Katherine Howell - Ein grausames Versprechen

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  • Klappentext:


    Wenn ein Serienmörder Dir die Hölle verspricht, solltest Du ihm glauben…

    Mitten in der Nacht entdeckt Rettungssanitäterin Lauren Yates in Sydney einen Toten – und seinen Mörder.
    Dieser bedroht sie: Wenn sie der Polizei auch nur ein Wort verrate, werde er
    ihr das Leben zur Hölle machen. Und Lauren glaubt ihm, denn sie kennt den Mann:
    Thomas Werner ist der brutale Ex ihrer Schwester. Für Lauren beginnt die Hölle
    eher als gedacht: Denn Kommissarin Ella Marconi verlangt, dass sie die
    Mordkommission unterstützt, ist sie doch ihre einzige Zeugin. Aber je mehr
    Druck sie ausübt und je verzweifelter Lauren die Wahrheit verbergen will, desto
    wütender wird der Mörder. Und bringt die beiden Frauen in immer größere Gefahr.



    Über die Autorin: (blanvalet)


    Katherine Howell arbeite mehr als fünfzehn Jahre als Rettungssanitäterin
    auf den Straßen von Sydney. »Herztod« ist ihr erster Roman, der, wie
    sie betont, frei erfunden ist, und doch auf ihren vielen schönen und
    schrecklichen Erfahrungen beruht. Katherine Howell schreibt gerade ihren
    nächsten Sydney-Thriller um Detective Ella Marconi.




    Inhalt und Aufbau:


    Das Buch besteht aus 35 durchschnittlich langen Kapiteln, die selbst noch mal in Abschnitte unterteilt sind.
    Es gibt einen allwissenden Erzähler, die einzelnen Abschnitte jedoch sind aus der Sicht dreier verschiedener Personen geschrieben.


    Die Handlung spielt in Australien; genauer gesagt in Sydney, dort lebt und arbeitet Lauren Yates, eine der Protagonistinnen, zusammen mit ihrer Schwester Kristi und deren Tochter Felise. Eines Nachts während ihrer Schicht, die sie ohne ihren festen Teampartner Joe bestreitet (warum auch immer), gerät sie
    durch Zufall
    in eine dunkle Gasse, in der sie die Leiche eines bekannten Pädophilen findet. Zudem stolpert sie geradezu über eine weitere Person, die scheinbar verletzt am Boden liegt. Doch es stellt sich heraus, dass es der Ex ihrer Schwester ist, der sie bedroht und ihr einschärft, der Polizei nichts von diesem Zusammentreffen zu erzählen, sonst habe das böse Folgen für sie und ihre Schwester.
    Zunächst hält sich Lauren auch daran, aber die Ereignisse im Verlauf lassen ihr keine andere Wahl, als ihre falsche Aussage bei der Polizei zu widerrufen.


    Detective Ella Marconi ist vorübergehend bei der Mordkommission eingeteilt, sie möchte unbedingt, dass sie dort fest angestellt wird, daher hofft sie auf einen Mordfall, der ihr dabei
    helfen kann. Dieser scheint gekommen zu sein, als sie und ihr Partner Murray Shakespeare zu einem Fall gerufen werden, bei dem ein Mann auf offener Straße
    niedergestochen wurde.

    Lauren Yates war mit ihrem Teampartner bei diesem Einsatz und bekommt auf der Fahrt ins Krankenhaus von dem noch lebenden Mann seine letzten Worte diktiert, darunter auch der Name des Mannes, der auf ihn eingestochen hat und das ist kein Geringerer als Thomas Werner.



    Meine Meinung:


    Ein Sydney-Krimi steht vorne auf der Taschenbuchausgabe. Sydney klingt schon mal gut, bisher hab ich noch
    nie einen Thriller gelesen, der auf diesem Kontinent angesiedelt ist.
    Krimi, beziehungsweise Thriller ist genau mein Genre. Und das besondere Schmankerl, die Protagonistin,
    die als Rettungsassistentin (Paramedic) arbeitet. Aber ob das 444 Seiten starke Buch auch gehalten hat, was es versprach? Diese Frage muss ich leider mit Nein
    beantworten.


    Erstmal etwas, das nicht auf das Konto der Autorin geht: die schlechte Übersetzung, die sich in den medizinischen Begriffen zeigt. Vielleicht fällt es mir nur auf, da ich andere
    Begrifflichkeiten gewöhnt bin, aber es hat mich schon sehr gestört. Genauso gestört haben mich die Einsätze, die Lauren und Joe während ihrer Schichten
    erleben. Ein Junkie, der die beiden fast umbringt, der Mann, der niedergestochen wird, ein ertrunkener Taucher. Vielleicht sollte damit Spannung aufgebaut werden, vielleicht möchte die Autorin auch Einsätze, die sie in ihrer Tätigkeit so oder so ähnlich erlebt hat, einbringen, nichtsdestotrotz wirken sie eher reißerisch als spannend.


    Leider wirken auch die Handlungsstränge zu konstruiert. Es gibt viele Situationen, die später mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben, sodass man sich recht schnell bei jeder
    sich bietenden Gelegenheit fragt, ob mehr dahinter steckt oder ob die Situation für sich alleine steht. Das wird mit der Zeit etwas nervig. Die Verbindungen,
    die vorhanden sind, sind zu offensichtlich, zu „absichtlich“, als dass man sie als guten Clou der Autorin betrachten könnte.


    Auch das Ende hat mich nicht sehr beeindruckt, es ist größtenteils absehbar und –wieder um der Spannung willen- zu ereignisreich.

    Schade, aber ich denke, ich werde der Autorin trotzdem irgendwann eine zweite Chance geben.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: ,5 Sterne von mir.

    "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
    Konrad Adenauer


    :study: Jeffery Deaver - The Midnight Lock











  • Schade, dass das Buch nicht halten kann, was der Inhalt verspricht, nämlich eine tolle spannende Story. Aber trotz allem Coco ist deine Rezi sehr schön und ausführlich geschrieben und man kann sich ein gutes Bild machen. :thumright:

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

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