Junot Diaz - Abtauchen /Drown

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  • Klappentext:
    Junot Diaz hat mit "Abtauchen" (Drown) ein erstaunliches Debüt vorgelegt - Geschichten, die von den Armensiedlungen der Dominikanischen Republik bis in die Vorstädte New Yorks führen. Er hat sich mit diesem ersten Buch in die vorderste Reihe der amerikanischen Gegenwartsautoren geschrieben - so die einhellige Meinung der amerikanischen Kritik.


    Held der Geschichten ist Yunior, der jüngste Sohn einer Familie, dessen Vater nach Nueva York geht und dann erst Jahre später Frau und Kinder nachholt. Mit Junior erlebt man eine Welt, in der die Väter verschwinden und die Mütter die Familie über Wasser halten müssen. Und es wird offensichtlich, dass die nächste Generation dennoch die Rohheit und Unbarmherzigkeit der Väter erbt.
    In "Abtauchen" hat Diaz das Leben der underdogs eingefangen. Es sind immer die wunderbar nebensächlichen Anlässe, die der Autor nutzt, um die Brüchigkeit am Rande und mit ihr das Dasein der Einwanderer mit den großen und kleinen Hoffnungen.


    Der Autor:
    Der Autor:
    Junot Díaz wurde 1968 in der Dominikanischen Republik geboren und kam als Kind in die Vereinigten Staaten. Er lebt in New York. Bereits sein Erzählungsband Abtauchen wurde hymnisch gefeiert und mit dem PEN/Malamud-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Für "Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao" erhielt Junot Díaz 2008 den Pulitzer-Preis.



    Meine Meinung:
    Aus der Perspektive des Ich-Erzählers Yunior werden Geschichten über sein Leben in den Elendsvierteln der Dominikanischen Republik und in New York erzählt.
    Man lernt Yunior als Kind und später als Erwachsenen kennen.
    Als Erwachsener fängt er mit dem Dealen an. Die Geschichten wirken authentisch und zum Teil ist die Sprache auch recht derb.
    Man lernt Ysrael kennen, dessen Gesicht von einem Schwein weggefressen wurde, als er noch ein Baby war - seitdem muss er eine Maske tragen.
    Oder den Freund Yuniors, der sich als homosexuell herausstellt. Man erfährt gegen Ende des Buches auch einiges über Yuniors Vater, der die Familie verlassen hat, wie Yunior noch klein war - mit dem Versprechen, die Familie nachzuholen.
    Auch hier sind die Geschichten mit spanischen Ausdrücken durchsetzt, die leider nur zum Teil im Anhang übersetzt werden.
    Schon die Übersetzung "Abtauchen" ist nicht korrekt, im Original heißt das Buch "Drown", was eigentlich "ertrinken, absaufen" heißt.
    Auf jeden Fall lohnt es sich, das Buch zu lesen -mir hat es jedenfalls gefallen.
    Allerdings ist die deutsche Ausgabe vergriffen, aber auf englisch kann man das Buch wohl noch in den Buchhandlungen kaufen.

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