Marion Zimmer-Bradley - Die Nebel von Avalon / The Mists of Avalon

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Die Nebel von Avalon

4.2|121)

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 1.120

ISBN: 9783596509911

Termin: November 2006

  • In früheren Zeit gab es nun einmal das Matriarchat - das heißt, das den Frauen eine wichtige, wenn nicht die bestimmende, Rolle zukam. Das ist im Laufe der Zeiten - und "dank" der christlichen Kirche, die einfach Angst vor starken Frauen hat(te) - nur in Vergessenheit geraten. Und das hat nun aber gar nichts mit dem heutigen Begriff des Feminismus zu tun. Ich kann mich nur wiederholen: ich bin begeistert von der Figur der Morgaine, die so eine starke Frau ist, aber auch eine so tragische Rolle spielt. Gwen ist halt das komplette Gegenstück - die christlich erzogene, ängstliche und gehorsame Frau. Sympathisch ist sie mir nicht, aber es wäre ja schlimm, wenn man alle Figuren in einem Roman "lieben" würde.


    Vom Film kann ich nur abraten, denn der hat, außer den Namen, mit dem Buch so gar nichts zu tun.
    Aber ich glaube, das Buch werde ich mir wohl mal wieder vornehmen. :wink:

    Das Matriarchat ist in Europa um 3000/2000 v.Chr. mit der Einwanderung indogermanischer Volksgruppen verschwunden - die christliche Kirche in den ersten Jahrhunderten nach Christus hat damit nichts mehr zu tun. Auch die Kelten waren, bevor die Römer kamen, schon patriarchalisch geprägt. Über die geringe Historizität von "Die Nebel von Avalon" muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren, aber mir schien es an dieser Stelle nochmal angebracht.^^

    ~Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.~
    - Heinrich Heine -


    Gelesene Bücher 2017/18: 9/-

  • In früheren Zeit gab es nun einmal das Matriarchat - das heißt, das den Frauen eine wichtige, wenn nicht die bestimmende, Rolle zukam. Das ist im Laufe der Zeiten - und "dank" der christlichen Kirche, die einfach Angst vor starken Frauen hat(te) - nur in Vergessenheit geraten. Und das hat nun aber gar nichts mit dem heutigen Begriff des Feminismus zu tun. Ich kann mich nur wiederholen: ich bin begeistert von der Figur der Morgaine, die so eine starke Frau ist, aber auch eine so tragische Rolle spielt. Gwen ist halt das komplette Gegenstück - die christlich erzogene, ängstliche und gehorsame Frau. Sympathisch ist sie mir nicht, aber es wäre ja schlimm, wenn man alle Figuren in einem Roman "lieben" würde.


    Vom Film kann ich nur abraten, denn der hat, außer den Namen, mit dem Buch so gar nichts zu tun.
    Aber ich glaube, das Buch werde ich mir wohl mal wieder vornehmen. :wink:

    So seh ich das auch alles.
    Wobei ich bei Gewn immer einen Dickenhals bekommen habe weil sie mich so genervt hat. Wobei ich finde, ihr ganzer Charakter liest sich so das sie durch ihre Erziehung und ihren Glauben einen psychen Knacks hat. Sie hat angst vor dem Himmel und vor freien Ebenen etc. pp. Dann natürlich "Okay, dann rutsch über mich drüber um das Kind zu zeugen aber bitte ohne das es dir gefällt, verstanden?"... Aber klar, es ist halt einfach ein Charakter in einem Buch, ich muss ihn nicht lieben. ;)

  • Über die geringe Historizität von "Die Nebel von Avalon" muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren, aber mir schien es an dieser Stelle nochmal angebracht.

    das könnte vielleicht auch daran liegen, das es eben kein historischer Roman ist. Aber ich will nicht streiten und auch keinen wissenschaftlichen Disput auslösen :wink: Vielleicht habe ich auch mit dem Begriff "Matriarchat" daneben gegriffen, ich wollte halt dem "Feminismus" etwas entgegensetzen. Ich denke, es steckt einfach der Geist des "uralten Wissens" in diesem Roman - und davon ist uns leider sehr viel verloren gegangen.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • das könnte vielleicht auch daran liegen, das es eben kein historischer Roman ist. Aber ich will nicht streiten und auch keinen wissenschaftlichen Disput auslösen :wink: Vielleicht habe ich auch mit dem Begriff "Matriarchat" daneben gegriffen, ich wollte halt dem "Feminismus" etwas entgegensetzen. Ich denke, es steckt einfach der Geist des "uralten Wissens" in diesem Roman - und davon ist uns leider sehr viel verloren gegangen.

    Dass es kein historischer Roman ist, weiß ich ja - aber selbst bei dieser Frauenbewegung (ich glaube, das ist noch der neutralste Begriff dafür) bin ich eher skeptisch - natürlich ist auch viel Wissen im Laufe der Zeit verloren gegangen, gar keine Frage - aber da sich dieser Roman eben zu sehr an Sagen, Legenden etc. orientiert, habe ich starke Zweifel, ob das zeitgemäß war. Aber gut, dieses Buch löst immer diese Kontroverse aus - ich freue mich ja, dass es Menschen gibt, denen es gefällt - ich habe es leider nach 1/4 abgebrochen, weil es mich nicht ansprach bzw. zu männerfeindlich war.

    ~Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.~
    - Heinrich Heine -


    Gelesene Bücher 2017/18: 9/-

  • Ryhinara


    Da sagst Du was! Ich finde sie auch gaaanz furchtbar! Umso schlimmer finde ich es, dass sie so eine große Rolle spielt!


    Ich finde das Buch weniger unterhaltsam, sondern mehr antrengend. Auch bei den vielen Namen komme ich absplut durcheinander, v.a. weil die sich alle so ähnlich sind! :shock: Bin auf S.860 und froh, wenn es rum ist. ;) Ich werde trotz allem das Buch behalten und danach nicht weitergeben, denn ich kann mir vorstellen, dass ich in einigen Jahren nochmal eine andere Meinung über das Buch habe.

  • Bin nun fast fertig mit dem Buch. Es fehlen noch 100 Seiten ungefähr. Habe gerade das Geschehen verlassen, in welchem Kevin getötet wird. Und Morgaine macht sich auf die Suche nach Nimue und findet sie, ich zitiere:


    Das ist alles, was darüber steht.


    Nun meine Frage, wie ist sie denn gestorben?? Kann sich das jemand erklären?

  • Nun meine Frage, wie ist sie denn gestorben?? Kann sich das jemand erklären?

    Es ist schon eine Weile her, als ich das Buch zum letzten Mal gelesen habe, aber ich meine mich zu erinnern, dass

    Beide Varianten hängen damit zusammen, dass sie sich in Kevin verliebt hat.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Es ist schon eine Weile her, als ich das Buch zum letzten Mal gelesen habe, aber ich meine mich zu erinnern, dass

    Beide Varianten hängen damit zusammen, dass sie sich in Kevin verliebt hat.

    Es ist in der Tat eine Weile her, aber ich glaube dein Gedächtnis täuscht dich nicht ^^


    :study:  Memento: Die Feuerblume (J.Baggott)
     :bewertung1von5: Bücher/Seiten 2018: 38/15.592 || SUB 170 O:-) (Start:173) 

    -

    "Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen." / S.King
    "Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen." / Muppet Show
    "Why do most people fail to give each other the fairy tale?" / M.Quick

  • Also ich stimme meinen Vorrednerinen zu!


    oOo Zu wissen, dass man nichts weiß ist der erste Schritt zur Weissheit! oOo


    Bücher 2013:


    Gelesen: 20 Seiten: 16083


    Am Lesen:


    Die Arena - Stephen King :study:

  • Okay, also ich denke mittlerweile, dass



    So würde ich das verstehen.

  • Vielleicht sollte Shiners Beitrag weiter gespoilert werden, immerhin steht dort, wer stirbt und das will ja nicht jeder Leser schon vorher wissen.
    Dessen ungeachtet glaube ich auch, dass

    Gelesene Bücher 2011: 35, 2012: 29, 2013: 35, 2014: 68, 2015: 52, 2016: 66 2017: 53 (gehört: 05)
    2018: 20

  • Ich finde dieses Buch einfach furchtbar, viel zu lang und zu zäh. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich zuerst den Film angeschaut habe (und den schon schlecht fand) und dann erst das Buch gelesen habe.

  • Vielleicht sollte Shiners Beitrag weiter gespoilert werden, immerhin steht dort, wer stirbt und das will ja nicht jeder Leser schon vorher wissen.


    Hätte ja gerade selbst meinen Beitrag editiert, nur irgendwie finde ich keinen Edit-Button. :scratch:

  • Ich finde dieses Buch einfach furchtbar, viel zu lang und zu zäh. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich zuerst den Film angeschaut habe (und den schon schlecht fand) und dann erst das Buch gelesen habe.

    Kann mir gut vorstellen, dass es an dem Film liegt. Also ich meide am liebsten immer zuerst den Film, wenn ich das Buch noch nicht gelesen habe und es noch vorhatte. Habe Angst davor, dass mir davon das Buch kaputt gemacht wird.
    Abegsehen davon kann ich wirklich Leser verstehen, die dieses Buch als zäh und viel zu lang beschreiben. Bin auch dieser Meinung, obwohl ich durchgehalten habe! :thumright: Die Geschichte dahinter ist aber wirklich schön, leider beschreibt mir die Autorin zu sehr die Einzelheiten, was mich immer etwas zur Unkonzentriertheit verleitet hat.

  • Kann mir gut vorstellen, dass es an dem Film liegt. Also ich meide am liebsten immer zuerst den Film, wenn ich das Buch noch nicht gelesen habe und es noch vorhatte. Habe Angst davor, dass mir davon das Buch kaputt gemacht wird.
    Abegsehen davon kann ich wirklich Leser verstehen, die dieses Buch als zäh und viel zu lang beschreiben. Bin auch dieser Meinung, obwohl ich durchgehalten habe! :thumright: Die Geschichte dahinter ist aber wirklich schön, leider beschreibt mir die Autorin zu sehr die Einzelheiten, was mich immer etwas zur Unkonzentriertheit verleitet hat.


    Ich habe das Buch in der Mitte abgebrochen, weil es mir einfach zu blöd war. Es werden viel zu viele Details beschrieben, die eigentlich gar nicht relevant sind für die Story.

  • Ich habe das Buch in der Mitte abgebrochen, weil es mir einfach zu blöd war. Es werden viel zu viele Details beschrieben, die eigentlich gar nicht relevant sind für die Story.

    Da stimme ich Dir vollkommen zu! :thumright:

  • Auch heute noch meine ich jeden Stein und jeden Baum von Avalon zu sehen,

    Ich habe das Buch in der Mitte abgebrochen, weil es mir einfach zu blöd war. Es werden viel zu viele Details beschrieben, die eigentlich gar nicht relevant sind für die Story.

    Tja - so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Aber es ist ja auch gut, dass nicht alle den gleichen Geschmack haben, dann wäre es auf die Dauer doch ziemlich langweilig hier :wink:

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Mir hat dieses Buch nicht so gut gefallen. Es war stellenweise wirklich spannend und manchmal hat mich tatsächlich interressiert wie es wietergeht.
    Aber:


    Zum Ersten gibt es in diesem Buch keine Figur, die länger als 20 Seiten sympatisch ist. Das kann bei anderen Büchern interessant sein, da man immer wieder mit komplett unterschiedlichen Leuten mitfiebert, wenn man aber niemanden hat, auf dessen Seite man sich schlägt, nervt das nach einer Weile ziemlich.


    Zum Zweiten hätte es für meinen Geschmack auch halb so lang sein können. Allein schon wenn man die Landschafftsbeschreibungen etwas gekürzt hätte, hätte man 200 Seiten weniger gehabt. Manchmal habe ich nur das Gesagte gelesen (je nach Stelle teilweise nur drei oder vier Sätze auf einer Seite) und ich habe trotzdem alles verstanden.


    Außerdem mag ich die Figur Gwenwyfar nicht. Ich sage nicht, dass sie mir unsympatisch ist, denn das würde noch lange nicht bedeuten, dass ich die Figur nicht mag. Ich halte Gwen für arrogant, dumm und rassistisch, aber das schlimmste ist das sie noch nicht einmal interessant ist. Ich kann mit Charakteren leben, die mir unsympathisch sind, wenn sie wenigstens einen interessanten Character haben, oder eine spannende Vergangeheit, oder auch irgendwelche bewundernsweren Züge, aber Gwen muss ja komplett langweilig und zudem noch ängstlich und unselbstständig sein
    Zum Schluss war ich von dem Buch nur noch genervt und habe, was ich sonst wirklich nicht tue, ganze Seiten übersprungen um an anderer Stelle wieder in die Handlung einzufinden.

  • Huhu Mädels, huhu Hiri,
    ich habe die Nebel von Avalon hier zu liegen, weiß aber, dass es mehrere Bücher gibt, quasi eine Reihe. Mit Begeisterung habe ich nun gesehen, dass die Nebel eigentlich der achte Teil sind. Wäre es besser, der Reihe nach zu lesen oder ist das eigentlich egal? Die Autorin hat scheinbar auch später noch Bücher, die vorher stehen müssten, geschrieben.
    Mir sagte übrigens eine Buchhändlerin, die Literaturwissenschaft studiert hat, ihr Prof. meinte, wer das Mittelalter verstehen will, sollte Marion Z. B. lesen.
    Also ich möchte eigentlich anfangen. Oder besorge ich mir doch erst den ersten Teil?

    Du solltest die Sorte Frau sein, wo - wenn sie morgens aufsteht und einer ihrer Füße den Boden berührt - der Teufel sagt: "Scheiße, sie ist wach!"
     :study: Dieses Jahr rockt das Regal!

  • Ich hab's schon mehrfach an verschiedenen Stellen erwähnt: ich hab die Nebel als erstes gelesen und alle anderen Bücher später. Hat gar nichts ausgemacht. Außer, dass mir dann die anderen nicht mehr ganz so gut gefallen haben :-, , weil ich dieses Buch einfach als das Beste empfunden habe. Was aber wiederrum daran gelegen habe könnte, dass es das erste war... Egal - auf jedem Fall hat das dem Verständnis gar keinen Abbruch getan. Ich wünsche dir ganz viel Spaß damit.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

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