Jörg Juretzka; Fallera; Klartext-Verlag Essen 2007; 159 Seiten; ISBN: 978-3-89861-797-0
"Es geht bergauf für Kristof Kryszinski. Wortwörtlich. Den von Erfolg unverwöhntesten aller Privatdetektive zieht es in die Schweizer Berge im Auftrag der Polizei. Daß es soweit kommen konnte! Es steht schlecht um den Mülheim-Marlowe.
Kryszinski soll ein harmlos scheinendes Resozialisierungs-Projekt begleiten. Die steinige Tour entwickelt sich jedoch zu einem wahren Himmelfahrts-Kommande. Ganoven setzen den Bergwanderern zu und der Tod hat alle Hände voll zu tun. Im Frühtau zu Berge geht es ums nackte Überleben und tonnenweise Gold," berichtet die Inhaltsangabe.
Die Werbung nennt Juretzka den "Ruhrgebies-Chandler". Dies ist jedoch zu hoch gegriffen. Wirr, sprunghaft, platt und oberflächlich ist die Handlung; das Wort "nicht vorhersehbar, weil nicht logisch aufgebaut" sei hier nicht vergessen. Ortsbeschreibungen und Charakterisierungen fehlen genauso. Actionreich ist die Geschichte dafür schon.
Es gibt noch einen zweiten Grund, warum Juretzka nicht ein Ruhrgebiets-Chandler sein kann. Die amerikanischen hard-boiled Krimis möchten das Leben schonungslos so beschreiben, wie es ist, nämlich hart und brutal. Davon ist hier nichts zu spüren. Der Krimi bietet einfach nur Unterhaltung auf niedrigem Niveau.




