Charles Martin - Wohin der Fluss uns trägt / Where the River Ends

  • Buchdetails

    Titel: Wohin der Fluss uns trägt


    Verlag: Refinery

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 448

    ISBN: 9783960480808

    Termin: Mai 2017

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 10 Bewertungen

    77% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Wohin der Fluss uns trägt"

    Abbie und Chris sind ein ungleiches Paar und doch so verliebt wie am ersten Tag. Aber nach Jahren unbeschwerter Ehe wird bei Abbie Krebs diagnostiziert, und der Rat der Ärzte lautet lediglich, auf das Ende zu warten. Sie sieht das anders: bevor sie stirbt will sie sich zehn Wünsche erfüllen. Und so brechen die beiden heimlich zu einer Flussfahrt ohne Wiederkehr auf. Verfolgt von Abbies Vater, den Medien und der Polizei erleben sie die Reise ihres Lebens, das sie in all seiner Schönheit und Bitterkeit noch einmal auskosten. Denn wo der Fluss endet, beginnt die Ewigkeit.
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    Marie, ich hab immer nur die grünen gemocht und hab alle anderen freiwillig abgegeben. :lol: War wohl auch nicht der richtige Weg...


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Nachdem das Buch nun schon weit über ein Jahr lang in meinem SuB lag, habe ich es endlich gelesen. Meine Rezi:


    Obwohl sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, lieben sich die Eheleute Abbie und Chris noch genauso wie am ersten Tag. Abbies Vater, ein angesehener Senator, hat nie verwunden, dass seine Tochter den Künstler Chris geheiratet hat, wo doch dessen Herkunft nicht seinen hohen Erwartungen entsprach. Deshalb wird der ungeliebte Schwiegersohn auch eher als unangenehmes Übel angesehen. Doch selbst der familiäre Druck kann die große Liebe zwischen den beiden nicht gefährden. Sie sind füreinander geschaffen und wollen ihr gesamtes Leben zusammen verbringen. Doch leider endet diese Zeit viel eher als gedacht, denn Abbie ist unheilbar an Krebs erkrankt. Die Ärzte können nichts mehr für sie tun und schicken sie nach Hause. Während der Senator die letzte verbleibende Zeit an der Seite seiner Tochter verbringen möchte, hat Abbie ganz andere Vorstellungen von ihrem Abschied. Sie bittet Chris darum, ihr zehn Dinge zu ermöglichen, die sie unbedingt noch einmal erleben möchte. Ihr größter Wunsch ist eine Flussfahrt auf dem St. Mary's River. Gemeinsam brechen die beiden auf. Doch nicht nur die Krankheit sitzt ihnen unerbittlich im Nacken, sondern auch der Senator. Der greift zu allen verfügbaren Mitteln um die Reise zu stoppen und Abbie nach Hause zu holen.




    Meine Meinung



    Die Geschichte von Abbie und Chris wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Chris, erzählt. Der Roman startet mit einem Prolog, hier erfährt man Näheres aus der Kindheit von Chris. Die eigentliche Handlung beginnt in der Gegenwart. Abbie ist totkrank und man kann nicht genau abschätzen wie viel Zeit ihr noch bleibt. Die beiden brechen zu der von Abbie sehnlichst gewünschten Flussfahrt auf. Gemeinsam wollen sie versuchen, die zehn Punkte auf Abbies Wunschliste zu verwirklichen. Es handelt sich, abgesehen von der Kanu-Flussfahrt, um ganz alltägliche Dinge, die Abbie noch einmal erleben möchte. Ein weiterer Handlungsstrang gewährt Rückblicke in die Vergangenheit. Man erfährt von ihrem Kennenlernen, ihrer Hochzeit und dem gemeinsamen Leben. Die Entdeckung der tödlichen Krankheit und Abbies harter Kampf ums Überleben wird ebenfalls eindringlich geschildert. Auch hier wird das Geschehen aus der Sicht von Chris beschrieben. Schließlich treffen die beiden Handlungsstränge mit dem Beginn der Flussfahrt aufeinander.


    Die Flussfahrt der beiden wird sehr detailliert beschrieben, sodass man schon fast das Gefühl hat, selbst im Kanu zu sitzen. Man folgt den Windungen des Flusses und sieht die unterschiedlichen Landschaften an sich vorbeiziehen. Dies ist sicher besonders interessant, wenn man den Fluss und seine Umgebung kennt. Leider wirken die ausufernden Beschreibungen auf Dauer sehr langatmig und hemmen dadurch den Erzählfluss der eigentlichen Geschichte. Die Kanufahrt der beiden verläuft nicht so reibungslos wie geplant. Es kommt zu Ereignissen mit denen keiner der Hauptprotagonisten rechnen konnte. Sicher sollen diese Abschnitte die Spannung der Erzählung erhöhen, doch einige Begebenheiten erscheinen sehr weit hergeholt und lassen die Handlung dadurch unglaubwürdig wirken.


    Es gelingt Charles Martin hervorragend die Liebe, die Abbie und Chris füreinander empfinden, zu vermitteln. Die Gefühle sind tief und innig, ohne dabei kitschig oder übertrieben zu wirken. Das es kein Happy-End geben wird ist bereits zu Beginn des Romans klar. Gerade empfindsame Leser sollten deshalb zum Ende hin einige Taschentücher bereithalten.


    Insgesamt gesehen hat mir das Buch recht gut gefallen. Die Umgebungsbeschreibungen waren mir allerdings zu detailliert, sodass meine Gedanken beim Lesen oft abschweiften. Diese Szenen wirkten auf mich sehr langatmig. Außerdem empfand ich einige Erlebnisse der beiden zu konstruiert und unglaubwürdig. Deshalb vergebe ich nur drei von fünf Bewertungssternen.



    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Ich fand das Buch einfach toll =) Hab es vom Libro um nur 3,99 gekauft damals.

  • Das Buch erzählt aus der Perspektive von Chris, wie er, und seine Frau Abbie, die aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, eine letzte Kanufahrt unternehmen. Nach 10 Jahren glücklicher Ehe wurde bei Abbie Krebs diagnostiziert und Chris will Abbie jetzt, wo es dem Ende zu geht eine Liste mit zehn Wünschen erfüllen, bevor Abbie stirbt. Dazu gehört eine 200 Meilen lange Kanufahrt, von der Abbies Vater, der Chris nie akzeptiert hat, nichts erfahren darf.


    Diese Flussfahrt ist der rote Faden des Buches. Sprache und Stil sind sehr angenehm , der Text ist insgesamt flüssig lesbar, auch wenn ein bisschen zuviel lokale Geografie eingewoben wurde, was für leichte Hänger in der Spannung führt. Man kann unschwer erraten , wie Abbies Schicksal enden wird, und ich habe mich an einigen Stellen beim Tränchen verdrücken erwischt.


    Etwas irritierend fand ich die aprupten Wechsel von der Gegenwart in die Vergangenheit, es dauerte einige Kapitel, bis ich mich daran gewöhnt hatte.Das Ende bzw die Versöhnung von Chris und seinem Schwiegervater war vielleicht ein bisschen zu pathetisch und zu plötzlich.


    Alles in allem sind dies nur winzige Kritikpunkte für ein wunderschönes, gefühlvolles Buch, das das Thema Krebs von einer ungewöhnlichen Perspektive aus beleuchtet.


    Der Autor schafft es Gefühle wie: Zusammenhalt, Liebe, Trauer und Verzweiflung über seine Sprache zu transportieren, und obwohl es ein schier unmöglicher Zufall ist, dass die beiden den fliegenden Priester treffen, der sie auch noch auf einen Jahrmarkt führt, wo auch eine kleine Kapelle steht, kann ich dem Autor mit einem Augenzwinkern verzeihen und freue mich über das Erleben der Punkte auf der Liste, und schöpfe Hoffnung aus dem Buch.

  • Sie kommen zwar aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, aber das Ehepaar Chris und Abbie ist noch immer verliebt wie am ersten Tag. Abbies Senatorenvater ist der Künstler Chris schon immer ein Dorn im Auge gewesen und er lässt nichts unversucht, um die beiden auseinander zu bringen, was ihm bisher jedoch nicht gelungen ist. Als bei Abbie Krebs im Endstadium festgestellt wird, erstellt Chris eine Liste mit 10 Wünschen, die er Abbie vor ihrem Tod noch erfüllen möchte. Begonnen wird mit der Nr. 10 auf der Liste, einer Flussfahrt mit dem Kanu über 200 Meilen. Doch der Senator gibt keine Ruhe und setzt alles daran, die Reise zu sabotieren und Abbie endlich wieder zu sich nach Hause zu holen. Wird es Chris gelingen, Abbie noch einige Herzenswünsche zu erfüllen und die verbliebene gemeinsame Zeit mit ihr genießen zu können?


    Charles Martin hat mit seinem Buch „Wohin der Fluss uns trägt“ einen gefühlvollen Liebesroman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und lässt den Leser an der Seite von Charles die gesamte Handlung erleben. Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, wobei einer die Gegenwart behandelt, der zweite gibt dem Leser Einblick in die Vergangenheit von Charles‘ und Abbies Leben. Durch die gefühlvolle Erzählweise des Autors über die Beziehung zwischen Chris und Abbie nimmt der Leser an der tiefen Liebe und die Seelenverwandtschaft zwischen den beiden regen Anteil. Die Landschaftsbeschreibungen einschließlich der Flussfahrt werden sehr detailliert und bildhaft geschildert, was zeitweilig schon fast zu viel des Guten ist und für Längen sorgt. Zudem geschehen einige Dinge unvorhergesehen, die so gar nicht richtig ins Bild passen und die Geschichte etwas unwahrscheinlich erscheinen lassen. Der Spannungsbogen ist gemächlich aufgebaut und bleibt auf eher niedrigem Niveau.


    Die Charaktere bleiben leider hinter den Erwartungen zurück. Obwohl der Leser indirekt mit Abbie und Charles mitfühlen kann und auch viele Information über ihr gemeinsames Leben erhält, bleiben sie doch zu farblos, als dass sich eine wirkliche Beziehung zwischen Leser und Protagonisten herstellen lässt. Charles und Abbie ergänzen sich gegenseitig und sind sehr aufeinander fixiert. Während Abbie immer schwächer wird, bündelt Charles alle seine Kräfte, um seiner Frau in ihren schwersten Stunden genügend Stärke zu vermitteln. Abbies Vater ist ein selbstbezogener Mann, der nur an sich selbst denkt und keinerlei Gedanken daran verschwendet, was seine Tochter für Wünsche hat. Ihm sind nur Ansehen und das Bild in der Öffentlichkeit wichtig. Durch sein egoistisches Verhalten zerstört er fast die letzten Wochen seiner totkranken Tochter. Alle anderen Nebenprotagonisten wirken fast wie Fabelwesen, die anscheinend nur dazu da sind, die angelegte Wunschliste mit abzuarbeiten.


    „Wohin der Fluss uns trägt“ ist ein unterhaltsamer Roman, der leider etwas mehr will, als er wirklich kann. Auch wenn die Erzählweise des Autors schön zu lesen ist und auch die Handlung reichlich Herzschmerz verspricht, kann er am Ende nicht erfüllen, was man sich als Leser erhofft. Durch die vielen unwirklichen und konstruieren Situation wirkt der Roman eher wie ein Märchen denn wie eine traurige Liebesgeschichte ohne Happy End. Urlaubslektüre für nebenbei!


    Mehr als :bewertung1von5::bewertung1von5: sind hier nicht drin!

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten