Volker Klüpfel / Michael Kobr - Rauhnacht

  • Buchdetails

    Titel: Rauhnacht


    Band 5 der

    Verlag: Piper Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 368

    ISBN: 9783492259903

    Termin: Dezember 2010

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 80 Bewertungen

    83,6% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Rauhnacht"

    Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden, auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und über Nacht löst ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus und schneidet das Hotel von der Außenwelt ab …
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  • Hommage an Agatha


    Inhalt (von Amazon kopiert):
    Ein zugeschneites Berghotel, ein mysteriöser Mord und ein aufgekratzter Doktor Langhammer - Kluftinger ermittelt wieder! Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden, auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und über Nacht löst ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus und schneidet das Hotel von der Außenwelt ab. Kommissar Kluftinger ist ganz auf sich allein gestellt. Das heißt: fast. Denn Doktor Langhammer mischt bei den Ermittlungen kräftig mit. Und das alles während der berüchtigten Rauhnächte, über die man sich hier in den Bergen grausige Geschichten von bösen Mächten erzählt.


    Hier haben die Autoren gleich zwei gängige und beliebte Krimimotive zusammengebastelt: Ein Mord passiert in einer Umgebung, die die Menschen nicht verlassen können, Telefonleitungen sind kaputt, Handys haben keinen Empfang, wegen des Schneesturms kann keiner von außen hereinkommen, also muss einer der Eingeschlossenen der Mörder sein. Und das Mysterium des "Closed Room": Der Tote liegt in einem von innen verschlossenen Zimmer, aus dem ein Mörder eigentlich nicht fliehen konnte.
    Dass Agatha Christie Pate stand, legt das Autorengespann gleich zu Anfang offen: In dem Mörderspiel, zu dem die Hotelgäste eingeladen wurden, soll Kluftinger den Poirot geben; er wird mit passenden Kleidern und Schnurrbart ausstaffiert, und erinnert sich selbst beim Blick in den Spiegel an Peter Ustinov in dieser Rolle.
    Dass jeder einzelne aus der Gästeschar in irgendeiner Beziehung zu dem Ermordeten stand, las man auch schon bei Christie: "Mord im Orient-Express", und am Schluss wundert man sich nicht, dass Kluftinger alle Anwesenden im Kaminzimmer versammelt und langsam und genüsslich seine Erkenntnisse offenbart.


    Dass der Krimi trotz der altbekannten und mehrfach gelesenen Motive nicht verstaubt oder altbacken wirkt, liegt zum einen an der Person Kluftinger, zum andern an seinem "Zusammenspiel" mit Dr. Langhammer, der als ein voreiliger und stümperhafter Watson agiert, sich selbst aber gern als Sherlock sehen würde. Es geht selten gut, wenn zwei Protagonisten sich in ihren Haupteigenschaften so ähnlich sind, doch hier funktioniert es: Beide sind humorlos und frei von jeder Selbstkritik. Gleichzeitig glauben beide, dem anderen überlegen zu sein.
    Weil er weder auf die Hilfe der Spurensicherung oder die seiner Kollegen zurückgreifen kann, hat Kluftinger nur eine Möglichkeit: Befragungen und nochmals Befragungen, einzelne Aussagen vergleichen, Widersprüche entdecken und ihnen auf den Grund gehen. Dass keine Langeweile aufkommt, dafür sorgen die kleinen Begebenheiten am Rande: Kluftingers Probleme mit den Tücken des Objekts (wie funktioniert ein Frühstücksbuffet?), Erikas Verstimmung, eine heilende Massage (dazu muss auch Kommissar Kluftinger seine Kleider ablegen!), ein Silvesterfeuerwerk und die unzähligen Reibereien mit Langhammer.


    Nach zwei Romanen, in denen Kluftinger die richtig großen Bösen, Nazis und Terroristen, jagen musste (Seegrund und Laienspiel) nun wieder ein Krimi, der in der Art an die ersten beiden der Serie, Milchgeld und Erntedank, anknüpft. In diesem Ambiente der "bürgerlichen Mordmotive" wie Eifersucht, Betrug, Erpressung und verschmähte Liebe gefallen mir Kluftinger, seine Bodenständigkeit und sein Traditionsbewußtsein besser.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Inhalt:
    "Rauhnacht" ist nun schon der 5. Krimi des Erfolgsduos Volker Klüpfl und Michael Kobr über den Allgäuer Hauptkommissar Kluftinger. Nachdem er sich im vierten Roman gegen Terroristen behaupten musste, wird es nun wieder etwas ruhiger: Kluftinger, seine Frau Erika und die Langhammers sind zu einem Krimiwochenende in einem exklusiven Berghotel eingeladen. Doch schon am ersten Abend geschieht ein Mord! Da das Hotel infolge von heftigen Schneestürmen von der Außenwelt abgeschnitten ist, muss sich Kluftinger, ganz auf sich allein gestellt, auf die Suche nach dem Mörder begeben ...


    Meine Meinung:
    Ich habe bisher jeden Allgäu-Krim der beiden Autoren gelesen und nachdem ich vom Vorgänger "Laienspiel" eher enttäuscht war - diese ganze Terror-Geschichte war einfach "too much", zu übertrieben, zu gestelzt, zu gezwungen politisch korrekt - konnte mich "Rauhnacht" voll und ganz von sich überzeugen! Allein schon die Kulisse ist genial, fast wie in einem alten Agatha Christie - Krimi: In einem isolierten Ort, dem eingeschneiten Hotel, geschieht ein Mord. Der Täter muss also aus den Reihen der Gäste und der Hotelangestellten stammen. Hinzu kommt noch, dass der Tote in einem von innen verschlossenen Zimmer gefunden wird, was ja eigentlich unmöglich ist und den Fall somit noch spannender, aber vor allem interessanter macht! Im Laufe der Geschichte werden schließlich immer mehr Mordmotive aufgedeckt, so dass Kluftingers besondere Kombinationsgabe aufs äußerste gefordert wird.
    Zudem kommen aber auch die Sticheleien zwischen Kluftinger und Langhammer nicht zu kurz. Denn dieser hat es sich in den Kopf gesetzt dem Kommissar mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, was ihn jedoch wesentlich mehr behindert als hilft und mich köstlich amüsiert hat. Generell sind die witzigen Szenen in diesem Buch äußerst gelungen. Denn abgesehen vom Klufti-Langhammer-Zwist sind auch die Fettnäpfchen, in die Klufti typischerweise immer wieder tritt, sehr lustig beschrieben!


    Fazit:
    So ist Kobr und Klüpfel diesmal ein ganz besonderer und vor allem spannender Fall gelungen, der dazu noch mit einer guten Prise Humor gewürzt ist! Für Fans von Klufti & Co. ist "Rauhnacht" natürlich ein Muss, aber auch Klufti-Neulinge werden an diesem Buch ihre Freude haben!

  • .Hier ist er nun endlich der neue Krimi vom Kult-Ermittler Kluftinger und zu meiner Freude findet er zu "Milchgeld" und "Erntedank" zurück.


    Was als erholsamer Kurzurlaub in einem Allgäuer Berghotel geplant war, erfordert Kluftingers genaue Beobachtungsgabe und seinen Spürsinn. Ein Hotelgast wird ermordet und Kluftinger hat ein Haus voller Tatverdächtiger, denn alle Hotelgäste hatten irgendwie mit dem Ermordeten zu tun und waren ihm nicht wohlgesinnt. Zu allem Unglück kann Kluftinger auf keine Hilfe von außen hoffen, denn das Hotel ist eingeschneit, aber dadurch kann der Mörder auch nicht entwischen. Dr. Langhammer, der nebst Ehefrauen, Kluftinger auf dieses Wochenende begleitet hat, fühlt sich sofort als Hobbyermittler berufen. Er bringt Kluftinger zur Weißglut und weicht ihm nicht mehr von der Seite, ständig fällt sein Verdacht auf einen neuen Täter, doch der erfahrene Kluftinger lässt sich nicht beirren. Der wieder funktionierende PC schafft Kontakt zum Kollegen Maier und versorgt ihn wenigstens mit einem Wissen, das von manchem Gast gerne unter den Tisch gekehrt wird. So fügen sich die Puzzleteilchen zum Ganzen und Kluftinger kann den Mörder entlarven.


    Was ich hier so kurz zusammengefasst habe, klingt nicht unbedingt neu, sondern erinnert stark an Agatha Christie. Doch das Autorenteam Kluepfel/Kobr umspült den Krimi mit dem altbewährten Charme des Kommissar Kluftinger. Er tritt in einige Fettnäpfchen und seine Sparsamkeit ist sehr erheiternd. Auch sein ständiges Geplänkel mit Dr. Langhammer verfolgt man nur zu gerne mit.


    Fazit: Ein absoluter Wohfühllkrimi in Anlehnung seines Ursprungs ("Milchgeld") mit einem Ermittler, den man einfach mögen muß. Für Fans ein erneutes Highlight und für Neueinsteiger ein Krimi der amüsanten Art, wobei man erwähnen muß, dass dieses fünfte Buch durchaus ohne Vorkenntnisse zu lesen ist, aber mit Sicherheit die Vorgänger wieder auf die Wunschlisten treibt.


    Liebe Grüsse
    Wirbelwind


    :study: Sara Gruen, Wasser für die Elefanten

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

  • Meine Rezi:
    Das Cover versetzt den Leser in einen kalten Winter. Im Vordergrund ist ein Hinweisschild für Schnee- oder Eisglätte, zu sehen, das mit Schnee und Eiszapfen bedeckt ist. Links im Hintergrund ist im Dunkeln eine Almhütte zu sehen. Dahinter türmt sich ein großer Berg, hinter dessen Spitze die Sonne, verdeckt von Wolken, zu sehen ist.


    Eine echte Leiche in einem Hotel, in dem spielerisch kriminalisiert hätte werden sollen. Dazu kann man nur eines sagen: "Priml"!
    Auf Hilfe von Außen muss Kommissar Kluftinger leider verzichten, da Schneestürme angesagt sind und Lawinengefahr besteht. Nur der gute und, zu Kluftingers Bedauern, motivierte Doktor Langhammer ist stets zur Stelle und will helfen, wo er nur kann. Da der Doktor es allerdings trotz der echten Leiche eher als Spiel sieht, vermasselt er so dem Kommissar ein ums andre Mal manch eine wichtige Situation.
    Größtenteils wurden Verhöre gemacht, bei denen Dr. Langhammer immer dabei war, was vom Kommissar mit gemischen Gefühlen befürwortet wurde.
    Bei manchen Zeugen kamen interessante Fakten zutage, die diese über den Ermordeten wußten. Dadurch wuchs allerdings auch die Zahl der Tatverdächtigen.
    Dabei kam Dr. Langhammer auf die tollsten Mordtheorien, bei denen ich, wie auch bei ganz anderen Schnitzern, die er sich leistete, nur noch mit den Augen rollen konnte. Manches, was er von sich gab, war kaum zu fassen.


    Es kam nie Langeweile auf, auch wenn Kluftinger eigentlich fast nur Verhöre und normale Gespräche führte.
    Durch den personnellen Erzählstil aus Kluftingers Sicht fühlte ich mich als Leser mitten im Geschehen und konnte mir selbst gut ein Bild von der Situation machen, mir meine Verdächtigen herausfischen.


    Manche Situationen, wie z.B. der Aufenthalt am Frühstücksbüfett, sind sehr ausführlich, aber humorvoll beschrieben. Ich wollte mich selbst immer umschauen, ob dem Klufti jemand über die Schulter sieht.
    Besonders toll fand ich den Konkurrenzkampf zwischen Kluftinger und Langhammer, den man besonders an der Silvesterparty gut rauslesen konnte. Besonders amüsant fand ich die hin und wieder eingestreuten Gedanken des Kommissars, und auch sonst gab es in dem Krimi einige grandiose Lacher.


    Die Familien Kluftinger und Langhammer werden größtenteils nur oberflächlich vorgestellt. Einem Quereinsteiger wäre das womöglich zu wenig, um manche Zusammenhänge verstehen zu können. Wobei Martin Langhammer, alias Dr. Watson an Kluftis Seite, doch etwas ausführlicher dargestellt wurde, da er eine aktive Rolle als Kluftingers rechte Hand spielte.


    Für das große Format des Buches war die Schrift leider sehr klein und so auf längere Zeit schwer zu lesen.
    Der Schreibstil der Autoren ist jedoch sehr flüssig, wodurch sich der Krimi gut lesen ließ.
    Die Kapitel sind unterschiedlich lang und gut bestückt mit Abschnitten.


    Fazit:
    Ein gelungener fünfter Roman von dem Autorenpaar Klüpfel und Kobr über den Kultkommissar Kluftinger!
    Sehr zu empfehlen.
    Ich vergebe fünf volle Sterne.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Von Volker Klüpfel und Michael Kobr schon erschienen:
    Milchgeld
    Erntedank
    Seegrund
    Laienspiel
    Rauhnacht

  • Ich hab den neuen Kluftinger nun auch endlich gelesen und fand ihn phänomenal! Ehrlich, ein großartiges Buch! Zwar fand ich "Seegrund" und "Laienspiel" nicht schlecht, aber "Rauhnacht" ist, wie meine Vorrednerinnen hier schon geschrieben haben, endlich wieder ein "echter" Kluftinger, der es mit "Milchgeld" und "Erntedank" aufnehmen kann. Super! :dance:
    Die Parallelen zu den Klassikern von Agatha Christie fand ich wirklich einfach genial. Die Umsetzung ist spannend, lustig - und vor allem hat mir sehr gut gefallen, dass Kluftinger hier nicht so vertrottelt erscheint, wie es vor allem in "Laienspiel" der Fall war. Er ist sehr eigen, es gibt noch diese sehr liebenswerten Kluftinger-Momente, aber man muss sich nicht fragen, wie jemand, der in seinem Privatleben nicht mal eine E-Mail verschicken kann, so ein grandioser Kommissar sein kann. (Außerdem kriegt Klufti das mit dem Internet jetzt ja auch schon ganz gut hin! ;) )
    Ein paar sehr gute Lacher dabei, ein toll durchdachter Kriminalfall und Kluftinger als Hercule Poirot... für mich eine Mischung, der ich fünf Sterne gebe! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ein tolle Krimigeschichte in einer wunderbaren Winterlandschaft. Meine erste Assoziation, als ich die Beschreibung des eingeschneiten Berghotels las und bildlich vor Augen hatte, war das Hotel, das einem aus Stephen Kings „Shining“ bekannt ist. Durch die detaillierte Beschreibung war man sofort mitten im Geschehen.


    Die Handlung finde ich sehr spannend gewählt. Der Buchrückentext hat mich sehr angeregt das Buch zu lesen und herauszufinden, wie nun ein Mord in einem von innen verschlossenen Raum stattfinden kann. Von der Idee und Aufmachung war ich sehr begeistert. Die Schreibart fand ich zudem auch sehr angenehm und fließend zu lesen. Die Autoren verstehen es mit viel Humor
    die beiden Protagonisten zu charakterisieren und ihre kleine Stichelein gegenseitig in Szene zu setzen. Anscheinend banale Situationen, wie z.B. der Besuch am Frühstücksbuffet wurden sehr humorvoll beschrieben. Es kam ein paar Momente und Stellen, wo ich laut auflachen musste und das passiert mir nicht so oft, wenn ich ein Buch lese. Der Schreibstil und die Hauptpersonen haben mich voll und ganz überzeugt.


    Das Ende des Krimis fand ich im großen und ganzen gut, jedoch habe ich rund 60 Seiten vor dem Ende schon gewusst, wer der Mörder ist und so blieb bei mir ein „Wow-„ und „Ahaeffekt“ leider aus.


    Alles in allem muss ich aber sagen, das mir der Krimi sehr gut gefallen hat und es bestimmt noch ein i-Tüpfelchen wäre, wenn man in während verschneiten Tagen lesen würde.

  • Auch ich habe das Buch von vorablesen.de erhalten und möchte nun noch meine Rezi hier anhängen.


    Klappentext:
    Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden, auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und über Nacht löst ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus und schneidet das Hotel von der Außenwelt ab. Kommissar Kluftinger ist ganz auf sich gestellt. Das heißt: fast. Denn Doktor Langhammer mischt bei den Ermittlungen kräftig mit. Und das alles während der berüchtigten Rauhnächte, von denen man sich hier in den Bergen grausige Geschichten von bösen Mächten erzählt.


    Inhalt:
    Kluftinger und Langhammer werden nebst Gattin zu einem Krimiwochende in einem Allgäuer Berghotel eingeladen. Was sich wie ein lustiger Spaß anhört, wird leider Ernst. Denn ein Gast wird tot in seinem verschlossenen Zimmer aufgefunden und Kommissar Kluftinger und Doktor Langhammer stehen vor einem Rätsel. Denn wie konnte der Täter entkommen? Für Kluftinger beginnt die Zeit des Ermittelns und Nachforschens und dies ist dieses Mal nicht so einfach, denn er hat viele mögliche Täter, viele mögliche Tatmotive und ihm fehlen seine Kollegen mit dem Polizeiapparat. Hilfe von dieser Seite kann er nicht erwarten, denn es besteht höchste Lawinengefahrt und so mit muss er ganz allein mit dem überaus „hilfreichen“ Doktor Langhammer den Täter auf die Spur kommen. Ein Vorteil hat das ganze, der Täter kann ihm nicht entwischen, da der Pass unpassierbar ist.


    Meinung:
    Kluftinges fünfter Fall ist ein sehr schönes Kriminalstück ganz im Stile der klassischen Krimistücke à la Agatha Christie mit ihrem Protagonisten Hercule Poirot. Mir hat die Szenerie und die Handlung sehr gut gefallen, es wurde wieder alles sehr bildhaft dargestellt und man konnte richtig mit ermitteln. Kluftinger kommt einfach richtig sympathisch rüber und ich musste sehr oft schmunzeln über seine berühmten Eigenheiten. Sei es wieviel Geld steht dem Kofferträger als Trinkgeld zu, seine Eskapaden am Frühstücksbuffet oder seine Probleme am Computer. All dies macht Kluftinger sympathisch und dass er auch mehr oder weniger gut Doktor Langhammer erträgt, kann man gut nachvollziehen. Zusammen ergeben die beiden ein sehr gutes Duo und ich musste vor allem wegen den Disputen zwischen den beiden oft Lachen. Die Überführung des Mörders und auch den anschließenden Schluss hat mir sehr gut gefallen. Wer Kluftinger und den Erzählstil von Volker Klüpfl und Michael Kobr mag oder ein Freund von Regionalkrimis ist, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.


    Ich gebe dem ratingred5.png .


    Liebe Grüße von der buechereule :winken:

    Liebe Grüße von der buechereule :winken:


    Im Lesesessel


    Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch!
    (Emily Dickinson)



    2021 (B/S): 053/11.617 SuB: 3.237 (B/E/H: 2.034/1.154/51)


  • Kommissar Kluftinger und seine Erika sind über Silvester zu einem Krimiwochenende in einem Allgäuer Berghotel eingeladen. Die Begeisterung hält sich bei Klufti allerdings in Grenzen, da auch Langhammers mit von der Partie sind. Auf den selbstherrlichen Arzt hätte er gut verzichten können.


    Der nervige Doktor wird aber bald Kluftingers geringstes Problem sein, denn noch bevor das Kriminalspiel richtig beginnen kann, wird einer der Teilnehmer tot aufgefunden, aus Spaß wird blutiger Ernst. Gut, dass mit Klufti ein Fachmann anwesend ist, der erste Ermittlungen aufnehmen kann - er wird auch vorerst der einzige Profiermittler bleiben müssen, denn draußen tobt ein Schneesturm, das Hotel ist völlig von der Außenwelt abgeschnitten. In Langhammer hat er einen übereifrigen, selbsternannten Assistenten, der manchmal allerdings eher schadet als nützt ...


    Kluftinger zuerst in der Rolle des Hercule Poirot und dann in einem klassischen "Locked-Room-Mystery" à la Christie - eine interessante Variante, nach dem internationalen Terrorismus in "Laienspiel" gehen die beiden Autoren wieder neue Wege mit dem Allgäuer Kult-Grantler.


    Der Kriminalfall an sich ist recht spannend, aber nicht weltbewegend, dafür macht Klufti auch in seinem fünften Fall einfach Spaß. Als bodenständiger Mensch kennt er sich natürlich nicht in der Welt der Vier-Sterne-Hotels aus, zudem ist sein Intimfeind Langhammer mit von der Partie. Und nicht nur die beiden Autoren zünden ein Feuerwerk von Ideen, sondern es kommt auch zu einem denkwürdigen Kracher-Showdown am Silvesterabend. Hier und da waren die Gags ein bisschen sehr dick aufgetragen, aber bei allem Klamauk bleiben sie insgesamt doch so schön glaubwürdig und lebensnah, dass man gerade deshalb über und mit Klufti lacht.


    Etwas Abzug gibt es für den in meinen Augen nicht so gelungenen Schluss, und ein wenig fehlte mir dann doch auch die Polizeirevieratmosphäre, schließlich kennt man Hefele, Maier, Lodenbacher und Konsorten nach vier Büchern ja auch schon ganz gut.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Kurze Beschsreibung:


    Kommisar Kluftinger muss mal wieder einen brenzligen Fall lösen. Dieses mal wird er an einem Wochenende das er ganz gemütlich mit seiner Frau und den Langhammers in einem schönen Hotel in den Bergen verbringen überrascht.


    Eigentlich fängt alles ganz schön an…ein Wochenende in den Bergen, in einem schönen neu renovierten Hotel und sogar mit einem Krimi Dinner. Leider bleibt es nicht nur bei dem gestellten Toten sondern es wird wirklich ein Mord begangen. Alleine auf sich gestellt ermittelt Kommisar Kluftinger in diesem Fall.


    Meine Meinung:


    "Rauhnacht" ist der erste Roman den ich aus dieser Reihe lese. Schon zu Anfang war ich überrascht mit wieviel Liebe und Fantasie die Autoren ihre Charaktere gestalten. Bei den Hauptprotagonisten Kluftinger muss man immer wieder schmunzeln und sich öfters das prusten verkneifen. So gut er ermittelt so naiv und blöd kann sich unser guter Kommisar ab und an anstellen. Am besten haben mir die witzigen Passagen über die Funktionen der E-Mail und das Frühstücksbuffet gefallen…


    Aber es dreht sich nicht nur alles um den kauzigen Kluftinger sondern auch um den Doktor Langhammer, der ihm bei seinen Ermittlungen mit einem Kinderkrimikoffer tatkräftig zur Seite steht. Auch diese Charaktere ist mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und weist somit Ecken und Kanten auf. Leider vermisse ich diese Individualität bei den anderen Charakteren wie z. B. bei den Frauen der beiden Männer. Sie erscheinen mir im Gegensatz zu Kluftinger und Dr. Langhammer langweilig und total Klischeehaft.


    Nun gut gehe ich mal zu der Story über. Diese ist wie ein typischer Krimi gehalten, zuerst passiert ein Mord, bei den Ermittlungen finden sich nach und nach mehr Verdächtige mit immer schwerwiegenderen Motiven. So scheinen bald alle Gäste die zur Hoteleröffnung eingeladen wurden in irgendeiner Weise mit dem Opfer in Verbindung gestanden zu haben. Diese Tatsache macht es unserem liebenswürdigen Kommisar nicht gerade einfach den Täter zu finden.


    Die beiden Autoren halten durch das ganze Buch hinweg eine gewisse Spannung, die immer wieder durch witzige Zwischenfälle des Kommisar Kluftingers aufgelockert werden. Sehr symphatisch und auch authentisch lassen Redewendungen wie "Kruzifix", "Hergottnochmal" etc. das ganze erscheinen. Nichts desto trotz stehen immer noch die Ermittlungen des Mordfalles im Vordergrund. Dieser wird mit viel Geschick und des Kommisars und der mehr oder weniger hilfreichen Unterstützung des Doktor Langhammers schlussendlich gelöst. (Auch ich habe gespannt geraten wer es denn sein könnte und bin tatsächlich vor der Aufdeckung durch Kluftinger auch auf den Täter gestoßen)


    Mein Fazit:


    Ein Kriminalroman der ganz anderen Art. Mit viel Witz und Humor, aber auch Spannung ermittelt Kommisar Kluftinger in einem neuen Mordfall. Ein lesenswertes Abenteuer das einem des öfteren zum schmunzeln verleitet.


    Meine Bewertung:


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Kommissar Kluftinger freut sich auf ein erholsames Wochenende in einem Allgäuer Berghotel. Er und seine Gattin wurden persönlich von Julia König, der Hotelchefin eingeladen, um an einem Kriminalspiel
    teilzunehmen. Kluftingers Freude wurde ein bisschen von dem Fakt betrübt, dass auch Doktor Langhammer solche Einladung bekommen hat. Die beiden Männer mögen aneinander nicht besonders und jeder von
    ihnen will besser als der andere sein.


    Aber das Wochenende im Hotel scheint perfekt zu sein: Die Gäste erwartet ein schönes Hotel mit komfortabler Ausstattung, exzellentem Essen und liebevoller Betreuung. Auch das Wetter scheint mitzuspielen: Es
    schneit ununterbrochen. Das Kriminalspiel beginnt. Und aus dem Spiel wird Ernst: Ein Hotelgast wurde ermordet und auf seinem, von innen abgeschlossenen Zimmer gefunden. Inzwischen hat das Wetter umgeschlagen, es droht
    Lawinengefahr und das Hotel wurde von der Außenwelt abgeschlossen. Der Kommissar Kluftinger muss ermitteln. Doktor Langhammer bietet ihm seine Hilfe an.


    Meine Meinung:


    Es ist mein erstes Buch aus der Kluftinger-Reihe. Deswegen musste ich mich zuerst mit den beiden Protagonisten, Kluftinger und Langhammer, anfreunden. Und das ist mir, leider, nicht gelungen. Weder der geizige, langsam
    denkende Kommissar, noch der besserwisserische, naive Doktor Langhammer, konnten meine Sympathie erwecken. Ich fand sie auch nicht witzig und konnte nicht über die Sprüche der beiden Männer lachen.


    Von einem Kriminalroman erwarte ich viel Spannung. Hier fand ich keine Spur davon. Außer dem Mord passiert in diesem Roman nichts mehr. Es wäre auch schön, wenn man jemand verdächtigen könnte, wenn man an der Ermittlung teilhaben könnte.
    Auch das ist hier leider unmöglich oder zum Teil sehr erschwert: wir begleiten nur den Kommissar, andere Personen werden nur dann erwähnt, wenn der Kommissar sie trifft. Da hilft auch nicht der Hinweis auf die Rauhnächte und die
    Geschichten über bösen Geister, die Menschen töten. Von Gänsehautgefühl keine Spur.

  • @ Brigitte


    Bist du so lieb und spoilerst Barties letzten Satz im Beitrag ?
    Das wollte ich nun wirklich nicht wissen. :(

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • @ Strandläuferin


    Hab ich da an dem Satz was falsch verstanden ? Bestimmt, oder ? :scratch:
    War auch schon spät.

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Über das Geschehen in dem neuen „Kluftinger-Fall“ wurde in den bisherigen Rezensionen bereits ausführlich berichtet.


    Meine Meinung:
    tatata ta ta ta tata ta tata tata


    Richtig, es handelt sich um die Filmmusik der bekannten Miss Marple-Filme.
    Beim Lesen des Buches hatte ich irgendwie immer diese Melodie im Kopf. Ich fühlte mich durch das Ermittler-Duo Kluftinger/Langhammer amüsant unterhalten. Richtige Spannung konnte sich bei mir aber nicht einstellen, da für mich eigentlich recht schnell klar war, wer den Mord begangen hat. Es war aber unterhaltsam, den Beiden beim Ermitteln über die Schulter zu schauen.


    Da mir der Aha Effekt fehlte gebe ich diesem Buch 4 Sterne


    Viele Grüße
    Ionandar

  • Richtige Spannung konnte sich bei mir aber nicht einstellen


    Auch bei mir stellte sich irgendwie keine Spannung ein, obwohl auch ich zugeben muss, dass ich das Buch durchaus unterhaltsam fand - vom Hocker hat es mich allerdings nicht gehauen. Wirklich lustig fand ich die Stellen, als sich der Kommissar mit dem Internet herumschlug - da musste ich gar Tränen lachen :applause:


    Für mich war dies das erste Buch dieser Reihe und ich bin mir noch nicht sciher, ob ich weitere Bücher lesen werde - wahrscheinlich aber schon, denn derjenige, der mir auch dieses Buch geliehen hat, ist ein Riesenfan und hat daher auch alle anderen Kluftinger-Bände, die ich mich sicherlich auch ausleihen darf. :D

    With freedom, books, flowers, and the moon, who could not be happy? ― Oscar Wilde

  • „Rauhnacht“ ist der erste Krimi aus den Federn des Autorenduos Klüpfel/Kobr, den ich mir zu Gemüte geführt habe. Da mir die Sticheleien zwischen Kluftinger und seinem „Freund“ Dr. Langhammer auf der Hinreise ins gemeinsame Wochenende als Gäste eines neu eröffneten Wellnesshotels bereits etwas zuviel des Guten waren, habe ich zum Hörbuch gegriffen, das in der Bücherei im Regal lag. Es handelt sich um eine gekürzte Version, bei der natürlich einige Szenen fehlen, die dem Buch die beliebte „Klufti“-Atmosphäre verleihen. Dem Verständnis des Plots tat das aber keinen Abbruch. Das Hörbuch ist von den Autoren selber gelesen, die Stimmen sind abwechslungsreich auf die verschiedenen Personen verteilt, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist.


    Ein Mord geschieht im eingeschneiten, von der Umwelt abgeschnittenen Hotel und Kluftinger bleibt nichts Anderes übrig, als gemeinsam mit Dr. Langhammer als Assistenten, die Ermittlungen in die Hand zu nehmen. Der Täter muss sich unter den Gästen oder den Angestellten des Hotels befinden. Obwohl für mich relativ schnell klar war, wer für die Tat in Frage kommt, hat mich die Detektivarbeit durch unerwartete Wendungen und Kluftis liebenswerte „Granteligkeit“ durchaus unterhalten. Den Humor kann ich nicht immer wirklich nachvollziehen.


    Der Krimi bei mir auch die Lust geweckt, wieder mal nach einem Klassiker von Agatha Christie oder von Conan Doyle zu greifen.


    Ein passendes Hörbuch für winterliche Auto- oder Zugfahrten, aber nicht unbedingt ein Spitzenkrimi. Ich vergebe für diesen Krimi 2 Sterne und für die gute Hörbucheinspielung noch einen halben extra, ergibt :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
    Rabindranath Tagore (1861-1941)


    Lha gyal lo - Free Tibet!

    Wir sind grüüüüüün!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Felicitas18 ()

  • Als Klufti Leser der ersten Stunde war mir das am Anfang fast ein bischen zuviel Priml. Aber dann nimmt der Krimi doch ziemlich an Fahrt auf, wird immer spannender. Das Autorenduo würdigt mehr oder weniger diskret die Meister der Krimiliteratur. Die Handlung lehnt an an Krimis von Agatha Christie, Edgar Allan Poe, Georges Simenon und Heinrich Harrer. Wie ich finde eine gelungene Hommage mit vielen Gelegenheiten zum Schmunzeln und Kässpatzfaktor.

  • Anfangs fand ich den fünften Klufti ein bißchen in die Länge gezogen und wenig spannungsgeladen. Gerade seine Kollegen haben mir dann doch gefehlt. Auch die Aussicht über die volle Länge des Romans das Geplänkel zwischen Kluftinger und Langhammer "aushalten" zu müssen, stimmte mich nicht gerade positiv. Überraschenderweise hat mir das Buch dann doch sehr gut gefallen, wie bereits erwähnt, war Klufti nicht mehr ganz so schusselig wie noch in den Vorgängern, so dass seine "Peinlichkeiten" auch tatsächlich glaubwürdig waren. Auch der Kriminalfall an sich hielt die eine oder andere Überraschung bereit, so dass ich doch nicht wirklich wusste, wer nun die Tat begangen hatte.
    Kleiner Kritikpunkt waren die nur am Rande erwähnten Rauhnächte, da hätte ich mich auf ein paar alte, mystische Geschichten rund um diese Nächte gefreut.

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