Nina Puri - Billy. 30 Jahre.

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  • Kurzbeschreibung von amazon.de:
    "Funktional, formschön und mindestens so bekannt wie Abba-Songs:" Die Zeit Billy. Neu und nur bei uns: "Zu den Kulturleistungen der Zivilisation gehört Billy fraglos" (Süddeutsche Zeitung). Zum 30. Geburtstag der Legende gibt es jetzt die Biografie des Regals. "Billy ist der Urmeter der Wohnkultur. Manche Menschen verraten nicht, welche und wie viele Bücher sie besitzen, sondern nur, wie viele Billys ('mit Aufsatz') sie haben", ermittelte die Süddeutsche. Billy wurde seit 1979 41 Millionen Mal in alle Welt verkauft, steht in Architektenbüros, Arztpraxen, Arbeiterwohnungen“, wie das DeutschlandRadio weiß. Billy ist Rebellion, Demokratie, Kreativität, Ordnung. Als Billy kurzzeitig aus dem Programm entfernt wurde, hagelte es Proteste. Die Leute wollten ihr einfaches, schlichtes, junges, geliebtes, klar strukturiertes Regal wieder haben: 8 Querbretter, 2 Seitenbretter, 1 Rückwand. 202 Zentimeter hoch, 80 Zentimeter breit. Punkt.Vor 150 Jahren erfand Michael Thonet die ersten zerleg- und damit versendbaren Möbel, den "Konsumstuhl No. 14". Bruno Paul von den Vereinigten Werkstätten entwickelte um 1908 ein Regal als Systemmöbel. Das Bauhaus machte sich kurz nach dem Ersten Weltkrieg an die Entwicklung von industriell zu fertigenden Tischen und Stühlen. Gedacht für die Massen, erschwinglich aber nur für Menschen, die sich sowieso alles leisten können. Es sollte noch ein halbes Jahrhundert dauern, bis ein Möbelhaus aus Schweden schöne Möbel in unsere Wohnungen brachte und im Vorbeigehen die Preise zerlegte: Ikea.Die Möbelmonster Marke „Eiche rustikal“ werden schwungvoll auf den Sperrmüll befördert. Man ergreift den (mitgelieferten) Inbusschlüssel und beginnt lustvoll selber zusammenzusetzen, zu schrauben und zu hämmern. Und je nach Begabung: zu fluchen ("Verflixt und zugedübelt!"). Mittendrin ein Regal: Billy. Menschen in aller Welt geben dem schlichten Ding ein Zuhause (und zwar fix: Der Rekord im Schnellaufbau liegt bei 4 Minuten 21 Sekunden). Sie füllen es mit Leben und Büchern und was sonst alles einen festen Platz braucht. Und halten ihrem Billy seit 30 Jahren die Treue: "Zu Billy passt jeder Hype, jeder Stil und jeder Lebensentwurf." Kein Wunder, dass Billy bislang alle gesellschaftlichen Entwicklungen und alle Regierungswechsel überlebt hat. Kaffee heißt heute Latte-Macchiato-Caramel-Decaf-Medium-To-Go. Das Regal der Wahl heißt immer noch Billy. "Wie kaum eine andere Firma hat der Möbelkonzern die bürgerlichen Wohnwelten der vergangenen Jahrzehnte geprägt" (Manager-Magazin). Und unseren Geschmack erweitert. Unter den vielen Produkten, die Ikea seitdem in unsere Wohnungen gebracht hat (und einige davon auch in die Sammlungen von Design-Museen), ragt ein Möbel buchstäblich heraus: "Billy ist überall!" (Spiegel online).In Deutschland gibt es das Billy-Regal zum guten Buch seit 1979. Zum 30. Geburtstag gibt es jetzt das Billy-Buch zum guten Regal: Nina Puri erzählt die Biografie eines einzigartigen Möbels, ihrer Erfinder und ihrer Besitzer. Mit persönlichen Geschichten (es gibt Billys, die zu Kaninchengehegen umfunktioniert wurden) und Kulturgeschichten rund um Billy, für Erwachsene und Kinder, mit Illustrationen von Dorine de Vos und Fotos von Martin Grothmaak und Tom Ziora. Bibliophil aufregend gestaltet wurde das Buch vom Design- und Konzeptkunstatelier Heine/ Lenz/ Zizka. Jan Teunen beriet bei der Entwicklung des Werks, das jetzt selbst ein Designobjekt ist. Lassen Sie sich angenehm überraschen!



    Meinung:
    Zuerst mal, hat das Buch "zwei Seiten" oder besser gesagt: zwei Teile. Es gibt irgendwie nur vorne bei diesem Buch, kein hinten. ;) Auf der einen Seite ist eine knapp 90-seitige Kindergeschichte mit Billy und seinen Freunden. Für Kinder finde ich die Reise von Billy, Dingsbumbs, Dio, Professor und Ming in den Süden richtig niedlich gemacht. Auch die Bilder dazu finde ich klasse. An manchen Kapitelenden gibt es noch „ein paar Gedanken für Schlaumeier“ wo auf etwas näher eingegangen wird. Im Mittelpunkt steht dabei Billy bzw. IKEA. Ich muss zugeben, so manchmal hat es schon ein bisschen genervt, wenn zum x-ten Mal davon gesprochen wurde, wie Umweltbewusst IKEA sei und wie streng in der Kontrolle und überhaupt. :rolleyes: Es hätte aber
    schlimmer sein können und manches ist (zumindest für Kinder) doch informativ. ;)

    Der andere Teil ist die richtige Biographie von Billy. Es wir von vielem gesprochen, wie z.B. der Entstehung von IKEA und seiner Philosophie, überhaupt Möbel im Allgemeinen, verschiedene Zeiten, verschiedenen Trends, aber etwas ist immer allgegenwärtig: Billy. Dann gibt es da noch die Interviews mit alten und jungen Menschen darüber, was nun "alt" und "jung" eigentlich ist. Die fand ich schon toll, nur kommen die meiner Meinung nach zu kurz. ;) Aber naja, zu lang durften sie bestimmt auch nicht werden (und irgendwie wäre man zu weit vom Thema abgekommen). Das Buch enthält auch das einzige Beschwerde Telefonat über ein Billy, das es jemals ins Radio geschafft hat. :loool:
    Besonders klasse sind die Bilder die am Ende kommen – von dem Regal überhaupt und seinen Besitzern. Alles in allem ist dieser Teil (der 164 Seiten umfasst) meiner Meinung nach nicht unbedingt eine Biographie von Billy ist, auch wenn es immer wieder um jenes geht.


    Trotzdem hat es mir Spaß gemacht dieses Buch zu lesen
    (beide Teile! ;)). Und ich vergebe



    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: für dieses Buch (:

    1. Billy

      (Ø)

      Verlag: ZWEITAUSENDEINS


    Def. Moudschegiebchn: Des's'säggssch ün heest Marienkäfer.

    »Ich stupste sie zusammen, ließ sie klimpern, klickern, Lachstein und Buchstein kicherten sich eins.
    Natürlich. Lachstein erzählte Buchstein einen Witz.« Ulla Hahn, Aufbruch

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