Kelley Armstrong - Schattenstunde / The Summoning

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Darkest Powers: Schattenstunde

4.3|36)

Verlag: Knaur TB

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783426507803

Termin: Mai 2013

  • Anmerkung zum Buch
    Für diejenigen, die gerne Fantasy lesen, sind Vampire, Feen, Werwölfe und weitere Wesen ebenso wenig etwas Ungewöhnliches wie auch manch paranormale Ereignisse. Letzteres Thema macht sich die Autorin Kelley Armstrong zu Nutze und schafft damit ein Lesevergnügen der gruseligen Art.


    Anhand einer Rückblende, durch die der Leser die Hauptprotagonistin Chloe als kleines Mädchen kennenlernt, bekommt man einen Vorgeschmack auf das, was uns in dem Buch erwartet und ganz nebenbei wirft die Autorin hier bereits das erste Rätselnetz aus. Chloe selber habe ich schon hier in mein Herz geschlossen, ganz ohne, dass ich wirklich etwas über sie wusste und schuld daran waren einzig und allein ihre Hausschühchen – ein Mädchen mit einem solch exzellenten Schuhgeschmack muss man einfach lieben!


    Nach dem kurzen Abstecher in die Vergangenheit steigt der Leser in die Geschichte ein, als Chloe bereits 15 Jahre alt ist. In ihr finden wir ein junges Mädchen, welches seit dem Tod ihrer Mutter und mit einem Vater, der sich überwiegend auf Geschäftsreise befindet, größtenteils auf sich selbst gestellt und dementsprechend selbstständig ist. Weiter findet der Leser in Chloe jedoch auch jemanden, der sich nach vielen Umzügen und Schulwechseln nach einer Konstante und Normalität sehnt. Als sie plötzlich einen längst verstorbenen Mann sieht und Chloe in das Lyle-House gebracht wird, ist es mit der Aussicht auf eben dies natürlich vorbei. Wenngleich sie durchaus selbstbewusst, klug und aufgeweckt ist, wirft sie ihre neue Situation anfangs verständlicher Weise aus der Bahn und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Chloe so verunsichert ist, dass sie leise beginnt, an sich selbst zu zweifeln. Dieses hin- und hergerissen sein zwischen dem, was das Gefühl sagt und dem, was der Verstand für logisch erachtet, wurde hier nachvollziehbar, glaubwürdig, einfühlsam und durchaus spannend beschrieben.
    Während Chloe den Leser als Ich-Erzählerin durch das Buch führt, ihn an ihren Gedanken teilhaben lässt, ihn durch ihre Augen das Lyle-Haus erkunden und dessen Bewohner kennenlernen lässt und mit uns ihre Ängste davor, was wirklich mit ihr los ist und der stetig geringeren Aussicht auf ein normales Leben teilt, vergisst die Autorin nicht, auch die restlichen Charaktere für den Leser greifbar zu machen. Zwar sehen wir nur das, was auch Chloe sieht, doch das ist zum Glück so einiges und so kristallisiert sich nach und nach bei jedem der Charaktere eine eigene Persönlichkeit heraus, die durch die jeweiligen Vorgeschichten noch untermauert wird. Einzig Tori kann man nach diesem Buch noch nicht so recht einordnen, was daran liegt, dass sie sich von den anderen Teenagern distanziert und ihnen stets mit einer gewissen Abwehrhaltung und Arroganz begegnet. Allerdings macht sie auch genau diese Tatsache zu einem interessanten Charakter und man fragt sich nicht nur einmal, was alles hinter ihrem Verhalten steckt.
    Doch auch Derek, der anfangs sowohl auf Chloe als auch auf die anderen Teenager im Lyle House und den Leser einen unheimlichen Eindruck macht, ist alles, nur nicht uninteressant. Sein überhebliches Verhalten, das stete unbemerkte Auftauchen und seine Wortkargheit machen ihn zu jemandem, auf den man, trotz des Misstrauens ihm gegenüber, sehr neugierig ist. Ebenso sein Bruder Simon, der auf der einen Seite nett und zuvorkommen wirkt, auf der Anderen jedoch ganz offensichtlich etwas zu verbergen hat und Rae, die im Vergleich zu den anderen Patienten zwar relativ offen, aber eben nicht ohne Grund in der Wohngruppe ist, schüren das Misstrauen gegenüber allem, was um Chloe herum passiert.
    Durch das Haus, in dem sich die Wohneinrichtung befindet, wird der Geschichte ohne viel Schnickschnack ein gruseliger Beigeschmack verliehen. Keine geschlossenen Zimmertüren, unheimliche Aufseher, marode Bauten oder der Gleichen, sondern vielmehr die Tatsache, dass der gesamte Tagesablauf peinlich genau geregelt ist und die Teenager insoweit von einander fern gehalten werden als dass niemand von ihnen die Gelegenheit bekommt, sich mit den anderen über die Einrichtung auszutauschen und sich untereinander besser kennenzulernen, suggeriert dem Leser, dass da irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte und dass der äußerliche Schein manchmal trügerisch ist. Untermauert wird dieser Eindruck durch die Patienten. Jeder dieser Teenager ist aus einem anderen Grund im Lyle-Haus und wenngleich sie teilweise wie ganz normale Jugendliche wirken, merkt der Leser bald, dass da noch mehr ist und man beginnt schließlich damit, sich durch die verschiedensten Szenen ein Bild davon zu machen, um was genau es sich dabei handelt.


    Langsam in die Handlung eingeführt, steigt das Tempo ab der Mitte des Buches. Einige der vorher aufgekeimten Fragen werden beantwortet, andere wiederum aufgeworfen und überraschende Erkenntnisse schüren die Spannung so weit, dass der Cliffhanger, auf den die Autorin natürlich nicht verzichtet hat, zu einer Qual wird und der Leser kurzzeitig frustriert auf den letzten Satz dieses ersten Bandes schaut.


    Fazit
    „Schattenstunde – Die dunklen Mächte“ ist der Auftakt einer neuen Buchreihe und ebenso vielversprechend wie abwechslungsreich in der weiten Welt der Fantasy.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; arm ist nur, wer nie geträumt hat
    (Marie v. Ebner-Eschenbach)


    :flower:


  • Kelley Armstrong - Die Dunklen Mächte 01: Schattenstunde
    Originaltitel: Darkest Powers: The Summoning


    Klappentext:
    Ich heiße Chloe Saunders, und mein Leben wird nie mehr so sein, wie es einmal war. Ich wollte nie etwas Besonderes sein, sondern mich mit Freunden treffen und Jungs kennenlernen. Doch heute weiß ich nicht einmal mehr, was das ist, normal sein. Alles begann an dem Tag, an dem ich meinen ersten Geist sah – und er mich …


    Kurzbeschreibung:
    Chloe Saunders ist 15 Jahre alt und ein ganz normales Mädchen, dass dachte sie zumindest immer. Als sie in der Schule plötzlich einen Geist sieht - und er sie, sind einige Menschen der Meinung das sie in einem Wohnheim für psychisch kranke Teenager besser aufgehoben ist. Doch in diesem Wohnheim ist nichts so wie es scheint, weder die anderen Teenager, noch die Ärzte. Chloe macht sich mehr und mehr Gedanken darüber, dass hier etwas nicht stimmt und damit beginnt ihr Abenteuer ...


    Meine Meinung:
    Kelley Armstrong hat hier wirklich ein ganz tolles Young-Adult-Buch geschrieben, wer ihre Romane für Erwachsene kennt, weiß das sie einen einfach in ihren Bann ziehen. Dies ist ein Jugenbuch (oder besser Young-Adult) über die 15 Jährige Chloe Saunders, mit ihr hat die Autorin einen tollen Charakter geschaffen und es macht Spaß mit ihr dieses Abenteuer zu meistern. Geschrieben ist es in der Ich-Form, aus der Sicht von Chloe, was mir richtig gut gefallen hat. Es lässt sich locker, flüssig lesen und macht Lust auf mehr. Die Geschichte ist spannend, überraschend und mit einem kleinen Schuss Humor. Kelley Armstrong würfelt hier mehrere Aspekte der Paranomalen Literatur durcheinander und das ist ihr wunderbar gelungen. Das Ende ist realtiv offen und ich bin echt froh, dass der zweite Teil schon im Regal steht, denn der wird sofort gelesen.
    Alles in allem ein tolles Buch zum abtauchen in eine andere Welt, nicht nur für Jugendliche. :thumleft: Von mir gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne!


    Die dunklen Mächte:
    Teil 1: Schattenstunde
    Teil 2: Seelennacht
    Teil 3: Höllenglanz (Juni 2011)

  • Danke, aber es ist doch ein Jugendbuch?! :-k

    Aber die erste Rezi zu diesem Buch wurde im Bereich Fantasy erstellt (was ja nun auch nicht verkehrt war) und dein Thread wurde einfach drangehängt. :wink: Sagt ja keiner, dass du mit deiner Einschätzung als Jugendbuch falsch lagst.

    Gelesene Bücher 2011: 35, 2012: 29, 2013: 35, 2014: 68, 2015: 52, 2016: 66 2017: 53 (gehört: 05)
    2018: 38 (gehört: 06)

  • Aber die erste Rezi zu diesem Buch wurde im Bereich Fantasy erstellt (was ja nun auch nicht verkehrt war) und dein Thread wurde einfach drangehängt. :wink: Sagt ja keiner, dass du mit deiner Einschätzung als Jugendbuch falsch lagst.

    Ist ja richtig, ich hatte mich nur gewundert das es nicht in die Jugenbuch-Rubrik verschoben wird. :wink:

  • Seitenzahl 403

    Verlag PAN


    Inhalt bei amazon.de
    Ich heiße Chloe Saunders, und mein Leben wird nie mehr so sein, wie es einmal war. Ich wollte nie etwas Besonderes sein, sondern mich mit Freunden treffen und Jungs kennenlernen. Doch heute weiß ich nicht einmal mehr, was das ist, normal sein. Alles begann an dem Tag, an dem ich meinen ersten Geist sah – und er mich …



    Meine Meinung
    Chloe Saunders ist 16 Jahre alt, besucht die Schule und bisher war ihr Leben eigentlich stink normal: Sie hatte Freundinnen, mit denen sie sich vertrug oder stritt, sie schrieb gute Noten oder verhaute auch mal einen Klausur und ging dem ein oder anderen Hobby nach.


    Doch eines Tages erblickt sie in ihrer Schule einen Geist, der sie verfolgt und sie dreht völlig durch vor Angst. Natürlich sieht es für alle Anwesenden (Schüler und Lehrer) so aus, als würde Chloe vor nichts davon laufen und als sie schließlich beinahe zusammenbricht, wird sie von Sanitätern auf einer Liege ins Krankenhaus gebracht.
    Lehrer, Freunde und Familie sind sich einig: Chloe ist total durchgeknallt und verrück geworden. Sie braucht dringend Hilfe!


    Chloe versteht das Ganze nicht. Sie fühlt sich nicht krank oder gestört, sie ist sich sicher: Sie hat einen Geist gesehen! Aber niemand will ihr glauben und so kommt sie nach Lyle House, einer Art Psychiatrischen Klinik/Wohngemeinschaft, in den sie laut ihrer Tante Lauren zwei Wochen verbringen soll, bis es ihr wieder besser geht.
    Sie teilt sich ein Zimmer mit einem anderen Mädchen und auf derselben Etage gibt es auch einen Flur für die Jungen, von denen drei ebenfalls mit Chloe in Kontakt stehen.
    Alle nehmen brav ihre Tabletten ein, machen ihre Hausaufgaben und besuchen täglich eine Therapiestunde.


    Schnell merkt Chloe, dass die anderen genauso normal scheinen wie sie selbst und beginnt sich zu wundern, warum sie alle hier sind.
    Und dann macht sie eines Abends bei ihrer Arbeit unten im Waschraum eine schreckliche Entdeckung…


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
    Anfangs fragte ich mich, ob es was für mich wäre oder doch eher was für Mädchen/Frauen, aber da ich erstens total auf Jugendbücher stehe, zweitens bei Fantasy eh alles erlaubt ist und drittens mich die Geschichte eben sehr angesprochen hat, musste ich es unbedingt lesen.
    Gut, dass ich wieder mal nicht enttäuscht wurde!
    Neben der wirklich tollen Gestaltung des Cover/Buches, die ich von PAN sowieso gewohnt bin, hat mich die Geschichte auch direkt gefesselt.
    Ich bin nicht so der Typ, der auf Werwölfe, Drachen oder Zwerge steht, aber Geister klang für mich interessant.
    Chloes Kampf, zu verstehen, was da mit ihr vor sich geht und ihr Wille, zusammen mit ihren neuen Freunden dem Geheimnis des Ganzen auf die Spur zu kommen, empfand ich als wirklich authentisch und spannend. Die unterschiedlichen Charaktere sind toll beschrieben und wirken echt.
    Die Entwicklung der Geschichte ist anfangs noch etwas wirr, wird dann aber klarer und je mehr Chloe über sich und wir über sie erfahren, desto spannender wird sie.


    Richtig tolles Jugendfantasybuch, auch für diejenigen unter uns, die nicht sooo sehr auf Fantasy stehen (was bei PAN eigentlich gegeben ist, da sie meistens Urban Fantasy verlegen) wirklich sehr zu empfehlen!
    Von der Autorin hatte ich bis dato auch noch nie etwas gelesen, ich kannte sie nicht einmal. Und dann ist dies auch noch der Auftakt einer Trilogie! Super!
    Ich freue mich sehr auf die kommenden Bände.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: von :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • So, nun habe ich es auch endlich mal geschafft das Buch zu lesen, nachdem es eine gefühlte Ewigkeit auf meinem SUB verharren musste. :wink:


    Dies ist der erste Teil der “Darkest Power”-Reihe und war für mich ziemlich kurzweilig. Dass das Buch 400 Seiten umfasst, habe ich zumindest kaum gemerkt, da ich dann doch recht schnell durch war. Die Thematik über Chloe’s außergewöhnliche Gabe fand ich ziemlich spannend, vor allen Dingen, weil es eine ganze Weile dauert, bis die tausenden von Fragen geklärt werden. Wer sind die anderen Jugendlichen im Lyle House? Ist Chloe wirklich verrückt oder steckt dahinter ein abgekartetes Spiel? Wer steht auf Chloe’s Seite? Und wer nicht? Dadurch, dass man nicht gleich zu Beginn alles auf dem Tablett präsentiert bekommt, ist es schwer das Buch wegzulegen. Chloe ist ein sympathischer Charakter und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Wer würde nicht an seinem Verstand zweifeln, wenn schrecklich entstellte Tote plötzlich vor einem stehen und um Hilfe betteln, wie in einem schlechten Zombie-Film? Stück für Stück die Geheimnisse ihrer Umgebung zu lüften hat mir zumindest einigen Spaß bereitet und ich kann es kaum erwarten, mir die Fortsetzungen zu besorgen!


    Fazit: Ein tolles Jugendbuch, dass kontinuierlich spannend bleibt, interessante Charaktere besitzt und zum Mitfiebern einlädt. Kleine Mängel im Schreibstil und ein paar Logikfehler (die aber dem Lesespaß aber keinen Abbruch tun), bringen einen Stern Abzug.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Habe nun auch das Buch zu Ende gelesen und was soll ich sagen: Ich bin total begeistert! Endlich mal ein Jugendroman, der mich in seinen Bann ziehen konnte und dessen Story nicht schon von Anfang an total durchschaubar war. Die Figuren waren auch sehr interessant und den Schauplatz der "Irrenanstalt" fand ich auch sehr gut. Die Geschichte war die ganze Zeit spannend. Es kamen oft überraschende Wendungen und die Sprache war auch sehr flüssig. Ich habe das Buch auf englisch gelesen und hatte keine Probleme damit. Was mich auch beeidruckt hat, war die realistische Reaktion von Chloe auf die Toten. Sie denkt sie ist verrückt und hat Halluzinationen, was wahrscheinlich jeder zuerst denken würde. Ich hasse es, wenn in einem Fantasy Roman die Hauptfigur herausfindet sie hat irgendwelche Kräfte oder Freunde von ihr sind Vampire/Werwölfe und die Reaktion darauf total gelassen ausfällt. :roll: Das war hier aber anders.
    Außerdem war Chloe endlich mal ein nicht nervender 16 jähriger Teenager. :thumleft:
    Alles in allem ein gelungener Fantasy-Jugendroman. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Auf das Lesen dieses Buches hatte ich mich lange gefreut, denn es ist der erste Teil einer Reihe, und Reihen finde ich in letzter Zeit total interessant. Aber nach der Lektüre von "Schattenstunde" steht wohl fest, dass ich die anderen Teile der Reihe nicht lesen werde. Ich bin mit den Charakteren nicht warm geworden und auch die Handlung konnte mich kaum fesseln. Es gab zwar durchaus spannende Szenen, aber nur selten. Größtenteils habe ich mich nicht gut unterhalten gefühlt. Beziehungsweise ich habe mich gelangweilt. Denn irgendwie war mir zu viel "Teenie-Kram" enthalten.


    Obwohl das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und man als Leser somit sehr viel über Chloes Gedanken- und Gefühlswelt erfährt, konnte ich mich für sie nicht sonderlich begeistern. Auch die anderen Charaktere fand ich eher blass. Ich habe es nicht geschafft, mir anhand der Beschreibung der Autorin ein Bild von den Charakteren zu schaffen. Sie waren für mich bloß Namen, mit denen ich nichts verbinden konnte.


    Flüssig geschrieben ist das Buch auf jeden Fall und so hatte ich das Buch auch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Kann aber auch daran liegen, dass ich stellenweise vieles nur überblättert habe.

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Meine Meinung:
    Chloe Saunders ist ein 15jähriges Mädchen, das mit Beginn ihrer Periode plötzlich Geister sehen kann. Da es aber in der normalen Welt so etwas nicht gibt, kommt sie in ein Wohnprojekt für psychisch gestörte Kinder. Ihre Diagnose: Schizophrenie.
    Zunächst wirkt das Heim "Lyle House" eher wie ein Internat, und Chloe will lernen, ihren Zustand zu akzeptieren. Doch mit der Zeit und dem Austausch über die Diagnosen der anderen Teenager wird ihr immer bewusster, dass mehr hinter ihren "Halluzinationen" stecken muss. Und so beginnt sie mit Nachforschungen über ihre "Gabe", wobei sie Hilfe von Derek und Simon bekommt. Zwei Brüder, die ebenfalls wegen "psychischer Störungen" in diesem Heim gelandet sind.
    Bei ihren Recherchen und praktischen Übungen mit Geistern kommen die Jugendlichen hinter ein düsteres Geheimnis von "Lyle House" und sind ab dem Zeitpunkt in großer Gefahr ...


    Ganz langsam, was sehr realistisch wirkt, begreift Chloe, was ihre Erscheinungen für sie bedeuten und nimmt die neue Lebenseinstellung mit dieser "Gabe" an.
    Doch nun stellt sich die Frage, wie sie aus diesem Heim fliehen kann. Denn lange kann sie ihren wahren Zustand nicht mehr geheim halten, was ihre Verlegung in eine geschlossene Anstalt bedeuten würde ...


    Die Handlung war ebenso düster und ernst, wie das dunkelblaue Cover des Buches es schon ahnen ließ. Trotzdem fühlte ich mich in der Geschichte wohl, da die Schreibweise der Autorin recht jugendlich wirkte. Bestärkt wurde dies durch die entsprechende wörtliche Rede der Teenager.
    Kelley Armstrong legt Wert auf Authentizität und gab mir so zu verstehen, was Chloe in "Lyle House" erleben musste. Alle Beschreibungen wirkten sehr real.
    Nur die Rolle von Simon war mir anfangs nicht ganz klar. Auch wenn er Chloe darauf brachte, was mit ihr angeblich nicht stimmte, so war es doch sein Bruder, an den sie sich wendete, wenn sie Fragen hatte. Simon war im Grunde der Vermittler, obwohl auch er eine ungewöhnliche Gabe hatte.
    Derek hingegen wuchs mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz, auch wenn er durch seine abweisende Art gefühlskalt wirkte. Doch er konnte Chloe besser verstehen und ihr eher helfen, als Simon und das wurde auch Chloe immer bewusster.


    Erzählt wurden mir Chloes Erlebnisse aus ihrer Sicht und in Ichform. So bekam ich auch mit, was in ihrer Gefühlswelt geschah.
    Zwischendurch führte sie einen inneren Monolog oder stellte sich vor, wie der Held in einem Film in gewissen Situationen, die ihr widerfahren, reagieren würde. Die Selbstgespräche in ihrem Kopf wurden zum besseren Verständnis kursiv abgedruckt.
    Spannung baute sich zwar erst zum Ende hin auf, doch das tat dem Inhalt dieser Geschichte keinen Abbruch. Da es sich um eine Trilogie handelt, war mir von Anfang an bewusst, dass der erste Teil größtenteils als Einleitung gedacht ist.
    Was ich trotzdem nicht sehr schön finde, ist der heftige Cliffhanger am Schluss. Mittendrin hörte die Handlung auf, was ich nicht gut finde, weswegen der Roman auch einen Stern abgezogen bekommt.


    Fazit:
    Ein schöner einleitender Auftakt der Trilogie "Die dunklen Mächte".
    Doch durch das abrupte Ende gibt es einen Stern Abzug und somit vier von fünf Sternen.



    Trilogie "Die dunklen Mächte":
    1. Schattenstunde
    2. Seelennacht
    3. Höllenglanz


    © 9.6.2011 Tikvas Schmökertruhe

  • Inhalt:


    Eine Gabe, so gefährlich, dass ich um mein Leben bangen muss


    Cloe schreit panisch auf: Sieht denn niemand ausser ihr den verbrannten
    Mann, der durch die Schulflure rennt und mit seinen verschmorten Fingern
    nach ihr greift?
    Für Cloes Lehrer, ihre Mitschüler und ihre Familie steht schnell fest:
    Cloe ist durchgeknallt und braucht dringend professionelle Hilfe!
    So wird sie kurzerhand nach Lyle House, ein Heim für verhaltensauffällige Jugendliche, gebracht.
    Dort hat Cloe immer häufiger " Visionen" von Toten. Die Ärzte erklären
    ihr, dass sie krank sei. Aber sie sagen ihr nicht die Wahrheit und Cloe
    muss feststellen, dass sie tatsächlich Geiser sehen, ja sogar mit ihnen
    Kontakt aufnehmen kann - und die Geiser mit ihr.
    Auch die anderen Jugendlichen in Lyle House sind keinesfalls so
    verrückt, wie man ihnen einreden will - auch sie scheinen übersinnliche
    Fähigkeiten zu haben.
    Mit den Brüdern Simon und Derek begibt sich Cloe auf die Suche nach dem
    Geheimnis von Lyle House und bald befinden sie sich in höchster
    Gefahr....


    Meine Meinung:


    Als ich das Buch gesehen habe, war ich hin und weg. Schon allein dieses
    Cover ist düster und passt super zu dieser dunklen Jahreszeit und ich
    wusste dieses Buch muss ich lesen.
    Schon nach den ersten paar Seiten, wusste ich, dass ich ein sehr großes
    Lesevergnügen haben werde. Dieses Buch ist von anfang an spannend und
    es schwingt immer eine mystische und magische Ader mit.
    Die Charaktere und auch das Lyle House sind ausführlich beschrieben und
    ich habe von anfang an die eisige Stimmung mitbekommen und wollte Cloe
    und auch den anderen Jugendlichen helfen von diesem Ort zu fliehen.


    Der Schreibstil ist sehr flüssig, Die Sätze sind einfach, dass dieses
    Buch auch jemand lesen kann, der nicht so auf einen komplizierten
    Satzbau steht.Weiterhin zieht sich ein sehr gut strukturierter Roter
    Faden durch das Buch, das mir geholfen hat, sehr gut duch die
    geschichten zukommen. Auch die Logik, die hier vorhanden ist, hat mir
    geholfen um mich in diesen Buch nicht zu verirren.


    Mein Fazit:


    Ichkann sagen, dieses Buch ist absolut lesenswert und ich werde auch den
    folgenden Band (Seelenacht) der im Dezember 2010 erscheint lesen.
    Wo auch in diesem Buch schon eine Leseprobe enthalten ist und ich der
    festen Überzeugung bin,dass ich wieder sehr viel Spass beim lesen haben
    werde.


    Zuletzt möchte ich noch dem PAN- Verlag danken,die mir das Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt haben.


    Bewertung: 5/5 Bücherwürmer

  • Es begab sich im Jahr 2012, als ich dieses Buch und seine 2 Nachfolger als Mängelexemplare erstand :lol: Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch ran gegangen, da ich oft meine Probleme mit den sog. Young Adult Büchern habe (meist sind mir die Teenies einfach zu kindisch oder sie benehmen sich dumm :loool: ) und auch mit der Autorin bin ich bisher nicht recht warm geworden (habe ihre andere Reihe "Nacht der Wölfin" oder wie die heißt mal angefangen und nach dem ersten Band direkt aufgehört). Aber ich muss sagen, dieser erste Teil hat mich echt gefesselt!


    Klasse fand ich die gruseligen Stellen mit den Geistern, da lief mir echt der ein oder andere Schauer über den Rücken. Gerade die Anfangsszene im Keller als Chloe klein war 8-[ Hätte die Autorin so weiter geschrieben, hätte es auch durchaus ein guter Horrorroman werden können. Der Mittelteil war dann etwas schwächer, aber da mir die Hauptcharaktere (Chloe, Derek und Simon) sehr gefallen haben, lies sich das auch fix lesen. Gegen Ende wurde es dann wieder spannend und nach dem rasanten Ende, freue ich mich, das ich direkt mit Band 2 weiter machen kann :wink: Von mir gibt es für den gelungenen Auftakt :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von 5 Sternen.

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