Mittlerweile bin ich schon ein bisschen "süchtig" nach Shulamit Lapids "Heldin" Lisi Badichi und habe nach der "Lokalausgabe" (hier und dem "Hühnerdieb") noch drei Bücher von ihr bei Buchticket erworben.
Lisi Badichi ist Reporterin in der Lokalausgabe der "Zeit im Süden", ihre beiden Schwäger sind bei der Polizei, ihre Schwestern arbeiten im Krankenhaus und ihre Mutter wurde aus der Textilfabrik entlassen. Im toten Bräutigam berichtet Badichi über die Streikenden, die für den Erhalt der Textilfabrik kämpfen. Doch bei einem großen Sandsturm findet sie einen Sterbenden und eine Leiche, die ganz nahe der Fabrik im Sand verscharrt wurde und nun vom Sandsturm freigelegt wurde.
Der Fall weitet sich aus, es geht um Betrügereien bei Landkäufen, Diamantendiebstahl, eine russische Einwanderin ohne Papiere und Lisi muss tief in der Vergangenheit graben, um ein bisschen Licht in den Fall zu bringen...
Der Fall ist spannend, wenn auch ein bisschen verzwickt, aber Lisi schafft es, die verworrenen Handlungsstränge zusammenzuführen und - das brauche ich wohl nicht als Spoiler markieren - den Fall zu lösen. Sie ist hartnäckig bei ihrer Recherche, das Leben einer israelischen Stadt in der Negev finde ich interessant und in diesem Buch kommt auch die Liebe mal für Badichi nicht zu kurz...
Es gibt sicher anspruchsvollere Krimis, aber ich mag es sehr, via Krimi nach Israel zu reisen und Lisi, ihre Familie und Kollegen kennenzulernen. Die israelischen Namen sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür sind die Menschen, die Lapid beschreibt, für mich stimmig (manchmal vielleicht etwas "exotisch", aber liebenswert) und gut gezeichnet.
Ich freue mich schon, auf das "Goldstück" von Shulamit Lapid, das heute per Post gekommen ist. ![]()
grüße von missmarple




