Ray Bradbury: Die Mars-Chroniken

  • Buchdetails

    Titel: Die Mars-Chroniken


    Verlag: Diogenes Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 272

    ISBN: 9783257208634

    Termin: Mai 2008

  • Bewertung

    4.7 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

    93,6% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die Mars-Chroniken"

    ›Die Mars-Chroniken‹ über eine Folge von Reisen, die Erdbewohner zum Mars bringen – erst Raumfahrer, dann Pioniere, dann Außenseiter und schließlich die Überlebenden des letzten Weltkriegs auf der Erde –, sind längst ein Klassiker der Science-Fiction.
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  • Ray Bradbury: Die Mars-Chroniken; 8 CD 621 Minuten Gesamtspielzeit;
    Produktion und Veröffentlichung: Diogenes Verlag Zürich 2008; Regie /
    Produktion / Sprecher: Rufus Beck; Schnitt: Maximilian Bemm, Musik.
    Stefan Lottermann, Rufus Beck, Parviz Mir-Ali; ISBN: 978-3-257-80181-1


    Die englischen Original erschien 1950. Es ist eine
    in Romanform gebrachte Zusammenstellung von Kurzgeschichten, von denen
    einige bereits in den 1940er Jahren in verschiedenen
    Science-Fiction-Magazinen erschienen war. Die deutsche Erstausgabe erschien schon 1972 im Marion
    von Schröder-Verlag.


    Die Mars – Chroniken beschreiben eine
    fiktive Kolonisierung des Planeten Mars in den Jahren 1999 bis 2026.
    Drei Phasen können unterschieden werden: Erst kommen die Raumfahrer zu
    Erkundungsflügen. Dann versuchen die ersten Pioniere, Fuß zu fassen,
    bis der Mars soweit hergerichtet ist, daß später Außenseiter auf den
    Mars auswandern und Senioren dort ihren Lebensabend verbringen wollen.
    Schließlich veranlassen Kriegswirren auf der Erde die Marsbewohner, den
    Planeten zu verlassen, bis später die letzten Überlebenden eines
    Atomkriegs auf dem Mars Zuflucht suchen. Die Kolonisierung des Mars
    wird mit starken Parallelen zur Eroberung von Amerika nach der
    Entdeckung durch Kolumbus erzählt.


    Eine vollständige und umfangreiche Inhaltsangabe ist in der Internetenzyklopädie Wikipedia enthalten.


    Ray Bradbury wurde als 1920 geboren. 1934 zog die Familie nach Los Angeles. Schon in
    seiner Schulzeit wurde sein Schreibtalent erkannt. Er trat in die „Los
    Angeles Science Fiction League“ und den „Poetry Club“ ein. 1938 folgte
    sein schulischer Abschluß. Der literarische Durchbruch gelang Bradbury mit der 1950
    veröffentlichten Erzählung „Die Mars – Chroniken“. Sein berühmtester
    Roman „Fahrenheit 451“ aus dem Jahre 1953 gehört zu den prominentesten
    Dystopien des 20. Jahrhunderts.


    Die Mars-Chroniken machen
    auf Gefahren aufmerksam, die beim Zusammentreffen verschiedener
    Kulturen auftreten können und aufgetreten sind. Bradbury zeigt dies in
    seinem Buch anhand eines Extremfalls, der Konfrontation einer
    außerirdischen Rasse mit der menschlichen. Das Buch kann als Dystopie
    angesehen werden.


    Jenseits der gegenständlichen Ebene weist das
    Buch zahlreiche allegorische und symbolische Bezüge auf und stellt
    letztendlich die Abgründe des menschlichen Verhaltens, die
    Aussichtslosigkeit des Sehnens und Wollens der `Erdenbürger in
    teilweise skurrilen, teilweise beklemmenden Bildern dar. Die
    Marsbewohner scheinen dabei eher Spiegelbilder der Menschen als eine
    substantiell gänzlich andere Spezies zu sein. Sie treten als
    selbständig denkende Wesen wenig hervor. Sie werden von den
    menschlichen Problemfiguren als Protagonisten eher an den Rand
    gedrängt. Der Roman ist also ein Roman über die Menschen. So verkörpert
    der auf dem Mars lebende Erdling Hathaway, der sich nach dem Tod seiner
    Familie diese in Form von Robotern nachbaut, die Einsamkeit des
    modernen Menschen, der sich mit immer mehr Technik umgibt. Der Mars als
    Projektionsfläche menschlicher Ausbruchsphantasien gerät gerade zu
    Beginn der Chroniken zu einer Falle, später immer mehr zur Metapher der
    Ausweglosigkeit menschlicher Utopie,“ liefert Wikipedia auch eine
    Interpretation des Textes.


    Es gibt mehrere Gründe, warum ich mich nur so oberflächlich mit dem Hörbuch beschäftige.


    Die
    Produktion ist als Lesung angelegt. Und schadet sich damit selbst.
    Hinsichtlich seiner Erzählstruktur könnte der Text leicht in ein
    Hörspiel umgewandelt werden. verschiedene Sprecherstimmen, Musik und
    Hintergrundgeräusche würden die Produktion auf jeden Fall künstlerisch
    aufwerten und für den Hörer spannender gestalten. Auf Dauer ist es doch
    sehr ermüdend, immer nur ein- und derselben Stimme zu lauschen. Als
    Hörer vergißt man viel zu leicht, was im Kapitel zuvor geschah


    Die
    inhaltliche Seite kommt hinzu. „In einer englischen Ausgabe aus dem
    Jahre 1997 ist der Zeitraum der Kolonisation um 31 Jahre auf 2030 bis
    2057 verschoben,“ berichtet Wikipedia. Gibt es noch weitere
    Unterschiede zwischen amerikanischem Original und englischer Ausgabe?
    Als Laie kann ich die Frage nicht beantworten; Zweifel an der Qualität
    auch der vorliegenden Übersetzung bleiben.


    Ich weiß nicht so
    genau, was ich von der Dramaturgie des Textes halten soll. Ihr fehlt
    der. dramatische und spannende Moment, der Kampf, der die Geschichte
    erst hörenswert macht.


    Raumfahrt, Telepathie, die Besiedlung
    eines fremden Planeten und der Einsatz von Halluzinationen
    rechtfertigen die Zuordnung zur Science Fiction. Die Interpretation,
    die Wikipedia bietet, erschließt sich nur bedingt. Man muß schon sehr
    viel Geduld und Konzentration aufbringen, um überhaupt eine
    Interpretation zu finden.

    1. Die Mars-Chroniken

      (Ø)

      Verlag: Diogenes Verlag


  • Habe jetzt über 200 Seiten des Romans gelesen und ich bin begeistert. :thumright: Was für eine fantastische Geschichte! Alle Kurzgeschichten passen gut zusammen und erzeugen eine glaubenswürdige Entwicklung der Mars-Kolonisation. Alle Gesichtspunkte werden berücksichtigt. Ich bin schon gespannt wie es weiter geht. Bis jetzt gibt es auf jeden Fall schon 5 Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :cheers:

  • Es ist bei den :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: geblieben. Eine wirklich spannende und interessante Kurzgeschichtensammlung. Meine Fantasie wurde richtig beflügelt. Der Schreibstil war zwar anspruchvoller aber trotzdem sehr flüssig und leicht zu lesen. Ich will unbedingt noch andere Werke von Bradbury lesen. :thumright:

  • Ich halte diesen Roman in Erzählform für sehr gut gelungen. Er ist leicht und flüssig zu lesen. Neben sehr viel Humor ist auch ein gewisses Maß an Gesellschaftskritik enthalten. Und das schon vor über fünfzig Jahren entstandene Werk enthält schon eine sehr beeindruckende Vorausschau.


    Am meisten gefallen hat mir aber der sehr witzige Erzählstil, besonders die Beschreibung der Marsmenschen in den ersten Kapiteln. Die erste Crew Raumfahrer erhält so gar nicht die Begrüßung, die sie sich vorgestellt hatten. Ich habe mich herrlich amüsiert und musste so manches Mal laut lachen. Allein dafür und natürlich auch für den Rest der Erählungen ist meine Bewertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    :study: Jeder Tag, an dem ich nicht lesen kann, ist für mich ein verlorener Tag!

  • Auch von mir klare :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: für Bradbury`s "Mars-Chroniken".


    Als mich vor kurzem die Nachricht erreichte das Ray Bradbury gestorben ist habe ich die "Mars-Chroniken" aus meinem SUB befreit und gelesen.
    Die Geschichten/ Episoden haben mir sehr gut gefallen, halten sie uns kleinen Menschlein doch einen Spiegel vor in dem wir uns mit viel Mühe doch alle irgendwie wiedererkennen können.


    Die Menschheit erstarrt in ihrer "Wichtigkeit" und walzt mit Raketenantrieb durch fremde Porzellanläden.


    Die Episode der ersten Expedition fand ich auch sehr amüsant, jetzt landet man schon mal auf dem Mars und keiner nimmt einen für voll :totlach:
    Aber auch die Geschichte mit der ersten und besten Würstchenbude auf dem Mars, aus deren Eröffnung dann doch nichts wurde weil eben in diesem Moment auf der Erde der Atomkrieg ausbricht fand ich sehr trefflich.


    Alles in allem in meinen Augen ein hervorragendes Werk das jeder Freund der S.F. gelesen haben sollte.

  • Die erste Expedition erhält ja eigentlich gar keine Begrüßung ...


    Die zweite Expedition ist dann jene, ...


    Die dritte Expedition ...


    Die vierte Expedition (mit Wilder, Spender, Hathaway und Parkhill) ...


    Das Ende hat mich tief gerührt ... wirklich ein "echtes Buch".