Friederike Schmöe - Bisduvergisst

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Bisduvergisst: Kea Laverdes dritter Fall

3.8|5)

Verlag: Gmeiner-Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 274

ISBN: 9783839210345

Termin: Februar 2010

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  • Klappentext (von der Verlagsseite):

    Sommer 2009, während der „Landshuter Hochzeit". Als die 82-jährige Irma Schwand die niederschmetternde Diagnose Alzheimer erhält, beauftragt sie die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Die Autobiografie ist für ihre Enkelin Julika bestimmt. Doch kurz nach dem letzten Interview mit Irma wird das Mädchen ermordet aufgefunden.
    Während der Kokon des Vergessens sich immer enger um die alte Dame schließt, entdeckt Kea, dass Irma jahrzehntelang einen Mord gedeckt hat – eine Tat, die in den letzten Wochen des 2. Weltkriegs geschah …


    Über die Autorin (von der Verlagsseite):
    Friederike Schmöe wurde 1967 in Coburg geboren. Heute lebt sie in Bamberg. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist die habilitierte Germanistin als Dozentin an den Universitäten in Bamberg und Saarbrücken beschäftigt. Mit Katinka Palfy, der kultigen Heldin ihrer ersten acht Romane, hat sie sich in der Krimiszene längst einen Namen gemacht. „Bisduvergisst" ist nach „Schweigfeinstill" und „Fliehganzleis" der dritte Band ihrer neuen Krimiserie um die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.



    Aufbau:

    273 Seiten, die in 76 kurze Kapitel aufgeteilt sind.

    Inhalt:

    Irma Schwand hat die Diagnose Alzheimer bekommen. Daraufhin bittet sie die Ghostwriterin Kea Laverde ihre Lebensgeschichte in einem Buch niederzuschreiben. Kea kann diesen Auftrag, der für sie eine willkommene Abwechslung bezüglich des Schreibens ist, natürlich nicht ablehnen und begibt sich nach Landshut.
    Die Geschichte soll für Irmas Enkelin Julika sein, und ungewöhnlicherweise nur ca. 50 Seiten umfassen.
    Während Kea mit Irma an der Autobiographie arbeitet, wird Julika ermordet. Ausgerechnet während der "„Landshuter Hochzeit", wo Julika die Hochzeiterin spielen sollte. In ihrer Spielfrauentracht finden die Ermittler eine CD mit einem bislang unbekannten Computerprogramm. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Sie vermuten dass Julika Hackerin war, außerdem schien sie einen zwielichtigenen Freund zu haben.
    Nachdem Irma von dem Tod Julikas erfährt, die ihr Ein und Alles war, baut sie rapide ab.
    Parallel zu den Ermittlungen der Polizeit findet Kea heraus, dass Irma jahrzehntelang einen Mord gedeckt hat, der weit in der Vergangenheit liegt. In den letzten Kriegstagen, als die Amerikaner Deutschland bereits besetzt hatten.


    Eigene Meinung:


    Dieses war mein zweites Buch, der Ghostwriterin Kea Laverde, welches ich von der Autorin gelesen habe, und es hat mir sehr gut gefallen.
    Der Krimi beginnt ohne große Vorrede. Man wird eigentlich direkt in das Geschehen hineingeworfen, was für mich ein großer Pluspunkt ist. Anfangs ist Kea sehr unzufrieden, wie ihr Job gerade läuft, aber kurzum erhält sie den interessanten Auftrag von Irma Schwand.
    Die Geschichte besteht eigentlich aus zwei Handlungssträngen. Zum einen geht es um den Mord an Julika – Irmas Enkelin, und zum anderen um Lisa, eine Tochter der Freundin von Irmas Mutter.
    Immer wieder gibt es Spünge in die Vergangenheit, in der es um Lisa geht. Anfangs werfen diese einige Fragen auf und sind etwas verwirrend, aber nach und nach klärt sich alles auf. Diese Begebenheiten der letzten Kriegswochen beruhen, wie im Nachwort erwähnt, teilweise sogar auf einer wahren Begebenheit. Diese Sprünge kommen während der Geschichte regelmäßig vor, doch sie reißen den Leser nicht aus der Handlung heraus, und man findet schnell wieder zurück in das Geschehen der Gegenwart. Sie haben mir besonders gut gefallen, da sie die Spannung nochmals vorantreiben und gut innerhalb der Handlung platziert sind.
    Positiv ist ebenfalls, die stetig gehaltene Spannung, die am Ende nochmals zunimmt. Am Schluß fließen beide Handlungsstränge zu einem unvorhergesehenen und schlüssigen Ende zusammen. Das fand ich sehr gut durchdacht und macht für mich einen guten Krimi aus.
    Auch Kea Laverde, mit ihren Eigenheiten, wird mir immer sympathischer. Hier hat die Autorin eine tolle Protagonistin geschaffen. Sie ist direkt, sie weiß was sie will und ist, besonders Männern gegenüber nicht so “gefühlsduselig”, sondern lässt Nero (ihre sogenannte “Beziehung”) ganz schön zappeln. Das gefällt mir an ihr. Außerdem finde ich die Idee, dass keine polizeiliche Ermittlerin, sondern eine Ghostwriterin einen Mord aufklärt, in einen Krimi einmal etwas erfrischendes ist.
    Einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch relativ kurz ist, und somit an manchen Stellen die Geschehnisse sehr dicht aufeinander folgen und sich, besonders am Ende die Ereignisse etwas überschlagen.
    Deshalb sind es bei mir für dieses kurzweilige Lesevergnügen “nur” 4 von 5 Sternchen geworden.


    Lobenswert ist auch die anspechende Covergestaltung. :thumleft:



    Fazit:
    Ein gut durchdachter, atmosphärischer Krimi mit Lokalkolorit, der von der ersten Seite an fesselt.


    Ich vergebe 4 Sternchen :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

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