Malinda Lo - Ash

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Ash

3.1|17)

Verlag: Pan

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 272

ISBN: 9783426283448

Termin: November 2010

  • Ich habe gerade 50 Seiten des Buches am Stück gelesen - es liest sich wirklich schnell. Ash ist ein Charakter, der mir zur Zeit richtig leid tut. Ich finde es furchtbar, wie mit ihr umgegangen wird und sie überhaupt keine Chance hat, zu verstehen, was um sie herum passiert.


    Schade finde ich, dass das Buch recht oberflächlich bleibt und die Zeit sehr schnell vergeht. So kann sich die Autorin zwar auf die wirklich relevanten Ereignisse konzentrieren, aber leider bekommt der Leser dadurch auch kaum Hintergrundinformationen. Ich würde zum Beispiel noch mehr über manche Charaktere erfahren. Maire ist so ein Beispiel dafür. Und ich würde gerne mehr von Ashs Alltagsleben und den Umgang mit ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern erahnen. Es lässt sich zwar einiges zwischen den Zeilen lesen, aber ich hätte es eben doch gerne von der Autorin gehört bzw. gelesen.


    Gut gefällt mir, dass das Märchenhafte und Mystische in diesem Buch durch Hintergrundinformationen authentischer wird. So wird zum Beispiel ein Märchen, das Ash in einem Buch liest, in die Geschichte integriert, oder es werden Sagen und Legenden angedeutet. Das finde ich toll, dadurch wird alles greifbarer.


    Cover und Titel des Buches gefallen mir richtig gut und ich werde später noch ein wenig weiter :study: .

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling 


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond 

  • Gestern im Rahmen der Lesenacht habe ich noch ein gutes Stück in dem Buch geschafft und heute habe ich es beendet. Ich kann jetzt also mal ein abschließendes Urteil abgeben.


    In der ersten Hälfte des Buches war auch alles richtig gut; der Geschichte haftete durch die böse Stiefmutter und den gemeinen Stiefschwestern etwas Märchenhaftes an. Die Autorin schuf eine ganz eine Welt, die mir gefiel - im ersten Teil.


    Dem schließe ich mich an! Besonders die Beschreibungen von der Natur haben mir gefallen. Leider hat sich die Autorin aber mit der Beschreibung der Charaktere nicht so viel Mühe gegeben. Die bleiben alle sehr, sehr blass. Selbst Ash als Hauptcharakter wird kaum greifbar. Das liegt meiner Meinung nach vor allem daran, dass der Leser kaum Einsicht in ihr Gefühlsleben bekommt. Das Buch ist aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben, der sich aber damit zufrieden gibt, grob die Ereignisse zu schildern. Von Ashs Gedanken bekommt man so kaum etwas mit.


    Insgesamt ist mir auch aufgefallen, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Auf den ersten 100 Seiten vergehen ja insgesamt 6 Jahre. Und so hat man als Leser das Gefühl, total viel zu verpassen, wenn innerhalb von 5 Zeilen plötzlich zwei Jahre vergangen sind, ohne das man irgendetwas darüber erfährt, was in dieser Zeitspanne passiert ist. Das fand ich echt schade!


    Insgesamt überwiegt in diesem Buch der erzählerische Part. Es gibt zwar Dialoge, aber die sind meist nur sehr kurz und oberflächlich. Gerade durch Dialoge bekommt man aber viel über zwischenmenschliche Beziehungen vermittelt - das fehlt in diesem Buch leider total.


    Im zweiten Teil des Buches entwickelt sich dann etwas mehr Handlung. Es wird nicht mehr lediglich beschrieben, wie es Ash im Haushalt ihrer Schwiegermutter ergeht, sondern es werden neue Charaktere eingeführt: die Jägerin Kaisa, der königliche Prinz. Mit der Einführung der Charaktere geht auch eine Wandlung in Ash hervor. Sie wird mutiger, selbstbewusster, bestimmender. Und obwohl es hier nun richtig spannend und interessant werden könnte, bleibt die Autorin so oberflächlich in ihren Beschreibungen, das man als Leser kaum Anteil an der Geschichte nehmen kann. Man nimmt zwar hin, was die Autorin anbietet, aber wirklich greifbar wird hier nichts. Weder die Gefühle zwischen Kaisa und Ash werden geklärt noch die Rolle des Prinzen. Und es gibt noch einen Charakter, der in diesem Teil bedeutsam wird, nämlich Sidhean, er Feenmann, auf dem ein Fluch lastet. Die Autorin gibt sich überhaupt keine Mühe damit, seine Geschichte zu erklären und die Rolle, die Ash, darin einnimmt, wird so schnell abgehandelt, dass man sich hinterher fragt, ob man nicht aufmerksam genug gelesen oder Seiten überblättert hat. Denn wirklich schlauer ist man hinterher nicht.


    Positiv ist, dass der Schreibstil der Autorin sehr angenehm ist und sich das Buch flüssig und leicht in kurzer Zeit liest. Es ist ja auch nicht sonderlich dick. Wobei ich mir nun im Nachhinein wünsche, dass es ein paar Hundert Seiten mehr hätte, denn aus der Geschichte an sich ließe sich viel machen, würde man sich nur mehr Mühe mit den Charakteren und den Beschreibungen geben.


    Insgesamt vergebe ich 3 :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling 


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond 

  • Als Ashs Mutter verstarb nahm sich ihr Vater eine neue Ehefrau. Diese Stiefmutter konnte Ash nie leiden und noch schlimmer wurde es, als auch noch Ashs Vater den Tod fand. Von nun an degradierte die Stiefmutter Ash zum Dienstmädchen und behandelte sie genauso herablassend, wie ihre zwei Stiefschwestern, die lediglich einen reichen Ehemann finden wollten. Das Einzige, das Ash aufmuntern kann, sind Geschichten. Märchen und die Geschichten über Feen und Kräuterhexen, die ihre Mutter zu erzählen wusste. Ash ist sich nur nicht im Klaren darüber, wie viel dieser Geschichten der Realität entspricht und ob es diese Magie wirklich gibt. Aber das wird sie bald herausfinden.


    Wer sich anhand der Kurzbeschreibung an das Märchen Aschenputtel erinnert fühlt, liegt genau richtig. Das Märchen ist eine Neuauflage des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm und darauf war ich sehr gespannt, denn generell mag ich eine Verarbeitung eines Märchens sehr gerne lesen. Meiner Meinung nach muss es der Autor nur schaffen, aus der bestehenden Geschichte irgendwie seine eigene zu erschaffen, und das hat Malinda Lo leider nicht vermocht. Den ganzen Roman über habe ich auf besondere Ereignisse gewartet und wurde leider enttäuscht, da bis auf ein abweichendes Ende, lediglich das Märchen wiedergegeben wurde.


    Die Autorin hat zwei kleine Versuche unternommen ihre eigene Geschichte zu entwickeln. Der eine Handlungsstrang war die magische Komponente unter Berücksichtigung der Feenwelt (Aschenputtel meets Fantasy) und der zweite Handlungsstrang war gleichgeschlechtliche Liebe. Beides könnte ich mir sehr gut in Verbindung mit dem Aschenputtel-Märchen vorstellen, aber beide Ideen kommen in diesem Roman viel zu kurz und können sich gar nicht entfalten. Das hätte verstärkt ausgebaut werden können und auch müsssen. So bleibt der gute Ansatz leider hinter seinen Möglichkeiten und konnte mich nicht überzeugen.


    Zitat

    "Du bist nicht die Einzige, die Opfer bringen muss. Ich hoffe, dass die Schulden deines Vaters Ana und Clara nicht die Zukunft verderben. Solltest du noch einmal fortlaufen, wäre das nur eine Bestätigung dessen, dass dein Vater ein selbstsüchtiger Mann war, der sich vor seinem Tod an mir bereichert hat." (Seite 86)


    Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte ist gut und leicht zu lesen und es hat mir gut gefallen, dass in dem Roman auch etliche andere, kleine Märchen erzählt wurden. Ansonsten hätte ich mir etwas mehr Handlung gewünscht und eine Vertiefung der eben genannten Ansätze. Die Covergestaltung ist großartig, ein tolles Farbspiel und ein wunderschönes Motiv zieren das Hardcover.




    Fazit:
    Toller Ansatz, der viel besser hätte umgesetzt werde können. Daher erhält das Buch nur 3 von 5 Sternen.


    • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
    •  :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: 
  • Was ich erwartet habe? Ein Märchen. Was ich bekommen habe? Ein Märchen. Meine Erwartungen wurden also erfüllt. Ich fand das Buch angenehm.


    Ash ist zu Beginn des Buches ein junges Mädchen, welches in der Nähe eines Waldes wohnt, über den es viele Sagen und Mythen gibt. Unter anderem sagt man sich, dass dort Feen wohnen. Sie wohnt zusammen mit ihrem Vater und dem Hausmädchen. Ihre Mutter ist im Sommer zuvor verstorben. Doch ihr Vater pflegt nicht alleine zu bleiben, sodass Ash bald eine Stiefmutter und Stiefschwestern bekommt. Als dann auch ihr Vater stirbt und die fiese Stiefmutter mit ihr wegzieht, fühlt sich Ash mehr als alleingelassen. Sie vermisst ihre Mutter, die Gräber ihrer Eltern, das Hausmädchen und erleidet unter der Stiefmutter schwere Demütigungen. Und der Wald scheint Ash magisch anzuziehen...
    Dem Leser ist von Anfang an bekannt, dass „Ash“ das moderne „Aschenputtel“ ist. Malinda Lo präsentiert uns also mit ihrem ersten Roman eine Adaption dessen.
    Das Buch beginnt sehr ruhig und die Sprache ist ebenfalls angenehm, sodass es zu dem Stil eines Märchens passt. So ist auch die Namenwahl in dem Buch sehr märchenhaft, schon alleine „Ash“ klingt mysteriös. Schreibstil und Atmosphäre passen sehr gut zusammen. Man bekommt das, was man erwartet. Das Cover und die Vorstellung, die man von Ash als kleines Kind bekommt, gehen einher mit der Traurigkeit, Mutter und Vater verloren zu haben.
    An Handlung erinnert es durchgehend an „Aschenputtel“. Auch, wenn mir das Märchen nicht mehr allzu geläufig war, konnte ich viele Parallelen erkennen.
    Neu allerdings ist die Entwicklung, die Ash über das Buch hinweg nimmt. Hier möchte ich nicht zu viel verraten und verweise dezent auf die Autoreninfo hinten im Buch. Geübte Leser können da vielleicht das ein oder andere „neue“ herauslesen und verstehen. Dieser Aspekt wird an dem Buch immer wieder kritisiert – positiv wie negativ. Für mich war er, nachdem ich einige Stimmen und Rezensionen im Internet las und höre und die Beschreibung der Autorin kannte, nichts Überraschendes. Es hat mir sehr gut gefallen und war wirklich mal etwas Frisches.
    Allzu viel sollte der Leser allerdings nicht erwartet. „Ash“ ist mit unter 300 Seiten recht kurzweilig und oberflächlich. Die Umstände, in denen Ash leben muss, werden ausreichend thematisiert und der Leser bekommt einem genauen Einblick in Ashs Traurigkeit und Einsamkeit und ihrem Leid unter dem Einfluss und Herrschaft der Stiefmutter.


    Ich habe ein fantastisches Märchen erwartet, welches „Aschenputtel in modern“ sehr nahe kommen soll und genau dies habe ich auch präsentiert bekommen. Es hat mir gut gefallen und meine Erwartungen erfüllt. Daher bekommt es von mir eine Kaufempfehlung, wenn man mal etwas „altes und doch neues“ ausprobieren möchte.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: / :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: 

  • Inhalt
    Erst stirbt Aislings Mutter, dann heiratet der Vater eine neue Frau und Aisling, genannt Ash, bekommt damit 2 Stiefschwestern. Dann stirbt auch der Vater und Ash muss im Haushalt der Stiefmutter als Dienstmädchen arbeiten - soweit kommt einem die Geschichte ja durchaus bekannt vor.
    Aber im Gegensatz zum traditionellen Aschenputtel gibt es hier noch einige weitere Aspekte in der Geschichte. Parallel zur Welt der Menschen existiert ein Feenreich und Ash fühlt sich seit dem Tod ihrer Mutter immer wieder dorthin gezogen.
    Aber andererseits lernt sie mit der Jägerin Kaisa einen Menschen kennen, der ihr ebenfalls viel bedeutet.
    Für welche Welt wird sie sich also entscheiden? Oder ist ihr Schicksal bereits besiegelt?


    Meine Meinung
    Für mein Gefühl hat die Autorin hier versucht, zu viel Verschiedenes in einem mit 270 Seiten eher schmalen Buch unterzubringen. Die Neuinterpretation des Aschenputtel-Märchens mit einem Abstecher ins Feenreich gefiel mir ja gut, aber dann noch die zusätzliche feministisch angehauchte Geschichte mit der königlichen Jägerin - hier wurde mir zuviel vermischt.
    Außerdem blieben sowohl die Handlung als auch die Charaktere leider reichlich blass - vieles passt nicht so recht zusammen, wird nur angerissen, aber nicht vollständig beschrieben und ich konnte bei keinem der Hauptakteure die jeweiligen Beweggründe so recht nachvollziehen.


    Also für mich kein wirklich überzeugendes Buch, aber wenigstens hat es sich recht schnell lesen lassen.

  • Meine Meinung:
    Soeben habe ich dieses Buch beendet, nachdem ich fast einen Monat daran gelesen hatte – ich hatte einfach keine Zeit *grmpf*.

    Nun, was halte ich von dem Buch? Um ehrlich zu sein, ich habe recht gemischte Gefühle beim Lesen gehabt. Zuerst fand ich es sehr abgedroschen, weil es einen stark an Aschenputtel erinnert, was nicht zuletzt durch den Buchtitel noch verdeutlicht wird. So etwas mag ich im Allgemeinen nicht, wenn ein bestehendes Buch "neu erfunden" wird.
    Im Mittelteil des Buches wurde es jedoch ganz anders und ich fand die Handlung mit den Feen und den Jägern recht interessant. Ash wuchs mir auch mehr und mehr ans Herz und ich habe oft mit ihr gelitten.
    Aber zum Schluss fand ich es ehrlich gesagt nur noch verwirrend. Ashs Beziehungen zu dem Feenmann und der königlichen Jägerin fand ich etwas seltsam.
    Daher bekommt das Buch in der Gesamtbewertung von mir:
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ein Klappentext keine Inhaltsangabe ist! Ein Klappentext ist dazu da, um die Leserschaft auf das Buch neugierig zu machen und muss daher solche Informationen nicht beinhalten! Und in der Buchhandlung hat mich dieser Klappentext überzeugt.


    Ich finde, dass das Buch schön geschrieben ist. Es ist nichts besonderes, aber gut für Zwischendurch. Ich mag Märchen und diese Umsetzung von Aschenputtel hat mir sehr gut gefallen, vorallem mit dem Ende, weil ich es überhaupt nicht erwartet habe, denn es ist schon ungewöhnlich, Homosexualität in Märchen vorzufinden.

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