Pierre Emme - Diamantenschmaus

Cover zum Buch Diamantenschmaus

Titel: Diamantenschmaus

4,4 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

88% Zufriedenheit

Band 12 der

Verlag: Gmeiner-Verlag

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 319

ISBN: 9783839210796

Termin: Juli 2010

Aktion

  • Autor: Pierre Emme
    Titel: Diamantenschmaus
    Originaltitel: -
    Erschienen: 12. Juli 2010
    Verlag: Gmeiner
    ISBN10: 3839210798
    ISBN13: 978-3839210796
    Seitenanzahl: 319


    Autorenportrait:

    Zitat

    Peter Millwisch (Pseudonym: Pierre Emme; * 11. Juli 1943 in Wien; † 8. Juli 2008 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller.


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Panik unter Wiens Promis! Eine Reihe rätselhafter Morde an bekannten Persönlichkeiten hält die Stadt in Atem. Und die nächste Schreckensnachricht lässt nicht lange auf sich warten: Volksmusiksternchen Hildi Forderberg, die 22-jährige "Prinzessin der Herzen", wurde entführt. Wird sie das nächste Opfer sein? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Toten? Und was hat es mit den "Promi-Diamanten" auf sich, die im Internet meistbietend versteigert werden? Fragen über Fragen, auf die nur einer Antworten weiß: Mario Palinski - Wiens bester Ermittler!


    Meine Meinung:
    In "Diamantenschmaus", Pierre Emmes letztem Buch, muss Mario Palinski sich um drei Fälle gleichzeitig kümmern. Zunächst findet eine Nachbarin von ihm den kettenrauchenden Karl Lesonic ermordet im gemeinsamen Stiegenhaus auf. Die Todesursache ist mehr als rätselhaft und alleine unter den Gegnern der rauchenden Fraktion würde es schon genügend Leute geben, die ihm keine Träne hinterher weinen.

    Kurz darauf stellt man auf der Beerdigung des Kammersängers Konstantin Boreskov fest, dass die Leiche verschwunden und der Sarg bis auf ein Abspielgerät und einem Clownskopf auf Sprungfedern leer ist. Die Visitenkarte mit dem Aufdruck "Diamonds4eva" bleibt zunächst unentdeckt.

    Und als wäre dies nicht genug, verschwindet auch noch das 22-jährige Volksmusiksternchen Hildi Vorderberg. Wiens Polizei kann sich über mangelnde Arbeit also nicht beklagen. Mit Mario Palinskis Hilfe sollte das jedoch nicht so schwierig sein ...

    "Mit diesem Roman hat sich Krimiautor Pierre Emme sein eigenes Denkmal gesetzt!"
    So steht es unter den Pressestimmen auf der Rückseite des Buches.
    Dem kann ich leider überhaupt nicht zustimmen. Für mich ist der (zwangsläufig) letzte Band aus der Reihe auch der schlechteste der bis jetzt von mir gelesenen Bücher. Mich hat das Ganze eher an eine Hollywoodverfilmung erinnert: Viel Handlung möglichst dramatisch auf 319 Seiten unterbringen. Das kann nicht gut gehen. Das Ganze wirkte viel zu überladen und ich hatte das Gefühl, dass zwanghaft nach einem Abschluss gesucht werden musste. Auch der sonst so erfrischende Humor von Emme ist diesmal leider auf der Strecke geblieben.

    Ich hätte mir auch für die Figuren Mario und Wilma ein entspannteres Ende gewünscht. Aber nun gut, Pierre Emme wird wohl kaum gewusst haben, dass dies sein letzter Roman sein wird und er an der Beziehung der beiden Sturköpfe nicht mehr feilen kann.
    Enttäuscht hat mich der letzte Satz des Buches, den ich hier leider nicht nennen kann, weil er zu viel verraten würde. Er ist einfach nur unpassend und sagt mir, dass der Autor das Buch noch gar nicht beendet hatte. Dann hätte ich an Stelle des Verlags aber diesen Satz weggelassen.

    Ein Lob muss ich der tollen Covergestaltung aussprechen. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich hier um das Stiegenhaus handelt, in dem Palinski lebt und auch die Leiche des Kettenrauchers gefunden wird. Aber was die Auswahl des Covers angeht, beweist der Gmeiner-Verlag immer ein gutes Fingerspitzengefühl.

    Die Rezension, die sich diesmal eher wie ein Verriss liest, würde bei jedem anderen Krimi wohl nur einen Stern bedeuten. Aber hier geht es um einen "Palinksi" und der ist niemals schlecht - nur in diesem Fall für meinen Geschmack einfach der schlechteste aus der Reihe und ich vergebe daher "nur" drei Sterne.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!"

    :love: :love: :love:

  • Diamantenschmaus lag sehr lange auf meinem SuB, obwohl ich die vorherigen Bücher von Pierre Emme alle schon gelesen habe. Heute habe ich das Buch beendet und vieles daran hat mir sehr gut gefallen.

    Erstens natürlich der Lokalkolorit, der Wiener Flair, die wienerischen Ausdrücke und die teilweise wirklich humorvollen Beschreibungen.

    Das sich Palinski diesmal um 3 Fälle gleichzeitig kümmern muss ist doch etwas viel für ein Buch und da vermisse ich doch die Tiefe, vieles wirkt "hineingepresst" und sehr oberflächlich. So zum drüberstreuen beendet Palinski auch noch eine Geiselnahme...

    Aber vielleicht war der Autor noch nicht fertig mit seinem Skript (er ist ja doch sehr plötzlich verstorben) und jemand Anderer hat das Buch beendet?

    Die Beziehung zu Wilma finde ich gut getroffen, die beiden Persönlichkeiten haben Ecken und Kanten, das kennt man schon aus den anderen Büchern und ist für mich stimmig.

    Was ich total witzig gefunden habe war die politische Geschichte, wie wenn Pierre Emma eine Vorhersagung getätigt und ins Jahr 2018 geschaut hätte 🤭.

    Ich glaube es hat noch nicht oft eine Expertenregierung gegeben....

    Liebe Grüße
    Gabi

    "Welchen Kummer deiner Seele du auch ertränken willst,
    deine Bibliothek ist der beste Keller!"
    Jean Cocteau

  • Squirrel 8. Januar 2020 um 21:02

    Hat den Titel des Themas von „Pierre Emme - Diamantenschmaus (12. Band der Palinski-Reihe)“ zu „Pierre Emme - Diamantenschmaus“ geändert.
  • Mario Palinskis letzter Fall

    Dieser 12. Krimi rund um Mario Palinski ist der letzte einer kurzen Karriere als Krimiautor des als Peter Millwitsch geborenen Wiener Autors Pierre Emme, der wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag im Jahr 2008 verstorben ist.

    Worum geht’s?

    Die Idee die Asche Verstorbener zu Diamanten zu pressen, um seine oder seinen Liebste(n) ständig um oder bei sich zuhaben, ist keine ganz billige Erinnerung, aber für manche ein schönes Andenken. Mit der Asche eines toten Promi wäre doch ein luktratives Geschäft zu machen, oder? Bloß, woher einen toten Promi nehmen und nicht stehlen? Ja, genau, stehlen ist das Zauberwort, denn der Sarg des Kammersängers Konstantin Boreskov enthält alles mögliche nur nicht den Toten und wenig später verschwindet das Schlagersternchen Hildi Vorderberg.

    Zuvor müssen sich Mario Palinski und die Wiener Polizei noch mit Karl Lesonic, dem unbeliebten Kettenraucher, der ermordet im Steigenhaus von Palinskis Wohnhaus herumliegt, beschäftigen.

    Wie schon in den elf vorherigen Fällen, arbeiten Kriminalpolizei und der Privatdetektiv perfekt zusammen. Drei Tote sind ja keine Kleinigkeit, zumal von drei Fällen ausgegangen werden muss. Doch recht bald entdeckt Mario einen mögliche Zusammenhang und verbeißt sich, sehr zum Missfallen seiner Wilma, abermals in die Aufklärung.

    Meine Meinung:

    Der plötzliche Tod des Autors 2008 kommt einer eventuellen Trennung von Wilma und Mario zuvor, denn sie hat es langsam wirklich satt, regelmäßig von Mario versetzt zu werden.

    Als Wienerin mag ich die Palinski-Krimis sehr, da ich zahlreiche Straßen, Gassen, Plätze und Lokale kenne. Der lockere Schreibstil gefällt mir auch beim 12. Krimi ausgezeichnet.

    Fazit:

    Gerne gebe ich diesem letzten Fall für Mario Palinski, der nach dem Tod des Autors erschienen ist, 5 Sterne.

    "Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag"

    "Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden" (Maria Lassnig/1919-2014)

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