Dmitry Glukhovsky - Metro 2033

  • Buchdetails

    Titel: Metro 2033. Roman


    Band 1 der

    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 816

    ISBN: 9783453529687

    Termin: November 2012

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 63 Bewertungen

    78,6% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Metro 2033. Roman"

    Moskau liegt in Schutt und Asche Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Moskau ist eine Geisterstadt, bevölkert von Mutanten und Ungeheuern. Die wenigen verbliebenen Menschen haben sich in das weit verzweigte U-Bahn-Netz der Hauptstadt zurückgezogen und dort die skurrilsten Gesellschaftsformen entwickelt. Sie leben unter ständiger Bedrohung der monströsen Wesen, die versuchen, von oben in die Metro einzudringen … Dies ist die Geschichte des jungen Artjom, der sich auf eine abenteuerliche Reise durch die U-Bahn-Tunnel macht, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Objekt, das die Menschheit vor der endgültigen Vernichtung bewahren soll.
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  • Klappentext:

    Der Millionen-Bestseller aus Russland


    Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des Metro-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation errichtet. eine Zivilisation, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat.


    Dies sind ie Abenteuer des jungen Artjom, der von seiner Heimatstation aufbricht, um die Metro vor einer dunklen Bedrohung zu bewahren. Denn die letzten Menschen sind nicht allein dort unten ...


    Eigene Beurteilung:


    Etliche Jahre nach einem thermonuklearen Krieg mit biologischer Waffenunterstützung wächst nun die erste Generation in der Moskauer U-Bahn heran, die noch niemals die Erdoberfläche gesehen hat, die nur sogenannte Stalker in spezieller Ausrüstung besuchen können um dort Dinge zu holen, die es unter der Erde nicht - bzw. nicht mehr - gibt. Artjom hat als kleines Kind noch ein wenig das Leben an der Oberfläche mitbekommen, aber nun ist er fest in seiner Station integriert, denn die einzelnen U-Bahn-Stationen bilden nun kleine Nationen, die im Konflikt oder im Bündnis miteinander liegen. Es gibt Großbündnisse, wie die Kommunisten oder die Hanse, kleinere Gruppierungen, wie die Faschisten und noch alles mögliche andere. Ein Leben in ständiger Dunkelheit oder im Halbdunkeln hat die Entwicklung der Menschen gestoppt und zum Teil zurück gedreht und in dieser Situation bekommt Artjom den Auftrag in die sogenannte Polis zu gehen und eine Botschaft zu überbringen. Doch der Weg erweist sich als wesentlich schwieriger als erwartet und Artjom und die Leserinnen und Leser lernen alle möglichen Aspekte des Metrolebens kennen.


    Variante eines alten Themas: Wie gehen die Menschen mit der beinahe vollständigen Vernichtung ihrer Rasse und ihrer technologischen Errungenschaften um. Wer in den 70er und 80er Jahren aufmerksamer SF-Leser gewesen ist, der wird in diesem Buch - dem ersten eines Doppelpacks - der wird in diesem Buch nichts Neues finden, bis auf die Szenerie. Wohin die hier gezeigten Entwicklungen dann führen können sieht man in Wells Zeitmaschine.


    Langatmig und nicht übertrieben originell, darum nur drei Sterne. Ob ich den zweiten Teil noch lesen werde bezweifel ich eher.

  • Ich teile die Meinung des Rezensenten nicht. Mich hat dieser Roman völlig überrascht und erneut bewiesen, dass die Russen es drauf haben eine gute Geschichte zu schreiben. Das Buch bietet einen guten Einblick in eine Welt unter dem Moskau wie wir es können und das fast 2 Jahrzehnte nach einem verheerenden Krieg. Das Buch beschreibt eindrucksvoll wie sich neue Strukturen bilden und wie die Menschen in der Isolation unter der Erde sich doch sehr stark verändern. Artjom, der "Held" der Geschichte ist eigentlich keiner und wollte auch nie einer sein, reingedrängt in eine Situation lässt er sich durch die Metro treiben und lernt dort interessante Personen und Orte kennen. Dabei umgibt ihn ein großes Geheimnis, welches er selbst nicht entschlüsseln kann. So treibt die Geschichte für meinen Geschmack sich nach und nach einem Höhepunkt entgegen den man selbst herbei sehnt und hat am Ende eine sehr überraschende Wendung parat.


    Besonders beeindruckt haben mich die Szenen die an der Oberfläche spielen, so wie einige wirklich interessante Charaktere die neben Artjom eine wichtige Rolle spielen und zeigen wie unterschiedlich die Leute die Situation verarbeiten. Hier wird gezeigt zu was der Mensch bereit ist um zu überleben, es zeigt aber auch, dass der Mensch bestimmte Verhaltensmuster wohl nie ablegen wird.


    Ein Manko ist, dass man dem Schreibstil ein wenig die Unerfahrenheit des Autors anmerkt. Veröffentlicht und überarbeitet wurde der Roman erstmals im Internet, weil niemand die Story verlegen wollte. Erst der Einsatz der Fans, die wohl auch zur Geschichte und ein paar Änderungen beitrugen hat dazu geführt, dass der Roman in Russland zu einem so großen Erfolg werden konnte. Im Nachfolger 2034 merkt man, dass der Autor sich weiter entwickelt hat .... aber über das Buch reden wir ja hier nicht.


    Ich jedenfalls kann es nur empfehlen .....

    Mein Tauschticket!!!


    Gelesen 2010: 25 Bücher (davon eins abgebrochen)
    Gelesen 2011: 26 Bücher
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    Ich :study: gerade:


    Max Brooks - Der Zombie Survival Guide
    Sergej Lukianenko - Trix Solier II

  • Von meinem Freund aus kann ich das Buch ebenfalls mehr als empfehlen, es ist eins seiner Lieblingsbücher und man konnte ihn mit nichts vom Lesen abbringen. Der Autor selbst ist sehr nett, ich hatte das Glück, ihn auf der Buchmesse persönlich im Smalltalk kennenzulernen, Hand zu schütteln und beide Werke unterschrieben zu bekommen. Flüssig Deutsch kann er übrigens auch ;)

    Sub: 70 (aktiv 46, inaktiv 24)
    2010/2011 gelesen: 74/33
    Seiten: 25547/11556

  • Langatmig und nicht übertrieben originell

    Das fand ich gar nicht. Klar, Bücher und Filme, die nach dem Untergang der Zivilisation spielen, gibt es schon zuhauf. Aber die Idee, dass ein U-Bahn-Netz mittlerweile den Lebensraum der Menschen darstellt, find ich schon außergewöhnlich. Und wie Dmitry Glukhovsky dies umgesetzt hat, fand ich auch spitze, fast wie ein kleines Mittelerde unter der Erde :wink: . Jede U-Bahn-Station hat Eigenschaften, eine besondere Geschichte und auch eine eigene Atmosphäre, die der Autor toll rübergebracht hat. Die umfangreiche Karte war mein ständiger Wegbegleiter, da ich mich hart getan habe mit den russischen Namen und Bezeichnungen, aber nach einiger Zeit hatte ich mich daran gewöhnt. Man trifft auf allerlei Ausprägungen, die das lange Leben unter der Erde bei den Menschen hervorgebracht hat: Kommunisten, Faschisten, religiöse Fanatiker, Mutanten und Kannibalen. Den Gruselfaktor fand ich auch ziemlich gut, vor allem die Stellen an der Oberfläche und wenn ich an die Bibliothek oder den Kreml denke, läuft mir jetzt noch ein angenehmer Schauer über den Rücken. Vor allem die Dinge, die man nicht sieht, sondern nur hört, riecht oder spürt hat Glukhovsky hervorragend rübergebracht. Mit Artjom hat die Geschichte zudem eine tolle und sympathische Hauptperson, der mehr Antiheld als Held ist. Einziger negativer Aspekt war für mich, dass stellenweise zu viele Personen auftauchen, und trotz großem Potential leider auch schnell wieder verschwanden.

    Ein Manko ist, dass man dem Schreibstil ein wenig die Unerfahrenheit des Autors anmerkt.

    Ab und zu hat es sich etwas holprig angehört, das gebe ich zu. Aber ich vermute, dass dies eher an der Übersetzung liegen könnte.


    Mein Fazit: Ein tolles Buch, das ich trotz seiner 800 Seiten zu keiner Zeit langweilig fand und bei dem es mir sehr schwer fiel, es wegzulegen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: (Tendenz nach oben!)

    :study:Alex Robinson - Unvergessene Zeiten

    :study: 2020 gelesen: 37 :study: SUB: 311

  • Zitat von »Ibag«
    Ein Manko ist, dass man dem Schreibstil ein wenig die Unerfahrenheit des Autors anmerkt.


    Ab und zu hat es sich etwas holprig angehört, das gebe ich zu. Aber ich vermute, dass dies eher an der Übersetzung liegen könnte.


    Zum Teil mag das sein, aber man merkt im zweiten Teil deutliche Verbesserungen, evtl. bei beiden, kann ich nicht sagen, aber er schreibt in 2034 flüssiger und die Story ist besser strukturiert. Alles in allem nichts wildes, finde es auch gut zu sehen, dass Autoren sich entwickeln.



    Die beiden von dir erwähnten Szenen finde ich mit am "extremsten" gerade im Bezug auf den Kreml. Ich konnte mir bildlich vorstellen wie es ausgesehen und sich angefühlt haben muss ......


    Wie findest du das Ende? Ich will hier nicht spoilern, will aber sagen, dass es mich wohlig überrascht hat. Wenn man auch danach das Buch zuklappt und denkt ..... "Wow! Und jetzt?" *gg*


    Die Fortsetzung ist leider von der Story her schwächer, gibt er nen interessant, anderen Einblick in die Welt. Ich würde mir mehr Bücher wünschen, einfach weil die Moskauer Metro sooooooooo viel Platz für tolle Geschichten liefert. Mich hat das Buch inspiriert ....



    Edit: Bzgl. der vielen Stationen und der verwirrenden Namen ging es mir genauso wie dir. Was die vielen Charaktere angeht fand ich es oft schade, dass Personen so intensiv vorgestellt werden und dann meist schneller weg waren als man schauen konnte. Das machen ja einige Autoren so. Weiß nicht, was ich davon halten soll, auf der einen Seite bleibt man so im ungewissen wie die Story weitergeht und ist nie sicher was evtl. Weggefährten betrifft. Aber manchmal gewöhnt man sich an die Leute und schwupps .... sind sie weg oder tot oder tauchen einfach nicht mehr auf.

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  • Die beiden von dir erwähnten Szenen finde ich mit am "extremsten" gerade im Bezug auf den Kreml. Ich konnte mir bildlich vorstellen wie es ausgesehen und sich angefühlt haben muss ......

    Ja, die Szenen mit dem Kreml werden mit definitiv im Gedächtnis bleiben. :pale:

    Wie findest du das Ende? Ich will hier nicht spoilern, will aber sagen, dass es mich wohlig überrascht hat. Wenn man auch danach das Buch zuklappt und denkt ..... "Wow! Und jetzt?" *gg*

    Die Fortsetzung ist leider von der Story her schwächer, gibt er nen interessant, anderen Einblick in die Welt. Ich würde mir mehr Bücher wünschen, einfach weil die Moskauer Metro sooooooooo viel Platz für tolle Geschichten liefert. Mich hat das Buch inspiriert ....

    "Metro 2034" schließt die Geschichte aber ab, oder?

    :study:Alex Robinson - Unvergessene Zeiten

    :study: 2020 gelesen: 37 :study: SUB: 311

  • "Metro 2034" schließt die Geschichte aber ab, oder?


    Nein, die Story aus 2033 wird nur kurz angesprochen und Artjom taucht nochmal kurz auf. Alleine deswegen hoffe ich noch auf weiteres.

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  • Nein, die Story aus 2033 wird nur kurz angesprochen und Artjom taucht nochmal kurz auf. Alleine deswegen hoffe ich noch auf weiteres.

    Ach nöööööööö! Ich hab keinen Gedanken daran verschwendet, dass Artjom NICHT die Hauptperson der Fortsetzung sein könnte. :cry: Kann man es denn überhaupt Fortsetzung nennen? Das scheint ja eine völlig andere Geschichte zu sein.

    :study:Alex Robinson - Unvergessene Zeiten

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  • Ach nöööööööö! Ich hab keinen Gedanken daran verschwendet, dass Artjom NICHT die Hauptperson der Fortsetzung sein könnte. :cry: Kann man es denn überhaupt Fortsetzung nennen? Das scheint ja eine völlig andere Geschichte zu sein.


    Ja stimmt, die Fortsetzung ist in dem Fall keine klassische Fortsetzung der Story, sondern ein Fortschreiten der Ereignisse in der Metro. Und es ist auch ganz anders, sowohl vom Stil als auch die Art der Geschichte ..... mh, schwer zu beschreiben halt. Die Hauptperson hier ist neben Hunter, der dann wohl der Faden der Fortsetzung ist, ein junges Mädchen und ein älterer Mann mit dem Spitznamen Homer. Hier geht es um ganz andere Probleme innerhalb der Metro, neben Verbrechen, die Seuchen.

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  • Ein alles in allem spannender Roman, den ich erst beim nachträglichen Revue passieren lassen richtig verstanden habe. Für mich ist wichtig, was zwischen den Zeilen steht und dann erst kurz vor Schluss offen erzählt wird, nämlich, dass man nicht immer nach kurzen Erscheinungen über Personen urteilen sollte. Das Wichtige ist, dass Artjom begreift, dass die "Schwarzen", was auch ein bewusst gewählter Begriff ist, nicht unbedingt die Bösen sind, nur weil sie die Station angreifen, sondern, dass der Mensch der ist, der auch in der Metro versucht alles zu beherrschen. Die ausgewählten Storys (Metro 2, Biowaffe im Kreml) sind mir ein wenig zu stark an den Haaren herbeigezogen, aber auch sie verdeutlichen den nichtwissenden Zustand des Individuums, dass versucht alles zu unterwerfen.

  • Mich hat der Roman einfach fasziniert. Postapokalyptische Szenarien liegen mir ohnehin, dazu war dieses sehr originell. Russland ist nicht gerade ein Neu-England, in dem jeder 2. Roman dieser Art spielt. Dazu die U-Bahn, die Mutanten - die "bösen" genauso wie die "Überraschenden" - die vielen unheimlichen Phänomene, das viele Nachdenken über Gott, die Gesellschaft, die Vergangenheit, das Leben an sich, der Schreibstil, die Beschreibungen der Szenerien.. Ich kann es gar nicht so genau wiedergeben, aber das Buch war einfach genial.
    Übrigens gibt es ein gleichnamiges, auf dem Buch basierendes PC-Spiel. Handwerklich eher nicht so toll gemacht, atmosphärisch aber echt klasse, man fühlt sich gleich wie Artjom.





    Ich habe auch Glukhovskys andere Werke "Metro 2034" und "Sumerki" gelesen. Metro 2034 war deutlich schwächer als Metro 2033, ich hätte es sogar beinahe abgebrochen. Sumerki fand ich teilweise schwer zu verfolgen und leicht verwirrend, dafür war es aber ein sehr interessanter Einblick in die Moskauer Gesellschaft - oder die Moskauer Gesellschaft aus Sicht des Autors. Irgendwie hatte ich insgesamt das Gefühl, als hätte der Autor von Buch zu Buch nachgelassen und seither ist ja leider auch nichts mehr von ihm zu hören gewesen.

    „Die Zeit nimmt alles. Ob man will oder nicht. Die Zeit nimmt alles, die Zeit trägt es von einem fort, und am Ende ist dort nichts als Finsternis. Manchmal treffen wir andere in dieser Finsternis. Und manchmal verlieren wir sie dort auch wieder.“
    Stephen King - The Green Mile

  • Ich wollte jetzt mal etwas Zeit nutzen, um meine erste Erst-Rezi zu verfassen, also habt Erbarmen, wenn diese noch Fehler enthält;)


    Zum Autor (Quelle Wikipedia):
    "Dmitri Alexejewitsch Gluchowski (russisch Дмитрий Алексеевич Глуховский, wiss. Transliteration Dmitrij Alekseevič Gluchovskij; * 12. Juni 1979 in Moskau) ist ein russischer Science Fiction-Autor der Gegenwart. Bekannt geworden ist er durch seinen Erstlingsroman Metro 2033, der in der Moskauer Metro spielt. Zu diesem Roman erschien auch eine gleichnamige Computerspiel-Umsetzung sowie die Fortsetzung Metro 2034. Gluchowski hat in Jerusalem internationale Beziehungen studiert und arbeitete als Journalist für Russia Today und die Deutsche Welle."


    Zum Inhalt (ebenfalls Wikipedia, weil bei Amazon kaum etwas zum Inhalt zu finden ist):
    "Die Handlung des Buches setzt einen nicht näher beschriebenen atomaren Großkonflikt voraus, der weite Teile der Erde vollends verwüstet und auf unbestimmte Zeit unbewohnbar gemacht hat. Im Jahre 2033, in dem die Handlung des Buches ansetzt, ist die Welt folglich eine komplett andere als die jetzige. Ein eisiger nuklearer Winter, ausgelöst durch die Auswirkungen von Nuklearexplosionen auf die Erdatmosphäre, überzieht den gesamten Planeten, zudem erlaubt es die massive Reststrahlung keinem ungeschützten menschlichen Wesen, länger als ein paar Minuten an der Oberfläche zu überleben. In der Handlung des Buches hat der Mensch anscheinend ein für allemal seine Vormachtstellung verloren und muss sich unter die Erde in die U-Bahnsysteme flüchten. Denn in der Zwischenzeit haben sich, ausgelöste von der massiven nuklearen Strahlen, bizarr mutierte Lebensformen gebildet, die von kleinen, lichtempfindlichen Amöbenpilzen im Untergrund über geflügelte "Dämonen" bis hin zu den unheimlichen menschenähnlichen "Schwarzen" reichen."


    Meinung:
    Also ich mus direkt mal loswerden, dass ich diese Rezi nicht unbedingt schreibe, weil ich mich das Buch besonders umgehauen. Doch auch mäßige Bücher wollen kritisiert werden. Da würde ich gerne mit der sprachlichen Bewertung beginnen. Und ich muss sie bainahe als katastrophal bewerten. Denn es kommen zahlreiche Wiederholungen und sprachliche, ja sogar grammatikalische Fehler vor. Außerdem fehlt jegliche Sprachintelligenz und Empathievermögen für die Wünsche des Lesers. Ich weiß nicht, ob es nur an der Übersetzung liegt, da es bestimmt nicht so vieler Romanübersetzer aus dem Russichen gibt, wie beispielsweise aus dem Englischen. Aber da kann der Verlag in einer Neuauflage einen Lektor mal drüber schauen lassen. Denn ganz erhrlich, dass hätte jeder Anfänger-Geschichten-Schreiberling besser schreiben kann und wäre mit seinem Manuskript bei so ziemlich jedem Verlag gescheitert. Das hat viel von der Spannung geraubt, die man von einem Horror-Fantasy-Roman sich erhoffen könnte.


    Inhaltlich hat sich das Buch noch etwas in meiner Gunst gerettet. Es waren ein Paar schöne und originelle Ideen vorhanden, wie ganz Staaten und dem darausbestehendem Kaleidoskop aus verschiedenen Kulturen und Staatsformen auf kleinstem Raum. Das war durchaus abwechslungsreich. Der Handlungsverlauf des Protagonisten wirkte allerdings nicht immer logisch, was man bei solchen Fantasy-Horror-Geschichten durchaus noch verzeihen kann.


    Alles in Allem: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Ein Meisterwerk kann man auch schreiben, ohne tausend Seiten zu schwärzen"

  • Meine Meinung:
    Das ist die Geschichte von Artjom, der im Untergrund der Metro in Moskau, im Jahr 2033 nach einem verheerenden Krieg, aufwächst und sich aufmacht zur Station Polis zu gelangen, um seine Heimat vor den Schwarzen zu schützen. Er kommt in große Gefahren während seiner Mission, aber irgendwie begleitet ihn ein Schutzengel und er kommt immer mit dem Leben davon.
    Die Geschichte allgemein ist ja nicht so verkehrt, aber der Autor begleitet einem durch das Labyrinth von Intrigen, Hass, Hitler, Lenin, Stalin, Castro und noch einigen mehr dieser Gruppierungen. Auch die Religion kommt zum Vorschein und Kannibalismus darf natürlich auch nicht fehlen. Das ist einfach zu viel für mich.
    Da schleppe ich mich durch durch 780 Seiten um zum Schluss zu erfahren, dass der Mensch die größte Gefahr des Menschen ist, er sich selber vernichtet und jede Form, die anders ist ebenso eliminiert werden muss.


    Auch hatte ich große Probleme mit den ganzen russischen Namen - Dserschinskaja, Kirowskaja, und noch viele .....skaja mehr - ich habe vollkommen den Überblick verloren.


    Das ist nicht mein Buch gewesen. Kann es deshalb auch nicht wirklich weiterempfehlen.

    Ohne ein Wort :study: Linwood Barclay
    Mein SuB: 30

    Meine Bücher 2013: 56
    Seiten: 26.603

  • Mir hat das Buch gut gefallen, ich fand es spannend und stellenweise schön gruselig.
    Manches war mir aber zuviel des Guten - dieses mysteriöse Etwas im Kreml z. B. Schwer zu glauben fand ich auch, dass sich neue Lebewesen in nur zwei Jahrzenten haben entwickeln können.
    Aber sonst habe ich an "Metro 2033" nichts auszusetzen. Der Nachfolger hat mich allerdings nur noch gelangweilt.


    Inzwischen gibt es eine ganze Reihe "Metro"-Bücher, die nicht von Glukhovsky stammen. Zwei davon subben bei mir schon.


    Im Internet gibt es übrigens Karten der Moskauer Metro. Um Artjoms Weg nachzuvollziehen sind sie unverzichtbar.


    ***
    Aeria

  • Die Karte befindet sich ja auch im Buch. Ich habe sie oft und gerne benutzt um immer einen guten Überblick zu haben. Die Namen können schon sehr verwirrend sein.

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    Gelesen 2010: 25 Bücher (davon eins abgebrochen)
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  • Ich kenne die deutsche Ausgabe noch nicht, aber im Original ist die Karte hinten aufgedruckt und stellenweise sehr schwer zu erkennen. Mit den Namen hatte ich keine Probleme, aber ich kann mir vorstellen, dass die russischen Namen manch einen Leser zur Verzweiflung getrieben haben :wink:


    ***
    Aeria

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