Gustave Flaubert - Die Erziehung des Herzens / L'Education sentimentale

  • Buchdetails

    Titel: Die Erziehung des Herzens


    Verlag: Diogenes Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 624

    ISBN: 9783257207231

    Termin: März 2005

  • Bewertung

    4.3 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Die Erziehung des Herzens"

    Als Student voller Pläne und Hoffnungen, mit künstlerischen und gesellschaftlichen Ambitionen kommt Frédéric Moreau aus der Provinz nach Paris. Doch schon bald wird der empfindsame Moreau von der Liebe zu Madame Arnoux überwältigt, die seine Einbildungskraft gefangennimmt und seine Tatkraft auf Jahr hinaus lähmt. Seiner revolutionären Begeisterung folgt die maßlose Enttäuschung über den Sieg der Reaktion von 1848. Er sinkt zu völliger Indifferenz und Mittelmäßigkeit ab und muß zuletzt desillusioniert auf ein gescheitertes Leben zurückblicken.
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  • Inhalt: (von Amazon kopiert)


    Als Student voller Pläne und Hoffnungen, mit künstlerischen und gesellschaftlichen Ambitionen kommt Frederic Moreau aus der Provinz nach Paris. Doch schon bald wird der empfindsame Moreau von der Liebe zu Madame Arnoux überwältigt, die seine Einbildungskraft gefangen nimmt und seine Tatkraft auf Jahre hinaus lähmt. Seiner revolutionären Begeisterung folgt die maßlose Enttäuschung über den Sieg der Reaktion von 1848. Er sinkt zu völliger Indifferenz und Mittelmäßigkeit ab und muss zuletzt desillusioniert auf ein gescheitertes Leben zurückblicken.


    Meine Meinung:
    Ich habe dieses Buch aufgrund eines Zitates von Woody Allen aus dem Film "Manhattan" gelesen (und aufgrund der derzeitigen Begeisterung für Woody Allen) , wo gesagt wird:


    Zitat

    "Warum ist das Leben lebenswert? Eine gute Frage! Ich glaube, da gibt's ein paar Sachen... Groucho Marx, zum Beispiel... der zweite Satz der Jupiter-Sinfonie... der Potatohead-Blues von Louis Armstrong... die Education sentimentale von Flaubert..."


    Also: Macht das Buch das Leben lebenswert?
    Ich würde verneinen und andere Romane nennen, allerdings schreibt Henry James im Nachwort, dass es wohl zwei Arten von Flaubert-Lesern gäbe: die, die
    Madame Bovary und jene, die "Die Erziehung des Herzens" vorziehen. Ich gehöre wohl zu ersterer Gruppe; vor ca 1,2 Jahren habe ich "Madame Bovary" gelesen und ich war damals ziemlich begeistert.
    Was stört mich an dem Buch? Es ist die Mittelmäßigkeit eines bestimmten Menschenschlags (einer ganzen Generation?), die Flaubert vorführen möchte, das wird schnell klar. Moreau ist versucht, zum Tausendsassa zu werden, bringt aber nichts zu Ende und lässt sich von den Frauen zerstreuen. Eine eigene Meinung scheint er nicht zu haben; fast immer passt er sich den Meinungen der sehr politischen Freunde an.
    Dieses Vorführen gelingt Flaubert sehr gut. Auch ich finde mich in einem gewissen Maße in Frédéric Moreau wieder.
    Was mich allerdings störte, war, dass es ziemlich müßig war, über 600 Seiten von der Wechselhaftigkeit eines Menschen zu lesen, der keinen Charakter zu haben scheint. Ich begebe mich auf das dünne Eis und wage zu behaupten, dass es dem Klassiker nicht geschadet hätte, wenn einiges weggekürzt worden wäre.


    Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch, das dem Leser aber einiges an Arbeit bereitet.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Ich :study:
    J.M.Coetzee - Das Leben der Tiere
    Erzählungen von Franz Kafka
    Gedichte von Allen Ginsberg und Cummings

  • shia,


    vielen Dank für deine schöne Rezension!


    Ich habe das Buch vor einiger Zeit gelesen - ebenfalls nachdem mich "Madame Bouvary" begeistert hatte und mir ist es ähnlich wie dir ergangen. :wink:


    Der Origanltitel lautet übrigens "L’Éducation sentimentale". In Deutschland ist es leider unter mehreren unterschiedlichen Titeln erschienen: "Lehrjahre des Gefühls"

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