Honoré de Balzac - Glanz und Elend der Kurtisanen

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    Der nach Paris zurückgekehrte Lucien de Rubempré gewinnt das Vertrauen der Gesellschaft, verkehrt in den höheren Kreisen und beabsichtigt, Clothilde von Grandlieu zu heiraten. In diesem Fall könnte er einen Posten als Botschafter bekleiden und den Titel eines Marquis tragen. Anstifter dieses Glücks ist Jacques Collin alias Carlos Herrera, angeblich ein spanischer Abbé, tatsächlich jedoch ein Krimineller, der sich auch der Namen Vautrin und Trompe-la-Mort bedient. Mit ihm hatte Lucien einst einen Bund geschlossen, in dem er für die Erfüllung all seiner Träume seine Seele verpfändete. Der Baron von Nucingen, ein vermögender Bankier aus Paris, verliebt sich in die Kurtisane Esther, die jedoch ein Verhältnis mit Lucien unterhält. Collin nutzt diese Konstellationen, um Nucingen zu erpressen, da Lucien für seine Heirat mit Clothilde Geld benötigt. Die Geheimpolizei entdeckt das Komplott der Verschwörer und Lucien verübt Selbstmord. Die Kurtisane, die von Nucingen ein Palais geschenkt bekam, zerbricht daran, wieder ihr früheres Leben führen zu müssen, und vergiftet sich. Als Collin vom Tod Luciens erfährt, stellt er sich in den Dienst der Justiz, um den Kampf gegen die korrupte Gesellschaft voranzutreiben. Er überführt den Chef der Sicherheitspolizei eines Verbrechens und wird dessen Nachfolger.


    Meine Meinung:
    Ich habe diesen Roman gelesen, weil ich von Balzacs Idee hinter der "Menschlichen Komödie" ganz begeistert bin und bereits Tante Lisbeth von ihm gelesen habe, das mir wirklich sehr gut gefiel.


    Als zweites Buch, das ich von Balzac lesen sollte, wählte ich mutig das 800-seitige Epos Glanz und Elend der Kurtisanen aus. Vorerst gilt es zu sagen, dass es vielleicht besser ist, den ebenfalls 800 Seiten starken Roman Verlorene Illusionen zuerst zu lesen, denn hier werden die Personen aus diesem Buch eingeführt. Ich hatte geglaubt, ich könnte dieses Buch ohne die vorherige Lektüre des ersten Bandes lesen und hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten mit dem hohen "Personeninventar". Es ging zwar einigermaßen aber es wäre einfacher gewesen.


    Der Roman gliedert sich in vier Teile (1: Wie junge Mädchen lieben 2:Wieviel alte Herren sich die Liebe kosten lassen 3:Wohin schlechte Wege führen 4:Vautrins letzte Wandlung). Die Welt, die Balzac mit seinen Romanen konstruiert wirkte auf mich wieder enorm faszinierend und anziehend. Es gibt ein so breites Spektrum an wirklich authentischen Personen, die mit ihren Charakterzügen jederzeit bildhaft vorm Auge des Lesers aufsteigen. Die Protagonisten mit ihren kriminellen Machenschaften wären auch in unserer heutigen Welt noch gut denkbar. Im Nachwort meiner Ausgabe wird Balzacs Werk mit dem Shakespeares verglichen (in Bezug auf die Authentizität der vielen handelnden Personen). Und das zu Recht.
    Im Laufe der Geschichte ist mir besonders die Kurtisane Esther ans Herz gewachsen und ich habe mit ihr gelitten. Umso trauriger war ich demnach als

    . Ab diesem Zeitpunkt (ungefähr nach 400 Seiten) verlor die Geschichte für mich an Interesse und die letzte Hälfte war wirklich sehr zäh.
    Der ersten Hälfte hätte ich bedenkenlos die volle Punktzahl gegeben aber der Rest war nicht besonders angenehm zu lesen. Balzac verliert sich auch zu sehr in der Beschreibung der französischen Gefängnisse und führt meiner Meinung nach zu viele der Häftlinge ein. Ich glaube, gegen Ende habe ich leicht den Faden verloren.


    Trotzdem werde ich die Menschliche Komödie nicht aus den Augen verlieren.


    Fazit: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Ich :study:
    J.M.Coetzee - Das Leben der Tiere
    Erzählungen von Franz Kafka
    Gedichte von Allen Ginsberg und Cummings

  • Danke für die Rezi, Shia!

    Vorerst gilt es zu sagen, dass es vielleicht besser ist, den ebenfalls 800 Seiten starken Roman Verlorene Illusionen zuerst zu lesen, denn hier werden die Personen aus diesem Buch eingeführt. Ich hatte geglaubt, ich könnte dieses Buch ohne die vorherige Lektüre des ersten Bandes lesen und hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten mit dem hohen "Personeninventar". Es ging zwar einigermaßen aber es wäre einfacher gewesen.

    Das Problem hatte ich auch beim Lesen und daher habe ich mir auch fest vorgenommen die Romane noch zu lesen um mir noch einiges verständlicher zu machen da ich doch am Anfang ziemlich durcheinander kam.


    Ansonsten kann ich dir nur zustimmen. Das Buch ist zwar ein recht gutes Buch aber die letze Hälfte ist doch recht langezogen. Trotzdem werde ich auch an die Menschliche Komödoe dranbleiben :wink: .

    Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? - George Bernahrd Shaw

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