Umberto Eco - Der Name der Rose

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Der Name der Rose

4.4|119)

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 688

ISBN: 9783423210799

Termin: August 2008

  • Ein Buch, das hier einach nicht fehlen darf!


    Handlung:
    Mit einer gehörigen Portion Ironie schreibt Umberto Eco, der Leser möge bedenken, dass der vorliegende Bericht „die deutsche Übersetzung meiner italienischen Fassung einer obskuren neugotisch-französischen Version einer im 17. Jahrhundert gedruckten Ausgabe eines im 14. Jahrhundert von einem deutschen Mönch auf Lateinisch verfassten Textes“ sei.


    Dieser auf lateinisch verfasste Text stellt die Aufzeichnungen des Mönchs Adson von Melk (nach dem Benediktinerkloster Stift Melk) dar. Er zeichnet darin Ereignisse aus dem November des Jahres 1327 auf, als er Novize unter Aufsicht des Franziskanerpaters William von Baskerville war. Die Handlung findet im Wesentlichen in einer Benediktinerabtei im nördlichen Apennin statt.


    Hier versammeln sich leitende Figuren des Franziskanerordens und eine Gesandtschaft des Papstes, um theologische Fragen zur Notwendigkeit oder Nicht-Notwendigkeit der Armut der Kirche zu diskutieren und damit gleichzeitig Machtpositionen abzustecken. (Der damalige römisch-deutsche Kaiser Ludwig IV. unterstützte die Forderung der Minoriten nach der theologischen Anerkennung der Armut Christi, da sie sich gleichzeitig gegen den prunksüchtigen Heiligen Stuhl richtete, der mit dem Kaiser um die weltliche Macht stritt.) Parallel zu dieser politisch-theologischen Auseinandersetzung wird dem Leser der Klosteralltag vorgestellt.


    Bekanntester Bestandteil des Romans ist die ungewöhnliche Todesserie, der insgesamt fünf Mönche innerhalb weniger Tage zum Opfer fallen. William von Baskerville, wird vom Abt des Klosters um Aufklärung der Morde gebeten.


    Es erweist sich, dass die Morde einen gemeinsamen Hintergrund haben, der zur Klosterbibliothek und dem blinden Bibliothekar Jorge von Burgos weist. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das „Zweite Buch der Poetik“ (welches die Komödie behandelt) von Aristoteles, einem besonderen Schatz in der Klosterbibliothek. Mit deren Zerstörung treibt Eco das den Prolog bestimmende Prinzip der Wissens-Entropie noch weiter auf die Spitze.


    ^^ aus der Wikipedie kopiert



    Interessantes Buch, mit allerlei Denkanregungen und philosophischen Dialogen. Gelegentlich lateinische Textpassagen, die im Anhang erklärrt sind (für Lateingelehrte in der Regel leicht zu übersetzen).

    1. (Ø)

      Verlag: Wirtschaftsverlag Ueberreuter


  • Um ehrlich zu sein, traue ich mich nicht recht an den Film ran. Irgendwie möchte ich mir meine eignenen Vorstellungen des Buches nicht zerstören. Obwohl, das Video hätte ich ja da. :?
    Vielleicht später mal. :)

  • Hatifa
    Der Film dürfte Deine eigenen Vorstellungen nicht zerstören. Einiges ist ganz gut getroffen, alles bleibt aber insgesamt sehr oberflächlich. Viel wurde - zwangsläufig - weggelassen, und das Ende ist so grundlegend geändert, daß es ärgerlich ist. Das einzige Problem ist, daß Du wahrscheinlich nie wieder das Gesicht von Sean Connery als William von Baskerville aus dem Kopf kriegen wirst ...aber es gibt Schlimmeres. :mrgreen:


    Gruß
    Ute

  • Ich habe das in unserer Filmdiskussion schon einmal geschrieben, ich mag diesen Film.
    Aber die Bibliothek so zu zeigen, wie ich sie mir nach dem Buch vorgestellt hatte und die Atmosphäre zu erzeugen, ist unmöglich. :twisted:

  • Das Buch ist klasse, der Film zwar nicht schlecht, aber einige Sachen (wie schon erwähnt z.B. am Ende) sind im Film anders.


    Sean Connery ist natürlich super, hab den Film in der englischen Fassung gesehen und war begeistert von seiner Leistung. Die musikalische Untermalung und die Stimmung kommen ganz gut rüber. Das Labyrinth fand ich jetzt auch nicht so schlecht getroffen, im Buch taucht man da aber natürlich tiefer ein.

  • Ich persönlich bin im Moment gerade dabei "Der Name der Rose" zu lesen (zugegebenermaßen schon ziemlich lange)...Es gibt ja Bücher die liest man nebenbei, ohne sich groß anstrengen zu müssen. Bei diesem Buch geht es mir persönlich anders...um auch nur in etwa nachzuvollziehen was in Williams Kopf vorgeht, muss ich schon ziemlich wach, und bei der Sache sein. Dies ist der Grund weshalb ich im Moment etwas am stocken war, denn es kam noch Schulliteratur und eine kleine Flut Arbeiten hinzu, die mir den Kopf nicht sorecht frei werden lassen wollten... ich Muss jedoch sagen, dass ich bisher schon recht begeistert bin, da es meiner meinung nach mal etwas anderes ist. Es ist nicht blos ein historischer Roman, aber es ist auch kein einfacher Krimi...meines Erachtens eine perfekte Mischung....

  • Zitat

    Original von clemensclay


    würde gerne mal wissen ob es das buch auch mit übersetzung der lat. ferse gibt!?!


    In der SZ Ausgabe ist hinten ein Anhang, wo die meisten lateinischen Abschnitte übersetzt werden.

  • <In der SZ Ausgabe ist hinten ein Anhang, wo die meisten lateinischen Abschnitte übersetzt werden>


    was ist denn die SZ Ausgabe wenn ich fragen darf..??



    gruß
    jenia

  • Ich fand das Buch schon immer toll, es gibt einige Stellen, wo ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen konnte!
    Den Film habe ich auch gesehn und war überrascht, denn er ist einer der wenigen Filme, die der Qualität des Buches ziemlich nahe kommen! :mrgreen:

  • Ich habe die Verfilmung schon drei Mal gesehen (jedesmal in einer anderen Sprache!) und ich finde sie recht gut gelungen. Leider kann ich diese nicht anschauen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch in Amerika bin! (war von heute aus gesehen), aber danke fuer den Hinweis Bonprix!
     :flower:


    Evelyne Marti :
    Ich finde Jean Connery auch cool (besonders in den neueren Filmen, weil er da schon aelter und erfahrener ist als zum Beispiel in seiner Rolle als James Bond - aber ich schweife vom Thema ab, sorry :loool: ).

  • Ich weiß nicht, ich habe damals abgebrochen, weil ich es einfach nur langweilig und vor allem langwierig fand. Habe es seitdem immer wieder probiert, aber konnte mich einfach nicht dazu durchringen, es fertig zu lesen.

    Das Vielsinnige des Lesens: Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat.


    Elias Canetti (1905-94),

  • Evi :
    Ich denke, dass ein Buch wie "Im Namen der Rose" nicht jedermanns Sache ist, immerhin ist die Thematik wirklich etwas schwieriger. Hast du mal den Film gesehen? Der ist auch gut, besonders, wenn du das Buch nicht lesen möchtest.

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