Steve Toltz - Vatermord und andere Familienvergnügen

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  • Inhalt:
    Eine Vater-Sohn-Geschichte – aberwitzig und teuflisch gut erzählt!
    Jasper Dean sitzt im Gefängnis und erzählt von den Jahren, als er sein wollte wie sein Onkel Terry, ein Polizistenmörder, der zum beliebtesten Volkshelden des Landes avancierte. Kein Wunder, dass Jaspers Vater alles daransetzte, als Australiens größter Wohltäter gleichzuziehen. Jasper wurde Zeuge seines Scheiterns – und erzählt nun die ungeschminkte Geschichte der Deans. Ein höchst vergnüglicher Ausflug an den Rand des Wahnsinns, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
    »Die Leiche meines Vaters werden sie nie finden.« Mit diesen Worten beginnt Jasper Dean die Odyssee durch die windungsreiche Geschichte seiner Familie. Zeit seines Lebens hat sich Jasper mit der Frage herumgeschlagen, ob er seinen Vater bedauern, ignorieren, ihn verehren oder gar umbringen solle. Vater Martin, ein Moralist ohnegleichen, war Australiens meistgehasster Wohltäter. Und nichts hat ihn mehr verärgert, als der Bruder von Terry Dean zu sein – dem beliebtesten Verbrecher des Landes. Nicht verwunderlich also, dass Jasper unter die Räder des Bruderzwistes kam ...
    Mit unbändiger Fabulierfreude entführt uns Steve Toltz in die verrückte Welt der Deans. Höchst amüsant erzählt er von Räuberhöhlen und Nervenheilanstalten, von wilden Verfolgungsjagden durch drei Kontinente, von den Höhen der ersten Liebe und den Tiefen fehlgeleiteten Ehrgeizes – von allem, was das Leben zu bieten hat.(Quelle: randomhouse)


    Der Autor:
    Steve Toltz wurde in Sydney geboren und lebte in Montreal, Vancouver, New York, Barcelona und Paris, wo er als Privatdetektiv, Kameramann, Telefonverkäufer, Sicherheitsbediensteter, Englischlehrer und Drehbuchautor tätig war. Vatermord und andere Familienvergnügen ist sein erster Roman, der 2008 für die shortlist des renommierten Booker Prize und des Guardian First Book Award nominiert und mit dem Christine-Stead-Preis ausgezeichnet wurde. (Quelle: Randomhouse)



    Meine Meinung:
    In seinem Debütroman erzählt Steve Toltz eine Vater-Sohn-Geschichte - eigentlich kein neues Thema, aber sie so packend geschrieben, dass die fast 800 Seiten wie im Flug gelesen sind, ohne dass Langeweile aufkommt.
    "Eines aber muss ich vorher noch sagen, nur damit es vom Tisch ist: Die Leiche meines Vaters werden sie nie finden."S. 13
    Gleich zu Beginn liest man diesen Satz - Jasper, der im Gefängnis sitzt, erzählt seine Familiengeschichte und die Ereignisse nach, die zu seinem Gefängnisaufenthalt geführt haben.
    Der Roman ist in sieben Teile aufgeteilt, in denen aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt wird.
    Dabei geht es hauptsächlich um die beiden Brüder Martin und Terry Dean, welche es beide zu Berühmtheiten in Australien geschafft haben -wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise.
    Die ersten Abschnitte handeln von deren Kindheit, aus der Perspektive von Jaspers Vater Martin erzählt.
    Dann folgt ein Abschnitt, wo Jasper in Martins Notiz-/Tagebuch liest - hier wechselt der Schreibstil und man erfährt weitere Details aus der Familienvergangenheit.
    Des weiteren wechseln die Protagonisten im Laufe des Romanes die Kontinente.
    Man lernt eine durch und durch chaotische Familie kennen; dabei wird einem vor allem Martin Dean mit seinen verrückten Visionen vor Augen geführt.
    Die Geschichte ist skurril, aberwitzig, tragikomisch und sehr einfallsreich - und manchmal zumindestens schwer vorstellbar.
    Aber wie heißt es an einer Stelle, gleich zu Beginn des Romans:
    "...meine Geschichte ist verdammt gut – und zudem auch noch wahr. Ich weiß nicht, warum, aber darauf scheinen die Leute Wert zu legen. Mich selber hingegen würde es vor Neugier kaum auf dem Stuhl halten, wenn mir einer sagen würde: 'Ich muss dir 'ne tolle Geschichte erzählen, und jedes Wort davon ist glatt gelogen.'"S. 13
    Der Titel "Vatermord und andere Familienvergnügen" hat mich gleich angesprochen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ein Buch, das von dir so toll angepriesen und dazu noch mit 5 Sternen bewertet wird, muß einfach auf meine Wunschliste. :)
    Danke für die Rezi, Conor.
    Liebe Grüsse
    Wirbelwind


    :study: Willy Russell, Der Fliegenfänger

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

  • Schön, dass ich gerade in dem Thread "31 Tage, 31 Bücher" auf das Buch aufmerksam geworden bin.
    Danke, Conor :winken:
    Ich glaube das Buch könnte auch mir gut gefallen, der Titel ist wirklich sehr ansprechend :)

    2021: Bücher: 43/Seiten: 19 434
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Delaney, JP - Tot bist du perfekt

  • Und bei mir ist es noch Bestandteil der SUB, aber nicht mehr lange. :D


    Liebe Grüsse
    Wirbelwind


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    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









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