Ephraim Kishon - Auch die Waschmaschine ist nur ein Mensch

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  • Kurzbeschreibung (amazon):
    Tanzende Waschmaschinen, tropfende Wasserhähne, falsch verbundene Telefonanrufe - wer kennt so etwas nicht? In diesem Sammelband setzt sich der Satiriker Ephraim Kishon nicht nur mit dem unkalkulierbaren Eigenleben und der Tücke des Objekts auseinander, sondern auch – und vor allem – mit den daraus resultierenden zwischenmenschlichen Problemen. In seinen Geschichten hält uns der bekennende Computer-Freak und Fan aller elektrischen Neuheiten den Spiegel des alltäglichen technischen Lebens vor – mit der Aufforderung, sich von den alltagserleichternden Errungenschaften des zwanzigsten Jahrhunderts nicht unterkriegen zu lassen. Eine Aufforderung zur Emanzipation der anderen Art – und eine brillante Sammlung aus drei Jahrzehnten humoristischen Schaffens!


    Über den Autor
    Ephraim Kishon wurde als Ferenc Hoffmann 1924 in Budapest geboren. Er überlebte während des Zweiten Weltkriegs ein slowakisches Arbeitslager, weil sein Talent für Schach einem Hauptmann auffiel. 1949 verließ Hoffmann das kommunistische Ungarn, kam in Israel in einen Kibbuz und lernte ein Jahr lang gründlich Hebräisch.
    Schon 1952 wurde er Kolumnist der Tageszeitung Ma'ariv - eine Tätigkeit, die er 30 Jahre lang beibehielt. 1959 heiratete er die Pianistin Sara Lipovitz. Im selben Jahr wurde der Band 'Drehen Sie sich um, Frau Lot!' von der New York Times ausgezeichnet.
    Kishon wurde für das deutschsprachige Publikum zum wichtigsten Zeugen des Lebens im Staat Israel. Die kleine Form, die er zeitlebens pflegte, war dieser Rezeption sehr zuträglich.
    Sein Altersdomizil hatte Kishon in der Nähe von Appenzell in der Schweiz gefunden, an einem Ort der Sicherheit nach einer bewegten Biografie. Dort verstarb Ephraim Kishon Anfang 2005.


    Meine Meinung
    Spritzige, witzige Kurzgeschichten, wie das Leben sie zeichnete. Kishons Kampf mit den technischen Errungenschaften der Moderne kommen mir wahrlich bekannt vor und des Öfteren musste ich wirklich laut lachen. Und das tue ich für gewöhnlich nicht beim lesen. Göttlich. Dank an Ralf für dieses köstliche Buch. Zwischendurch gab es mal ein oder zwei Geschichten, die mir nicht so zusagten, doch der Rest war wirklich schön 5 Sterne!!

  • Nach Deinem so erfrischend und informativ geschriebenen Israel-Tagebuch einen der meistgelesenen Autoren in Deutschland, Epharaim Kishon, den Israeli, mit einem seiner Bücher vorzustellen ist eine gelungene Folge. Als ich sie heute morgen entdeckte, habe ich mich darüber gefreut und geschmunzelt.


    Sofort bin ich an mein kleines Buchregal und habe ein "Schätzchen" herausgesucht. Es ist aus dem Jahr 1974.


    Ephraim Kishon, Kein Öl, Moses? Neue Satiren (ISBN 3-7844-1554-7)


    Zit. aus dem Klappentext:"Martin Maier schrieb kürzlich (einfüg 1974) in der "Welt am Sonntag": Die Zeit kommt, da wird man Ephraim Kishon ärztlich verordnen. Und ist dieses Buch, das elfte von Kishon in deutscher Sprache, nicht tatsächlich das wirksamste Medikament gegen die akute Krankheit der menschlichen Schwächen?"


    Kishon war, ist und bleibt aktuell.


    Dank an Dich, @kampfgürkchen

  • Gioia, es freut mich, dass es dir gefallen hat ;) Aber es war auch nicht ganz zufällig denn ein liebes BT-Mitglied hat mir das Buch extra für die Reise geschickt. Bin aber total begeistert von ihm!


    Übrigens glaube ich, dass ihr bei "über den Autor" die Geschichte mit dem Schach nicht unbedingt glauben solltet... Ich hab bisher noch keine Belege dafür gefunden... Naja, amazon ist auch nicht allmächtig.

  • Schade, dass Kishon etwas in Vergessenheit geraten ist, denn seine Geschichten bleiben immer aktuell, weil sie meist die kleinen Stolpersteine des Alltags aufs Korn nehmen. "Die beste Ehefrau von allen" ist inzwischen schon ein geflügeltes Wort geworden. Ich besitze vier seiner Geschichtensammlungen; von allen ist mir die Waschmaschine, die herumläuft (und der letzte Pointensatz) am besten im Gedächtnis, weil ich damals ein ähnliches Gerät hatte.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Ich wurde jetzt auch auf die Kishon-Bücher neugierig - mein Vater hat recht viele und liest sie aus gegebenem Anlass mal wieder mit Leidenschaft. Ich habe in einige reingeschnuppert und mich dabei auf dem Boden gewälzt vor Lachen. Besonders nett finde ich die Tiergeschichten, und möchte aus "Erholung im Kibbuz" zi-tieren (Kishon will einen störrischen Esel mit Namen Tzuki reiten, von dem der Besitzer behauptet, er verstehe spezielle Kraftausdrücke, aber das ist freilich Touristen-Nepp):


    Zitat

    "Whoa!" brüllte ich. "Heiho! Rock-rock! Rühr dich schon endlich, du Vieh!"
    Dann stieg ich ab. Genaugenommen, stieg ich nicht ab, sondern wurde abgeworfen. Tzuki hatte sein Hinterteil in einem Winkel von 45 Grad ruckartig erhoben, und ich wollte mich in der Luft auf keinen Kampf mit ihm einlassen."


    Ich finde die Art, wie er schreibt, einfach köstlich! Kurzweilig und oft anrührend, und man erkennt sich in vielem wieder (meine Mutter sich übrigens in der "besten Ehefrau von allen" :loool: ).

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