Elly Griffiths: Totenpfad / The Crossing Places

  • Buchdetails

    Titel: Totenpfad


    Band 1 der

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 336

    ISBN: 9783499252198

    Termin: Dezember 2011

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 35 Bewertungen

    81,4% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Totenpfad"

    Dr. Ruth Galloway, forensische Archäologin: liebt Katzen und alte Knochen Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind. Doch die Archäologin Ruth Galloway sieht auf einen Blick: ein Fund aus vor-geschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen in heidnischen Ritualen - an Plätzen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Harry und Ruth ahnen, dass sie dem Täter nahe sind. Wie nahe, ahnen sie allerdings nicht. Ruth Galloways erster Fall
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  • Inhaltsangabe (amazon)
    «Sieh nach dem Himmel, den Sternen, den Übergängen. Du findest sie dort, wo die Erde auf den Himmel trifft.»


    Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe an die Norfolk Police.


    An
    einem nebligen Herbsttag werden in den Salzwiesen nahe der Küste
    Mädchenknochen gefunden. Lucys? Ruth Galloway, die forensische
    Archäologin, sieht auf einen Blick: Sie steht vor einem Fund aus
    vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen, wo Land und
    Wasser aufeinandertreffen.
    Zufall? Ein weiteres Mädchen verschwindet, und Ruth ahnt, dass sie dem Täter nahe ist. Wie nahe, ahnt sie nicht.
    Die
    Knochen sind alt, das ist der forensischen Archäologin Ruth Galloway
    sofort klar. Das Mädchen hingegen konnte noch nicht so alt gewesen
    sein. Wie sie zu Tode gekommen ist, kann Ruth nicht mehr ermitteln,
    aber die Faserreste an ihren Handgelenken lassen vermuten, dass sie
    gefesselt und der Flut ausgesetzt worden ist. Doch das war schon vor
    2000 Jahren geschehen. Es hat nichts mit dem Fall der vermissten Lucy
    Downey zu tun. Oder? In den anonymen Briefen, die Detective Chief
    Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police seit dem Verschwinden der
    Fünfjährigen bekommt, ist immer wieder vom Moor die Rede, von
    Opferungen und heidnischen Ritualen.
    Darum bittet Harry Ruth um ihre
    Mithilfe. Als kurz darauf ein weiteres Mädchen verschwindet, muss Ruth
    entdecken, dass sie den Täter besser kennt, als sie glaubt. Und er sie
    ...


    Autorin (Klappentext)
    Elly Griffiths ist Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von
    Brighton. Die Idee zur Figur von Ruth Galloway hatte sie, als ihr Mann
    seinen Job als Banker aufgab, um Archäologe zu werden. Dazu kamen die
    Mythen und Legenden, die ihre in Norfolk lebende Tante früher immer
    erzählte. Totenpfad ist Elly Griffiths' erster Krimi mit Ruth Galloway
    und DCI Harry Nelson, weitere Bände sind in Vorbereitung.


    Meine Meinung


    Als im Salzmoor die Knochen eines Mädchens gefunden werden, vermutet der Polizist Harry Nelson, es könnte sich um die Überreste der vor 10 Jahren verschwundenen Lucy handeln. Um seine Theorie zu verifizieren, bittet er die forensische Archäologin Ruth Galloway um Hilfe. Deren Fachkenntnis ermöglicht zwar rasch die Feststellung, dass es sich um einen Fund aus der Eisenzeit handelt, dennoch hat dieser Fund den Polizisten darin bestärkt, die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Lucy wieder zu intensivieren.
    Kurz darauf verschwindet erneut ein kleines Mädchen und die Polizei erhält merkwürdige Briefe, in denen es von Zitaten aus der Bibel und aus der klassischen Literatur sowie von Anspielungen auf die nordische Mythologie nur so wimmelt. Hat man es mit einem psychisch gestörten Mörder zu tun?
    Die Protagonistin dieses ersten Bandes einer bereits geplanten Reihe ist keine perfekte Superheldin, sondern eine Frau Ende Dreißig, die beruflich erfolgreich ist, aber kein nennenswertes Privatleben hat. Sie ist übergewichtig, eher schüchtern und hat nicht besonders viel Selbstbewusstsein, ihre wichtigsten Bezugs"personen" sind ihre zwei Katzen. Ruth ist sehr sympathisch und bodenständig. Auch die Figur des männlichen Protagonisten, Harry Nelson, ist gut ausgearbeitet, man kann ihn sich gut vorstellen.
    Der Erzählstil ist geradlinig, was das Buch schnell und einfach zu lesen macht. Die Spannungskurve bleibt bis kurz vor dem Schluss relativ flach, es handelt sich also nicht gerade um einen hochspannenden Thriller. Dennoch kommt keine Langeweile auf, da man interessante Informationen über die Arbeit von Archäologen erfährt, ohne durch zuviel Fachwissen überfordert zu werden, und da die Autorin außerdem recht humorvoll schreibt.
    Zur Veranschaulichung befindet sich im vorderen und hinteren Einband des Buchs eine Karte des Salzmoors und der in der Nähe angesiedelten Örtlichkeiten,die es ermöglichen, die Wege der Romanfiguren stets zu verfolgen. In einem Nachwort äußert sich die Autorin zu Fakten und Fiktivem.
    Ich würde gern weitere Bände mit Ruth Galloway als Hauptfigur lesen und vergebe für dieses Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Das hört sich doch mal nach einer interessanten neuen Reihe an! Vielen Dank für die tolle Rezi, wandert gleich auf meine Wunschliste :D

    :study: Die amerikanische Nacht (M.Pesshl)
    :bewertung1von5: Bücher/Seiten 2020: 25/9.679 || SUB 235 O:-) (Start:251)

    -

    "Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen." / S.King
    "Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen." / Muppet Show
    "Why do most people fail to give each other the fairy tale?" / M.Quick

  • Da birst das Moor, ein Seufzer geht hervor aus der tiefen Höhle ...


    Ruth Galloway, 40 Jahre alt, unverheiratet, ist Archäologie-Dozentin an der University of North Norfolk, Spezialgebiet Forensik. Zusammen mit zwei Katzen bewohnt sie eines von drei kleinen Häusern am Rand des Salzmoors. Sie fühlt sich wohl, ja geradezu hingezogen zu dieser unerbittlichen, trostlosen Landschaft.
    Zwei kleine Mädchen, Lucy Downey und Scarlet Henderson, sind innerhalb von zehn Jahren verschwunden. Detective Chief Inspector Harry Nelson arbeitet mit vollem Einsatz an den Fällen. Als er dann noch zwölf rätselhafte anonyme Briefe erhält, wendet er sich an Ruth. Kann sie vielleicht einige Teile deuten (wir erfahren in diesem Zusammenhang viel über nordische Mythologie) und Hinweise zu den verschwundenen Kindern finden?
    Detective Nelson und Ruth fahren ins Salzmoor zum Ort des Knochenfundes - dabei handelt es sich um einen "schmalen Arm mit einem Taufarmband". Sind das die Reste eines Säuglings? Ist es eine Moorleiche, oder sind es die Überreste der vermissten Lucy? Der Horror ... Was mag noch alles zum Vorschein kommen?
    Die Autorin beobachtet Handlungsorte und Personen mit scharfem Auge. Ruths einsames Haus, ihren Arbeitsplatz an der Uni, ihre Beziehung zu Eltern und Kollegen kann sich der Leser gut vorstellen. Die Novemberstimmung im Moor ( "ein gottverlassenes, unwirtliches Sumpfland") und die ihm eigene typische Flora und Fauna fängt die Autorin mit ihrer einfühlsamen Beschreibung sehr gut ein und spricht dabei alle unsere Sinne an: Wir spüren förmlich die Nässe, das Undurchsichtige, und die leise wahrgenommenen Geräusche klingen wie verstärkt. Unser Schaudern, Frösteln und Gruseln erreicht seinen Höhepunkt, wenn wir erfahren, dass sich an dieser Stelle ein henge befindet - ein steinzeitlicher kreisförmiger Erdwall, der als Kultstätte für Gaben und Opferhandlungen schon in der Eisenzeit diente. Eine perfekte Kulisse für einen spannenden forensischen Thriller.

  • Inhalt:


    Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy. Seitdem schreibt ein
    Unbekannter verstörende Briefe an die Polizei in Norfolk.

    An
    einem nebligen Herbsttag werden in den Salzwiesen nahe der Küst
    Mädchenknochen gefunden. Lucys? Ruth Galloway, die forensische
    Archäologin, sieht auf einen Blick: Sie steht vor einem Fund aus
    vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Mensche, wo Land und Wasser
    aufeinandertreffen. Zufall? Ein weiteres Mädchen verschwindet und Ruth
    ahnt, dass sie dem Täter nahe ist. Wie nahe, ahnt sie nicht.

    Meine Meinung:
    Ruth
    Galloway ist keine typische Romanheldin - nicht nur, dass sie keine
    Polizistin oder Dedektivin ist, sondern eine Archäologin, sie ist auch
    aüßerlich und charakterlich keine umwerfende Person, wie man vielleicht
    erwarten mag. Ruth ist übergewichtig, gräbt am liebsten in
    irgendwelchen Erdlöchern, wenn sie nicht gerade an der Uni unterrichtet
    und lebt zusammen mit ihren beiden Katzen im Salzmoor - einem
    verlassenem Ort, wo es sonst ur Vogelfreunde hinzieht und sie ließt
    lieber Krimis, statt Zeitung. Und doch ist Ruth einem sympathisch,
    wahrscheinlich gerade weil sie keine typische Heldin ist.
    Auch
    ihr Leben ist alles andere als spektakulär. Sie unterrichtet an der
    Universität von Norfolk, grub im Salzmoor einige Schätze aus und
    genießt das einsame Leben mit ihren Katzen, bis DCI Harry Nelson in ihr
    Leben tritt. Ein anfangs sehr ungeduldiger und unsympathischer Mensch,
    der sich während des Romans immer beliebter macht. Nicht nur für den
    Leser.
    Auch trifft man auf allerhand andere Charaktere. Ruths
    Ex-Freund Peter - der wieder in ihr Leben tritt, da seine Ehe nicht
    mehr funktioniert und er die gemeinsame Zeit vermisst. Errik, der
    Wikinger - Ruths alter Mentor, mit dem sie gemeinsam den Henge-Ring vor
    einigen Jahren im Salzmoor ausgegraben hat. Shona - Ruths beste
    Freundin und Literaturexpertin an der Universität. Cathbad, ein Druide
    und merkwürdiger Kautz und Ruths langjähriger Nachbar David, der
    Vogerlwart. All diese Charaktere wirken sympathisch (wenn auch ein
    wenig verrückt) und nehmen - bis auf David und Cathbad - einen großen
    Teil in Ruths Leben ein.
    Doch als Ruth immer mehr in die
    Ermittlungen involviert wird und nach und nach die Zeichen, die DCI
    VNelson nicht zu deuten wusste, versteht - beginnt ihre kleine Welt zu
    bröckeln und sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann und wem nicht.
    Ein
    relativ unspannendes Buch, aber dennoch fand ich es sehr gut. Anfangs
    grübelte ich und stellte - wie immer - meine Vermutungen auf, die sich
    langsam bewahrheiteten, aber noch vieles mit sich zogen. Ehrlich gesagt
    tat mir ruth am Ende des Buches sehr leid, da sie plötzlich aus ihrem
    ruhigen Leben gerissen wurde und ins Kreuzfeuer gelangte. Alle um sie
    herum verwandelten sich in Fremde, die sie nicht zu kennen schien.
    Sehr
    gutes Buch. Leichte und lockere Lektüre. Ich erwarte mmit Spannung
    weitere Werke von Elly Griffiths, da ich die Paarung Ruth Galloway und
    DCI Harry Nelson sehr interessant finde - vorallem nach den Umständen
    der letzten Seiten.

    "And this someone was worth the pain. And the sorrow. Because this
    someone was the one he had to save. This one made him this kind of
    hero."

  • Leider habe ich das Buch damals nicht bei Vorablesen gewonnen, aber ich konnte es mir dann ertauschen. Meine Rezi:


    Die forensische Archäologin Ruth Galloway ist Dozentin an der Universität von North Norfolk. Ruth ist Single und lebt gemeinsam mit ihren beiden Katzen in einem kleinen Häuschen am Salzmoor. Als dort die Knochen eines Mädchens entdeckt werden, bittet Detective Chief Inspector Harry Nelson Ruth um ihre fachliche Unterstützung. Er muss herausfinden, wie alt die gefundenen Knochen sind. Denn seit zehn Jahren ist er auf der Suche nach Lucy Downey. Das damals fünfjährige Mädchen verschwand und wurde niemals wieder gesehen. Obwohl ein Unbekannter all die Jahre Briefe mit Hinweisen und verschlüsselten Botschaften an die Polizei schickt, hat Harry Nelson keine Hoffnung mehr, Lucy lebend zu finden und vermutet, dass es sich bei den gefundenen Knochen um ihre sterblichen Überreste handelt.


    Doch Ruth kommt zu dem Ergebnis, dass die Knochen bereits aus der Eisenzeit stammen. Damit ist Lucy Downeys Verschwinden noch immer ungeklärt. Ruths Interesse an diesem alten Fall ist geweckt und deshalb beginnt sie in den Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei stößt sie auf archäologische Fachbegriffe und kommt der Lösung näher. Plötzlich verschwindet ein weiteres Mädchen und Ruth bekommt vom Täter eine deutliche Warnung....


    Meine Meinung


    "Totenpfad" ist der Auftaktband einer Reihe um die forensische Archäologin Ruth Galloway und Detective Chief Inspector Harry Nelson. In diesem ersten Teil werden die beiden Hauptprotagonisten vorgestellt und man erfährt, wie es zu einer Zusammenarbeit kommt und wie sich diese weiterentwickelt. Ruth Galloway ist keine durchgestylte Superermittlerin, sondern eine ganz normale Frau, die sich mit Figurproblemen herumschlägt. Ruth ist fast vierzig und ihre Familie wartet schon lange darauf, dass sie sich einen Ehemann sucht. Doch Ruth denkt gar nicht daran, sondern ist mit ihrem Leben zufrieden. Die Archäologin wirkt auf mich sehr sympathisch und lebendig.


    Detective Chief Inspector Harry Nelson ist ein erfahrener Ermittler, der in seinem Beruf aufgeht. Nelson verkörpert einen hartgesottenen, meist schlecht gelaunten, Polizisten. Dennoch weckt auch diese Figur Sympathien. Nelson wird facettenreich beschrieben und wirkt dadurch glaubhaft und interessant.


    Der Schreibstil ist flüssig, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Die Landschaftsbeschreibungen sind detailliert. Dadurch erwachen die Handlungsorte förmlich zum Leben. Eine Skizze im Buch hilft dabei, sich am Strand zu orientieren und sich das Salzmoor, den Binnensumpf und die Lage am Meer vorzustellen. Es gelingt der Autorin eine dunkle Atmosphäre zu erschaffen. Da Ruths archäologisches Wissen sie ja erst zur Co-Ermittlerin in diesem Fall macht, befasst sich ein großer Teil der Handlung mit ihrer Arbeit. Dieser Aspekt ist verständlich und interessant beschrieben.


    Der kriminalistische Teil der Handlung beginnt recht spannend. Doch leider kann die aufgebaute Spannung nicht lange gehalten werden. Das Geschehen wird interessant geschildert und es gibt durchaus Momente die fesseln, doch insgesamt plätschert die Geschichte eher unspektakulär vor sich hin. Für einen echten Krimifan dürfte einiges vorhersehbar sein und auch der spätere Täter gerät früh in Verdacht. Zudem hat Kommissar Zufall einen Tick zu oft seine Hände im Spiel, sodass einige Szenen stark konstruiert wirken.


    Mein Fazit


    Die Krimihandlung konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, doch die detaillierten Naturbeschreibungen, den archäologische Aspekt und die sympathischen Hauptprotagonisten fand ich sehr gelungen. Wahrscheinlich werde ich aus diesen Gründen doch einen weiteren Versuch mit dieser Reihe wagen.

  • Dr. Ruth Galloway ist Archäologin und wird von der Polizei um ihre Mithilfe bei der Aufklärung eines 10 Jahre zurückliegenden Verbrechens gebeten. Damals ist ein kleines Mädchen verschwunden und nun wurden Knochen entdeckt. Ruth soll herausfinden, wie alt diese sind und ob das Mädchen damit gefunden wurde. Sie stellt allerdings schnell fest, dass die Knochen uralt, durch den torfigen Boden im Moor aber sehr gut erhalten sind. Außerdem bittet der Inspector Harry Nelson sie um Hilfe bei rätselhaften Briefen, die er seit Verschwinden des Mädchens erhält, deren Sinn er aber nicht wirklich entschlüsseln kann.


    Kurz darauf verschwindet ein zweites Mädchen, wieder fehlt jede Spur.


    Ruth lebt seit Jahren in der einsamen Gegend am Rande des Moores und nun tauchen einige Gestalten aus ihrer Vergangenheit wieder auf, ihr früherer Professor und Ausgrabungsleiter, ihr Exfreund von damals, ein Anhänger des Druidenglaubens, der damals schon gegen ihre archäologischen Grabungen prostestiert hat... Hat einer von ihnen etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun? Oder ist es jemand ganz anderes?


    Das Buch hat sich flüssig gelesen, für meinen Geschmack war aber zuviel in die Geschichte hineingequetscht worden. Die interessante Beziehung zwischen Ruth und Harry entwickelt sich nicht richtig, die Figuren aus der Vergangenheit bleiben größtenteils etwas unklar gezeichnet und einige weitere Episoden sind total überflüssig gewesen.


    Insgesamt ein solider düsterer englischer Krimi, aber nichts herausragendes.

  • Klappentext:
    Dr. Ruth Galloway, forensische Archäologin: liebt Katzen und alte Knochen. Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind. Doch die Archäologin Ruth Galloway sieht auf einen Blick: ein Fund aus vor­geschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen in heidnischen Ritualen – an Plätzen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Harry und Ruth ahnen, dass sie dem Täter nahe sind. Wie nahe, ahnen sie allerdings nicht.


    Meine Meinung:
    Die kleine Lucy verschwindet im Alter von 5 Jahren und wurde bisher nicht gefunden. Die Polizei in Norfolk bekommt regelmässig Briefe des Kidnappers mit irreführenden Hinweisen und findet das kleine Mädchen trotz intensiver Suche nicht.
    Als Jahre später, bei einer Ausgrabung, Knochen im Salzmoor gefunden werden, befürchtet die Polizei, dass es sich um die Überreste der kleinen Lucy handeln könnte.
    Die Archäologin Ruth Galloway wird hinzugezogen um den Fund zu beurteilen. Sie stellt fest, das es nicht das verschwundene Kind sein kann da die Knochen wesentlich älter sind.
    Kurz darauf verschwindet erneut ein kleines Mädchen und Ruth merkt, dass der Täter näher ist als sie denkt. Ist sie in Gefahr?


    Rezension:
    Michpersönlich hat das Buch leider nicht wirklich gefesselt. Der Schreibstil finde ich nicht ganz so flüssig, stellenweise etwas abgehakt.
    Dann sind mir zu viele Personen aufgeführt. Stellenweise kam ich etwas durcheinander. Ein Buch, was auch ein bisschen die Mythen umschreibt, die ein Salzmoor und
    Archäologie behinhaltet. Vielleicht lag es auch daran da mich diese Themen beide nicht so interessieren.

  • Ich mag den Oktober! Beschert er mir doch so viele wundervolle Bücher!


    Ich lese und schaue sehr gerne Bücher, bzw. Filme/Serien, in denen es um forensische Spurensuche geht. Serien wie Bones und Body of Proof halten mich schonmal am TV, auch wenn ich da sehr selten vorsitze.
    Da schien dieses Buch doch perfekt für mich.
    Ruth Galloway ist forensische Archäologin und wird von Harry Nelson, einem Polizeiinspektor, zu Rate gezogen, um gefundene Knochen zu datieren.
    Die Charaktere sind eigentlich typisch und oft schon in dem Gespann gesehen worde. Ruth, mittleres Alter, etwas rundlich, aber Koryphäe auf ihrem Gebiet und der grimmige Kerl von der Polizei. Nichtsdestrotrotz ist dieses "Ermittlerteam" durchaus sympathisch.


    Die Atmosphäre hat mich stark beeindruckt. Das Salzmoor ist herrlich bedrückend beschrieben und trifft genau meinen Geschmack! Knochen, Moor, Ebbe, Flut, was will man mehr?


    Und so habe ich den Roman, der ja nun auch nicht allzu lang ist, mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Den zweiten Band habe ich gestern angefangen und 60 Seiten sind schon weg...
    Also sehr gerne mehr von Elly Griffiths und Ruth!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::love:

    :study: Im Zeichen des Löwen - Daniel Wolf

    :study: Küstennächte - Gaby Kaden

    :montag: Die Stimme - S.K. Tremayne

    :montag: Conan the Barbarian (Complete Collection) - Robert E. Howard


  • Ruth Galloway ist 39 Jahre alt und hält sich mit 79 Kilo für dick und unattraktiv. Sie ist forensische Archäologin und unterrichtet an der Universität von Norfolk. Sie lebt allein mit zwei Katzen in einem kleinen Häuschen direkt an der Küste am Salzmoor und liebt die Einsamkeit. Vor zehn Jahren kam sie hierher, um an der Ausgrabung einer alten Opferstätte teilzunehmen und ist geblieben.
    Der Polizist Harry Nelson bittet sie um Hilfe, denn im Salzmoor wurden Knochen gefunden und er glaubt, es handelt sich um die vor zehn Jahren verschwundene Lucy Downey, von der bis heute jede Spur fehlt. "Leider" stellt sich heraus, dass das Skelett ein Mädchen aus der Eisenzeit ist und nicht die entführte Lucy.
    Allerdings hat Harry regelmäßig Briefe bekommen, von denen er glaubt, dass sie vom Täter stammen. Er bittet Ruth sich diese anzusehen, da auch Hinweise über Archäologie, Mythologie und Religion darin enthalten sind.
    Dann verschwindet wieder ein Kind und als der erste Brief bei Harry ankommt, ist ihm klar, dass der Täter wieder da ist.
    Zusammen mit Ruth sucht er nach Hinweisen und Zusammenhängen zwischen den beiden Taten und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Ist einer von Ruths Freunden der Täter, die damals vor zehn Jahren bei der Ausgrabung dabei waren und nun plötzlich alle wieder in dem kleinen Städtchen in Norfolk auftauchen?


    Elly Griffiths hat mit Ruth Galloway eine sympathische Protagonistin erschaffen. Ich mochte sie gleich und musste oft verständnisvoll lächeln, bei der Meinung, die sie von sich selbst hat. Auch Harry Nelson war mir trotz seiner oft schroffen Art sympathisch. Die Entwicklung zwischen den beiden war für mich durchaus glaubwürdig und realistisch.
    Der erste Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen. Es ist kein actiongeladener Thriller, sonder ein guter, solider Krimi, der besonders zum Ende hin richtig spannend wird. Auch wenn ich zwischendurch in Bezug auf den Täter so eine Vermutung hatte, gab es doch immer wieder Wendungen, bei denen ich dann gezweifelt habe.


    Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und den zweiten Teil "Knochenhaus" auf meine Wunschliste packen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Klappentext:

    Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind. Doch die Archäologin Ruth Galloway sieht auf einen Blick: ein Fund aus vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen in heidnischen Ritualen – an Plätzen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Harry und Ruth ahnen, dass sie dem Täter nahe sind. Wie nahe, ahnen sie allerdings nicht.



    Inhalt:

    Ruth Galloway ist fast 40 Jahre alt, ist unverheiratet und hat zwei Katzen. Doch sie ist auch wird sie von Detective Harry Nelson gebeten Knochen, die im Salzmorr gefunden wurden, näher anzusehen und das Alter zu schätzen. Er hat nämlich den Verdacht, es könnten die Überreste von Lucy Downey sein, die vor 10 Jahren im Alter von 5 Jahren verschwunden ist. Doch Ruth stellt schnell fest, dass diese Knochen wesentlich älter sind und in eine Zeit gehörten, als man noch Menschenopfer darbrachte. Doch dann verschwindet noch ein kleines Mädchen und Ruth und Harry denken, dass sie dem Täter auf die Spur gekommen sind.



    Meine Meinung:

    Die Protagonistin hat mir wirklich gut gefallen. Ruth ist einen bodenständige Person und alles andere als perfekt. Sie ist unverheiratet und lebt abseits der Zivilisation im Salzmoor mit ihren beiden Katzen und hat mit ihrem Übergewicht zu kämpfen. Doch ist sie ebenso einen gute Archäologin. Ich fand es wirklich einmal erfrischend eine Protagonistin zu haben, die nicht regelrecht perfekt ist und genau das macht sie sympathisch.


    Auch die anderen Charaktere sind gut herausgearbeitet und jeder hat seine eigene Persönlichkeit und Ecken und Kanten. Harry Nelson ist z. B. der harte Polizist, der viel arbeitet und sich richtig auf einen Fall versteift. Außerdem gibt es auch noch andere Charaktere mitunter auch durchaus Skurril.


    Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch das Setting wurde durchaus bildhaft beschrieben, sodass man das Gefühl hatte man wäre direkt vor Ort. Ich empfand die Atmosphäre als recht düster, was wohl an dem Salzmoor lag. Ich persönlich könnte dort nicht allein leben, das ist doch ziemlich gruselig.


    Die Handlung war generell interessant, wenn sich auch die Spannung in Grenzen gehalten hat. Ich fand, dass hier die archäologische Arbeit der Protagonistin mehr im Vordergrund stand, als die eigentliche Ermittlung. Das hat mir wirklich gut gefallen und war mal etwas anderes, jedoch litt eben die Spannung etwas darunter, was sich aber zum Ende hin gebessert hat. Ich muss auch gestehen, dass ich sehr schnell einen Verdächtigen im Kopf hatte, der sich am Ende auch als richtig herausgestellt hat. Aber gestört hat mich das nicht, da die Autorin doch noch andere Wendungen in Petto gehabt hat, die ich so nicht erwartet hätte.



    Fazit:

    Es war eher ein ruhiger Krimi, der sich mehr auf die archäologische Komponente spezialisiert hat, was mal etwas anderes war. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet und die Autorin hat jedem seine eigene Persönlichkeit und Ecken und Kanten verliehen. Die Geschichte war wirklich gut, hatte aber eben nicht diese Spannungskurven wie bei einem Thriller, hat mich aber gut unterhalten, sodass ich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: vergebe.

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









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