Susanne Pavlovic – Das Spielmannslied

Cover zum Buch Das Spielmannslied

Titel: Das Spielmannslied

4,6 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen

92,9% Zufriedenheit

Band 1 der

Verlag: Amrun Verlag

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 336

ISBN: 9783958692084

Termin: Mai 2016

Aktion

  • Kurzbeschreibung (amazon.de): 
    Der einzige Fantasy-Roman mit Huhn.
    Ein Spielmann, der unter chronischem Lampenfieber leidet, eine kampfeslustige Küchenmagd und ein liebreizender, aber anstrengender junger Adeliger, der von der großen Liebe träumt. Das sind die Hauptpersonen in diesem Fantasy-Abenteuer, in dem es um Zauberei geht, um geheimnisvolle Türme und haarsträubende Abenteuer in der Wildnis, aber auch ums Erwachsenwerden, um Freundschaft, Liebe und die große Aufgabe, den eigenen Platz in der Welt zu finden.
    In weiteren Rollen: ein Zwerg, der den Lebensmittelhandel revolutionieren will, ein Drache mit einem Jungfrauenproblem und ein außergewöhnliches Huhn.

    Nicht alles, was ein Verlag herausbringt, ist gut; und nicht alles, was ein Verlag ablehnt, ist schlecht. Das beweist Susanne Pavlovic mit dem „Spielmannslied“, einer Mischung aus Historischem Roman und Fantasy. Die Welt, in der Wolfram und seine Begleiter leben, könnte auf den ersten Blick als mittelalterlich durchgehen, doch man merkt schnell, dass der Schein trügt.
    Wolfram, der eigentlich nur seine Geschichten erzählen möchte, Krona, die Karriere beim Militär machen möchte, und Sindri, der sich zum Helden berufen fühlt, ergeben gemeinsam ein Trio, das vielleicht nicht immer an einem Strang zieht, aber zusammenhält, wenn es wirklich nötig ist. Und das ist es mehr als einmal auf dieser Quest, wie Sindri zu sagen pflegt, denn er ist fest entschlossen, die um Hilfe flehende Jungfrau aus seinen Träumen zu finden und sie zu retten, vor was auch immer.

    Wolfram erzählt diese Geschichte in Rückblenden, mit seinem eigenen Charme und Witz. Es gibt genug Stellen zum Lachen und zum Weinen, durch die Ich-Perspektive und die eher einfache Sprache fühlt man sich sehr nah an den Charakteren und man möchte das Ende gleichzeitig erfahren und hinauszögern.
    Die Figuren der Geschichte sind liebevoll gezeichnet, manchmal möchte man sie umarmen und im nächsten Moment schon wieder kräftig schütteln. Sie haben alle ihre eigenen Probleme, die oft genug in ihrer Vergangenheit wurzeln und, eher untypisch wie so vieles an diesem Roman, nicht zwangsweise etwas mit der heldenhaften Suche zu tun haben, auf der sie sich befinden. Diese vielen verschiedenen Ebenen ihrer Persönlichkeiten machen mehr aus ihnen als die bloßen Helden, die Leben retten müssen. 

    „Das Spielmannslied“ kann man wirklich nur empfehlen. Der „fehlende“ Verlagssegen schreckt vielleicht im ersten Moment ab, aber dazu besteht kein Grund. Wolfram hat wirklich die Chance verdient, seine Geschichte erzählen zu dürfen! 

    Moons


    P.S.: Zu empfehlen ist auch die Seite zum Spielmann (s. auch Signatur) - wwwPunktspielmannsliedPunktde - mit jeder Menge Hintergrundinfos und mittelalterlichen Kochrezepten^^

  • Vielen Dank für die Rezension :)
    Schon die Leseprobe auf der Website hat mir gut gefallen, mal schauen, wann ich das Buch unterbringen kann..

  • Sehr schöne Rezension, vielen Dank :)

    "You may, however, rest assured there are no ghosts in this world. Save those we make for ourselves."
    Sherlock (BBC) - The Abominable Bride

    "Please don't put a label on me - don't make me a category before you get to know me!"
    John Irving - In One Person

  • Es ist klasse! Ich bin gerade ein Drittel weit gekommen und durchweg begeistert.

    Wortwitz und Melancholie halten sich auf eine angenehme Art die Waage.. bisher habe ich kein Buch in dem Stil gelesen.
    Teilweise hat es mich an DSA erinnert, das mag an der Kombination von mittelalterlichen Welt und Situationskomik liegen. :-k
    Qualitativ kann sich der Humor mit Pratchett messen, auch wenn der Stil selbstverständlich ein eigener ist.
    Tja.. ich versuche, zu beschreiben, was nicht zu beschreiben ist :shock: Es ist ein gutes Buch, Punkt und aus :thumleft:

    und jetzt.... :study:

  • Klappentext

    Der erste Abrantes Roman

    Der junge Spielmann Wolfram von Kürenberg hat ein Problem: Er leidet unter chronischem Lampenfieber und vermasselt jeden Auftritt. Von seinem Lehrmeister entlassen, findet er sich im Fahrwassser der ehemaligen Küchenmagd Krona, die den Kochlöffel gegen das Schwert getauscht hat und von großen Taten träumt. Als schließlich noch der junge Adelige Sindri aus einem Sauerkrautfass steigt, ist Wolfram schnell klar: Er ist der einzige bei dieser Truppe, der Verstand hat – und Lampenfieber ist sein geringstes Problem.


    Die Vorgeschichte zum großen Fantasy-Epos "Feuerjäger" - denn auch große Helden fangen mal klein an.


    Meine Meinung


    Nachdem mich die Feuerjäger Trilogie so begeistert hat, musste ich natürlich auch die "Vorgeschichte" lesen, in deren Mittelpunkt Wolfram von Kürenberg steht. Als fahrender Spielmann und Sänger erzählt er hier eine Geschichte, eine wahre Begebenheit aus seiner Vergangenheit, in der er die damals noch unerfahrene Kriegerin Krona kennenlernte, als sie noch eine einfache Dienstmagd war.

    Es war ein interessanter Einblick in ihre Anfänge, gerade wenn man sie schon als erfahrende Kämpferin kennt und jetzt entdeckt, mit welcher Sturheit und welchem Kampfgeist sie schon in ihren jungen Jahren ihren Weg gemacht hat. Mit dem Verlangen nach Ruhm und Ehre begibt sie sich mit dem noch unerfahrenen Wolfram auf den Weg, um einen Drachen zu besiegen. Wie gewohnt ist sie nicht auf den Mund gefallen und sagt und tut das, was ihr gerade in den Sinn kommt; ohne sich darum zu scheren, was andere von ihr denken.

    Wolfram hingegen ist eher eine tragische Figur, ein unsicherer junger Mann, dem großes Publikum Angst einjagt, was hinsichtlich seines Berufes natürlich nicht förderlich ist. Doch im Laufe der Reise wächst er über sich hinaus und gewinnt an Selbstvertrauen: nicht über Nacht, aber man merkt wie er die Menschen um sich herum und seine Begleiter beobachtet und lernt, das nicht jede Heldengeschichte aus strahlendem Glanz und einfach gestrickten Mustern besteht, der er aus seinen Liedern kennt. Ich hab ihn sehr ins Herz geschlossen, da er - wie die meisten Figuren der Autorin - kein typischer Charakter ist, sondern ein sehr sensibler Geist, weit entfernt von einem Helden, und gerade mit seiner Güte und auch seinem Leid besondere Sympathien weckt.

    Er erzählt die Geschichte mit einer gewissen Beschwingtheit, in der er sich selbst nicht zu ernst und vieles mit Humor nimmt, aber auch die Melancholie mitschwingen lässt, die ihn damals, als jungen Burschen, so sehr an sich Zweifeln ließ.

    Es ist eine Heldenreise mit vielen Gefahren, eine Queste wie man sie kennt und die doch einige unerwartete Überraschungen bereit hält. Dazu kommen witzige Momente die die Handlung immer wieder auflockern, die eher im gemäßigten Tempo vorangeht. Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt, hätte mir aber zwischendurch mehr Lebhaftigkeit und Spannung gewünscht - das nimmt erst im letzten Drittel zu und endet in einem sehr passenden Abschluss.

    Insgesamt auf jeden Fall amüsant und angenehm zu lesen, wenn die Ideen auch nicht unbedingt neu sind, aber aufgefrischt wurden - ich freu mich jedenfalls schon darauf, wie es wohl in "Der Sternenritter" weitergeht!

    Mein Fazit: 4 Sterne

    © Aleshanee

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