"Halbgötter in schwarz" von Rolf Bossi

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  • aus der Amazon Redaktion


    Kurzbeschreibung
    Nach über 50 Jahren als Strafverteidiger rechnet Rolf Bossi ab: Etwas ist faul im Rechtsstaat Deutschland. Vor allem bei Kapitalverbrechen werden die gravierenden Mängel der Strafprozessordnung deutlich. Falsche Darstellung von Zeugenaussagen, Indizien oder gutachterlichen Ausführungen durch die Richter sind ebenso verbreitet wie abenteuerliche Wege der Urteilsfindung. Die Folgen sind skandalöse Fehlurteile und Justizopfer, die den Mühlen der Justiz wehrlos ausgeliefert sind.


    Rolf Bossi kämpft seit vielen Jahren als Anwalt gegen die vom Justizsystem begünstigte Selbstherrlichkeit und Willkür deutscher Richter. Anhand verschiedener Fehlurteile, die durch Rechtsbeugung und Kumpanei zustande kamen, zeigt er, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit die Macht deutscher Richter und die Ohnmacht ihrer Opfer gebrochen werden können. Rolf Bossi macht konkrete Vorschläge, welche zusätzliche Sicherungen im Prozessrecht eingebaut werden müssen, um die Justiz wirklich unabhängig zu machen und die Zahl der Justizopfer endlich zu reduzieren.
    8 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit ca. 9 Stunden.


    Über den Autor
    Rolf Bossi, geboren 1923 in Karlsruhe, ist der bekannteste Strafverteidiger Deutschlands. In seiner über 50-jährigen Praxis als Rechtsanwalt hat er unzählige, teilweise prominente Fälle vertreten wie z.B. Romy Schneider, Ingrid van Bergen, den Kindermörder Jürgen Bartsch, den Gladbecker Geiselnehmer Dieter Degowski oder DDR-Grenzsoldaten im Mauerschützenprozess. Rolf Bossi lebt in München.


    meine Meinung
    Ich habe das Buch als Hörbuch gelesen und fand es v.a. am Anfang sehr interessant, wenn man als juristischer Laie Einblick in das "juristische Geschehen" und seine offenkundig vorhandenen Unzulänglichkeiten erhält. Die dargestellten Fälle (in einer spannenden Art "Aktenzeichen XY"-Manier) waren für mich das Salz in der Suppe.


    Was in der Amazon-Darstellung nicht erwähnt wird ist, dass sich Bossi ausführlich mit den kaum aufgearbeiten (geahndeten) jurisitschen Machenschaffen der Nazidiktatur befasst. Hier hat das Werk allerdings deutliche vermeidbare Längen. Hier wäre weniger m.E. mehr gewesen.


    Auch insgesamt kommt es zu vielen thematischen Wiederholungen und (für mich) Ähnlichkeiten. Somit wirkt das Buch in der Gesamtschau etwas langatmig. Alles in allem ist das Thema jedoch sehr interessant.


    Meine Gesamtbewertung :)

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