Peter Schwindt: Justin Time - Zeitsprung

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  • amazon- Kurzbeschreibung:
    Die Welt im Jahre 2385: Justin Time langweilt sich in einem Internat zu Tode. Eine Einladung nach London ändert alles, und plötzlich reist Justin auf den Spuren seiner verschollenen Eltern in die Vergangenheit. Doch dort, im Jahre 1862, treibt ein Unbekannter ein gefährliches Spiel. Wer versucht aus der Rechenmaschine von Charles Babbage den ersten funktionstüchtigen Computer zu machen, und damit den Lauf der Geschichte zu verändern? Während sich ihm neugierige Polizisten und falsche Freunde in den Weg stellen, gerät Justin zwischen die Fronten eines riesigen Komplotts. Denn es herrscht Krieg in der Zeit, und Justin ist der Schlüssel zu allem.


    Meine Meinung:
    Die lustige, sprechende Namensgebung der Hauptperson hat mich neugierig gemacht und nachdem ich einmal angefangen hatte, hab ich die komplette Reihe (5 Bände) hinternander weg gelesen. Eigentlich überflüssig, nochmal zu betonen, dass mir der erste Band gut gefallen hat :wink: Es ist ein richtiges Jugendbuch, und das meine ich keineswegs abwertend, sondern nur als Hinweis auf die Erzählweise. Die Geschichte wird recht schnörkellos, ohne viele Details geradeheraus erzählt und bildet einen schönen Spannungsbogen. Auch die Figuren sind stimmig, aber es werden keine tiefschürfenden Charakterstudien abgehalten.
    Die Handlung spielt in verschiedenen Zeiten, bleibt aber trotzdem, sehr zu meiner Freude, gut verständlich und linear. Es gibt kein Zeitchaos und man weiß immer wo und wann man sich befindet. Besonders gut gefallen hat mir Schwindts Entwurf der Zukunft- wenn das Jahr 2385 so ähnlich aussähe, hätte ich nicht unbedingt was dagegen :mrgreen: . Auch die anderen Epochenbeschreibungen sind gelungen. Es stellt sich schnell die passende Atmosphäre ein, ohne dass der Autor auf allzu viele Klischees zurückgreifen muss.
    Justin trifft im Laufe seiner Reise auf einige Persönlichkeiten, die auch uns bekannt vorkommen sollten. Bei einigen der Zusammentreffen musste ich ganz schön schmunzeln.


    Fazit: Peter Schwindt erfindet nicht gerade das Rad neu, aber er schafft einen soliden Einstieg in die Reihe, der Spaß macht und Vorfreude auf mehr weckt. Justins Abenteuer und das Umfeld in dem er sie erlebt sind fantasievoll angelegt, kleiner Wehmutstropfen: der rote Faden geht manchmal ein bisschen unter- warum genau ist Justin jetzt nochmal unterwegs? Die einzelnen Stationen könnten noch etwas mehr verknüpft sein. Trotzdem ist die Geschichte spannend und bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Bin froh mich vom Titel zum Kauf verleitet lassen zu haben :cheers:

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag


    "We're all stories in the end. Just make it a good one." - The Doctor


    2019 gelesen: 0 gehört: 0 (2018: 25/13) aktiver SUB: 75

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