Shirley Jackson - Wir haben schon immer im Schloß gelebt

  • Buchdetails

    Titel: Wir haben schon immer im Schloss gelebt


    Verlag: Festa Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 224

    ISBN: 9783865527097

    Termin: Neuerscheinung Mai 2019

  • Bewertung

    3.7 von 5 Sternen bei 18 Bewertungen

    73,9% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Wir haben schon immer im Schloss gelebt"

    Merricat lebt am Rande eines Dorfes im Schloss der Familie Blackwood, nur in Gesellschaft ihrer Schwester Constance und dem wunderlichen Onkel Julian, der an den Rollstuhl gefesselt ist. Alle anderen Familienmitglieder wurden vergiftet. Merricat liebt die Ruhe im Schloss. Aber seit Constance vor Gericht freigesprochen wurde, den Rest der Familie ermordet zu haben, lässt die Welt den Blackwoods keinen Frieden mehr. Und als Cousin Charles auftaucht, voller falschem Getue und dem verzweifelten Bedürfnis, an den Inhalt des Familiensafes zu kommen, muss Merricat alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Schloss und seine Bewohner vor Schaden zu schützen … Selbstverständlich ist Shirley Jackson mehr als nur die »Queen of Horror« – sie ist eine der wichtigsten Autorinnen der US-amerikanischen Literatur. Frankfurter Rundschau: »Das Buch geht unter die Haut. Die gespenstische Atmosphäre, in der die beiden Schwestern und der halb verrückte Onkel leben, ist so beklemmend geschildert, dass man von der Lektüre nicht mehr loskommt.« Neil Gaiman: »Eine erstaunliche Autorin ... Wenn du sie nicht gelesen hast, hast du etwas Wunderbares verpasst.« Joyce Carol Oates: »Ein Meisterwerk unter den unheimlichen Thrillern. Shirley Jackson ist eine dieser höchst eigenwilligen, unnachahmlichen Schriftstellerinnen, deren Werke einen bleibenden Zauber ausüben.« Donna Tartt: »Ihr bestes Buch ... zugleich skurril und erschütternd, mit der detailreichen Fantasie eines Miniaturmalers skizziert, der in einem Mausoleum sitzt ... Wir fallen in Tiefen und Tiefen und blutrote Tiefen hinab, bis von der Realität nur noch ein unheimlicher, fast vergessener Schimmer hoch oben bleibt; und je tiefer wir sinken, desto tiefer wollen wir fallen.« Jonathan Lethem: »Für mich ist dieses ungewöhnliche und traumartige Buch ihr Meisterwerk.« The New York Times: »Ein verblüffendes Hexengebräu voller unheimlicher Kraft.« ; FESTA MUST READ: Große Erzähler ohne Tabus. Muss man gelesen haben.
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  • Über die Autorin kann man etwas auf der Phantastik-Couch lesen, der Text dort ist sehr lang, weshalb ich ihn nicht kopiere. Auf der Verlagsseite (Diogenes) steht momentan leider nichts zur Autorin!

    Klappentext (etwas dürftig):

    "Merricat ist ein seltsames Mädchen. Sie mag ihre Schwester Constance, Richard Plantagenet und Amanita phalloides, den grünen Knollenblätterpilz. Sonst nicht viel. Dafür sind ihre Feinde zahlreich."


    Eigene Eindrücke:
    Was für ein seltsamer Roman! Mir fällt es schwer, Worte für dieses Leseerlebnis zu finden. In Stichworten: beklemmend, merkwürdig, verwirrend, phantasievoll, rätselhaft, fesselnd.


    Zwei Schwestern und ihr Onkel (und der Kater Jonas) leben völlig zurückgezogen in einem riesigen Haus, das vom Dorf abgelegen ist. Alles wird aus Sicht der achtzehnjährigen Merricat beschrieben (in der ersten Person) - und dies ist eine sehr ungewöhnliche Sicht. Sie vergräbt ständig Dinge oder spricht Wörter in Gläser, um damit Schutzwälle zu errichten, sie stromert mit ihrem Kater herum und versteckt sich im Gebüsch, während Constance zuhause das Essen liebevoll zubereitet und im Garten arbeitet. Onkel Julian schreibt pausenlos an der Familiengeschichte. Diese ist, dass alle anderen Mitglieder vor Jahren beim gemeinsamen Abendessen vergiftet wurden. Warum die drei übrig blieben und wer das Gift ins Essen gemischt hat, will man als Leser zwar wissen und erfährt man auch, aber wie PierreDeRonsard so schön schrieb: es bleibt am Ende doch Nebensache.


    Wie die Dorfbewohner sich benehmen, wenn Merricat zweimal in der Woche zwangsweise durchs Dorf geht, um einzukaufen, oder der regelmäßige unerwünschte Besuch einer Dame, welche aus derselben, höheren, Gesellschaftsschicht kommt wie die Familie, die Art und Weise, wie sich die Schwestern in diesem abgeschotteten Dasein eingerichtet haben, in dem jede Mahlzeit ein Halt im sonst haltlosen Leben ist - all das liest sich so unglaublich faszinierend und fesselt den Leser, zumal wie gesagt Merricats Gedankengänge zu allem sehr ungewöhnlich sind.


    Als die Familie eines Tages Besuch von einem Vetter bekommt, ändert sich ihrer aller Leben und man ahnt die ganze Zeit über, dass das nicht gut ausgehen kann, hofft mit Merricat, dass dieser Vetter wieder verschwinden möge... wie es sich dann tatsächlich entwickelt, verrate ich natürlich nicht.


    Ich bin begeistert von diesem außergewöhnlichen Roman!


    4,5 Sterne

  • Ich kann mich Bell nur anschließen: beklemmend, merkwürdig, verwirrend, phantasievoll, rätselhaft, fesselnd.


    Im ersten Drittel lernt man das geregelte, wenn auch sehr zurückgezogene Leben kennen, das die beiden Schwestern mit ihrem kranken Onkel und dem Kater führen. Es ist ruhig und beschaulich, wenn auch ein wenig verschroben. Ihr Vetter, der eines Tages auftaucht, bringt dieses Leben durcheinander und versucht Zwietracht zwischen den Geschwistern zu sähen. Er redet auf Constance ein, dass sie den Onkel in ein Krankenhaus geben und wieder unter Menschen zu gehen soll, und bringt dadurch Merricat gegen sich auf. So kommt es zu einer weiteren Katastrophe.


    Hier wurde der Roman für mich fast unerträglich. Vor allem das Verhalten der Dorfbewohner ging mir an die Nieren. So fand ich dann die schlußendliche Entwicklung der beiden Schwestern nicht weiter erstaunlich, auch wenn sie mich traurig machte.


    Fazit:
    Die Geschichte ist verstörend, aber auf alle Fälle lesenswert.
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    Verführung Volljähriger zum Bücherkauf sollte nicht unter 5 Jahren Stadtbibliotheksmitgliedschaft bestraft werden!

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