schlecht. Dann heißt es nämlich schnell


    All animals are equal.
    But some animals are more equal.


    Die, die unnütz sind, oder Kritik äußern, werden gnadenlos eliminiert.


    Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, kann ich den Schreibstil nicht so analysieren, wie bei einem deutschen Buch und deshalb gibts hier nur meine Eindrücke, ohne fundierte Begründung. Man fühlt sich auf jeden Fall sehr involviert und ist mittendrin in der Geschichte, bewahrt aber gleichzeitig eine gewisse Distanz. Man weiß natürlich, was die Schweine abziehen und ein gewisser ironischer Grundton verdeutlicht die kritische Einstellung des Autors zu dem Thema. Ansonsten gibt es nicht viele verschachtelte Satzkonstruktionen und auch das Vokabluar ist nicht allzu hochgestochen. Durch die sehr überschaubare Länge kann ich das Buch also für Englisch-Lese-Einsteiger nur empfehlen.
    Von mir gibt's :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    Leider hab ich das Gefühl, mir fehlt Hintergrundwissen, um das volle Interpretationspotential dieses genialen Buches ausschöpfen zu können. Aber auch so ist es ein beeindruckendes Buch voller Anspielungen und Bilder, die auch ohne gezielte Vorbildung verstanden werden können.

  • Nachdem ich immer und immer wieder gehört und gelesen habe, dass "Animal Farm" eigentlich ein absolutes Pflicht-Buch sein sollte, habe ich es mir bei meiner letzten Bücher-Shoppingtour gekauft.
    Was soll ich sagen, ich habe es an einem Abend verschlungen. Das Buch hat in mir so eine Wut ausgelöst :wuetend: . Wut über unsere Gesellschaft! Die Geschichte beschreibt sehr genau wie wir Menschen ticken und wie Macht Menschen korrumpiert. Nicht nur damals als das Buch geschrieben wurde, sondern auch heute. Auch wenn die Mächtigen, die die Strippen ziehen Ihre Motive heute etwas besser verstecken als früher. Vermutlich ist das einfach unser Naturell und zieht sich durch alle vergangenen und noch folgenden Jahrhunderte. Und wenn ich mir unsere Welt so anschaue, haben wir, auch wenn wir uns gerne für eine zivilisierte Gesellschaft halten, auch heute noch jede Menge Schafe um uns herum...


    Mein Fazit: Ein Buch das sehr zum Nachdenken anregt und einem die Augen öffnet (falls man bisher eher zu den naiveren Menschen gehört hat). Also, eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben." (Ernst Ferstl)

  • Ich habe das Buch letzte Woche in einer schöner Mini-Ausgabe in der Buchhandlung gesehen und da musste es mit. Eine wirklich schöne Fabel, die zeigt, dass es in der Politik doch oft immer gleich abläuft, das aktuellste Beispiel ist hier wohl Erdogan. Vielleicht sollte man ein Paket voll Bücher als Hilfspaket rüber schicken und den Film in allen Kinos kostenlos laufen lassen :wink::(


    Man kann sich von Anfang an denken wie es ausgeht, dennoch ist der Verlauf sehr interessant zu lesen. Das einzige was mir gefehlt hat, ich hätte gerne noch was über den Verbleib von Schneeball erfahren.


    Die meisten Revolutionäre wurden selbst schnell zu Diktatoren, wenn sie an die Macht kamen, die Situation des Volkes änderte sich meist nicht.

    Sie ändert sich meist schon, jedoch eher zum Schlechten als zum Guten :( Das haben die Menschen am Schluss ja auch so festgestellt. Die Tiere auf dem Hof


    Fazit
    Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von 5 Sternen für einen stimmigen Klassiker. 1984 werde ich mir auf jeden Fall auch noch zulegen.

  • Mein Fazit: Diese Fabel ist heute noch genauso aktuell wie damals, denke ich. Egal, welchem Regime Orwell hier ans Bein pinkeln wollte - die Botschaft ist ziemlich klar.

    Die Tiere in dieser Geschichte erheben sich über die Menschen, die sie ausbeuten und pochen auf Freiheit und selbst gewählter Lebensweise: Nicht für andere arbeiten, sondern für sich selbst. Aber es dauert nicht lang, bis die ersten Tiere das Gefühl der Macht für sich nutzen.

    Im Kleinen spiegelt sich hier die Gesellschaft wie im großen: einige wenige, die glauben, alles besser zu wissen, sind die Denker und Organisatoren, die natürlich am meisten Anteil verdienen. Alle anderen sind auf niedrigeren Stufen und werden sehr gut durch die unterschiedlichen Tiere dargestellt, ob als das Arbeitspferd, das dumme Schaf oder der mürrische Esel.

    Durch Schönfärberei, Drohungen und die damit verbundene Ängste, vor allem aber auch durch das ständige Wiederholen der gewollten Realtät wird das "Tiervolk" für dumm verkauft.

    Mithilfe von einem "Pressesprecher" wird manipuliert, mit großen Hunden drangsaliert und durch Lügen propagandiert - die Regeln natürlich passend gemacht, je nachdem, wie es gelegen kommt. Ein Spiegel unserer Gesellschaft.

    Eine Geschichte, die irgendwie lächerlich erscheint, aber beängstigend nah an der Wahrheit ist.

    Der Schreibstil ist jetzt nicht unbedingt besonders, aber bei der Geschichte geht es auch hauptsächlich um die Aussage, die ihr zugrunde liegt.


    Meine Bewertung: 4 Sterne

  • ### Inhalt ###

    Auf Mr. Jones Farm revoltieren die Tiere und verjagen ihn, nachdem dieser mal wieder gewalttätig gegen sie wurde und sie lange nicht gefüttert hat. Old Major, das älteste und weiseste Schwein auf der Farm lehrt die Tiere kurz vor seinem Ableben noch ein Lied "Tiere von England", in dem ein Leben ohne die Tyrannei der Menschen und einem Überfluss an Nahrung in leuchtenden Farben besungen wird. Auf der Grundlage dieser Worte gründen die Tiere unter der Führung der Schweine eine neue Farm und benennen sie um von "Herrenfarm" in "Farm der Tiere". Es werden neue Regeln aufgestellt, die "Sieben Gebote", die da lauten

    1. Wer auch immer auf zwei Beinen geht, ist ein Feind
    2. Wer auch immer auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund
    3. Kein Tier soll Kleider tragen
    4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen
    5. Kein Tier soll Alkohol trinken
    6. Kein Tier soll ein anderes Tier töten
    7. Alle Tiere sind gleich

    Die Tiere sind sehr gut darin, sich selbst zu organisieren und haben viele gute Ideen wie das Leben der Tiere in Zukunft auf der Farm aussehen kann und setzen auch einiges davon um, sodass Freiheit und Wohlstand sich abzeichnen. Unter den Schweinen, den klügsten Tieren, bilden sich zwei Lager, angeführt von Napoleon und Schneeball. Die beiden sind in allem, was die Zukunft der Farm angeht, anderer Meinung. Schneeball ist der beredtere von beiden und hat tatsächlich viele Ideen, die die Farm im Sinne der Tiere voranbringen würde. Doch dann passiert eines Tages das unglaubliche: Schneeball wird unter dem Kommando von Napoleon von einer Meute Hunde, die dieser heimlich großgezogen hat, von der Farm verjagt. Unter der stillen Herrschaft von Napoleon ändert sich nun nach und nach auf der Farm so einiges und die zu Beginn aufgestellten Regeln beginnen immer mehr zu erodieren.


    ### Meinung ###

    Orwell präsentiert uns hier eine Fabel über sein Steckenpferd, die schleichende Machtergreifung totalitärer Systeme. Man kann sagen "Farm der Tiere" ist der kleine Bruder von "1984". In dieser Fabel kommen die Zutaten, die die Entstehung von totalitären Systemen fördern (die Machtergreifung durch die Schweine), besonders klar und eindrücklich zum Vorschein: Das permanente Umschreiben der Geschichte (Quickschnauz' Propaganda), das schleichende Ändern von Regeln (die 7 Gebote), das Erschaffen eines imaginären Gegners (die anderen Farmen), Symbole und Rituale, um die Tiere auf Linie zu halten (Orden, Fahne, Schädel und Gewehrschuss), die immer wiederholt und gezeigt werden, das Beseitigen von Abweichlern (Schneeball), die Androhung von Gewalt (Hunde), das Erzeugen einer künstlichen prekären Situation, die nur durch gemeinsame Kraftanstrengung überwunden werden kann (Dynamoturm, Bestellen der Farm) und die Rationierung der Nahrung fordern die Tiere so sehr, dass sie keine Kraft mehr haben mitzubekommen wie sich schleichend immer mehr ein Zustand einstellt, der sich von dem unter der Knute von dem menschlichen Farmer Jones in nichts mehr unterscheidet. Besonders beeindruckend fand ich die Rolle der Schafe bei der ganzen Geschichte, diese völlig dummen blökenden Schafe, die alles in die Welt herausposaunen und für richtig halten, was man ihnen kurz vorher eingetrichtert hat und die jedes Andersdenken im Keim ersticken. Irgendwann nach vielen Jahren kommt dann ein Punkt, an dem sich keines der jetzt lebenden Tiere erinnern kann, dass es jemals anders war.


    ### Fazit ###

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Ein unbedingt lesenswertes Buch, dass wohl nie seine Aktualität verlieren wird und Pflichtlektüre in der Schule werden sollte.

    Der ideale Tag wird nie kommen. Der ideale Tag ist heute, wenn wir ihn dazu machen. -- Horaz

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