James Becker: Unheilig

Unheilig

3.6 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Blanvalet

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783442371754

Termin: Januar 2009

  • Katholische Kirche, Verschwörung, Anfänge des Christentums, Katharer, Cosa Nostra - Was für eine hochbrisante Mischung, geradezu Garant für eine spannende Geschichte, die wahr oder nicht wahr sein könnte.
    James Becker entwirft in seinem Roman eine völlig neue und provokante Idee vom Anfang des Christentums. Gut, nicht ganz neu, da Joseph Atwill diese These ganz ähnlich in seinem pseudowissenschaftlichen Buch "Das Messias Rätsel" vertritt, auf das Becker am Ende seines Romans ausdrücklich hinweist. Provokant aber auf alle Fälle! Und im Kleid eines Romans natürlich wesentlich verdaulicher als in einer vorgegeben wissenschaftlichen Abhandlung.
    Bronson, ein englischer Polizist, versucht, den Tod einer Freundin (in die er heimlich verliebt war) aufzuklären, die in ihrem Ferienhaus in Italien auf tragische Weise ums Leben kommt. Dabei stößt er auf eine lateinische Inschrift, die auch das Interesse der Cosa Nostra und der Katholischen Kirche geweckt hat. Zusammen mit seiner Ex-Frau versucht er, das Geheimnis um diese Inschrift zu entschlüsseln. Dabei gerät er schnell in einen Wettlauf um Leben und Tod, denn jenes Geheimnis rührt an den Grundfesten der Christenheit.
    James Becker gelingt es, die Spannung stets voranzutreiben. Dabei sei es ihm verziehen, dass er oft sehr einfache und wenig realistische Lösungen bietet, um seine Geschichte zu erzählen und auszugestalten. Schließlich geht es hier aber ja nicht um historische Fakten, sondern um eine fiktive Erzählung.
    Krimifans bietet dieses Buch jedenfalls ein kurzweiliges Lesevergnügen.

  • @ thorlac, kannst Du bitte den Namen des Autors und den Titel in der Überschriftzeile nachtragen, damit das Buch im Index gefunden werden kann.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Amazon Kurzbeschreibung:


    Am Anfang war der Mord …


    Ein Geheimnis von den Ursprüngen der Kirche, dessen Aufdeckung den Vatikan zum Einsturz bringen wird.


    Die Kirche wusste ihre Geheimnisse schon immer zu schützen. Doch wie die meisten Menschen kann auch Chris Bronson sich nicht vorstellen, dass sie dafür über Leichen geht. Als er aber nach dem Mord an einer Freundin in ihrem Haus eine kryptische lateinische Inschrift entdeckt, heften sich plötzlich Killer der Mafia an seine Fersen. Alles deutet darauf hin, dass sie im Auftrag des Vatikans arbeiten. Welchem Geheimnis ist Chris Bronson zu nahe gekommen, dass die Kirche morden würde, um es zu bewahren?


    Eigene Inhaltsangabe:


    Ein befreundetes Ehepaar des Polizisten Chris Bronson stößt bei der Renovierung ihres kürzlich erworbenen Hauses in Italien auf eine mysteriöse lateinische Inschrift. Da das Haus recht alt ist, recherchiert Chris Freundin Jackie die Bedeutung dieses Spruches. Kurz danach stirbt sie bei einem mysteriösen Unfall.
    Als Chris mit Jackies Mann Mark nach Italien reist, stellt er fest, dass Jackie ermordet wurde. Er macht sich selbst auf die Suche nach der Bedeutung der Inschrift und so dauert es nicht lange, bis auch Mark ermordet wird. Schnell erkennt Chris, dass die Cosa Nostra ihre Finger im Spiel hat.
    Doch warum ist der Mafia die Inschrift so wichtig? Nur Chris' Exfrau Angela kann helfen und gerät ebenfalls ins Visier der Gangster...


    Eigene Meinung:


    "Unheilig" ist ein actiongeladener, packender Thriller, der den Leser von der ersten Seite an fesselt.
    Die Geschichte ist eng mit einem historischen Bezug verknüpft, der durch eine entsprechende Rückblende am Anfang hergestellt wird.
    Nach dem Wechsel in die heutige Zeit wird das Rätsel um die Inschrift deutlicher, wobei der damit einhergehende Fortschritt immer wieder durch den Bezug auf geschichtliche Ereignisse untermauert wird.
    Zwar handelt es sich bei "Unheilig" um einen Roman, es steckt aber durchaus ein wahrer Kern in der Geschichte, der im Anhang angenehm detailliert erläutert wird.


    Der Schreibstil von James Becker ist flüssig zu lesen und durch die sehr gut ausgearbeiteten Figuren sowie die detaillierten Orts- und Situationsbeschreibungen ist es ein Leichtes, der Geschichte zu folgen.
    Man fiebert regelrecht mit den Protagonisten mit und ist bei fast jeder Wendung der Ereignisse überrascht.


    Es gibt zwar weniger Rätsel als in den Büchern von Dan Brown, einen Vergleich mit den Werken des Erfolgsautors braucht "Unheilig" aber nicht zu scheuen.
    Ich kann dieses Buch daher vor allem Dan Brown Fans, aber auch allen Freunden von komplexen Thrillern sehr ans Herz legen


    (Diese Rezension wurde von mir selbst für das Webzine NecroWeb.de verfasst)

    “Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson