Peter Anghelides - Torchwood 1: Ein anderes Leben / Another Life

Anzeige

  • Eine ungewöhnliche Mordreihe versetzt die Obdachlosen von Cardiff in Angst und Schrecken. Immer wieder werden einzelne mit aufgerissenem Nacken aufgefunden und Teile der Gehirnflüssigkeit sind verschwunden. Ein Fall, der ungewöhnlich genug ist um Torchwood auf den Plan zu rufen. Ausgehend vom neuesten Leichenfund, der einem ehemaligen Kollegen von Gwen zu Jacks Belustigung stark auf den Magen geschlagen hat finden sie schließlich die Spur eines Verdächtigen, den sie bis auf das Gerüst eines Hochbaus verfolgen. In die Enge getrieben reagiert die Person sehr gelassen bis sie sich unversehens in die Tiefe stürzt und damit das Geheimnis seiner Diät und das eines Versteck für einige experimentelle Brennstäbe mit in den Tod nimmt.

    Bei zunehmend sich verschlechterndem Wetter und laufend steigendem Wasserspiegel in der Bay suchen Jack und seine Leute weiter nach den hochradioaktiven Brennstäben, die aus einer Versuchsanstalt verschwunden sind in der der Gestorbene gearbeitet hatte. Die Suche führt sie dabei zunächst in dessen Wohnung, wo sie eine angelehnte Tür vorfinden, eine schockierte Nachbarin, die die Pflanzen gießen wollte und im Badezimmer eine Art gigantischen fleischfressenden Seestern in der Badewanne, der seine Opfer zu verdauen beginnt, sobald seine Arme sie berühren. Der resultierende Kampf macht jeden Versuch der Diskretion unmöglich und die Nachbarin ist danach verschwunden – was man ihr nicht wirklich verdenken kann.

    Währenddessen gehen Tosh und Owen anderen Spuren nach und beschäftigen sich daneben in ihrer Freizeit mit der Möglichkeit in Rollenspiele im Internet noch tiefer einzusteigen. Speziell für Owen wird das ein wichtiger Teil seines Tagesablaufes, nachdem er später im Roman einem Teil der Brennstäbe ausgesetzt wird und einige Stunden mit der Dekontiminierung verbringen muss. Dabei trifft er auch auf interessante Spuren seiner eigenen Vergangenheit, während außerhalb der schützenden Wände von Torchwood Hub seine Partner durch ein Cardiff ziehen, in dem das Wasser immer höher steigt und über dem ein geradezu biblischer Sturm das Leben außerhalb von Häusern eigentlich unmöglich macht.

    Ein um Klassen besser erzählter Roman als der erste in der Reihe, bei dem sowohl die Haupt- wie auch die Nebenhandlungen dicht und glaubwürdig daher kommen und die psychologischen Muster der Protagonisten wesentlich plastischer erscheinen, so dass man nicht das Gefühl bekommt einen bemühten Abschrieb eines TV-Drehbuch zu lesen. „Another Life“, was als Titel hier auf mehreren Ebenen stimmt, ist ein Roman, der auch fabelhaft alleine stehen kann und „Anfängern“ den Einstieg in Torchwood erleichtern könnte.

Anzeige