Peter Prange - Der letzte Harem

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  • "Der letzte Harem" spielt Anfang des 20. Jahrhunderts. Zwei Freundinnen, Fatima und Eliza, befinden sich in dem Harem des Herrschers Abdülhamid. Beide Mädchen sind sehr verschieden. Fatimas einziger und großer Traum ist es, eine der Favoritinnen des Sultans zu werden, während Eliza sich bereits auf die Tage freut, in denen sie endlich draußen ist aus ihrem Gefängnis und ihre Freiheit genießen kann. Doch alles kommt ganz anders. Was wie ein interessanter Unterhaltungsroman begann, steigerte sich immer mehr zu einem historischen Abenteuer der besonderen Art.
    Denn der Sultan zog es vor, sich um seine Frauen zu kümmern, als um die Probleme seines Reiches. Und so kommt es schließlich, dass es den Revolutionären gelingt, die Regierung zu stürzen und Abdülhamid kommt ins Exil. Doch das ist noch lange nicht das Ende der Geschichte, denn wie werden Fatima und Eliza in einer für sie fremden Welt überleben?


    Als ich das Buch anfing, hätte ich nie gedacht, dass ich so einen facettenreichen Roman vor mir habe. Die Darstellung des Sultans wirkt sehr authentisch, ebenso wie das bunte Leben im Harem. Während des Lesens konnte ich alles vor meinen Augen sehen. Von Anfang an fand ich die Freundschaft zwischen Fatima und Elisa sehr schön. Der Leser trifft sie, als sie noch Kinder waren und begleitet sie von da an durch ihre Leben.
    Sie gehörten beide verschiedener Religionen an. Doch wie es bei Kindern so ist, war ihnen das egal und sie trafen sich heimlich, da beide Eltern das nicht wollten. Fatima war immer die Verwöhnte, die wenn sie etwas wollte, erst an sich dachte. Eliza war genau das Gegenteil, einfühlsam und immer für Fatima da. Dennoch ergänzten sie sich sehr gut. Daher war mir Eliza immer sympathischer als Fatima, wobei ich Fatima auch sehr mochte.


    Doch nicht nur die Geschichte der beiden Frauen wird erzählt, sondern auch die politische Lage und die damit verbundene dunkle Seite der Türkei wird beleuchtet.
    Ehrlich gesagt, habe ich noch keinen Roman aus dem Gebiet gelesen und war auch sonst nicht bewandert mit der Geschichte und daher fand ich die Ereignisse sehr erschreckend.


    Das Buch hat mich sehr mitgerissen und es war sehr emotional. Es fing ruhig an und wurde immer rasanter. Ich habe gelacht, geweint und an manchen Stellen war ich regelrecht sprachlos und verzweifelt.
    Peter Prange hat mit "Der letzte Harem" einen außergewöhnlichen Roman geschrieben, der mich sehr bewegt und nachdenklich gestimmt hat.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: ,5

  • Danke für die Rezi. Verstehe ich das richtig, dass es sich bei den Protagonisten um reale Persönlichkeiten handelt?

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • @ €nigma: Also, Eliza und Fatima sind Fiktion, die hat es nie so gegeben. Aber der Rest entspricht schon der Geschichte, Abdülhamid war der letzte Sultan und unter ihm ist das Reich zusammengebrochen. Im Buch befindet sich auch eine sehr gute Zeittafel, die ich beim Lesen auch benutzt habe.


    :winken:

  • Als ich die Rezi las, wusste ich das ich dieses Buch lesen muss, Dankeschön!!!
    Ich bin selber eine Armenierin sowie Eliza und kenne mich mit der GEschihcte zweischen Armenien und Türkey gut aus :thumleft: bin auf das Buch sehr gespannt!!!



    Danke Danke Danke :pray:



    :winken:

  • Danke für die tolle Rezi, du hast mich so neugierig auf das Buch gemacht, dass es auch gleich auf meine Wunschliste gekommen ist! :-,

    Ein Wort, ein Buch, ein Autor sind nichts als einzelne Wassertropfen. Alle zusammen ergeben den Strom, der alles hinwegreist und den keine Kraft zurückfließen lassen kann. Adalbert de Chamisso

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