Ned Vizzini - Eine echt verrückte Story/It's Kind of a Funny Story

Cover zum Buch Eine echt verrückte Story

Titel: Eine echt verrückte Story

, (Übersetzer) , (Übersetzer)

4 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen

80% Zufriedenheit

Verlag: Heyne

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783453407701

Termin: Juni 2010

Aktion

  • Sarah Kuttner macht Depressionen in ihrem ersten Roman ja gerade zum Thema, hier ein etwas anderer Zugang dazu.

    Ned Vizzinis verrückte Geschichte über das Leben des 15jährigen Craig hat es in sich:
    Craig hat es mit viel Fleiß und Ehrgeiz an eine New Yorker Elite-Highschool geschafft. Er hat fürsorgliche und nette Eltern - und er hat Depressionen. Craig erzählt, wie es mit den Depressionen begann und er immer mehr darin versank. Schließlich kommt er von seinen Selbstmordgedanken nicht mehr los. Er geht ins Krankenhaus und lässt sich in die geschlossene Psychiatrie einweisen. Dort lernt er Menschen mit unterschiedlichen seelischen Erkrankungen kennen. Zum Beispiel Muqtada, der nicht mehr aus dem Bett aufstehen will, einen sexsüchtigen Transsexuellen und ein Mädchen mit zerschnittenem Gesicht. Fünf Tage lang bleibt er dort, und diese Tage verändern sein Leben. In der isolierten Abgeschiedenheit lernt er, wie es so weit mit ihm kommen konnte. Er findet wieder zu sich und zum Leben.

    "Eine echt verrückte Story" erzählt eine tragisch-komische Geschichte vom Stress und Ehrgeiz New Yorker Jugendlicher. Zwischen iPod, Gras rauchen und Wichsen. Der Autor Ned Vizzini macht eine Depression verständlich, ohne sie zu dämonisieren.

    "Was immer geschieht: Nie dürft Ihr so tief sinken,
    von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken!"
    (Erich Kästner)

  • Es gibt diese Bücher, wir wissen es. Und bei jedem nächsten Buch möge es sich doch wieder einstellen. Dieses Gefühl … man ist zu Hause. Geborgen. Magie. Bereits bei den ersten Seiten wußte man es. Was auch immer der Autor und sein(e) Protagonist(en) noch vorhaben, man steht zur Seite, verfolgt das Geschehen, schwitzt (notfalls) Blut und Wasser und wäre bereit Autor und Werk bis aufs Messer zu verteidigen. Die Angst vor dem viel zu frühen Ende. Es war doch so schön miteinander. Gibt es da noch ein ungelesenes Buch, das das erreichen kann?


    Ja, das gibt es.


    Nur „Eine echt verrückte Story“ von Ned Vizzini war es nicht. Dieses Gefühl, dass der Autor alles richtig macht und fast nichts mehr den Status ‚Lieblingsbuch’ umwerfen kann, stellte sich bei mir erst spät ein, ab der Einweisung von Craig in die Psychatrie. Ein Buch welches man gerne weiter gibt. Man schickt die Hoffnung mit, dass der Nächste Gefallen an diesem Buch finden möge. Und das Cover, das hat einen inhaltlichen Hintergrund, der bei Erkenntnis für mich sehr positiv wirkte. Also nicht davon abschrecken lassen.

  • Phu, schwieriges Buch. Ich habe nicht richtig in die Geschichte reingefunden. Der Hauptprotagonist war mir nicht sonderlich smpyhatisch, ich konnte nicht mit ihm mitfühlen und auch alle anderen Darsteller im Buch waren mir zu fade. Ich hatte mit dem Erzählstil Mühe, mit der Handlung und mit den Angewohntheiten von Craig.

    Auf dem Buchrücken stand "Ich habe selten so gelachten wie bei diesem Buch. Die Geschichte von Craig ist anrührend, unterhaltsam und urkomisch" SWR3
    Da habe ich mir viel erhofft, aber nichts von dem traf bei mir zu. Weder fand ich das Buch witzig, noch anrührend, oder unterhaltsam. Vielmehr hat es mich ziemlich verwirrt. Depressionen sind auch ein heikles Thema und ich finde leider, dass der Autor hier leider kein Mittel gefunden hat, um sich dem Thema richtig zu nähern.

    Nein, das Buch hat mir nicht sonderlich gefallen, vielleicht hat es auch einfach nicht meinen Humor getroffen, kann gut sein....
    Von mir gibts auf jedenfall nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne.

    :study:: Sommer im Herzen - Mary Kay Andrews

    :musik:: Kalte Milch und Kummerkekse - Frieda Lamberti

  • Inhaltsangabe
    Obwohl Craig Gilner in der Schule gute Leistungen erbringt und einen großen Freundeskreis besitzt, ist er an einer Essstörung und an Depressionen erkrankt. Er plant, sich von der Brooklyn Bridge zu stürzen, um sein Leben zu beenden – doch im letzten Moment besinnt er sich eines Besseren und wendet sich an eine Suizid-Hotline, die ihn dazu überzeugt, ein Krankenhaus zu besuchen. Hier wird er in die psychiatrische Klinik Six North eingewiesen, in der er die unterschiedlichsten Menschen mit den verschiedensten Krankheiten kennenlernt. Während seines Klinikaufenthalts beginnt für Craig eine Reise zu sich selbst, denn er erkennt: Wenn er glücklich werden möchte, muss er wichtige Entscheidungen treffen, die viele Aspekte in seinem Leben verändern können. Doch der Jugendliche muss diesen Weg nicht allein gehen.

    Rezension
    Die Geschichte rund um den 15-Jährigen erscheint dem Leser besonders nah – und das nicht nur, weil in diesem Roman eine Thematik aufgegriffen wird, die in unserer Gesellschaft eine große Rolle spielt. Viele Jugendliche leiden unter großem Leistungsdruck, sind von den falschen Menschen umgeben und setzen sich Ziele, die auf eine gesunde Art und Weise nicht zu erreichen sind. In It’s Kind of a Funny Story verarbeitet der Autor Ned Vizzini die Erfahrungen, die er drei Wochen vor Verfassen des Romans in einer psychiatrischen Klinik gemacht hat. Genau aus diesem Grund wirkt die Geschichte authentisch – auch, weil Vizzini mit einem lockeren Schreibstil zu überzeugen weiß. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, scheut keinen Gebrauch von „ordinären“ Worten. Jeder Charakter hat seine eigene, tiefe Geschichte. Jeder einzelne von ihnen steht auf eine gewisse Weise im Fokus.

    It’s Kind of a Funny Story ist kein typischer Roman über Depression, vor allen Dingen macht er nicht depressiv, er ist nicht traurig. Eher im Gegenteil: Der Leser wird an einigen Stellen lachen, auch dann, wenn die Dramatik ihren Höhepunkt erreicht. Es wird nicht nur der Alltag eines Klinikaufenthalts skizziert, sondern auch die Gefühle, die einem Patienten unweigerlich durch den Kopf gehen müssen. Der Realismus des Romans überzeugt durch und durch: Therapien und Medikamente vollbringen keine Wunder, es ist nicht leicht, eine psychische Krankheit zu überwinden. Und wer nicht dazu bereit ist, über seinen Schatten zu springen und neue Dinge zu probieren, der wird auf Ewig an der selben Stelle verweilen.

    Das Cover mag etwas befremdlich wirken – doch seine Bedeutung wird im Laufe des Romans aufgedeckt. Craig zeichnet gerne eigene Landkarten und beginnt während seines Aufenthalts in Six North Landkarten zu zeichnen, welche die anderen Patienten der Klinik und das, was sie durchleben, beschreiben. Auf dem Cover ist vermutlich Craigs eigene Landkarte abgebildet, denn innerhalb der Geschichte findet man unter dem ein oder anderen Kapitel einen kleinen Teil der Karte, die auf der Vorderseite abgebildet ist.

    Fazit
    Dieser Roman hat sich für mich gelohnt. Geschichten, in denen es um Depression oder andere psychische Krankheiten geht, ziehen grundsätzlich mein Interesse auf sich. Und mein Misstrauen. Nicht vielen Autoren gelingt es, ein realistisches Bild von Jugendlichen zu bieten, die psychisch krank sind – doch das Werk Vizzinis hat mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass ich noch das ein oder andere mal dazu greifen werde, um es erneut zu lesen. Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass diese Geschichte innerhalb einer einzigen Woche entstanden ist – und dass Vizzini seine eigenen Eindrücke verarbeitet, versorgt das Ganze mit einer großen Portion Realismus, die man sonst nur in wenigen anderen Büchern dieser Art finden kann.

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