Norbert Zähringer - Einer von vielen

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  • Kurzbeschreibung
    Mit einem Beben, einer Erschütterung fängt alles an, am 1. September 1923, mitten in der Mojawe-Wüste. Die Erde wankt, der Putz fällt von der Decke, Tassen stürzen sich eine nach der anderen vom Küchenbüffet. Hinein in dieses Chaos wird Edison Frimm geboren. Am selben Tag kommt in einem Berliner Mietshaus, rund 10 000 Kilometer weiter westlich, Siegfried zur Welt, und weil auch er in schwierige Zeiten, nämlich in die Rezession der Weimarer Republik, geworfen ist, bettet man ihn auf rund fünf Millionen Reichsmark billiger als auf Heu. Noch am Abend wird sein Vater, ein NS-Mann der ersten Stunde, mit zwei Schüssen ums Leben gebracht. So nimmt eine Jahrzehnte umspannende Kriminalgeschichte ihren Lauf - und es beginnen zwei ungleiche Lebenswege, die sich später, im kriegsverdunkelten Himmel über Berlin, kreuzen werden. Von der Ironie der Geschichte, ihrem Motor, dem Zufall, von Kriegen, großen Katastrophen und kleinen Dramen erzählt Zähringers neuer Roman. Voller Sympathie für die kleinen Leute und ihre Geschichten schlägt er abenteuerliche Volten, baut überraschende Brücken zwischen Historie und Gegenwart, Amerika und Deutschland. (Quelle: Amazon)


    Der Autor:
    Norbert Zähringer, 1967 in Stuttgart geboren, wuchs in Wiesbaden auf. 2001 erschien sein Romandebüt "So". Norbert Zähringer lebt mit seiner Familie in Berlin
    (Quelle: Perlentaucher)


    Meine Meinung:
    Die beiden Hauptprotagonisten sind Edison Fromm, ein Amerikaner und Siegfried Heinze, ein Deutscher, beide am selben Tag geboren - im Jahre 1923, wo Siggi den aufkeimenden Nationalsozialismus und dann den zweiten Weltkrieg miterlebt. Des weiteren gibt es aber noch andere Protagonisten, wie den Mordkommissar Mauser, der eine Mordserie untersucht, u.a. auch den Mord an Siggis Vater.
    Zähringer erzählt mehrere Handlungsstränge und wechselt dabei ständig die Kontinente, die Perspektiven und auch die Zeiten - man findet sich im 2. Weltkrieg wieder, aber auch in den 90-er Jahren. Somit wird eine Zeitspanne von 1920 - 1995 erreicht.
    Die Wege sind verschlungen, Frimm kommt auch als Flieger nach Deutschland und fast trifft er dabei auf Siggi, aber auch nur fast.


    Es ist nicht einfach, den Inhalt wiederzugeben - aber der Roman lässt sich gut lesen und ist durchaus nicht so schwer, wie es sich jetzt vielleicht hier anhört.
    Das Buch hat es immerhin bis auf die longlist des Deutschen Buchpreises 2009 geschafft.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • In der Tat eine Rezi zu diesem Buch zu schreiben ist nicht einfach, bin froh, dass Conor das schon vorher übernommen hat. :wink:


    Sprachlich gesehen ist das Buch leicht zu lesen, aber die ständigen Wechsel von Perspektiven und Protagonisten sind sehr verwirrend und man braucht Geduld bis man die Zusammenhänge in den Griff bekommt. Ab ca. Seite 250 festigt sich langsam das Gelesene, ja es wird sogar fast spannend und zum Schluß erhellt sich der Gedanke "die Mühe hat sich doch noch gelohnt", alle Fragen werden logisch und realistisch beantwortet. Zu einem Lieblingsbuch hat es aber nicht so ganz gereicht. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: / :bewertung1von5: (3,5)


    Liebe Grüsse


    Wirbelwind




    :study: Jonathan Coe, Der Regen, bevor er fällt

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

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