Terry Pratchett - I Shall Wear Midnight/Das Mitternachtskleid

  • Buchdetails

    Titel: Das Mitternachtskleid


    Band 38 der

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783442478705

    Termin: Dezember 2012

  • Bewertung

    4.4 von 5 Sternen bei 17 Bewertungen

    88,2% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Das Mitternachtskleid"

    Eine junge Hexe wird erwachsen Tiffany Weh, vielversprechende Junghexe im Teenageralter, hat es nicht leicht. Denn die alltägliche Hexerei erweist sich als ziemlich anstrengend, und ganz bestimmt ist es nicht damit getan, den lieben langen Tag fröhlich auf einem Besen herumzusausen. Dennoch gibt Tiffany ihr Bestes – bis etwas uraltes Böses aus einem tiefen Schlaf erwacht und mit ihm allerlei alte Schauergeschichten über böse Hexen. Bald kann man sich kaum noch mit einem spitzen Hut auf die Straße wagen. Und dann fängt dieses uralte Böse auch noch damit an, gezielt Jagd auf eine ganz spezielle Junghexe zu machen …
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  • Klappentext:


    "Ich mache mir Sorgen um die große kleine Hexe..."


    Tiffany Aching ist eien Hexe. Und sie denkt, sie leistet gute Arbeit für die Menschen im Kalk. Selbst wenn der Job eine Menge Bandagen an Beinen und das Schneiden der Zehennägel alter Damen beinhaltet und nicht allzuviel Zauberei.


    Oder Schlaf.


    Aber irgendwo - irgendwann - gibt es einen verworrenene Ball aus Bösem und Verachtung, aus Hass und Boshaftigkeit, der geweckt wurde. Und dieser weckt auch all die alten Geschichten auf - Geschichten über die Gefahren alter Hexen.


    Plötzlich ist sich Tiffany nicht sicher, dass sie das Richtige tut. Und ihre kleinen Verbündeten - die kämpferischen Nac Mac Feegle - machen die Sache nur noch komplizierter.


    Dinge sollten nach einer guten Nacht mit Schlaf besser aussehen.


    Aber das tun sie nicht.


    Sie werden viel, viel schlimmer.


    Und eine Hexe muss sich damit auseinandersetzen, was vor ihr liegt...


    Eigene Beurteilung:


    Dieser Roman ist, wie die anderen Tiffany-Aching-Titel, als Roman für eine junge Leserschaft gedacht, aber alleine die Geschichte um Mr. Petty und seine Familie, sowie einige andere Geschichten aus der Arbeit einer Hexe im Umgang mit den Besonderheiten des menschlichen Miteinanders dürften auch erwachseneren Lerserinnen und Lesern durchaus auf den Magen schlagen.

    Wie so oft geht es um das, was Menschen und Hexen ausmacht, wie man mit den Problemen von Menschen umgeht und darum, dass Hexerei meist aus „Kopfologie“ besteht, wie Oma Weatherwax immer wieder feststellt. Diese kommt übrigens, genau wie Nanny Ogg und einige andere Hexen, ebenfalls in diesem Roman vor und auch noch ein paar andere bekannte und beliebte Figuren, da Tiffany zwischenzeitlich auch mal nach Ankh-Morpork muss um dort Roland und seine Schwiegerfamilie vom Ableben des alten Barons zu verständigen.

    [font='&quot']Man kann darüber streiten, wie jung ein Leser oder eine Leserin sein sollte, der oder die dieses Buch liest, aber ältere Leserinnen und Leser – sowohl Altfans, wie auch Neugierige - werden hier einen hervorragenden und auch sehr bewegenden Terry Pratchett vorfinden, der einmal mehr zeigt, warum er zurecht für seine Verdienste um die britische Literatur zum Ritter geschlagen wurde. [/font]

  • Terry Pratchett - Das Mitternachtskleid


    Klappentext:
    Tiffany Weh hat es nicht leicht. Zwar hat die vielversprechende Junghexe im Teeenageralter schnell Karriere gemacht und ist jetzt die offizielle Hexe ihrer Heimat, des Kreidelandes. Doch mit diesem ehrfurchtgebietenden Titel geht im Alltag auch eine Menge anstrengender Arbeit einher, und ganz bestimmt ist es nicht damit getan, den lieben langen Tag fröhlich auf einem Besen herumzusausen. Tiffany gibt trotzdem ihr Bestes - doch bevor sie sich richtig eingelebt hat, stellt das Schicksal sie vor eine ganz neue Herausforderung: Durch eine missratene Beschwörung erwacht etwas uraltes Böses aus einem tiefen Schlaf und mit ihm allerlei alte Schauergeschichten über böse Hexen. Bald kann man sich kaum noch mit einem spitzen Hut auf die Straße wagen. Und als wäre das nicht schon genug Ärger, findet Tiffany heraus, dass dieses uralte böse Wesen es auf sie abesehen hat......


    Zum Buch:
    Die Hexe Tiffany Weh kennt man schon aus anderen Büchern der Scheibenwelt. Dieses Buch " Das Mitternachtskleid" setzt die Geschichte aus "Der Winterschmied" fort. Tiffany zeigt, dass aus ihr eine vollwertige Hexe geworden ist. Sie arbeitet in erster Linie als Heilerin und hilft, wo es von Nöten ist. Natürlich stehen ihr, wie auch schon früher, die Wir-sind-die-Größten zur Seite. Das dies mitunter zum Chaos führt, ist voraussehbar. Doch geht es in diesem Buch um das schlechte Gerede und das Böse, das bei Terry Pratchett eine Gestalt bekommt. Erinnerungen an Hexenverfolgungen werden wach. Tiffany Weh hat einiges zu erleben und durchzustehen. Mehr möchte ich vom Inhalt nicht erzählen, um der Geschichte nicht die Spannung zu nehmen.


    Meine Meinung:
    Ich finde, "Das Mitternachtskleid" ist ein wunderschönes Buch. Wie schon in "Der Winterschmied" ist die Sprache poetischer geworden und Terry Pratchett zeigt, dass er ein Philosoph und Philantroph ist. Seine menschlichen Protagonisten sind ungerecht, brutal, undankbar - das ganze Repertoire menschlicher Fehler. Und doch findet er in jeder Person etwas Gutes und Erklärungen für ihr Verhalten. Die neueren Bücher von Terry Pratchett haben vielleicht nicht mehr ganz diesen Humor und Witz, den die früheren Bücher der Scheibenwelt auszeichneten, aber für mich haben sie eine ganz neue Qualität und ich liebe sie genau so, wie den Rest derScheibenwelt. Außerdem gibt Terry Pratchett der Romantikerin in mir wieder zarte Liebesgeschichten dazu und das freut mich auch. Fazit: Für Fans der Scheibenwelt ist das Buch ein Muss und allen anderen sei es auch ans Herz gelegt.

  • Ach ja, dieses Buch hat mich schon enttäuscht, bevor ich es überhaupt gelesen habe. :roll: . Ich habe es in der Bahnhofsbuchhandlung gesehen und war total perplex: der neue Pratchett als TB und ich habe es nicht mal mitbekommen? Bin dann nach Hause und habe im Internet recherchiert, aber es wurde überall nur in der 18 € Variante angeboten. Ich dachte dann, dass eventuell ein Fehler in der Auslieferung passiert ist (sowas kommt ja mal vor), und bin dann am nächsten Tag, einem Sonntag, extra nochmal in die Stadt gefahren und zum Bahnhof, um das Buch zu kaufen... welches dann doch 18 Euro kostete. Und es ist wirklich ein Taschenbuch, der einzige Unterschied besteht darin, dass das Cover noch so einen halbseiten breiten Pappstreifen mit Inhaltsagabe hat, den man herausklappen kann. "Broschiert"-pöh. Ich habe mich wirklich verar***t gefühlt. Wenn man das Doppelte für ein schön gebundenes Buch mit Schutzumschlag und Lesebändchen bezahlen soll- okay. Ich machs nicht, aber sie verkaufen sich ja. Aber neue Bücher für den Preis als bessere TBs herauszubringen, und wo aus der Internet-Buchhändler Angabe noch nicht mal wirklich hervorgeht, dass es nur broschiert ist, finde ich eine Riesen-Geldmacherei und echt schon Kundenbetrug.
    Ich werde wohl erst mal in der Bibliothek gucken und ansonsten aufs normale Taschenbuch warten. Klar, die Verlage wollen auch Geld machen, aber mit sowas bringt man doch echt die Leute nur gegen sich auf.

  • Ja, da muss ich Nazena recht geben! Ich war über das Taschenbuch auch erbost. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und wäre mit Sicherheit sauer gewesen, wenn ich 18 Euro hätte zahlen müssen - weil gekauft hätte ich es mir trotzdem. Damit arbeiten die Verlage und ich bin darüber schon mehr als einmal sehr wütend gewesen.
    Morgensternchen

  • Tiffany Weh hat sich im Kreideland als Hexe etabliert. Doch schon lauert eine neue Gefahr, der Tückische erwacht. Er sät Unzufriedenheit und Hass in die Herzen der Menschen und da e selbst besonders Hexen hasst, hetzt er die Menschen gegen sie auf und ist ganz besonders hinter Tiffany her.


    Tiffany ist ein sympathisches Mädchen, die schon einiges erlebt hat. Und Hexe zu sein ist auch kein leichter Job, es wird von ihr erwartet, zu sehen, was andere nicht sehen und dann zu handeln – und das kann dann schon mal dazu führen, dass sie Fußnägel schneiden muss. Tiffany meistert das alles gut und erwartet gar nicht mal unbedingt Dankbarkeit. Umso tragischer, als sie erkennen muss, dass sie trotz allem angefeindet und dass die Menschen schnell dabei sind zu verurteilen, wenn Sündenböcke gesucht werden. Gut, wenn man dann Freunde hat, auf die man sich verlassen kann, auch wenn die einem das Leben manchmal zusätzlich schwer machen.


    Pratchett gelingt es sehr gut, dem Leser Tiffanys Leben nahezubringen, ihre Gedanken und Gefühle, ihren Stress, ihr Hingezogensein zu gewissen Personen des anderen Geschlechts (sie ist jetzt immerhin fast 16 Jahre alt!). Auch die anderen Figuren sind lebendig gezeichnet und wirken authentisch.


    Pratchetts Geschichte ist dieses Mal ungewohnt düster, es geschehen Dinge wie Kindesmisshandlung und Selbstmord und Tiffany muss einigen Menschen eine Menge Schmerzen nehmen. Die Geschichte ist mit Tiffany erwachsener geworden, die Leser hoffentlich auch.


    Aber Pratchett wäre nicht Pratchett, gäbe es nicht auch eine gute Prise Humor. Für den sorgen u. a. die Größten, die ich im ersten Tiffany-Band noch ziemlich nervig fand, doch mittlerweile sind sie mir sehr ans Herz gewachsen. Ein ganz besonderes Highlight war für mich jedoch Frau Prust, die in Ankh-Morpork einen Laden für Hexenzubehör und Scherzartikel führt.


    Pratchett schlägt mit diesem Buch auch einen Bogen zu seinen anderen Scheibenweltbüchern. Nicht nur Oma Wetterwachs und Nanny Ogg (die man beide schon bei Tiffany treffen konnte) tauchen auf, nein, Tiffany reist sogar nach Ankh-Morpork, wo sie u. a. einigen Mitgliedern der Wache begegnet, Angua, Karotte und sogar Mumm haben ein Gastspiel. Und die Größten, die sie selbstverständlich begleiten, finden dort sogar einen Artgenossen.


    Dass hier jemand anders als der gewohnte Übersetzer am Werk ist, fiel mir am Anfang nur am Rande auf. Ab der Hälfte des Romans störte es mich allerdings dann doch immer mehr, dass statt des gewohnten „Du“, das ich an der Scheibenwelt immer sehr mochte, jetzt auf einmal öfter das „Sie“ benutzt wurde. Das passt einfach nicht.


    Der vierte (und womöglich letzte) Tiffany-Band lässt die junge Hexe noch einmal zur Höchstform auflaufen – und am Ende bahnt sich für Tiffany nicht nur eine Beziehung zu einem netten jungen Mann an, nein, sie trägt auch das Mitternachtskleid …


    Für mich kommen die Tiffany-Bände nicht ganz an die originären Scheibenweltromane heran, ich lese sie aber auch gerne, als Pratchett-Fan kommt man eh nicht darum herum.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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