Denis Thériault - Siebzehn Silben Ewigkeit / Le facteur émotif

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Siebzehn Silben Ewigkeit

3.6|14)

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 156

ISBN: 9783423140546

Termin: Dezember 2011

  • Der Klappentext:
    Bilodo, ein junger Postbote aus Montreal mit einer Vorliebe für Kalligraphie, geht seinem Beruf voller Leidenschaft nach: Heimlich öffnet er abends über Wasserdampf handgeschriebene Briefe und träumt sich in fremde Lebenswelten. Eines Tages stößt er auf die ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die sich Gedichte schicken. Bilodo verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen waghalsigen Plan: Will er den Kontakt zu Ségolène nicht abreißen lassen, muss er in die Identität des anderen schlüpfen und lernen, wie man mit siebzehn Silben die Ewigkeit einfängt ...
    (dtv)


    Der Autor:
    Denis Thériault wurde 1959 in Sept-Îles an der Nordküste des Sankt-Lorenz-Golfs geboren. Er studierte Psychologie in Ottawa und arbeitete als Schauspieler, Conférencier und Regisseur am Theater, bevor er erfolgreich als Drehbuchautor tätig wurde und Romane zu schreiben begann. "Siebzehn Silben Ewigkeit" ist sein zweiter Roman, er wurde mit dem Prix littéraire Canada-Japon 2006 ausgezeichnet. Denis Thériault lebt in Montreal.
    (dtv)


    Meine Meinung:
    Bilodo ist ein junger Briefträger aus Montreal, den man allenfalls als Eigenbrötler bezeichnen möchte. Seine distanzierten sozialen Kontakte begnügen sich auf einen Kollegen und seine schüchterne Mittagstisch-Kellnerin. Die einzigen Vergnügen in seinem kargen Leben sind Computerspiele, seine Leidenschaft zur Kalligraphie und das Mitlesen fremder Post. Bilodo hat ein Gespür entwickelt, interessante Briefe zu erkennen und öffnet diese abends heimlich unter Wasserdampf. So liest er schon seit Monaten die Korrespondenz von Grandpré aus Montreal und Ségolène aus Guadeloupe mit, die sich in ihren Briefen ausschließlich über Haikus austauschen. In diesen kurzen, dreizeiligen, nach japanischen Vorbild verfassten Gedichten taucht er in eine andere, fremde Welt ein, verliebt sich irgendwann sogar in Ségolène. Als eines Tages Grandpré vor Bilodos Augen stirbt, sieht Bilodo den Quell seiner verliebten Träumereien abrupt beendet. Aber dann bietet sich ihm die einmalige Gelegenheit, in die Rolle Grandprés zu schlüpfen und die Korrespondenz mit selbst verfassten Haikus an fremder statt fortzusetzen. Doch lange währt sei Glück nicht ...


    Denis Thériault erschafft ein in mehrfacher Hinsicht überaus poetisches Buch. Als zentrales Objekt hat er die japanische Dichtkunst mit ihren dreizeiligen Haikus und fünfzeiligen Tankas gesetzt, mit denen Bilodo und Ségolène ihre Korrespondenz führen. Auch wenn man selber bislang keine Zugang zur Lyrik gefunden haben mag, so zieht einen Thériaults Liebeserklärung auf diese kurzen und aufs Wesentliche gebrachten Dreizeiler doch unfehlbar in ihren Bann. Besonders die aufeinander folgenden Haikus der beiden Hauptcharaktere lassen schnell erahnen, wie sich Bilodo in Ségolène verlieben konnte und wie tief seine Empfindungen zu ihr wurden. Personen entstehen, die der Leser hautnah und transparent nachfühlen kann. Dennoch halten sich die Passagen mit den Haikus gegenüber der eigentlichen Geschichte doch eher im Hintergrund, bilden nur immer wieder kleine poetische Höhepunkte in der Handlung. So bleibt der Lesefluss erhalten und man wird als Laie in Sachen Lyrik nicht überfordert.
    So sehr ein Haiku auf den Punkt gebracht ist und einen Augenblick konzentriert wiedergibt, so sehr schmückt Denis Thériault die Geschichte mit all seinen Kleinigkeiten und großen Gefühlen aus. Diese Detailfreude zieht einen förmlich in die Geschichte hinein, die präzise und doch schön formulierte Erzählfreude zwingt einen dann aber doch immer wieder zum Langsamlesen und Verweilen, so schön und ausdrucksstark sind viel Formulierungen. Ein kleines Büchlein, das man in zwei Stunden durchlesen könnte, man sich dann aber später um so mehr freut, wenn man sich einen ruhigen Nachmittag lang Zeit gelassen hat. Ein großer Verdienst und besonderer Dank gebührt hier sicherlich auch der Übersetzerin Saskia Bontjes van Beek.
    Wer sich jetzt auf eine rein gefühlsbetonte Liebesgeschichte freut, der darf sich auch auf ein paar spannende Momente gefasst machen, denn die Geschichte nimmt auch einige plötzliche und dramatische Wendungen. In zwei Szenen habe ich mich sogar ein wenig an Stephen King erinnert gefühlt, wie sich eine Person und ihr Handeln mit dem Geschehen entwickelt. Eine Geschichte also, die einerseits ein sehr entspanntes und gefühlsbetontes Lesevergnügen verspricht, andererseits aber auch einen gewissen Spannungsbogen bis zu den letzten Sätzen aufbaut. In vielerlei Hinsicht hat mich dieses Buch positiv überrascht und erfreut.


    Ein überaus poetisches und mitreißendes Buch mit einer besonderen und anrührenden Geschichte.

    Shalom, kfir


    :study: Joe Hill - Teufelszeug
    :thumleft: Farin Urlaub - Indien & Bhutan - Unterwegs 1 #2533 signiert


    "Scheiss' dir nix, dann feit dir nix!"

  • Genau um das Buch bin ich vor ein paar Tagen herumgetigert, jetzt wünsche ich es mir zu Weihnachten. :wink:

    Ja! Ich weiss woher ich stamme!
    Ungesättigt gleich der Flamme
    Glühe und verzehr' ich mich
    Licht wird alles, was ich fasse,
    Kohle alles, was ich lasse:
    Flamme bin ich sicherlich.

    -Friedrich Nietzsche



  • Vielen Dank für deine schöne Rezension, kfir! :thumleft:


    Ich habe das Buch auch auf meiner Wunschliste stehen, denn es ist wieder eines dieser Bücher, nach denen ich immer wieder Ausschau halte: Bücher, die etwas noch nicht Dagewesenes erzählen, sondern dem Leser eine völlig neue Geschichte erzählen, und eine Idee, die vorher noch kein anderer Autor hatte, verbreiten.


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Spätestens nach Kfir's toller Rezi hätte ich mir das Buch eh geholt, danke!


    Doch ich hatte es schon entdeckt und bei TT überraschenderweise im Angebot gesehen. Nun ist es auf dem Weg zu mir! :lol:


    Liebe Grüsse


    Wirbelwind



    :study: Colum McCann, Die grosse Welt (miniLR)

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

  • Vielen lieben Dank für die Blumen! :uups:
    Freue mich immer wenn ich Leute mit einer kleinen Rezension helfen kann und hoffe, dass euch das Buch ähnlich gut gefällt wie mir ... bin schon auf eure Reaktionen und Meinungen gespannt. :D

    Shalom, kfir


    :study: Joe Hill - Teufelszeug
    :thumleft: Farin Urlaub - Indien & Bhutan - Unterwegs 1 #2533 signiert


    "Scheiss' dir nix, dann feit dir nix!"

  • Reichlich spät hier auch meine Reaktion auf das Buch... :uups:


    Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, um genau zu sein war ich restlos begeistert :wink: . Für mich war die Geschichte sehr mitreissend, ganz besonders der schriftliche Dialog zwischen Ségolène und Bilodo, der sich mir auch am stärksten eingeprägt hat.
    Teilweise gab es schon beinahe skurrile Szenen,

    die Haikus und Tankas haben mich zwar mehr angesprochen, aber auch die "skurrilen"Szenen habe ich gerne gelesen.


    Ich dachte beim lesen teilweise, dass das eine teils wirklich schöne Form ist Erotik als Kunstform darzustellen- und manche Gedichte hatten für mich einen sehr erotischen Anklang. Der Leser gerät wie Bilodo und Ségolène in eine Art Bann, aus dem man sich nicht mehr wirklich lösen kann.


    Sehr gut gefallen und äusserst intressant fand ich auch das Ende- eine wirklich sehr intressante und überraschende Idee, die das Buch zu einem sehr gelungenen Abschluss bringt. Insgesamt ist es für mich ein in gewisser Weise sehr intensives Buch, für das man sich, wie kfir es schon geschrieben hat, durchaus einen Nachmittag Zeit nehmen sollte.


    Absolute :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: von mir.

    Ja! Ich weiss woher ich stamme!
    Ungesättigt gleich der Flamme
    Glühe und verzehr' ich mich
    Licht wird alles, was ich fasse,
    Kohle alles, was ich lasse:
    Flamme bin ich sicherlich.

    -Friedrich Nietzsche



  • Ein sehr schönes, kurzweiliges Buch, voller Poesie. Es hat mir gut gefallen. Der Schluss ist, wenn auch etwas abwegig, nicht schlecht gewählt. Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.
    :wink:

  • Nachdem ich nun das Buch ebenfalls gelesen habe, kann ich mich nur den Ausführungen von kfir anschliessen.


    Das Buch liest sich zügig – in einem Rutsch ist man durch. Doch man tut sich wirklich selbst einen Gefallen, wenn man sich Zeit für diesen Roman nimmt. Die gewählte Sprache lässt den Leser rasch in eine andere Welt eintauchen – es lohnt sich, bei einigen Stellen ein bisschen zu verweilen. Wundervolle Formulierungen führen zu einem Schluss, dessen tieferer Sinn noch lange sanft nachklingen wird.


    Siebzehn Silben Ewigkeit ist ein wunderschönes Buch voller Poesie, das eine Liebesgeschichte der besonderen Art erzählt.

  • Denis Thériault – Siebzehn Silben Ewigkeit


    Klappentext:
    „Es war eine großartige, originelle, derart geniale und gewagte Idee, dass Bilodo erschrak … Doch er wusste: Er hatte keine andere Wahl.“


    Bilodo, ein junger Briefträger aus Montreal, geht seinem Beruf scheinbar zuverlässig nach. Niemand ahnt, dass er nach Dienstschluss einem geheimen Laster frönt: Er öffnet handgeschriebene Briefe und träumt sich in das Leben fremder Menschen. Dass er sich dabei in die Brieffreundin eines Mannes aus dem Zustellbezirk verliebt, war nicht vorgesehen. Als sein Rivale ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen verwegenen Plan: Wenn der Briefwechsel nicht abreißen soll, muss er in die Identität des anderen schlüpfen …
    Ein bezaubernder Roman über die Macht der Liebe, die Unausweichlichkeit des Schicksals und der Kraft der Poesie.


    Meine Meinung:
    Bilodo ist mehr oder weniger ein Einsiedler in der Stadt Montreal. Er ist Briefträger, er macht seine Arbeit gern und erledigt sie zuverlässig. Er hat wenig Freunde, eigentlich so gar keinen sozialen Kontakt zu anderen außer zu Robert, sein bester Freund und Kollege und die Bedienung in seinem Stammlokal „Madelinot“. Eines seiner Hobbys ist die Kalligrafie, die er in jeder ihm bietenden Freizeit auslebt. Und genau deswegen wird er von vielen seiner Kollegen belächelt. Er lässt sich nicht daran stören. Sein liebstes, aber auch heimliches Hobby ist das Öffnen handgeschriebener Briefe über Wasserdampf. Und so trifft er auf Ségolène, in die er sich verliebt. Sie lebt auf Guadeloupe und hat einen regen Briefwechsel mit einem Grandpré, der in der Rue des Hêtres wohnt, die in Bilodos Zuständigkeitsbereich fällt. Diese zwei Brieffreunde schreiben sich ausschließlich in Form von Haikus und Bilodo ist vom ersten Moment der japanischen Gedichtform verfallen. Durch einen tragischen Unfall, bei dem Grandpré ums Leben kommt und Bilodo Zeuge dessen ist, sieht Bilodo seine Liebe zu Ségolène gefährdet und beschließt in die Identität von Grandpré zu schlüpfen. Anfangs gestaltet sich das etwas schwierig, da er sich erst in die Materie des japanischen Dreizeilers einarbeiten muss, aber nach einigen schlaflosen Nächten und seine Liebe zu Ségolène klappt es. Leider soll sein Glück aber nicht von Dauer sein.


    Das Buch ist sehr poetisch und gefühlvoll geschrieben. Einmal angefangen, ist es einem kaum möglich das Buch wieder aus der Hand zu legen. Mit seinen gerade mal 154 Seiten auch sehr schnell ausgelesen, aber meiner Meinung nach sollte man sich beim Lesen dieses Buches Zeit nehmen. Von Haikus habe ich schon vorher gehört und auch einige gelesen und mir gefällt diese Art von Lyrik. Die beiden Hauptcharaktere sind bildhaft und gefühlvoll und auch ihre Liebesgeschichte steht dem nicht nach. Auch kommt an manchen Stellen Spannung auf, so auch beim Ende des Buches. Das Ende war schon überraschend, aber passend und hat mir auch sehr gut gefallen.


    Von mir bekommt das Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne und sicherlich werde ich es irgendwann einmal wieder lesen.

  • Auch wenn es aussieht, als wären sich alle einig, die das Buch gelesen haben, sagt die Bewertungsliste etwas anderes. Nur hat sich von denen, die das Buch nicht so gut fanden, bisher noch niemand geäußert. :|


    Na dann: Die Handlung vom Briefträger, der über Wasserdampf Briefe mit Gedichten öffnet, und sich nach dem Tod des Adressaten an dessen Stelle setzt und die Brieffreundschaft mit der Frau aus Guadeloupe fortsetzt, wird in einer teils rührenden, teils aberwitzigen Geschichte erzählt. Vom Ablauf her durchaus eine nette Erzählung, wenn auch König Zufall ein paar Mal zu viel eingreift. Und nicht alles passt zueinander. Dass einer wie Bilodo einen wie Robert seinen besten Freund nennt (weil er keinen anderen halt), glaube ich der Figur des Bilodo einfach nicht. Er wäre eher völlig allein geblieben als sich mit einem groben Klotz abzugeben. Allein ist er ohnehin, und er bleibt es auch.


    Stil und Sprache wirken manieriert und affektiert. Das liegt nicht allein an der Haiku-Gedichtform, wenn sie auch mit ihren blumigen Vergleichen und kunstvollen Bildern nicht wenig Einfluss auf Bilodos Denken und Fühlen nimmt. "Poetisch" würde ich die Sprache des Buches nicht nennen; sie ist lediglich überfrachtet mit Metaphern, Symbolen und Bildern.
    Dass ein Haiku in der Übersetzung nicht einfach ist, leuchtet ein. Das 5-7-5-Silbensystem lässt sich nicht von einer Sprache in die andere übertragen. Dadurch holpert das ein oder andere Gedicht, wird durch Füllwörter auf die Silbenzahl gebracht oder durch Auslassung verkürzt.


    Vielleicht hätte man Bilodo ein anderes Ende gewünscht, aber der Schluss ist in seiner Tragik logisch und konsequent.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Ich habe die Geschichte auch gelesen und würde gerne meinen Text posten. Allerdings heißt der Titel bei mir Die Verlobte des Briefträgers. Muss ich dafür ein neues Thema aufmachen oder soll ich meine Rezi hier mit anheften?


    Squirrel   K.-G. Beck-Ewe  

  • Ich habe die Geschichte auch gelesen und würde gerne meinen Text posten. Allerdings heißt der Titel bei mir Die Verlobte des Briefträgers. Muss ich dafür ein neues Thema aufmachen oder soll ich meine Rezi hier mit anheften?


    Squirrel   K.-G. Beck-Ewe  

    Wenn ich mir die Inhaltsangaben von deinem Buch und von dem im Startbeitrag anschaue, dann handelt es sich aber um zwei verschiedene Bücher :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Louise Erdrich - Das Haus des Windes
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

    :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Nein, es ist dasselbe Buch.

    Zitat

    Bilodo, ein junger Briefträger aus Montreal, hat nach einem Unfall sein Erinnerungsvermögen eingebüßt. Als er aus dem Koma erwacht, sitzt Tanja an seinem Bett, die schüchterne Kellnerin aus seinem Lieblingslokal. Sie behauptet, seine Verlobte zu sein, doch Bilodo zweifelt daran. Erst als Tanja beschließt, ihm Haikus zu schreiben, die er seit jeher liebt, scheint sie sein Herz zu erobern – bis eines Tages die Erinnerung schlagartig wiederkehrt.

  • Ich habe mir die Sache angesehen und muss Squirrel Recht geben. Es scheint sich bei "Die Verlobte des Briefträgers" um die Fortsetzung zu handeln.


    Der Originaltitel des Buch, das Biografiefan meint, heißt im Original "La fiancée du facteur", das hier vorgestellte "Le facteur émotif". Und die Inhaltsangabe deckt sich nicht.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Nein, es ist dasselbe Buch.

    Zitat

    Bilodo, ein junger Briefträger aus Montreal, hat nach einem Unfall sein Erinnerungsvermögen eingebüßt. Als er aus dem Koma erwacht, sitzt Tanja an seinem Bett, die schüchterne Kellnerin aus seinem Lieblingslokal. Sie behauptet, seine Verlobte zu sein, doch Bilodo zweifelt daran. Erst als Tanja beschließt, ihm Haikus zu schreiben, die er seit jeher liebt, scheint sie sein Herz zu erobern – bis eines Tages die Erinnerung schlagartig wiederkehrt.

    dann lies Dir die Inhaltsangabe oben im Startbeitrag durch und Du wirst sehen, dass Du ein anderes Buch in Händen hältst :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Louise Erdrich - Das Haus des Windes
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

    :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Das habe ich gemacht. Ich habe die ganz oben gelesen und die zwischendurch. Ich habe auch die Rezis gelesen. Es ist wirklich dieselbe Geschichte.

  • Das habe ich gemacht. Ich habe die ganz oben gelesen und die zwischendurch. Ich habe auch die Rezis gelesen. Es ist wirklich dieselbe Geschichte.

    dann öffne beide Links zu Amazon und wirf in beide Bücher einen Blick hinein wie ich es grad getan habe - es sind zwei unterschiedliche Geschichten, auch wenn der erste Satz fast identisch ist. Und das führt zu einem separaten Thread für ein separates Buch.

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Louise Erdrich - Das Haus des Windes
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

    :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Das eine:

    Bilodo, ein junger Postbote aus Montreal mit einer Vorliebe für Kalligraphie, geht seinem Beruf voller Leidenschaft nach: Heimlich öffnet er abends über Wasserdampf handgeschriebene Briefe und träumt sich in fremde Lebenswelten. Eines Tages stößt er auf die ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die sich Gedichte schicken. Bilodo verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen waghalsigen Plan: Will er den Kontakt zu Ségolène nicht abreißen lassen, muss er in die Identität des anderen schlüpfen und lernen, wie man mit siebzehn Silben die Ewigkeit einfängt.


    Das andere:

    Bilodo, ein junger Briefträger aus Montreal, hat nach einem Unfall sein Erinnerungsvermögen eingebüßt. Als er aus dem Koma erwacht, sitzt Tanja an seinem Bett, die schüchterne Kellnerin aus seinem Lieblingslokal. Sie behauptet, seine Verlobte zu sein, doch Bilodo zweifelt daran. Erst als Tanja beschließt, ihm Haikus zu schreiben, die er seit jeher liebt, scheint sie sein Herz zu erobern – bis eines Tages die Erinnerung schlagartig wiederkehrt.


    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

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