Tom Sharpe: Puppenmord

  • Kurzmeinung

    aida2008
    Alle Charaktere haben irgendwie eine "Klatsche" - ist mir zu viel des Guten, daher nach 2/3 abgebrochen

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  • Tom Sharpe: Puppenmord; 4 CDs 318 Minuten Gesamtspielzeit; Produktion und Veröffentlichung: Patmos Verlag Düsseldorf 2005; Ton: Ansgar Döbertin; Regie: Dirk Kauffels; Sprecher: Olli Dittrich; ISBN: 978-3-491-91723-1


    Henry Wilt ist der typische Verlierer. Seine Frau Eva nervt. Seine Berufsschulklassen reizen ihn bis aufs Blut. So sucht er Halt in seinen Mordphantasien. Als er auf einer Feier von der sexsüchtigen Sally ins Schlafzimmer gezerrt wird, wehrt er sich. Und fällt prompt in Ohnmacht. Als er wieder aufwacht, ist er splitterfasernackt. Und untrennbar mit einer Gummipuppe verbunden. Wilt plant, sein Leben zu ändern.


    Dies ist der skurilste "Krimi", den ich kenne. Ein tolpatschiger und lebensuntüchtiger Lehrer gerät durch seine eigene Ungeschicklichkeit in den Verdacht, seine Frau und zwei Freunde umgebracht zu haben. Erst seine Frau kann ihn aus dieser Spirale der Verdächtigungen befreien.


    Gleichzeitig gibt es viele entlarvende Seitenhiebe auf die Emanzipationsbewegung. Die beteiligten Damen haben zwar immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Wird die gutbürgerlich-pseudowissenschaftliche Fassade aber zerstört, stellt sich ganz schnell heraus, daß ganz andere Werte im Zusammenleben wichtig sind...


    Die sehr wandelfähige Stimme Dittrichs trägt dazu bei, daß die Geschichte viel Humor aufweist. Die Besprechung des dazugehörigen Buches gibt es hier im Büchertreff schon.

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