Heinrich Heine - Deutschland ein Wintermärchen

  • Buchdetails

    Titel: Deutschland


    Verlag: Insel Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 129

    ISBN: 9783458362371

    Termin: Dezember 2012

  • Bewertung

    4.4 von 5 Sternen bei 31 Bewertungen

    87,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Deutschland"

    Im Herbst 1843 reist Heinrich Heine von Paris nach Hamburg. Unzufrieden mit den politischen Zuständen in seiner Heimat und seiner persönlichen Situation als Deutscher und Jude, verfasst er eine Anklageschrift gegen Zensur, Militarismus und Restauration, die 1844 im Verlag Hoffmann & Campe erscheint. Schon im gleichen Jahr wird »Deutschland. Ein Wintermärchen« in Preußen verboten und beschlagnahmt – doch umso höher schlugen die Wellen. Dass Heines »Wintermärchen« Bedeutung bis in die Gegenwart hat, stellt Thomas Rosenlöcher in seinem hochgelobten Nachwort fest, denn: »Heines Gedicht weiß mehr, als Heine ahnen konnte.«
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  • Heinrich Heine: Deutschland Ein Wintermärchen; Anaconda Verlag Köln 2005; 80 Seiten; ISBN: 3-938484-14-4


    "Eine Reise durch Deutschland von Paris aus nach Hamburg im Jahre 1843 nimmt Heine zum Anlaß einer ironischen Bestandsaufnahme der sozialen und politischen Wirklichkeit seiner Zeit. Das Wintermärchen ist in Wirklichkeit ein tief pessimistisches Bild des deutschen `politischen Winters´ und ein höchst engagiertes sozialrevolutionäres Programm. Gegen Nationalismus und religiöse Bevormundung. Für ein erfülltes Leben in Frieden und Freiheit," lese ich auf dem hinteren Buchdeckel.


    Das Wintermärchen, ein Klassiker der deutschen Literatur, ist sicherlich einer der bekannteren Titel Heines. Das Buch ist komplett in Gedichtform geschrieben, bietet also keine klassische Reisebeschreibung. Unter literarischen Gesichtspunkten ist der Text sicherlich hochklassig. Man muß aber die zeitgeschichlichen und biographischen Zusammenhänge der Entstehungsweise des Buches schon sehr genau kennen, um die wahre Größe des Buche einschätzen zu können.

  • (Kopie aus der Klassiker - Challenge 2021, Aufgabe „Ein (moderner) Klassiker aus der Gattung Lyrik/ Versepos„)


    Heinrich Heine hatte ich aus der „Harzreise“ in mittelprächtiger Erinnerung, aber wie es immer so ist mit der Schulektüre...


    In diesem schmalen Band besucht Heine, inzwischen in Frankreich wohnhaft, seine Mutter und übergießt die Orte, die er als Passagier einer Kutsche bereist, mit beißendem Spott.

    Gedanken, die mir durch den Kopf gingen: „Der traute sich was!“, „Der war ja rotzfrech.“


    Neben verschiedenen deutschen Städten bekommen auch die deutsche Obrigkeit, die Aristokratie, die Zensoren und einige bekannte Persönlichkeiten ihr Fett weg (erinnert an diesen Stellen an Kabarett). Dass auch das Christentum nicht vor Heine sicher war, war zu erwarten.

    Die Passage über Köln hat mir am besten gefallen, generell fand ich die Reime in der ersten Hälfte flotter und witziger. Den recht langen Teil über Barbarossa z.B., der ja damals so etwas wie ein Nationalheiligtum war, fand ich nicht ganz so überzeugend und etwas holpriger. Dass der Part allerdings zu Heines Tagen für Aufruhr sorgte, steht außer Zweifel.

    Ich denke, der Autor liebte aber sein Vaterland mehr als so manche der Personen, die nach der Veröffentlichung der „Winterreise“ über ihn herfielen.


    Abschließend: Es ist schwierig, dieses „Spottlied“ aus heutiger Sicht zu bewerten, weil das nicht funktioniert, ohne den historischen Kontext zu beachten. Eine Erzählung oder einen Roman beurteile ich wesentlich leichter, dort geh ich meist nach dem „Lust“- Prinzip vor, weniger aufgrund einer Analyse oder einer Erörterung.

    Der Text war humorvoll und unterhaltsam, streckenweise zog er sich aber auch. Er hat mir vor allen Dingen Respekt vor Heines Mut abgerungen, der für die Werte einer Demokratie einstand.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Heinrich Heine: Deutschland ein Wintermärchen“ zu „Heinrich Heine - Deutschland ein Wintermärchen“ geändert.

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