Kurzbeschreibung (amazon.de):
Der einzige Fantasy-Roman mit Huhn.
Ein Spielmann, der unter chronischem Lampenfieber leidet, eine kampfeslustige Küchenmagd und ein liebreizender, aber anstrengender junger Adeliger, der von der großen Liebe träumt. Das sind die Hauptpersonen in diesem Fantasy-Abenteuer, in dem es um Zauberei geht, um geheimnisvolle Türme und haarsträubende Abenteuer in der Wildnis, aber auch ums Erwachsenwerden, um Freundschaft, Liebe und die große Aufgabe, den eigenen Platz in der Welt zu finden.
In weiteren Rollen: ein Zwerg, der den Lebensmittelhandel revolutionieren will, ein Drache mit einem Jungfrauenproblem und ein außergewöhnliches Huhn.
Nicht alles, was ein Verlag herausbringt, ist gut; und nicht alles, was ein Verlag ablehnt, ist schlecht. Das beweist Susanne Pavlovic mit dem „Spielmannslied“, einer Mischung aus Historischem Roman und Fantasy. Die Welt, in der Wolfram und seine Begleiter leben, könnte auf den ersten Blick als mittelalterlich durchgehen, doch man merkt schnell, dass der Schein trügt.
Wolfram, der eigentlich nur seine Geschichten erzählen möchte, Krona, die Karriere beim Militär machen möchte, und Sindri, der sich zum Helden berufen fühlt, ergeben gemeinsam ein Trio, das vielleicht nicht immer an einem Strang zieht, aber zusammenhält, wenn es wirklich nötig ist. Und das ist es mehr als einmal auf dieser Quest, wie Sindri zu sagen pflegt, denn er ist fest entschlossen, die um Hilfe flehende Jungfrau aus seinen Träumen zu finden und sie zu retten, vor was auch immer.
Wolfram erzählt diese Geschichte in Rückblenden, mit seinem eigenen Charme und Witz. Es gibt genug Stellen zum Lachen und zum Weinen, durch die Ich-Perspektive und die eher einfache Sprache fühlt man sich sehr nah an den Charakteren und man möchte das Ende gleichzeitig erfahren und hinauszögern.
Die Figuren der Geschichte sind liebevoll gezeichnet, manchmal möchte man sie umarmen und im nächsten Moment schon wieder kräftig schütteln. Sie haben alle ihre eigenen Probleme, die oft genug in ihrer Vergangenheit wurzeln und, eher untypisch wie so vieles an diesem Roman, nicht zwangsweise etwas mit der heldenhaften Suche zu tun haben, auf der sie sich befinden. Diese vielen verschiedenen Ebenen ihrer Persönlichkeiten machen mehr aus ihnen als die bloßen Helden, die Leben retten müssen.
„Das Spielmannslied“ kann man wirklich nur empfehlen. Der „fehlende“ Verlagssegen schreckt vielleicht im ersten Moment ab, aber dazu besteht kein Grund. Wolfram hat wirklich die Chance verdient, seine Geschichte erzählen zu dürfen!
Moons
P.S.: Zu empfehlen ist auch die Seite zum Spielmann (s. auch Signatur) - wwwPunktspielmannsliedPunktde - mit jeder Menge Hintergrundinfos und mittelalterlichen Kochrezepten^^




