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Ruth Nestvold - Flamme und Harfe

Flamme und Harfe

3.4 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen

Verlag: Blanvalet

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 704

ISBN: 9783442376261

Termin: November 2010

  • Beschreibung:
    Ihre unsterbliche Liebe sollte die Welt verändern
    Ein dramatisches und romantisches Fantasy-Epos, das seinesgleichen sucht - ein unvergesslicher Roman nicht nur für die zahllosen Leserinnen von Marion Zimmer Bradleys »Die Nebel von Avalon«.
    Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden ...


    Inhalt:
    Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer - und ihr Schicksal wurde nie vergessen.


    Flamme und Harfe ist eine Neuerzählung der Sage von Tristan und Isolde .
    Tristan heisst hier Drystan und Insolde heisst Yseult. Letztere wird gezwungen, Drystans Vater Marcus zu heiraten.


    Über den Autor:
    Ruth Nestvold wurde 1958 in Colville, Washington, USA geboren, lebt aber seit dreißig Jahren in Deutschland. Nach ihrer Promotion in Anglistik an der Universität Stuttgart war sie einige Jahre an verschiedenen deutschen Universitäten tätig.


    Meine Meinung:
    "Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, dass einr Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer."
    So begann der Roman, und ich dachte, das ist genau die feinfühlige Art von Fantasy, die ich mag.


    Ich habe eine Menge an positiven Kritiken über das Buch gelesen, wurde aber leider beim Lesen schwer enttäuscht.


    Der Grund, warum ich die Lektüre vorzeitig beendet habe, ist die unüberschaubare Fülle an Namen keltischen Ursprungs. Jede noch so unwichtige Nebenperson wurde namentlich benannt, so dass ich von Seite zu Seite immer mehr den Überblick verlor, und irgendwann genervt aufgab.


    Vielleicht sollte ich einen neuen Anlauf im Urlaub versuchen, wenn ich mich wirklich den ganzen Tag der Lektüre zuwenden kann, aber vorerst liegt das Buch mal auf dem SUB.

  • Ich habe dieses Buch komplett gelesen, direkt bei Erscheinen, da ich unglaublich wild darauf war und es zum Glück als Leseexemplar bekommen konnte (hätte ich fast 20 Euro dafür ausgegeben, hätte ich mich sehr geärgert).
    Der Schreibstil gefiel mir super, der Inhalt und die Figuren dagegen nicht. Der Held war mir auch am Ende noch herzlich egal,


    Besonders genervt und gelangweilt war ich von diesen ausufernden Kampfszenen und -beschreibungen, die sich teilweise völllig gleich lasen und immer nur die Kämpfe zeigten, über viele, viele Seiten hinweg. Das war nicht das, was ich erwartet hatte.
    Auch die Liebesgeschichte überzeugte mich in keiner Weise, warum Yseult sich in Drystan verliebt, war für mich nicht nachvollziehbar, mehr als verletzt bei ihrem Volk den Winter über zu liegen, hat er nämlich nicht getan. Und in den Szenen mit den beiden kam mir auch zu wenig an Gefühl rüber.


    Gut gelungen waren dagegen die Nebenfiguren, auch der ganze Aufbau der verschiedenen Sippen und Völker, ihr Leben, das war wirklich toll beschrieben.


    Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen; das Buch wurde, als es erschien, immer wieder mit Die Nebel von Avalon verglichen und "für Leser von MZB" bezeichnet. Daran reicht es aber leider für mich nicht heran.


    Von den langweiligen Kampfszenen abgesehen ist es aber eine doch recht unterhaltsame Geschichte. Keine, die ich gerne ein 2. Mal lesen würde und auch keine, die mich berührt hat, aber wer das Thema mag, der wird auch mit diesem Buch ganz gut unterhalten.

  • Mir ging es mit diesem Buch ganz ähnlich. Da ich sehr gerne Neuerzählungen von Märchen und Legenden lese, hatte ich mich auch sehr auf das Buch gefreut. Beim lesen wurde ich dann aber enttäuscht. Die Liebe der Hauptfiguren zueinander ist in diesem Fall nicht wirklich nachvollziehbar, und der Leser wird mit einer enormen Anzahl von Namen und historischen Fakten geradezu überschwemmt. Dadurch komm die Geschichte leider nicht in Fahrt. Die Tatsache das viele Leser ja bereits vorher wissen, wie die Geschichte ausgeht, ist dann natürlich tödlich.


    Schade aber von mir gabs dafür nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: .

    Rose: "Hold on, if you´re an alien, why do you sound like you´re from the north?"
    The Doctor: "Lots of planets have a north!"


    HelpforHeroes

  • Für mich war diese Story Neuland. Ich hatte klar schon mal von Tristan und Isolde gehört aber interessiert hat es mich nicht so richtig. Da stand ich im Buchladen und hielt das Buch in der Hand und dachte mir nimm mal mit.
    Jetzt bin ich dazu gekommen das Buch zu lesen.
    Nach den ersten 50 Seiten wollte ich schon aufgeben. Ich bin froh das ich es nicht getan habe.
    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich war nach den Anfgangsschwierigkeiten doch gut in der Geschichte. Zum Inhalt gehe ich jetzt nicht weiter ein, denn kennt ja fast jeder.
    Was mir nicht so gut gefallen hat waren die vielen Namen, die konnte ich mir nicht merken, ich war froh das es ein Glossar gab,da konnte ich doch nachschlagen. ( Leider ein Probelm von mir, das mit dem Namen) :-,
    Ansonsten gebe ich 4,5 Sterne.

    Ich lesee gerade The Haunted
    :study: 2016: 51 Bücher
    :study: 2015: 31 Bücher :pale:
    :study: 2014: 50 Bücher :pale:
    :study: 2013: 69 Bücher :-,
    :study: 2012: 50 Bücher :pale:
    :study: 2011 : 132 Bücher :cheers:
    :study: 2010 : 102 Bücher :dance:


    :flower: Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele :flower:

  • Guten Morgen und Danke für eure Einschätzungen!


    Dass es diesen Thread gibt, habe ich jetzt erst gesehen. Der Roman liegt auf meinem SuB, da auch ich begeisterte Leserin von Nacherzählungen von Sagen bin. Da ich das Buch per Gutschein erworben habe, ist es nicht so schlimm, wenn es mich enttäuschen sollte. Gerade die negativen Kritiken haben mich noch neugieriger auf den Roman gemacht, denn sehr oft gefällt mir, was andere nicht so gut fanden. Hoffentlich komme ich bald mal dazu, das Buch zu lesen.


    Viele Grüße
    Buchfresser

    Ich lese gerade:

    "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace

  • Flamme und Harfe subt bei mir noch. Was mich davon abhält, es zu lesen, sind die Vergleiche zu den Nebeln von Avalon. Dieser Roman hat mir wirklich Kopfschmerzen bereitet mit dem feministischen Gesülze. So was halt ich nicht noch mal aus. Kann mir jemand Entwarnung geben oder muss Flamme und Harfe für immer im SUB-Regal stehen bleiben?

    Gelesene Bücher 2011: 35 | 2012: 29 | 2013: 35 | 2014: 68, 2015: 52 | 2016: 66 | 2017: 53 (gehört: 05) | 2018: 43 (gehört: 06) | 2019: 17 (gehört: 3) | 2020: 04 (gehört: 01)

  • Ich kenne die Nebel von Avalon leider nicht. Was mich sehr gestört hat waren die vielen Namen, da kam ich echt nicht mit klar. Ich konnte mir die Namen nicht merken. Ansonsten war ein wenig Politik mit dabei aber sehr feministisch kam er mir jetzt nicht so vor. Vielleicht hilft dir das ja!

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    :flower: Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele :flower:

  • Todesmutig habe ich mich jetzt doch an Flamme und Harfe gewagt. Positiv: Es ist nicht wie Die Nebel von Avalon! :pray: Es ist nicht so feministisch und nicht überfüllt von absolut seltsamen Vergleichen (ich werde nie die Beschreibung dieses depperten Berges vergessen; aber das gehört nicht hierher). Negativ: Alles, was hier schon genannt wurde.
    Die Fülle an Namen ist beachtlich. Irgendwann hab ich mir keine Mühe mehr gegeben, zu überlegen, wer XY noch mal war und in welcher Beziehung er zu YZ stand. Wichtige Personen wurden eben häufiger erwähnt und irgendwann kannte ich sie einfach. Und, hey, es kommen doch nur drei Yseults vor!
    Ich muss gestehen, die Kämpfe nur überflogen zu haben. :pale: Solange ich am Ende wusste, wer lebt und wer den Löffel abgegeben hat, war ich zufrieden. Auch überflogen habe ich einige Liebesszenen, weil ich allgemein ein Problem mit eben solchen habe. Nicht, weil ich total prüde bin, sondern weil ich nicht leicht zu überzeugen bin. Und die Liebesgeschichte zwischen Drystan und Yseult hat mich eben nicht überzeugt. Mir kam es so vor, als hätten sie nur jede freie Sekunde für ein Schäferstündchen genutzt, aber wie da eine tiefe Liebe entstanden sein sollte, blieb mir immer ein Rätsel. Das liegt eventuell an mir, weil mich so was in quasi jedem Buch stört, aber die negativen Stimmen, die das gleiche behaupten, sprechen wohl Bände.
    Zusammenfassen könnte man die Handlung so: "Hallo, ich bin Yseult. - Hallo, ich bin Drystan. - Oh, ich liebe dich. - Gibt's ja nicht, ich dich auch. - Och nee, wir können nicht zusammen sein. - Komm schon, das kriegen wir hin. - Nö. - Och komm. - Nee. - Doch. - Nein. - Echt nicht? - Nä. - Dann halt nicht. - Okay. Oh, ich hab einen Fehler gemacht! - Hilfe, ich hab einen Fehler gemacht! Also noch mal von vorne: Hallo, ich liebe dich. - Super."


    Die für mich am besten beschriebene Person war Drystans Freund Kurvenal. Dessen Gefühle nachzuvollziehen fiel mir viel leichter als durch Drystans und Yseult verschwurbeltes Blabla durchzublicken.

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  • Zusammenfassen könnte man die Handlung so: "Hallo, ich bin Yseult. - Hallo, ich bin Drystan. - Oh, ich liebe dich. - Gibt's ja nicht, ich dich auch. - Och nee, wir können nicht zusammen sein. - Komm schon, das kriegen wir hin. - Nö. - Och komm. - Nee. - Doch. - Nein. - Echt nicht? - Nä. - Dann halt nicht. - Okay. Oh, ich hab einen Fehler gemacht! - Hilfe, ich hab einen Fehler gemacht! Also noch mal von vorne: Hallo, ich liebe dich. - Super."


    :totlach: :totlach:
    Ich hab das gerade erst entdeckt, weil ich irgendwo auf dieses Buch aufmerksam wurde. Mit euren Beschreibungen habt ihr mich wohl vor einem Fehlkauf bewahrt. Danke!

    Gelesen in 2020: 3 - Gehört in 2020: 5 - SUB: 438


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Also ich denke, ich gebe auch meinen dritten Versuch mit diesem Buch auf und zwar endgültig. Ich bin noch nicht mal besonders weit, aber es strengt einfach nur an. Ich bin normalerweise sehr angetan von keltischen und altgermanischen Namen, aber das ist mir einfach zu viel und wenn ich dann lese, dass es noch zu ewigen Kampfszenen kommt... Schade, ich hätte die Geschichte an sich gut gefunden.