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Amber Kizer - Meridian: Dunkle Umarmung

Meridian: Dunkle Umarmung

3.8 von 5 Sternen bei 34 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Pan

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783426283011

Termin: Oktober 2009

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  • Der Klappentext: Wenn kleine Tiere spüren, dass der Tod nah ist, suchen sie Meridians Nähe, um an sie gekuschelt zu sterben. Das war schon immer so, seit Meridian geboren wurde, und sie macht sich längst keine Gedanken mehr darüber. Doch an ihrem 16. Geburtstag ist plötzlich etwas anders: Als vor Meridians Haus ein schwerer Unfall passiert, empfindet das Mädchen den Schmerz der Sterbenden am eigenen Leib - und entgeht selbst nur knapp dem Tod. Jetzt erst erfährt sie die Wahrheit: Sie gehört zu den Fenestras, die den Seelen der Verstorbenen das Fenster zum Himmel öffnen können. Ihre Gabe ist nun voll erwacht und bringt Meridian in größte Gefahr, denn die Fenestras haben dunkle Gegenspieler ... Eine spannende und bewegende Geschichte voller Geheimnisse und Romantik. Ein ganz besonderes Buch.




    Die Idee dieses Buches finde ich wirklich gut, und ich glaube, sie ist so auch noch nicht dagewesen. Der Klappentext des Buches lässt sich sehr gut lesen, und die Aufmachung finde ich einfach super gestaltet. Leider passiert mir in diesem Buch zu wenig.Meridian ist ein 16 jähriges Mädchen,durch sie gelangen die Seelen der Verstorbenen in den Himmel. Ihr Gegner ist Reverend Perimo, mit dem es am Ende zu einem klitzekleinem Showdown kommt, und dann ist das Buch auch schon zu ende, schade. Meridian, Tens die ganzen Protagonisten sind sehr sympathisch, man kann sich alles bildlich vorstellen die Story ist auch wirklich sehr gut, aber es kommt leider nicht rüber, dass Buch ist ein wenig langweilig, sehr schade, ich habe mir wirklich viel davon versprochen.Der Schreibstil ist einfach gehalten das Buch lässt sich flüssig lesen und man findet sich schnell in die Geschichte ein.Von mir gibt es hierfür :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Emma.

    Einmal editiert, zuletzt von K.-G. Beck-Ewe ()

  • Das Buch hatte ich mir auch schon ganz interessiert angeschaut und überlegt, es zu kaufen, aber da es nur gut zu sein scheint, rutscht es jetzt doch erstmal auf meiner Warteliste nach unten. Schade, klang wirklich vielversprechend. :(

    Sub: 70 (aktiv 46, inaktiv 24)
    2010/2011 gelesen: 74/33
    Seiten: 25547/11556

  • ohh schade, hat sich so vielversprechend angehört... :( naja kann man nichts machen!

    "Alles wird irgendwie, nicht unbedingt gut, aber es wird."

  • Kurzbeschreibung:


    Seit ihrer Geburt wird Meridian von kleinen Tieren verfolgt, die sich ihr nähern und dann sterben. Das Mädchen ist ein Außenseiter, ständig krank und fühlt sich für den Tod verantwortlich. Nichts wünscht sie sich mehr, als ein normales Leben zu führen. Doch an ihrem 16. Geburtstag wird Meridian beinahe Opfer eines Mordanschlags, der ihr Leben völlig verändert. Endlich erfährt sie, wie besonders sie ist, doch ihr Leben ist von nun an permanent in Gefahr.

    Meine Meinung:


    Auf dieses Buch habe ich mit großer Spannung gewartet, wurde aber leider etwas enttäuscht. Die Idee, die hinter der Geschichte steht, ist sehr interessant, die Umsetzung lässt leider ein wenig zu wünschen übrig. An manchen Stellen macht die Handlung in wenigen Sätzen riesige Sprünge, an anderen wiederum zieht sie sich in die Länge. Leider gelingt es der Autorin nicht wirklich, einen Spannungsbogen aufzubauen. Die Story plätschert vor sich hin, zeigt aber keine großartigen Höhen und Tiefen. Langweilig ist das Buch nicht, man kann es durchaus lesen, mehr aber auch nicht.

    Sehr schön dargestellt fand ich die Beschreibung der „Fenestrae“ und ihrer „Arbeit“ sowie die Entwicklung von Meridian, die sie in der kurzen Zeit bei ihrer Tante durchmacht. Tens blieb für mich jedoch eher undurchsichtig und farblos.

    Das Ende ist recht offen gehalten, was darauf schließen lässt, dass eine Fortsetzung folgen könnte. Ich weiß allerdings nicht, ob ich sie lesen würde, denn im Großen und Ganzen bin ich von „Meridian – dunkle Umarmung“ eher enttäuscht. Schade!

  • Hallo,


    die Geschichte von Meridian habe ich sehr gerne gelesen. :uups: Im Verhältnis zu vielen schlechten Fantasy-Titeln aus der letzten Zeit, würde ich dem Buch 3 von 5 :bewertung1von5: geben. Nein, das die Geschiche nur vor sich hin plätschert, kann ich nicht sagen. [-X Ich denke die Geschichte ist für viele Fantsy-Leser ab 12 Jahren geschrieben, die einfach ein wenig "Füllmaterial" benötigen, nachdem ihnen die Biss-Geschichten, Die Beschenkte und Arkadien gut gefallen hat. Es muß ja nicht immer Fantasy-Geschichten geben, nach denen der große Hype ausbricht. 8) Vielmehr gibt es ja auch bessere Eintagsfliegen :wink: die nichts mit Vampiren zu tun haben und trotzdem eine Fantasy-Erzählung sind. Man darf nicht vergessen, dass die Autorin gänzlich neu auf dem Gebiet ist. Außerdem muss der PAN-Verlag, indem die Geschichte erschienen ist, noch an sich arbeiten. Schließlich wurde er gerade neu gegründet. Aber zurück zur Geschichte: sie läßt sich leicht weglesen, die Charaktere bleiben leider etwas zweidimensional beschrieben und man hätte noch mehr aus allem raushollen können, aber im Großen und Ganzen war es ein netter Lesespaß.
    Ciao, BoekerSchmoekerin :winken:

  • Erstlingswerk mit frischen Ansätzen


    Berührend, Magisch, Ungewöhnlich


    „Mein Name ist Meridian. Ich gehöre leider nicht zu den Mädchen, die man gerne zu Geburtstagsfeiern einlädt – denn obwohl ich es ganz sicher nicht will, muss ich mein Leben mit dem Tod teilen. Ich bin eine Fenestra: Durch mich gelangen die Seelen der Verstorbenen in den Himmel. Aber davon wusste ich nichts, bis ich sechzehn Jahre alt wurde – und plötzlich in großer Gefahr schwebte…“
    Ein besonderes Mädchen.
    Ein großes Abenteuer.


    Ein außergewöhnliches Leseerlebnis!


    Inhalt:


    Meridian Sozu ist seit ihrer Geburt vom Tod umgeben. Je älter das Mädchen, desto größer die Tiere, die in den letzten Stunden ihres Lebens ihre Nähe suchen, um schließlich an ihrer Seite zu verenden.
    Zur Zeit ihres 16. Geburtstags erhält die Familie seltsame Anrufe, ihre Eltern sind mehr als nervös.
    Nachdem Meridian nur knapp einem Unfall entgeht, der ihr in zweierlei Hinsicht stark zusetzt, überschlagen sich die Ereignisse.
    Schnellstmöglich soll sie zu ihrer Großtante Merry nach Revelation, Colorado. Ihre Familie wird sie wohl nicht wieder sehen.
    Was Meridian bisher nicht wusste: Sie ist etwas Besonderes, Einzigartiges. Sie ist eine Fenestra, ein guter Engel, der den Seelen Verstorbener beim Übergang behilflich ist.
    Ohne Vorwarnung beginnt ein völlig neuer, aufregender und gefährlicher Lebensabschnitt für sie…

    Meinung:


    Amber Kizer bietet mit ihrem Romandebüt „Meridian – Dunkle Umarmung“ eine Alternative zu Vampiren, Werwölfen und dergleichen.
    Fenestrae auf Seiten des Schöpfers, Aternocti auf Seiten des Zerstörers bilden Gut und Böse. Mitten hinein in diesen ewigen Kampf gerät Meridian Sozu, aus deren Sicht der Leser die Erlebnisse erfährt.
    In 1. Person Singular bietet Amber Kizer Tempo und Spannung. Doch so rasant und fesselnd der Auftakt auch ist, verliert sich dieser Sog im Laufe des Geschehens wieder. Erst gegen Ende des Romans wird versucht, mit doppelter Geschwindigkeit in aller Eile einen gefälligen Abschluss bewirken zu wollen. Gut 50 Seiten mehr hätten hier Wunder gewirkt und einen angemessenen Ausklang ermöglicht.
    Dennoch erzeugt die Autorin mit Einfühlungsvermögen und Details Emotionen und regt zum Nachdenken an.
    Amber Kizer verwischt Grenzen zwischen Realität und Fiktion.
    Der Zweite Weltkrieg und Konzentrationslager werden ebenso bedacht wie Überbevölkerung und Reinkarnation. Hieraus zieht die Autorin logische Erklärungen und schafft Zusammenhänge zur fiktiven Geschichte.
    Die Sprache ist modern und einfach, der Ausdruck bisweilen verbesserungswürdig.
    Die Optik ist grandios! Das Flexcover überzeugt in seiner Farbwahl, den Metalliceffekten und mit den filigranen Motiven, die sich auch im Inneren wieder finden.
    Einziges Manko: Das Antlitz der dunkelhaarigen, jungen Frau ziert auch andere aktuelle Bücher und wirkt somit nicht individuell.


    Fazit:


    Originelle Idee mit eindringlichen Bildern und interessanten Denkansätzen.
    Die Umsetzung schöpft jedoch nicht voll das Potenzial der Geschichte aus.
    Insgesamt empfehlenswerte Unterhaltung, die Lust auf eine Fortsetzung macht.

  • Hi! ichhabe das Buch auch schon gelsen und fand auch das es jetz nciht so das Beste war, das ich gelsen habe, abe auch nicht das schlechteste! Doch ich hatte manchmal Probleme das mit den Engeln und so zu verstehen.... :uups: ich glaube auch, dass es nochein weiteres band geben wird, da die Feinde noch nicht besiegt sind. Doch ich denke dass es, wenn es noch ein buch gibt,noch ein wenig dauern wird, doch bis dahin habe ich das Buch schon lägst wieder vergessen. In der Zeit in der man es liest ist es gut, doch ich kann mich nicht langhaltig an den Inhalt der geschichte erinnern. Auch mir ist Tens noch immer ein bisschen schleierhaft und ich bin auch der Meinung von Black Tulip, dass das Ende dann doch ziemlich rasch kam.


    LG, weiß denn schon jemand ob und wann ein zweites Band herauskommt?, Maike :flower: :mrgreen:

  • Einen zweiten Teil wird es definitv geben. Wann er erscheint steht allerdings noch nicht fest, da die Autorin noch daran arbeitet. Einen Arbeitstitel gibt es auch noch nicht.

    Rose: "Hold on, if you´re an alien, why do you sound like you´re from the north?"
    The Doctor: "Lots of planets have a north!"


    HelpforHeroes

  • Einmal abgesehen von dem wunderschönen Cover hat mir das Buch auch sonst gut gefallen - nur eben nicht sehr gut ;)
    In der Ich-Form erzählt Amber Kizer auf einfühlsame und dennoch
    keineswegs kitschige Weise die Geschichte der jungen Meridian, einer
    liebenswert normalen Heldin, die mit ihren Ängsten ringt und dennoch
    stark bleibt und Verantwortung nicht scheut.


    Das Grundthema des Romans, Leben und Tod, empfinde ich als eine
    gelungene und ernsthafte Abwechslung zu den momentan so beliebten
    Vampir- und Mysteryromanen. Es verleiht dem Buch einen melancholisch-philosophischen Unterton.


    Schade finde ich dagegen die schlecht ausgearbeitete Liebesgeschichte (für mich kam das aus heiterem Nichts und es fehlen leider auch tiefere Gefühle), die manchmal doch vorhersehbare Handlung (alles, was die Sekte angeht). Es bleiben sehr viele Fragen offen, daher freue ich mich schon auf die Fortsetzung!


    Fazit: Bestimmt nicht eines meiner Lieblingsbücher, aber trotzdem eine gelungene und spannende Geschichte!


    "Crashing into the trembling void
    stretching my hand to you
    losing myself to frigid regret
    is this fragile love
    a way
    to say
    good-bye."


    (Nach dem Sommer - Maggie Stiefvater)

  • Ich habe schon öfter von dem Buch Rezis und so gelesen.
    Dann habe ich es bei Kaufhof gesehen und das Cover war echt wunderschön.
    Aber wenn ich so lese, das es nur so Mittelmaß war/ist und 13€ kostet, warte ich lieber und kaufe es wenn ich es mal billig auf dem Trödel oder sonst wo sehe. ^^

    Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.

    Andrè Malraux

  • Ich habe schon öfter von dem Buch Rezis und so gelesen.
    Dann habe ich es bei Kaufhof gesehen und das Cover war echt wunderschön.
    Aber wenn ich so lese, das es nur so Mittelmaß war/ist und 13€ kostet, warte ich lieber und kaufe es wenn ich es mal billig auf dem Trödel oder sonst wo sehe. ^^


    Wirklich eine sehr gute Idee! :D

  • Meridian – Dunkle Umarmung
    Amber Kizer

    352 Seiten
    ISBN:
    3426283018 PAN Verlag
    12,95€

    Über die Autorin
    Amber Kizer liebt saure Süßigkeiten, laute Popmusik und den Geruch von Lilien. Außerdem backt sie für ihr Leben gerne und lebt auf Whidbey Island, einer Insel, die leider nicht in der Südsee liegt, sondern vor der Küste des US-Bundesstaats Washington.
    Klappentext
    „Mein Name ist Meridian. Ich gehöre leider nicht zu den Mädchen, die man gerne zu Geburtstagsfeiern einlädt – denn obwohl ich es ganz sicher nicht will, muss ich mein Leben mit dem Tod teilen. Ich bin eine Fenestra: Durch mich gelangen die Seelen der Verstorbenen in den Himmel. Aber davon wusste ich nichts, bis ich sechzehn Jahre alt wurde – und plötzlich in großer Gefahr schwebte …“
    Meine Meinung
    Allein schon von der Optik ist das Buch ein echter Blickfänger. Das Cover ist schlicht gehalten, dennoch romantisch und mystisch verziert mit Rosen, Totenköpfen und Spinnenweben in roten und silbern glänzenden Farben. Wunderschön!
    Zu Kapitelbeginn ist der Kopf der Seite mit den gleichen Mustern wie auf dem Cover verziert, das macht einen sehr liebevoll gestalteten Eindruck. Die Kapitel sind im Schnitt knapp 10 Seiten lang, also schön kurz, wenn man mal öfters zwischendurch eine Pause machen muss.
    Meridian zieht sterbende Tiere an. Jeden Morgen wacht sie neben einem toten Tier auf. Sie weiß nicht warum es so ist, akzeptiert es jedoch kommentarlos als ihr Leben. An ihrem sechzehnten Geburtstag jedoch muss sie völlig unerwartet ihre Familie hinter sich lassen und soll von nun an bei ihrer Großtante Merry leben, denn sie wird gejagt. Die Aternocti wollen Meridian auf die Seite des Bösen ziehen. Von ihrer Tante lernt sie, dass sie eine Fenestra ist, ein Fenster durch das die Seelen in den Himmel gleiten können. Doch nun muss sie noch die Kontrolle über das Fenster erlangen, denn wenn sie ihre Kräfte nicht beherrscht, kann sie dabei sterben.
    Die Idee dieser Geschichte finde ich ganz wunderbar. Amber Kizer schreibt mit einem schönen flüssigen Schreibstil, sodass man das Buch gut in einem Rutsch durch lesen kann. Da es in diesem Buch ganz klar um den Tod geht, sollte man sich darauf einstellen, dass auch viel in Sachen Tod beschrieben wird, doch dies hält die Autorin alles sehr dezent, dabei stehen eher die Gefühle Meridians im Vordergrund, keinesfalls wird die Beschreibung sehr brutal. Das Buch ist durchweg spannend, auch wenn auf viele Sachen leider nur ziemlich ungenau eingegangen wird. Woher kommt Tens nun genau? Was ist in seiner Vergangenheit alles passiert? Aber sicherlich ist hier noch einiges an Stoff für nachfolgende Bände um die Geschichte von Meridian und Tens. Generell hätte ich gerne viel mehr über Tens erfahren. Er bleibt insgesamt leider etwas im Hintergrund, obwohl er Meridians Wächter sein soll.
    Leider wird auf die Hintergründe der Geschehnisse im Ort auch nur recht halbherzig eingegangen. Die Menschen gehören plötzlich alle der Kirche an oder ziehen weg, warum oder wie sie dazu kommen, dass sie plötzlich dazu gehören, wird nicht genau erläutert.
    Teilweise wirkt es, als ob die Autorin gewisse Sachen bewusst ausgelassen hat, damit das Buch nicht zu lang wird. Doch in meinen Augen tut etwas weiteres Ausholen manchmal ganz gut und gerade diesem Buch hätte es vermutlich am allerwenigsten geschadet.
    Mein Fazit
    Dennoch muss ich sagen, dass mir die Handlung und die Umsetzung ganz gut gefallen haben.
    Meridian ist ein schönes Jugendbuch, was total in den zurzeit aktuellen Mystik-Vampir Trend passt und trotzdem etwas anderes ist. Etwas Besonderes.

  • Meridian habe ich vor einigen Wochen gelesen und fand das Buch wirklich super spannend. Die Geschichte ist mal eine andere und ich frage mich schon jetzt wann endlich die Fortsetzung rauskommt und wie es weitergeht.


    Absolut zu empfehlen!

    Bücher sind der beste Vorrat, den ich auf unserer Lebensreise zu finden weiß.


    2010: 36 Bücher

  • Das Buch fand ich gut, unterhaltsam und lesenswert.
    Die Aufmachung des Buches hat mich sofort angesprochen, sodass das Buch auch gleich in meinem Einkaufskorb gelandet war. ;) Gelesen habe ich das Buch in einem Ruck (da war ja auch nicht viel dazu).
    Die Geschichte selber fand ich rein von der Idee her gut, allerdings von der Umsetzung nicht ganz 100 pro. Die Geschichte war schön und flüssig geschrieben, aber ich finde rein zur Vorgeschichte hätte noch mehr erwähnt werden sollen. Also zum Beispiel ein Kapitel am Anfang, als das Mädchen noch nicht so alt war, meinetwegen ein paar Wochen vor dem Geburtstag. Ebenfalls das Ende fand ich etwas knapp bemessen.


    Wenn ein 2. Teil rauskommt, werde ich mir den bestimmt kaufen, allein weil ich wissen will, wie es weitergeht. :mrgreen:


    Einzig den Preis finde ich für die paar Seiten etwas unangemessen. Für ein Softcover-Erstlingswerk hätten 9-10 Euro vollkommen ausgereicht.

  • Meridian- Dunkle Umarmung ist der erste Teil einer Mystery/ Fantasy-Jugendbuchserie um die junge Meridian Sozu, die mit der seltenen Gabe gesegnet ist Lebewesen den Tod zu erleichtern und sie sanft hinüberzuführen.

    Inhalt:

    Meridian zieht den Tod praktisch an- schon aus ihrer Wiege mussten die Eltern tote Insekten entfernen. Je älter sie wird, desto größer werden die Tiere; jeden Morgen liegt ein totes Nagetier mit ihr auf ihrem Kissen. Sie leidet, nicht nur wegen der sozialen Ausgrenzung und der offenen Abgrenzung ihrer Mitmenschen, sondern sie ist auch körperlich krank und schwach, wird jedoch als Hypochonderin verschrien. An ihrem 16. Geburtstag jedoch verhalten sich ihre Eltern seltsam, "alles soll dir erklärt werden", doch noch bevor sie Antworten einfordern kann, geschieht ein schrecklicher Unfall. Meridian ist nicht selbst verletzt, leidet aber Höllenqualen.

    Ohne Erklärungen packt ihr Vater sie ins Auto, gibt ihr eine Wegbeschreibung und schickt sie mutterseelenallein zu ihrer weit entfernten Tante, die sie noch die getroffen hat. Doch als sie endlich erschöpft und ausgelaugt ankommt, werden mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet: Tante Merry bezeichnet sie und sich selbst als Fenestra, Engelsabkömmlinge, die Seelen sanft ins Jenseits hinübergeleiten. Nun muss Meridian Tante Merrys Platz einnehmen, doch der Zeitpunkt ist denkbar schlecht: die dunklen Gegenspieler der Fenestra, die Aternocta, haben den Ort übernommen, wollen Meridian auf ihre Seite ziehen und schrecken auch vor immer gewalttätigeren Aktionen nicht zurück…

    Mein Fazit:

    Eine wunderbare, melancholische Geschichte um die Erste Liebe, Verantwortungsgefühl und die Selbstfindung auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Ist Meridian zu Beginn noch lethargisch, passiv und hat fast schon mit dem Leben abgeschlossen, so blüht sie doch im Laufe des Romans auf und übernimmt Verantwortung, als sie endlich einen Sinn- mehr noch: eine Bestimmung- in ihrer Existenz sieht. Alleine in einer fremden gefährlichen Umgebung, kann sie endlich ihre eigene Stärke finden.

    Das Grundthema des Romans ist melancholisch, ohne morbide zu werden: der Tod wird nicht als Ende, sondern als Teil des Lebens dargestellt, als Übergang in einen neuen Abschnitt, dem Erfüllung oder Reinkarnation folgt. Gewisse Grundzüge sind christlich geprägt, dennoch ist der Tenor liberal; mehr noch, die Autorin widerspricht vehement dem falsch verstandenen, richtenden Glauben. Bei einer solchen Thematik lassen sich religiöse Anspielungen nicht vermeiden, doch die Autorin schafft in meinen Augen die Gratwanderung zwischen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und dem persönlichen, nicht institutionalisierten Glauben sehr gut.

    Die Charakterentwicklung innerhalb des Buches ist größtenteils sehr gelungen: Meridian nimmt ihre eigene Rolle ein, ohne sich ausschließlich auf ihren "Wächter" zu verlassen; weiß jedoch auch, wann sie nachgeben muss. Neben den starken Frauengestalten verblasst Tens, ihr zukünftiger Wächter, ein wenig, aber die beiden werden ihre Beziehung hoffentlich in weiteren Bänden ausbauen können.

    Stilistisch verlässt sich die Autorin eher auf ruhige Beschreibungen und beleuchtet die Szene aus Meridians Sicht, als sich in Adjektiven zu verlieren. Man konnte ihre Verwandlung von dumpf-teilnahmslos zu lebensbejahend während des ganzen Romans praktisch aus jeder Zeile springen sehen.

    Ich denke, die Autorin hat ein wundervolles Werk geschaffen, das sicherlich zum Nachdenken anregt und dazu, seine eigene Haltung zum Tod noch einmal zu überdenken. Gelegentlich stimmt es zwar traurig, doch die Grundstimmung ist positiv und ich denke, dass es auch in schwierigen Lebenslagen durchaus tröstlich sein kann. Altes endet, Neues beginnt und das Leben geht seinen Weg, und letztendlich lebt alles in seinen Kindern , egal ob im Blut oder im Geist, weiter. Man sollte aber dennoch keine tiefdramatische Auseinandersetzung mit dem Sinn des menschlichen Lebens erwarten. In erster Linie handelt es sich um ein Jugendbuch, allerdings ein wunderbar poetisches, das große Hoffnungen auf Nachfolger weckt. Von mir daher volle 5 Sterne.

  • Amber Kizer – Meridian – dunkle Umarmung
    Das Buch ist ein Softcover und umfasst 352 Seiten. Eindeutig identifizierbar ist es über die folgende ISBN-Nummer: 3426283018. Im Oktober 2009 ist es bei PAN erschienen und kostet 12,95 Euro. Im Juli 2011 erscheint die Fortsetzung auf Englisch. Wann und ob diese auch auf Deutsch erscheinen wird, konnte ich nicht herausfinden.
    === zum Inhalt ===
    Von klein auf ist die fünfzehnjährige Protagonistin des Buches, Meridian, umgeben vom Tod. Auf unerklärliche Weise sterben in ihrer Nähe ständig Insekten und kleine Tiere. Dass sie dies zum Außenseiter macht versteht sich fast von selbst. An ihrem sechzehnten Geburtstag ändert sich Meridians Leben jedoch schlagartig. Nach einem missglückten Anschlag auf sie muss sie fliehen und ihre Eltern schicken sie zu ihrer Tante. Dort erfährt Meridian, dass sie eine Fenestra ist – sie kann verstorbenen Seelen den Weg in den Himmel öffnen. Von nun an hat Meridian nicht nur einiges zu lernen, sondern muss auch auf der Hut sein, denn Fenestrae haben mächtige Feinde…
    === die Autorin ===
    Zur Geschichte um Meridian wurde die Autorin am Sterbebett ihrer Großeltern inspiriert, da sie sich zu dieser Zeit sehr mit den Themen Tod, Nahtoderfahrungen und dem Sterben auseinander gesetzt hat. Sie lebt in den USA. Weitere Informationen zu ihr gibt es auf ihrer Homepage http://www.amberkizer.com
    === Leseprobe ===
    Unter dem folgenden Link gibt es eine kostenlose Leseprobe:
    http://www.droemer-knaur.de/li…-3-426-28301-1/index.html
    === meine Meinung ===
    Als ich das Buch zum ersten Mal in die Hand genommen habe, ist mir gleich das wunderschön gestaltete Cover aufgefallen. Auf den ersten Blick ist es nur ein Bild, aber jedes Mal wenn ich es anschaue entdecke ich Neues. Es ist sehr Detailreich und sticht dadurch von den vielen langweiligen, immer gleichen Cover so vieler Bücher heraus. Auch jeder Kapitelanfang ist illustriert. Das Bild ist zwar gleichbleibend, aber es gefällt mir gut. Die Illustrationen passen sehr schön zum Inhalt des Buches. Die gesamte Gestaltung des Buches ist einfach wunderschön. Dies ist das zweite Buch welches ich von PAN lese, aber auch wenn ich mir die anderen Bücher so anschaue, scheint man dort Wert auf eine schöne Gestaltung zu legen. Dies gefällt mir sehr gut, denn es zeigt für mich die Liebe zum Buch.


    Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und fließend. Somit habe ich gleich gut in die Geschichte hineingefunden. Die verwendete Sprache ist von den Worten her recht einfach, aber die Formulierungen sind sehr schön. Die Autorin hat für mich ein gutes Gefühl für Worte und mir gefällt ihr Sprachstil sehr gut.
    Amber Kizer hat einen sehr schönen Blick für Details. Sie zählt immer wieder Details auf, die jedoch in keinem Falle langweilen, sondern das Buch in meinen Augen abrunden. Durch diese Details ist es mir sehr schnell gelungen, mir ein gutes Allgemeinbild über die Personen, die Situationen aber auch Dinge wie z.B. das Haus oder die Höhle zu verschaffen. Auf Seite 82 schreibt die Autorin „Die Realität speist sich aus Einzelheiten.“ Und genau dies ist ihr selbst auch sehr gut gelungen.


    Als Leser erfährt man gemeinsam mit Meridian, der Hauptprotagonistin des Buches, mehr darüber was Fenestrae sind, wie ihre Arbeit aussieht, welche Feinde sie haben und wie sie sich vor ihnen schützen können. Ich mag es, als Leser etwas gemeinsam mit den Protagonisten zu erleben und nicht alles direkt vorgesetzt zu bekommen und als quasi allwissender Leser die ahnungslosen Protagonisten zu begleiten. Dadurch gelingt es Amber Kizer auch gleich einen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum Ende anhält.


    Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Ich finde, dass die Umsetzung der Autorin sehr gelungen ist. Durch ihren Schreibstil ist es ihr gelungen mein Kopfkino in Gang zu setzen und mich mit in eine neue Welt zu nehmen. Stellenweise überschlagen sich die Ereignisse etwas. Bedenkt man jedoch, dass hier nicht nur Menschen, sondern auch andere Wesen ihre Finger im Spiel haben, erscheint diese Tatsache gar nicht mehr so unrealistisch. Zumindest mir ist es leicht gelungen mich damit abzufinden, und diese Dinge einfach so hinzunehmen. Oftmals gelingt mir dies nicht, und ich betrachte diese schnelle Reihenfolge von Ereignissen als unrealistisch, dieses Buch ist hier jedoch eine Ausnahme, was aus meiner Sicht ein weiterer Pluspunkt für das Buch ist.
    In dieser Geschichte geht es auch um einen Kampf zwischen hell und dunkel, gut und böse. Dies hat sich bereits recht schnell gezeigt und ich dachte, das Buch sei von der Atmosphäre her dunkler, weil es so schien als sei die dunkle, böse Seite wesentlich mächtiger und stärker als die helle, gute Seite. Dies war jedoch nicht der Fall, und die Botschaft, die die Autorin damit gibt, nämlich stets an die Liebe zu glauben, hat mir außerordentlich gut gefallen.


    Das Buch beschäftigt sich sehr mit den Themen Tod und Abschied nehmen aber auch dem, was von einem Menschen bleibt, wenn er stirbt. Amber Kizer behandelt diese Themen auf eine sehr sensible, gefühlvolle Art und Weise. Ich denke, als Leser kommt man nur schwer darum herum sich seine eigenen Gedanken zu diesen Themen zu machen. Wer sich partout nicht mit diesen Themen beschäftigen möchte, dem würde ich von diesem Buch abraten.


    Die Kapitel selbst sind eher kurz und umfassen nicht viele Seiten. Das spornt mich ja immer zum Lesen an, weil ich dann denke „Ach, ein Kapitel kann ich noch lesen…. Und noch eins… und noch eins…“ Somit hatte ich das Buch auch recht schnell gelesen und kam dann viel zu schnell zum Ende.
    Das Ende ging mir etwas zu schnell und da haben sich in meinen Augen die Ereignisse etwas zu sehr überschlagen. Ein paar Seiten mehr hätten das Ende aus meiner Sicht etwas runder gemacht, und dies hätte dem Buch nicht geschadet. Die Geschichte selbst ist in sich abgeschlossen. Dennoch freue ich mich darüber, dass es eine Fortsetzung gibt, denn mir hat an diesem Buch so vieles gefallen, dass ich Meridian und Tens gerne noch auf ihrem weiteren Weg begleite.


    === mein Fazit ===
    Alleine durch die tolle Gestaltung des Buches habe ich es gerne in die Hand genommen, da mich auch der Inhalt absolut überzeugt hat. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch die Geschichte selbst konnte mich überzeugen. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternchen für dieses Buch sowie eine Leseempfehlung für alle, die sich mit dem Genre oder der Inhaltsbeschreibung anfreunden können.

  • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    (Erstveröffentlichung der Rezension im Oktober 2009)


    Nachdem ich kürzlich von ALTERRA, dem ersten Fantasy Roman von Maxime Chattam erfuhr, stöberte ich lange auf der Internetseite des neu gegründeten PAN Verlages. Dieser ist ein Unternehmen der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG und veröffentlicht ausschließlich Romane der Genres phantastische Unterhaltung, Urban Fantasy und Romantic Fantasy. Die Leseprobe zu „Meridian – Dunkle Umarmung“ hatte es mir besonders angetan. So landete das Buch, welches am 05.10.2009 im deutschen Buchhandel erscheint, auch gleich mit auf meiner Merkliste.


    „Meridian – Dunkle Umarmung“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Amber Kizer. Auf der Seite des PAN Verlages habe ich erfahren, dass sie saure Süßigkeiten, laute Popmusik und den Geruch von Lilien liebt. Sie bäckt für ihr Leben gerne und lebt auf Whidbey Island, einer Insel, die vor der Küste des US-Bundesstaats Washington liegt. Mehr Informationen können Interessierte und des Englischen mächtige sicher auf ihrer offiziellen Hompage AmberKizer.com erhalten.


    Dass ich das Buch jetzt schon ausgelesen in den Händen halten kann, liegt daran, dass ich mich kürzlich in einem Literaturportal anmeldete. Dort bewarb ich mich für eines von insgesamt 20 Rezensionsexemplaren. Es entschied das Los und ich hatte Glück. Meine Eindrücke von dem Buch möchte ich Euch keinesfalls vorenthalten.


    Meridian – Dunkle Umarmung


    Der Tod war schon immer in Meridians Nähe. Seit ihrer Geburt fanden sich immer wieder kleine tote Tiere in ihrer Nähe. Diese wurden von Jahr zu Jahr größer. Meridian, die außer ihrer Familie, niemanden hatte, fand sich damit ab und machte sich kaum noch Gedanken darüber. Sie war anders als die Anderen und der Tod schien zu ihrem Leben zu gehören. Doch an ihrem 16. Geburtstag ändert sich Alles. Meridian entgeht einem Unfall, der vor ihrem Haus passiert, nur knapp. Junge Menschen sterben. Meridian erleidet dabei höllische Schmerzen.


    Ihre Eltern reagieren sofort, bringen sie weg und schicken das Mädchen zu ihrer Tante Merry nach Colorado. Denn diese ist das, was Meridian ebenfalls ist. Eine Fenestra. Fenestras können den Seelen der Verstorbenen das Fenster zum Himmel öffnen und ihnen damit den Übergang erleichtern. Doch die richtige Art und Weise, um dabei keine Schmerzen oder gar den eigenen Tod zu erleiden, will gelernt sein. Und die Fenestras haben dunkle Gegner…


    Mein Testergebnis

    Die ganze Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und beginnt mit einem mysteriösen, sehr spannungsgeladenen Prolog (Leseprobe). In kurzen und knackigen Sätzen beschreibt die Hauptfigur Meridian Sozu, was ihr bisheriges Leben, hauptsächlich bestehend aus Einsamkeit und Tod, ausmachte. Dieser ist ruck zuck weg gelesen, berührt stark und macht richtig Hunger auf mehr. In den ersten Kapiteln, als sich die Ereignisse überschlagen, Meridian ihre Familie verlassen und zu ihrer Tante nach Colorado reisen muss, wird dieser klare Schreibstil erst einmal fortgesetzt.


    In der neuen Umgebung wird es dann etwas wirr. Es gibt einmal eine Vielzahl sehr umfangreicher, bildhafter Beschreibungen, die meiner Meinung nach in dieser Fülle gar nicht nötig gewesen wären, andererseits werden Themen, zu denen ich mir schon hier mehr Erklärungen erwartet hätte, kurz und fast emotionslos abgehakt. Mit Tante Merry und Tens kommen neue Charaktere hinzu. Außerdem gibt es noch die Wölfin Custos. Tens ist einfach da, warum und wieso weiß ich als Leser zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Er behandelt Meridian ohne ersichtlichen Grund sehr schroff.


    Tante Merry ist sehr liebevoll und weist Tens immer wieder in die Schranken. Statt Meridian aber Antworten zu geben, plappert sie anfangs nur munter drauf los. Meridian erfährt dann zwar Stück für Stück, was mit ihr los ist, warum und weshalb aber immer wieder wichtige Dinge zurückgehalten werden, wird mir als Leser, nicht so recht klar. Neben teilweise einlullendem Geplänkel, kommt es zu Weiterentwicklungen, die dann aber immer ziemlich überstürzt wirken. In diesen Szenen gibt es etliche Widersprüche. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass sich die Autorin, die damit wahrscheinlich nur die Spannung aufbauen wollte, verzettelte.


    Dann folgen wieder Passagen die klar strukturiert sind und Auflösung versprechen, doch die Rolle von Tens und sein Verhalten bleiben unverständlich. Der konstruierte Beginn der Romanze zwischen Meridian und Tens wirkt teilweise unrealistisch und unbeholfen. Die Beschreibung der Kirche in der frommen Kleinstadt dagegen, entspricht allen Vorstellungen, die ich von amerikanischen Glaubensgemeinschaften hatte. Dabei muss ich erwähnen, dass mein Wissen in Sachen amerikanischer Religion und Glauben eher gering ist und ich diese eher aus Romanen oder Filmen kenne. Auf jeden Fall wird hier jedes Klischee bedient.


    Die Grundidee der Geschichte finde ich nach wie vor Klasse. Die Umsetzung war leider zu unausgegoren. Ich fand Tens als Hauptfigur viel zu flach ausgearbeitet und die Wölfin Custos, die immer da ist, hätte problemlos durch einen Hund ersetzt werden können. Wolf klang in den Ohren der Autorin wohl spannender. Auch die Gefahr, die Meridian und ihre Tante Merry bedrohte, kam wegen den teils verzettelten Umschreibungen viel zu seicht rüber. Und der letztendliche Showdown wurde meiner Meinung nach zu überstürzt abgehandelt.


    Die Gedanken der Autorin zum Tod, das Einstreuen von Zitaten anderer Fenestras, einige Dialoge mit der alten Tante Merry und dass letztendlich keine offenen Fragen bleiben, waren dagegen sehr positive Aspekte beim Lesen. Im Epilog findet sich auch noch einmal der von mir bereits am Anfang bewunderte klare Schreibstil wieder.


    Alles in allem ließ sich das Buch recht nett lesen, so sehr bezaubern, wie andere Romane dieses Genres konnte er mich aber nicht. Schade.

    :study: Fünf Kopeken - Sarah Stricker


    Ein Tag ohne Lesen ist für mich ein Tag ohne Entspannung!

  • Gerade habe ich das Buch beendet und ich muss sagen, dass die Ansätze, mit denen die Autorin arbeitet, mir sehr gut gefallen.
    Allerdings die Umsetzung... naja, die hapert ein wenig.


    Zunächst einmal hätten wir da den Aufbau der Story. Anfangs geht es ziemlich rasant her, man findet leicht in die Handlung hinein und hat genügend Anreize, um weiter zu lesen. Was allerdings nicht an dem Schreibstil der Autorin liegt, denn der ist ziemlich seicht, aber zu diesem Zeitpunkt kann man darüber noch großzügig hinwegsehen. Doch dann kommt ein unglaublich langer Teil, der sich einfach nur damit beschäftigt, dass Tante Merry oder auch Tens der ahnungslosen Meridian und auch dem gelangweilten Leser immer nur bruchstückhafte Informationen geben, was teilweise wirklich unnötig ist und einfach nur dazu dient, dem Buch mehr Seiten zu geben. Die Lektionen, die Meridian durchstehen muss, um das Handwerk der Fenestrae zu lernen, sind ja noch ganz schön; das geht ja auch nur Schritt für Schritt. Aber dann gibt es so ein paar Sachen, die sie angeblich erst erfahren kann, wenn sie „soweit ist“. Gäbe es in irgendeiner Form eine persönliche Entwicklung bei der Protagonistin, könnte man das ja noch rechtfertigen. Aber dies ist nicht der Fall und macht das Buch nur unnötig zäh. Am Ende gibt es dann wieder einen Spannungsbogen, der allerdings nicht so ganz zur Geltung kommen kann, weil man schon sehr früh weiß, was am Ende passieren wird; wer der böse Drahtzieher ist und was er will. Nach dem großen Showdown kommt das Buch dann auch sehr schnell zum Ende und ich fühlte mich ein bisschen zurückgelassen, weil das doch ziemlich abrupt war.


    Verschlimmernd hinzu kommen dann noch die wirklich sehr plumpen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren und der sehr lieblosen Gestaltung der Charaktere. Also, es ist von Anfang an klar, dass Meridian und Tens zusammenkommen werden, aber als sie dann zusammen waren, dachte ich, ich hätte aus Versehen ein paar Kapitel übersprungen. Man spürt einfach keine Verbindung zwischen den beiden. Eher im Gegenteil. Eigentlich sieht es so aus, als könnten sie sich überhaupt nicht ab. Und dann irgendwann plötzlich machen sie sich gegenseitige Liebeserklärungen. Und selbst da kommt für mich immer noch keine Romantik auf. Genauso verhält es sich mit Meridian und ihrer Tante. Meridian kommt an, wird ein bisschen gepäppelt, ist aber im Großen noch sehr damit beschäftigt, um ihre Familie zu trauern, die sie fürs Erste nicht wiedersehen darf, weil die Aternocti nicht nur hinter Meridian selbst, sondern auch hinter ihren Eltern und ihrem Bruder her sind. So. Hier baut sich immerhin durch die Unterrichtsstunden langsam ein Vertrauensverhältnis auf. Aber für meine Begriffe ist dieses noch so zart und frisch, dass die seitenlangen Ausführungen darüber, wie sehr sie ihre Tante doch liebt und wie sehr sie ihr fehlen würde, wenn sie stirbt, rechtfertigen.


    Zu Tens fällt mir noch ein, dass er wirklich stark romantisiert ist. Er sieht gut aus, kann alles, weiß alles, außer sein Wissen könnte mal wirklich nützlich sein, dann ist immer Meridians Forschergeist gefragt, und ist alles in allem ein bisschen zu kantenlos.


    Was mich dann auch noch ziemlich genervt hat, war diese Schwarz-Weiß-Malerei, die auf so eine plumpe Art und Weise in die Geschichte eingebaut ist, dass es fast schon keinen Spaß mehr gemacht hat. Hier Gott und die guten Fenestrae, die nie etwas böses tun, außer, die Aternocti verleiten sie dazu. Und da der Teufel mit seinen Schergen, die die armen Fenestrae und die Menschheit terrorisieren. Das fand ich ziemlich schade. Und als es dann damit losging, alle schrecklichen Ereignisse der realen Geschichte (also jetzt der tatsächlichen Vergangenheit), wie zum Beispiel den Untergang der Maya, auf die Machenschaften der Aternocti zurückzuführen, war es dann für mich vorbei.


    Wie gesagt, sehr sehr schade, dass diese interessanten und spannenden Ansätze nicht besser genutzt wurden. Ich kann leider nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: für dieses Buch vergeben.

    Wenn wir uns nicht gelegentlich verirren, dann haben wir uns nicht genug bewegt.
    Florian Illies

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    Mein Blog

  • Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen. Die Meinungen sind ja nicht ganz so positiv.
    Ich fand es ganz gut, die Ansätze waren total gut, die Umsetzung war ganz ok. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Teil!!

    Ich lesee gerade The Haunted
    :study: 2016: 51 Bücher
    :study: 2015: 31 Bücher :pale:
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    :flower: Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele :flower:

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